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Produktbild: Die Scham
Artikelbild von Die Scham
Annie Ernaux

1. Die Scham

Die Scham Ungekürzte Lesung mit Corinna Kirchhoff (2 CDs)

Gesprochen von
5

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Corinna Kirchhoff

Spieldauer

2 Stunden und 33 Minuten

Erscheinungsdatum

15.12.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

2

Verlag

Der Audio Verlag

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783742428486

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Corinna Kirchhoff

Spieldauer

2 Stunden und 33 Minuten

Erscheinungsdatum

15.12.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

2

Verlag

Der Audio Verlag

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783742428486

Herstelleradresse

Der Audio Verlag
Hardenbergstr. 9A
10623 Berlin
DE
info@der-audio-verlag.de

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Ein weiterer Baustein ihres tollen Gesamtwerks

katis zettelchen aus Salzburg am 05.02.2026

Bewertungsnummer: 3036600

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich habe nichts mehr mit dem Mädchen auf dem Foto gemein, außer dieser Szene eines Junisonntags, die das Mädchen im Kopf trägt und die mich dieses Buch hat schreiben lassen, weil ich sie nie vergessen konnte.“ Ernaux ist und bleibt eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich finde es toll, wie sie autobiographische Themen reflektiert und so erzählt, dass sie auf eine ganz andere Ebene gehoben werden. Sie liefern ein Abbild der französischen (oder mitteleuropäischen) Gesellschaft einer bestimmten Zeit, wenn man ihr gesamtes Oeuvre betrachtet, ergibt sich besonders die sozialhistorische Entwicklung der Rolle der Frau im 20. Jahrhundert. Gleichzeitig – was ich besonders mag – thematisiert sie noch den Schreibvorgang und Sprache. In diesem Roman geht es um ihr 13. Lebensjahr. Sie ist Schülerin einer privaten Klosterschule, sehr behütet von den Regeln und Zwängen der Nonnen. Sie wächst auf in einer Umgebung, die sehr darauf achtet, was andere machen, wer sich wie verhält und benimmt, was man macht und was nicht, wichtig ist, was die anderen von einem denken, bzw was sie über einen reden. Das erinnert mich an meine Kindheit auf dem Land, auch dort lästerte jeder über alles jenseits des Gartenzauns und der Ruf war vielen wichtig (ich lebte eher nach Wilhelm Busch, „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert). Allerdings war das in den 70ern in Bayern und nicht in den 50ern in der Normandie, dort noch konservativer, strikter und religiöser. Dreh- und Angelpunkt des Plots ist ein Ereignis, zu dem es ein Vorher und ein Nachher gab, ein Ereignis, über das die Erzählerin bis zu diesem Buch nicht gesprochen hat, vielleicht der Verlust der Unschuld verdeutlicht durch Scham – Was hat das Ereignis mit ihrer Kindheit / Jugend gemacht, was mit ihrem Platz in der Gesellschaft von außen gesehen, aber auch für sie selbst? Was passiert, wenn man über etwas spricht, was man nur noch aus der Erinnerung weiß? Was ist die Erinnerung, was war damals Realität? Wenn man über seine eigene Kindheit 40 Jahre später spricht, ist man dann noch dieselbe Person? Was macht der Schreibvorgang aus der Erinnerung? Was bewirkt der Schreibvorgang in der Erzählerin? Wie vergleicht sich die Sprache der 12jährigen mit der Sprache der Mittfünfzigerin? Eins von vielen Lieblingszitaten: „Vielleicht macht das Erzählen, egal in welcher Form, jede beliebige Tat, sogar die dramatischste, zu etwas Normalem. Aber weil ich die Szene bisher in mir getragen habe wie ein Bild ohne Wörter und Sätze […] kommen mir die Worte, mit denen ich sie hier beschrieben habe, fremd vor, beinahe unpassend. Die Szene gehört jetzt anderen.“

Ein weiterer Baustein ihres tollen Gesamtwerks

katis zettelchen aus Salzburg am 05.02.2026
Bewertungsnummer: 3036600
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich habe nichts mehr mit dem Mädchen auf dem Foto gemein, außer dieser Szene eines Junisonntags, die das Mädchen im Kopf trägt und die mich dieses Buch hat schreiben lassen, weil ich sie nie vergessen konnte.“ Ernaux ist und bleibt eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich finde es toll, wie sie autobiographische Themen reflektiert und so erzählt, dass sie auf eine ganz andere Ebene gehoben werden. Sie liefern ein Abbild der französischen (oder mitteleuropäischen) Gesellschaft einer bestimmten Zeit, wenn man ihr gesamtes Oeuvre betrachtet, ergibt sich besonders die sozialhistorische Entwicklung der Rolle der Frau im 20. Jahrhundert. Gleichzeitig – was ich besonders mag – thematisiert sie noch den Schreibvorgang und Sprache. In diesem Roman geht es um ihr 13. Lebensjahr. Sie ist Schülerin einer privaten Klosterschule, sehr behütet von den Regeln und Zwängen der Nonnen. Sie wächst auf in einer Umgebung, die sehr darauf achtet, was andere machen, wer sich wie verhält und benimmt, was man macht und was nicht, wichtig ist, was die anderen von einem denken, bzw was sie über einen reden. Das erinnert mich an meine Kindheit auf dem Land, auch dort lästerte jeder über alles jenseits des Gartenzauns und der Ruf war vielen wichtig (ich lebte eher nach Wilhelm Busch, „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert). Allerdings war das in den 70ern in Bayern und nicht in den 50ern in der Normandie, dort noch konservativer, strikter und religiöser. Dreh- und Angelpunkt des Plots ist ein Ereignis, zu dem es ein Vorher und ein Nachher gab, ein Ereignis, über das die Erzählerin bis zu diesem Buch nicht gesprochen hat, vielleicht der Verlust der Unschuld verdeutlicht durch Scham – Was hat das Ereignis mit ihrer Kindheit / Jugend gemacht, was mit ihrem Platz in der Gesellschaft von außen gesehen, aber auch für sie selbst? Was passiert, wenn man über etwas spricht, was man nur noch aus der Erinnerung weiß? Was ist die Erinnerung, was war damals Realität? Wenn man über seine eigene Kindheit 40 Jahre später spricht, ist man dann noch dieselbe Person? Was macht der Schreibvorgang aus der Erinnerung? Was bewirkt der Schreibvorgang in der Erzählerin? Wie vergleicht sich die Sprache der 12jährigen mit der Sprache der Mittfünfzigerin? Eins von vielen Lieblingszitaten: „Vielleicht macht das Erzählen, egal in welcher Form, jede beliebige Tat, sogar die dramatischste, zu etwas Normalem. Aber weil ich die Szene bisher in mir getragen habe wie ein Bild ohne Wörter und Sätze […] kommen mir die Worte, mit denen ich sie hier beschrieben habe, fremd vor, beinahe unpassend. Die Szene gehört jetzt anderen.“

Ein weiteres autobiografisches...

Bewertung am 16.04.2023

Bewertungsnummer: 1923059

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein weiteres autobiografisches Meisterwerk der Nobelpreisträgerin! In "Die Scham" erzählt Annie Ernaux unbeschönigt davon, dass sie trotz des sozialen Aufstiegs aus der Arbeiterklasse das Gefühl, nicht wirklich dazu zu gehören, niemals ganz los wird. Eine zeitlos aktuelles Buch.

Ein weiteres autobiografisches...

Bewertung am 16.04.2023
Bewertungsnummer: 1923059
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein weiteres autobiografisches Meisterwerk der Nobelpreisträgerin! In "Die Scham" erzählt Annie Ernaux unbeschönigt davon, dass sie trotz des sozialen Aufstiegs aus der Arbeiterklasse das Gefühl, nicht wirklich dazu zu gehören, niemals ganz los wird. Eine zeitlos aktuelles Buch.

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Die Scham

von Annie Ernaux

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Meinung aus der Buchhandlung

S. Naderer

Thalia Amstetten

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5/5

Ich LIEBE Annie Ernaux!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein einschneidendes Erlebnis aus dem Jahr 1952 nimmt Annie Ernaux Jahrzehnte später zum Anlass, ihre Erinnerungen aufzurollen; ihre Erlebnisse als junges Mädchen, den Umgang der Menschen ihrer Stadt oder ihres Milieus untereinander und die Scham, die sie dauerhaft als Tochter ehemaliger Arbeiter verspürte. Wie immer erzählt Annie Ernaux feinfühlig, aber nicht überspitzt und intelligent, aber nicht hochgestochen von einer Zeit und eines Milieus, die durch sie in meinem Kopf unfassbar lebendig und nah wirken.
  • S. Naderer
  • Buchhändler/-in

5/5

Ich LIEBE Annie Ernaux!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein einschneidendes Erlebnis aus dem Jahr 1952 nimmt Annie Ernaux Jahrzehnte später zum Anlass, ihre Erinnerungen aufzurollen; ihre Erlebnisse als junges Mädchen, den Umgang der Menschen ihrer Stadt oder ihres Milieus untereinander und die Scham, die sie dauerhaft als Tochter ehemaliger Arbeiter verspürte. Wie immer erzählt Annie Ernaux feinfühlig, aber nicht überspitzt und intelligent, aber nicht hochgestochen von einer Zeit und eines Milieus, die durch sie in meinem Kopf unfassbar lebendig und nah wirken.

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