Produktbild: Rezitativ

Rezitativ Die einzige Erzählung der Nobelpreisträgerin - zum ersten Mal auf Deutsch

7

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

38085

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

96 (Printausgabe)

Dateigröße

3271 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

EAN

9783644017191

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

38085

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

96 (Printausgabe)

Dateigröße

3271 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

EAN

9783644017191

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Ein so lehrreiches Buch, dass es an europäischen Schulen Einzug halten sollte.

MarieOn am 23.10.2023

Bewertungsnummer: 2049960

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Twylas Mutter Mary tanzt die ganze Nacht, Robertas Mutter ist krank. Das ist der Grund warum sich die beiden Mädchen in einem Heim begegnen. Obwohl sie äußerlich unterschiedlich scheinen, eint sie die Erfahrung vernachlässigt, nicht gesehen oder gehört zu werden. Dank einem tiefen Verständnis füreinander freunden sich die beiden an. Die großen Mädchen, Gar-Girls machen den beiden Angst, sie quälen die Jüngeren, stellen Beine, rufen Ausdrücke hinterher. Das Küchenmädchen Maggie wurde auch schon von ihnen zu Fall gebracht und sie kann nicht einmal Schreien. Maggie wird für Twyla die Stellvertreterin ihrer tanzenden Mutter, taub und stumm. Kein Mensch dadrinnen, der hörte, wenn man nachts weinte. Diese außergewöhnliche Kurzerzählung, die einzige, die Toni Morrison schrieb, hat es in sich. Nicht nur des Themas wegen, sondern weil die Autorin die Geschichte einer weißen und einer schwarzen Frau erzählt, jedoch an keiner Stelle preisgibt, wer welche Hautfarbe hat. Sie überlässt die Auseinandersetzung den Leser:innen. Rezitativ war als literarisches Experiment gedacht. Und bei mir hat es wunderbar funktioniert. Während des Lesens habe ich ständig versucht, anhand irgendwelcher Attribute einzuschätzen, wer die “Weiße” ist und welche die “Schwarze”. Ist Twyla die Schwarze, weil sie die Hauptprotagonistin einer schwarzen Ich-Erzählerin ist? S. 51 Das sie sich nie die Haare waschen und komisch riechen. Wie Roberta, also sie roch wirklich komisch. S. 53 Die Geschichte endet auf Seite 43 und dann beginnt das Nachwort, ein Essay von Zadie Smith. (Britische Schriftstellerin) Sie analysiert die Geschichte und findet ganz großartige Worte, die nicht belehren wollen, sondern mit großer Toleranz für beide Seiten einer Schwarz-Weiß-Konstruktion, Lösungen sucht. Geschichte wird nie vollständig wiedergegeben, viele wollen vergessen, dass die Geschichte des afrikanischen Kontinents, eben auch eine Geschichte über die lange, blutige, verworrene Begegnung mit der europäischen Bevölkerung ist. Wenn in der Präsentation eines alten englischen Herrenhauses nicht nur berichtet wird, woher die schönen Gemälde stammen, sondern auch woher das Geld kam, mit dem sie erworben wurden – wer wie und warum leiden musste und ums Leben kam, um dieses Geld zu beschaffen, dann wird Geschichte vollständig erzählt. Wir leben seit vielen hundert Jahren in bewusst rassifizierten, menschengemachten Strukturen – mit anderen Worten, in gesellschaftlich verankerten und mitunter gesetzlich verpflichtenden Fiktionen, die sich als unfähig erweisen, Unterschiede und Gleichberechtigung nebeneinander anzuerkennen. Wie können wir das schmutzige Badewasser “Rassismus” jetzt plötzlich ausschütten, wo wir das Kind race jahrhundertelang so fest ans Herz gedrückt und – selbst wenn wir das ganze Grauen mitrechnen – auch so viel schönes aus ihm erschaffen haben? Fazit: Ein wohltuendes Buch, das mich meinen eigenen Hang zu Vorurteilen erkennen lässt, ohne mich dafür zu verurteilen. Ein Buch, das an europäischen Schulen Einzug halten sollte und Schüler darüber nachdenken lassen könnte, warum wir uns in diesem System zwangsläufig an anderen bereichern, denen es schlechter geht, je besser es uns geht.

Ein so lehrreiches Buch, dass es an europäischen Schulen Einzug halten sollte.

MarieOn am 23.10.2023
Bewertungsnummer: 2049960
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Twylas Mutter Mary tanzt die ganze Nacht, Robertas Mutter ist krank. Das ist der Grund warum sich die beiden Mädchen in einem Heim begegnen. Obwohl sie äußerlich unterschiedlich scheinen, eint sie die Erfahrung vernachlässigt, nicht gesehen oder gehört zu werden. Dank einem tiefen Verständnis füreinander freunden sich die beiden an. Die großen Mädchen, Gar-Girls machen den beiden Angst, sie quälen die Jüngeren, stellen Beine, rufen Ausdrücke hinterher. Das Küchenmädchen Maggie wurde auch schon von ihnen zu Fall gebracht und sie kann nicht einmal Schreien. Maggie wird für Twyla die Stellvertreterin ihrer tanzenden Mutter, taub und stumm. Kein Mensch dadrinnen, der hörte, wenn man nachts weinte. Diese außergewöhnliche Kurzerzählung, die einzige, die Toni Morrison schrieb, hat es in sich. Nicht nur des Themas wegen, sondern weil die Autorin die Geschichte einer weißen und einer schwarzen Frau erzählt, jedoch an keiner Stelle preisgibt, wer welche Hautfarbe hat. Sie überlässt die Auseinandersetzung den Leser:innen. Rezitativ war als literarisches Experiment gedacht. Und bei mir hat es wunderbar funktioniert. Während des Lesens habe ich ständig versucht, anhand irgendwelcher Attribute einzuschätzen, wer die “Weiße” ist und welche die “Schwarze”. Ist Twyla die Schwarze, weil sie die Hauptprotagonistin einer schwarzen Ich-Erzählerin ist? S. 51 Das sie sich nie die Haare waschen und komisch riechen. Wie Roberta, also sie roch wirklich komisch. S. 53 Die Geschichte endet auf Seite 43 und dann beginnt das Nachwort, ein Essay von Zadie Smith. (Britische Schriftstellerin) Sie analysiert die Geschichte und findet ganz großartige Worte, die nicht belehren wollen, sondern mit großer Toleranz für beide Seiten einer Schwarz-Weiß-Konstruktion, Lösungen sucht. Geschichte wird nie vollständig wiedergegeben, viele wollen vergessen, dass die Geschichte des afrikanischen Kontinents, eben auch eine Geschichte über die lange, blutige, verworrene Begegnung mit der europäischen Bevölkerung ist. Wenn in der Präsentation eines alten englischen Herrenhauses nicht nur berichtet wird, woher die schönen Gemälde stammen, sondern auch woher das Geld kam, mit dem sie erworben wurden – wer wie und warum leiden musste und ums Leben kam, um dieses Geld zu beschaffen, dann wird Geschichte vollständig erzählt. Wir leben seit vielen hundert Jahren in bewusst rassifizierten, menschengemachten Strukturen – mit anderen Worten, in gesellschaftlich verankerten und mitunter gesetzlich verpflichtenden Fiktionen, die sich als unfähig erweisen, Unterschiede und Gleichberechtigung nebeneinander anzuerkennen. Wie können wir das schmutzige Badewasser “Rassismus” jetzt plötzlich ausschütten, wo wir das Kind race jahrhundertelang so fest ans Herz gedrückt und – selbst wenn wir das ganze Grauen mitrechnen – auch so viel schönes aus ihm erschaffen haben? Fazit: Ein wohltuendes Buch, das mich meinen eigenen Hang zu Vorurteilen erkennen lässt, ohne mich dafür zu verurteilen. Ein Buch, das an europäischen Schulen Einzug halten sollte und Schüler darüber nachdenken lassen könnte, warum wir uns in diesem System zwangsläufig an anderen bereichern, denen es schlechter geht, je besser es uns geht.

Regt zum Nachdenken über die eigenen Vorurteile an .... großartig

Bewertung am 21.12.2025

Bewertungsnummer: 2682474

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Toni Morrisons „Rezitativ“ ist eine kurze, aber inhaltlich äußerst dichte Erzählung, ergänzt durch ein kluges und einordnendes Nachwort von Zadie Smith. Gerade die Kürze des Textes ist seine Stärke: Ohne Umwege zwingt er Leserinnen und Leser zur aktiven Auseinandersetzung. Die Geschichte von Twyla und Roberta fordert bewusst heraus. Morrison verweigert konsequent die Zuordnung, wer von beiden schwarz oder weiß ist – und genau darin liegt die erzählerische Brillanz. Während des Lesens ertappt man sich immer wieder dabei, eigene Annahmen treffen zu wollen, gespeist aus Sprache, Verhalten oder sozialen Kontexten. Diese innere Suche entlarvt die eigenen Vorurteile in Bezug auf Hautfarbe und Herkunft mit bemerkenswerter Klarheit. Besonders eindrücklich ist die Figur der Maggie, einer behinderten Angestellten im Kinderheim. Ihre stille Präsenz und die Diskriminierung, die sie erfährt, wirken wie ein moralischer Prüfstein der Erzählung. Maggie steht für all jene, die mehrfach marginalisiert werden – durch Behinderung, durch soziale Stellung und durch das Wegsehen anderer. Die spätere Neubewertung ihrer Rolle durch die Protagonistinnen verstärkt die Frage nach Verantwortung, Schuld und verdrängter Mitmenschlichkeit. „Rezitativ“ hält der Gesellschaft – und jedem Einzelnen – einen Spiegel vor. Es zeigt, wie tief Diskriminierung und Rassismus im Denken verankert sind, oft ohne bewusste Absicht. Das Buch regt nachhaltig zum Nachdenken an und wirkt lange über die letzte Seite hinaus. Dieses Werk sollte aus meiner Sicht fester Bestandteil des Schulunterrichts sein. Es bietet eine hervorragende Grundlage, um über Rassismus, Vorurteile, Erinnerung und moralische Verantwortung zu sprechen – klar, zugänglich und dennoch literarisch anspruchsvoll.

Regt zum Nachdenken über die eigenen Vorurteile an .... großartig

Bewertung am 21.12.2025
Bewertungsnummer: 2682474
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Toni Morrisons „Rezitativ“ ist eine kurze, aber inhaltlich äußerst dichte Erzählung, ergänzt durch ein kluges und einordnendes Nachwort von Zadie Smith. Gerade die Kürze des Textes ist seine Stärke: Ohne Umwege zwingt er Leserinnen und Leser zur aktiven Auseinandersetzung. Die Geschichte von Twyla und Roberta fordert bewusst heraus. Morrison verweigert konsequent die Zuordnung, wer von beiden schwarz oder weiß ist – und genau darin liegt die erzählerische Brillanz. Während des Lesens ertappt man sich immer wieder dabei, eigene Annahmen treffen zu wollen, gespeist aus Sprache, Verhalten oder sozialen Kontexten. Diese innere Suche entlarvt die eigenen Vorurteile in Bezug auf Hautfarbe und Herkunft mit bemerkenswerter Klarheit. Besonders eindrücklich ist die Figur der Maggie, einer behinderten Angestellten im Kinderheim. Ihre stille Präsenz und die Diskriminierung, die sie erfährt, wirken wie ein moralischer Prüfstein der Erzählung. Maggie steht für all jene, die mehrfach marginalisiert werden – durch Behinderung, durch soziale Stellung und durch das Wegsehen anderer. Die spätere Neubewertung ihrer Rolle durch die Protagonistinnen verstärkt die Frage nach Verantwortung, Schuld und verdrängter Mitmenschlichkeit. „Rezitativ“ hält der Gesellschaft – und jedem Einzelnen – einen Spiegel vor. Es zeigt, wie tief Diskriminierung und Rassismus im Denken verankert sind, oft ohne bewusste Absicht. Das Buch regt nachhaltig zum Nachdenken an und wirkt lange über die letzte Seite hinaus. Dieses Werk sollte aus meiner Sicht fester Bestandteil des Schulunterrichts sein. Es bietet eine hervorragende Grundlage, um über Rassismus, Vorurteile, Erinnerung und moralische Verantwortung zu sprechen – klar, zugänglich und dennoch literarisch anspruchsvoll.

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