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Hast du uns endlich gefunden Der preisgekrönte SPIEGEL Bestseller als Taschenbuch

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,9/12,5/2,6 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

10. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00096-6

Beschreibung

Rezension

Ein sensationelles literarisches Debüt... «Hast du uns endlich gefunden» würde als Roman einer deutschen Nachkriegsjugend durchgehen oder als Familienstudie eines Bildungsbürgertums mit Generationenbruch; oder als ein Buch über die Wiedererlangung des eigenen Kindheitsgefühls, wie es Annie Ernaux oder Didier Eribon geschrieben haben. Dahingehend ist Edgar Selge ein Hit gelungen: im Auflebenlassen einer unbestechlichen Kindheit. ("Der Standard")
In «Hast du uns endlich gefunden» schwingt alles mit: Verstehen und Begreifen. Liebe und Gewalt und die Einsamkeit eines Jungen, der ... sich seine eigenen Realitäten schafft... Ein großes Stück Literatur. ("WDR Fernsehen "Westart"")
Ein wunderbares Debüt, klug, emotional, bewegend und mit einem leisen Witz. ("NDR Kultur")
Was für eine Geschichte, was für ein Buch... Ich bin Jahrgang 48 wie Edgar Selge... Aber ich würde dieses Buch unbedingt auch jenen empfehlen, die erst in diesem Jahrhundert geboren wurden. Und denen davor sowieso. ("Stern")
Ein wunderbarer Text über das Erwachsenwerden...völlig uneitel und von großer Wahrhaftigkeit: ein Künstlerroman, geschrieben aus der Sicht eines Kindes. ("Zeit Literaturbeilage")
Der Schauspieler als Schriftsteller: ein glänzend geschriebenes, humorvolles, melancholisches Buch, das lange nachwirkt. ("NDR Kultur "Matinee"")
So unerbittlich klar und feinfühlig sind in deutscher Sprache die Freuden und Schmerzen der Kindheit seit Peter Weiss’ «Abschied von den Eltern» nicht mehr erzählt worden. Dieses Prosa-Debüt des großen Schauspielers Edgar Selge ist ein literarisches Ereignis. ("Der Tagesspiegel")
Ein großer Gewinn – man liest sich mitten ins Geschehen, weil das Erleben des Jungen so hautnah und bildhaft beschrieben ist. ("taz")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,9/12,5/2,6 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

10. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00096-6

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • DanielBartelsHof

    aus Hamburg

    3/5

    31.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Wie nannte er das Werk?…

    Wie nannte er das Werk? "Biografische Fiktion"? Einerseits gut zu lesen, trotz der etwas ermüdenden Einseitigkeit, Ichbezogenheit hauptsächlich in Bezug auf das große Trauma: Der prügelnde Vater, mit dem er aber auch lachen kann. Ob dessen sexuelle Versuche bei den älteren Brüdern weiterkamen, bekommt der Leser nicht heraus. Sollen Krieg, juristische Bildung, musikalisches Talent den Familientyrannen, der sich hinter völkisch geprägter Erziehungsideologie versteckt, entschuldigen? Anfangs mehr in Kindersprache, als später. Natürlich kann der vorletzte Sohn der Eltern stolzes Mitmachen nicht beschreiben, aber er hätte erzählen können, was seine Brüder darüber wussten. Passend dazu die Magenstiche der Mutter, deren Leben in einem schwachen Moment die Wendung in die persönliche Sackgasse nimmt. Aber ab wann erkennt sie die, regelmäßig einmal im Jahr? Trotz wertvoller Stellen, meist flapsig formuliert, wirkt alles fragmentarisch, darstellend, ohne Antworten, Deutungen, Festlegungen - butterweich. Gelungen ist die Musikbeschreibung zu Dvoraks Cellokonzert, das Werner übt, aber vielleicht auch nur weil ich es gut im Kopf habe. Wie immer spart die scheinbar gepflegte Offenheit auch Dinge aus, über die man trotz aller freimütiger anderer Erzählungen nichts verlauten lässt. Da wirkt Scham. Warum manchmal ehrlich, aber bei anderen Schilderungen nicht? So sehr diese Selbsterkenntnis mutig und soweit sie bewundernswert ist, sowenig ist es literarisch, zu sehr wird die Fiktion durch Realismus verwischt. Der Verkauf lebt natürlich von der Fernsehbekanntheit und die harmlose, unkritische Nennung von Coronamaßnahmen, ist ein weiterer Hinweis auf Feigheit, unter der seine Eltern nicht litten. Vielleicht liegt da der direkte Wert? Die Elternart des "damals kann nicht alles falsch gewesen sein", gibt ihm keine Idee, von dem, was in der alten Bundesrepublik mit Grundgesetz, freier Meinungsäußerung und öffentlich-rechtlichem Rundfunk auch nicht falsch gewesen sein kann, er aber ohne Rührung aufgegeben hat. Eine Feigheit im Mut der Bekenntnis, wie soll man bewerten? Also kein Vergleich zu Juli Zeh, was weiteren Punktabzug in Sachen Glaubwürdigkeit ergibt.

  • Isabel (engi)

    aus Bietigheim-Bissingen

    5/5

    20.01.2023

    Hörbuch-Download

    „Edgar Selge … wer ist das…

    „Edgar Selge … wer ist das nochmal?“ Der Name sagte mir nichts, da musste ein Bild her. Gesagt, getan und wer grinste mir da auf einmal ganz verschmitzt entgegen? Der einarmige Polizeiruf 110 Kommissar Jürgen Tauber! Und schon wurde die Sache höchstinteressant, denn er hat seinen autofiktionalen Roman nicht nur selbst geschrieben, sondern auch selbst gelesen. Meist geht das schief, denn Autoren sind keine Sprecher, wie eben auch Sprecher keine Autoren sind. Anders gelagert ist das bei Edgar Selge, der dank seiner fundierten Schauspielausbildung durchaus vortragen kann. So erzählt er dann über unterhaltsame achteinhalb Stunden die Geschichte seiner Familie und welche Rolle ihm darin zuteilwurde. Oft reduzierte sie sich ein wenig auf die des Außenstehenden. Zu jung, um mit dem Vater Debatten zu führen und wiederum zu alt, um Mutters Nesthäkchen zu sein. Auch leidet er oft unter der Strenge der Eltern, besonders der des Vaters, der gerne auch mal den Gürtel als Mittel der Bestrafung wählt. Der Vater führt schon von Berufswegen ein unnachsichtiges Regiment und zeigt selten emotionale Regungen. Zuhause fünf Söhne und im Gefängnis ein ganzes Regiment von Delinquenten, da schien ihm ein hartes Durchgreifen erforderlich. Die Familie ist aber auch geprägt durch ihr wunderbares musikalisches Talent und die vielen Hauskonzerte, die regelmäßig stattfinden und so wächst der junge Edgar zwischen Butterbrot und Peitsche auf, muss denn herben Verlust zweier Brüder verschmerzen und so ganz nebenbei auch noch zu sich selbst finden. Ich habe es geliebt ihm zuzuhören, war nicht eine Minute gelangweilt oder gar enttäuscht und vergebe gerne mit fünf Sternen die Bestnote. Wer Edgar Selge auf seine Rolle des Kommissars reduziert, tut ihm wirklich unrecht. Er ist ein intelligenter und ehrgeiziger Mensch, der stets auch das Wohl der anderen im Sinn hat. Ich habe mich jedenfalls gefreut, durch das Hörbuch nähere Bekanntschaft mit ihm gemacht zu haben und empfehle sein Buch – besonders in der Hörbuchfassung - gerne weiter.

  • Bewertung

    5/5

    27.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auseinandersetzung mit der Kriegsgeneration

    Man wähnt sich in gutbürgerlichen Verhältnissen, ein kultiviertes musikbegeistertes Umfeld, die Hauskonzerte mit dem musikbegeisterten Vater, die da beschrieben werden und landet plötzlich in Situationen, wo sich die Eltern den Fragen der Kinder zu ihrer Vergangenheit stellen müssen. Das Buch spielt in den 50er-Jahren, Selge schildert seine Jugend in einem Haushalt, in dem alles gemacht wird, um das kollektive Trauma der Deutschen zu übertünchen. Wie wenigen Autoren zuvor gelingt es Selge, die Geisteshaltung dieser Generation zu enttarnen. Er entlarvt das Narrativ jener, die im dritten Reich Mitläufer oder gar Mittäter waren. Und wie die Fragen der Heranwachsenden diese Werte und Vorurteile hinterfragen. Der Vater ist besessen von guter Musik, beruflich in gefestigter Position als Gefängnisdirektor, und stets bestrebt, seinen Status zu erhalten und auszubauen. Die Mutter hält loyal und unterwürfig zu ihm, doch mitunter leidet sie unter der Verdrängung der Selbstverwirklichung und wird darob krank. Die Erziehungsmassnahmen des Vaters arten nicht selten in Schläge aus, selbst die Lateinnachhilfe des Vaters zieht Ohrfeigen mit sich. Edgar, der Roman ist autobiographisch gefärbt, die Erzählstimme, ist ein Kind, das Grenzen sucht. Und die sind im aufstrebenden Nachkriegsdeutschland klar und eng gezogen. Weich wird der musische Gefängnisdirektor, wenn er von seinem Vater, seiner Jugend und jenen Nazigenerälen erzählt, die er als Vollzugsbeamte nach dem Krieg betreut hatte. Und da sind noch die Brüder, die mit Edgar aufwachsen. Sie begleiten diese Familiengeschichte am Rand. Ihr zum Teil tragisches Schicksal macht eine weitere extrem beeindruckend geschriebene Komponente dieses Buches aus. Das Buch liest sich so leicht, weil es aus der Sicht des heranwachsenden Edgars erzählt ist, oft lakonisch und nicht selten ergreifend.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    09.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Melodie eines Lebens

    Es ist 1960, der Zweite Weltkrieg ist noch gar nicht so lange her, der zwölfjährige Edgar lebt mit Eltern, den älteren zwei Brüdern Werner und Martin sowie dem jüngeren Andreas neben der Jugendstrafanstalt, in der sein Vater Gefängnisdirektor ist. Musik spielt in der Familie eine große Rolle, täglich wird musiziert und regelmäßig werden Hauskonzerte veranstaltet. Edgar ist ein neugieriges Kind, das aber trotzdem lieber für sich bleibt und in seiner Phantasiewelt lebt. Der vergangene Krieg wird ungerne thematisiert und falls doch, führt dies regelmäßig zu Streitgesprächen zwischen dem Vater und den älteren zwei Brüdern. Eine ungewöhnliche Erzählweise hat der Autor gewählt. Der zwölfjährige Edgar weicht manchmal dem älteren Mann, zu dem er herangewachsen ist, der sich darüber mokiert, aufgrund der Pandemie geschützt werden zu müssen. Dies geschieht fließend, manchmal mitten im Kapitel, ist aber nie verwirrend oder lässt mich im Unklaren zurück. Es ist, als ob Edgar mir seine Geschichte erzählt und jeden Gedanken, der ihn ereilt, sofort verfolgen und mir darlegen muss. Es sind raue Zeiten, die Erziehung hart und nicht immer kindergerecht. Dazu kommt, dass Edgar kein einfaches Kind ist, seltsam entrückt und eigensinnig ist er, lügt, stiehlt und sieht sich meistens im Recht. Natürlich rechtfertigt dies alles nicht, gezüchtigt zu werden. Es sind andere Zeiten, rau und ungerecht. „Ich will nicht zugeben, von jemandem geschlagen zu werden, den ich liebe. Und noch weniger will ich zugeben, dass seine Schläge meine Liebe nicht ausgelöscht haben. Ich will nicht einer sein, der den liebt, der ihn schlägt.“ (Seite 131) Edgar testet immer wieder seine Grenzen aus, als Kind bereits, aber auch immer noch als erwachsener Mann. Die Aufarbeitung der Vergangenheit seiner Eltern ist ihm wie ein Zwang, auch hier übertritt er Grenzen, ist sich dessen bewusst und bereut, um es das nächste Mal genauso zu machen. „Seine Angst geht mir nahe. Und ihre Pflichterfüllung, ihre nicht ausgelebte Wut über diese Pflichterfüllung, erschreckt mich so sehr, dass ich ihre Liebe ganz vergesse.“ (Seite 237) Was für ein wunderbares Buch, ganze Sätze wollte ich markieren, rausschreiben und behalten. Die Erzählweise ist so intensiv, so eindringlich, oft war es für mich sehr emotional und schwer auszuhalten, wenn es erzählt, dieses manchmal so undurchschaubare Kind. Edgar urteilt nicht, weder verurteilt, noch beurteilt er. Er erzählt und stellt fest, er spricht zum toten Vater, erklärt gedanklich etwas einem der Brüder, er reflektiert sein Verhalten und stellt sich so bloß. Dies ist dermaßen interessant und spannend, dass ich gerne weiter zugehört, dringend weitere Episoden erfahren hätte aus seinem Leben. Ich wäre für eine Fortsetzung bereit. Volle Punktzahl und eine Leseempfehlung gibt es dafür von mir.

  • Bewertung

    5/5

    18.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Kindheit im Nachkriegs-Deutschland

    Edgar Selge lässt uns Mäuschen spielen in einem deutschen Haushalt in der Nachkriegszeit. Eltern gefangen zwischen der Indoktrination der NS Zeit und den Tragödien des Krieges, Kinder, die sich gegen alte Denkmuster auflehnen und ein Land, das sich neu finden muss. Bewegend und gleichzeitig hochinteressant!

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