Der Allesfresser

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Wie der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen verschlingt | SPIEGEL-Bestseller

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Der Allesfresser

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Verkaufsrang

18138

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

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Ja

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Nein

Erscheinungsdatum

13.03.2023

Verlag

Suhrkamp Verlag AG

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Verkaufsrang

18138

Erscheinungsdatum

13.03.2023

Verlag

Suhrkamp Verlag AG

Seitenzahl

250 (Printausgabe)

Dateigröße

2788 KB

Originaltitel

Cannibal Capitalism. How Our System Is Devouring Democracy, Care, and the Planet - and What We Can Do about It

Übersetzt von

Andreas Wirthensohn

Sprache

Deutsch

EAN

9783518776148

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Dr. Ralf ROTHER

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4/5

Ambivalent

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das neue Buch der Philosophin Nancy Fraser hinterließ bei mir einen ambivalenten Eindruck. Einerseits schätze ich ihren Versuch, einen Ausweg aus der menschengemachten Zerstörung des Nicht-Menschlichen zu suchen. Andererseits halte ich ihre Diagnose zum "Kannibalen-Kapitalismus", der in ein Reparatur-Sozialismus aufgehoben wird, für eine wenig überzeugende Lösung. Keine Frage: Mit vielen Standpunkten von Nancy Fraser kann man (womöglich) einverstanden sein: z.B. mit der Analyse, dass dem Kapitalismus aufgrund seiner Ressourcen-Ausbeutung, der Warenproduktion, der Kapitalakkumulation und der Arbeitsverhältnisse ein struktureller Rassismus bzw. eine strukturelle Frauenfeindlichkeit innewohnt. Ebenso lässt sich nachvollziehen, dass es infolge der kapitalistischen Wert- und Warenakkumulation zu jenen ökologischen Zerstörungen kommt, die uns derzeit heimsuchen und in Zukunft heimsuchen werden. Wenig überzeugend wirkt Nancy Frazer jedoch auf mich, sobald sie ihre Vision formuliert, in der sich die Wirtschafts- und Gesellschaftsform "Kapitalismus" aufgrund seiner allesverschlingenden Gewalt auch als System vernichtet und für einen neuen alle-Probleme-lösenden Sozialismus Platz schafft. Die Metapher vom Kapitalismus als ein "Allesfresser", der sich selbst verschlingt, mag zwar ein "schönes" Bild zu sein, aber es befriedigt wenig, umso mehr es an alte leninistische Lehrsätze erinnert, die eine dialektische Bewegung vom Kapitalismus zum Sozialismus prognostizieren. Freilich hält Nancy Frazer inne und distanziert sich von einem Rückfall in alte bzw. existierende real-sozialistische Muster. Sie schreibt: "Wenn der Sozialismus alle Fehler des Kapitalismus beheben will, steht er vor einer ziemlich großen Aufgabe. Er muss eine neue Gesellschaftsordnung erfinden, die nicht 'nur' die Klassenherrschaft überwindet, sondern auch noch die Asymmetrien zwischen den Geschlechtern, die rassistische/ ethnische/ imperialistische Unterdrückung und die politische Herrschaft in den unterschiedlichsten Bereichen. Ebenso muss er vielfältige Krisentendenzen entinstitutionalisieren: nicht 'nur' wirtschaftliche und finanzielle, sondern auch ökologische, sozial-reproduktive und politische." (240) Wie eine künftige sozialistische Gesellschaft diese Aufgabe bewältigen könnte, um frei von Rassismus, Frauenfeindlichkeit und der Zerstörung des Nicht-Menschlichen zu sein, verrät sie uns allerdings nicht. Zwar weist sie auf politisch-demokratische Verfahren hin, aber wie diese ablaufen müssten, um diese Gewalt und Ausbeutung zu verhindern, darüber gibt sie uns kaum Auskunft. Die Annahme, dass die strukturelle Gewalt (gegen Frauen, Fremde und das Nicht-Menschliche) mit der Auflösung des Kapitalismus zwangsläufig verschwinden wird, scheint aber auch Nancy Frazer nicht geheuer zu sein. Es gab schon zu viele Versuche, Brücken zwischen dem Ethischen und dem Ontologischen zu schlagen. Hierzu würden mir auch nur Josef Stalin einfallen, der behauptete, dass es im Sozialismus keine Verbrechen, sondern nur Unfälle und Klassenfeinde gibt.
4/5

Ambivalent

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das neue Buch der Philosophin Nancy Fraser hinterließ bei mir einen ambivalenten Eindruck. Einerseits schätze ich ihren Versuch, einen Ausweg aus der menschengemachten Zerstörung des Nicht-Menschlichen zu suchen. Andererseits halte ich ihre Diagnose zum "Kannibalen-Kapitalismus", der in ein Reparatur-Sozialismus aufgehoben wird, für eine wenig überzeugende Lösung. Keine Frage: Mit vielen Standpunkten von Nancy Fraser kann man (womöglich) einverstanden sein: z.B. mit der Analyse, dass dem Kapitalismus aufgrund seiner Ressourcen-Ausbeutung, der Warenproduktion, der Kapitalakkumulation und der Arbeitsverhältnisse ein struktureller Rassismus bzw. eine strukturelle Frauenfeindlichkeit innewohnt. Ebenso lässt sich nachvollziehen, dass es infolge der kapitalistischen Wert- und Warenakkumulation zu jenen ökologischen Zerstörungen kommt, die uns derzeit heimsuchen und in Zukunft heimsuchen werden. Wenig überzeugend wirkt Nancy Frazer jedoch auf mich, sobald sie ihre Vision formuliert, in der sich die Wirtschafts- und Gesellschaftsform "Kapitalismus" aufgrund seiner allesverschlingenden Gewalt auch als System vernichtet und für einen neuen alle-Probleme-lösenden Sozialismus Platz schafft. Die Metapher vom Kapitalismus als ein "Allesfresser", der sich selbst verschlingt, mag zwar ein "schönes" Bild zu sein, aber es befriedigt wenig, umso mehr es an alte leninistische Lehrsätze erinnert, die eine dialektische Bewegung vom Kapitalismus zum Sozialismus prognostizieren. Freilich hält Nancy Frazer inne und distanziert sich von einem Rückfall in alte bzw. existierende real-sozialistische Muster. Sie schreibt: "Wenn der Sozialismus alle Fehler des Kapitalismus beheben will, steht er vor einer ziemlich großen Aufgabe. Er muss eine neue Gesellschaftsordnung erfinden, die nicht 'nur' die Klassenherrschaft überwindet, sondern auch noch die Asymmetrien zwischen den Geschlechtern, die rassistische/ ethnische/ imperialistische Unterdrückung und die politische Herrschaft in den unterschiedlichsten Bereichen. Ebenso muss er vielfältige Krisentendenzen entinstitutionalisieren: nicht 'nur' wirtschaftliche und finanzielle, sondern auch ökologische, sozial-reproduktive und politische." (240) Wie eine künftige sozialistische Gesellschaft diese Aufgabe bewältigen könnte, um frei von Rassismus, Frauenfeindlichkeit und der Zerstörung des Nicht-Menschlichen zu sein, verrät sie uns allerdings nicht. Zwar weist sie auf politisch-demokratische Verfahren hin, aber wie diese ablaufen müssten, um diese Gewalt und Ausbeutung zu verhindern, darüber gibt sie uns kaum Auskunft. Die Annahme, dass die strukturelle Gewalt (gegen Frauen, Fremde und das Nicht-Menschliche) mit der Auflösung des Kapitalismus zwangsläufig verschwinden wird, scheint aber auch Nancy Frazer nicht geheuer zu sein. Es gab schon zu viele Versuche, Brücken zwischen dem Ethischen und dem Ontologischen zu schlagen. Hierzu würden mir auch nur Josef Stalin einfallen, der behauptete, dass es im Sozialismus keine Verbrechen, sondern nur Unfälle und Klassenfeinde gibt.

Dr. Ralf ROTHER
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