Das Tal der vergessenen Kinder - die Nr. 1 der spanischen Bestsellerliste - düster, geheimnisvoll und atemberaubend spannend! Der Mörder und Vergewaltiger Jasón Medina steht in Pamplona vor Gericht. Doch plötzlich bricht der Richter die Verhandlung ab, denn der Angeklagte hat sich auf der Toilette im Gerichtsgebäude die Pulsadern aufgeschlitzt. Er hinterlässt eine rätselhafte Nachricht an Inspectora Amaia Salazar, die nur ein einziges Wort enthält: "Tarttalo" - den Namen eines einäugigen Ungeheuers aus der baskischen Mythologie. Wer verbirgt sich dahinter? Und was hat Amaia Salazar damit zu tun?
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Mythologie und Krimi kombiniert mit Familensaga
Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 24.07.2025
Bewertungsnummer: 2548399
Bewertet: eBook (ePUB)
Band 2 der Baztan-Trilogie. Es empfiehlt sich, die Bücher in ihrer chronologischen Reihenfolge zu lesen, denn es gibt eine Geschichte, die sich über alle drei Bücher entwickelt.
Nach der Lektüre des ersten Bandes lässt man sich nicht mehrüberraschen, wenn die Mythologie Wendungen herbeiruft, die man nicht kommen sah. Die Erfahrung aus dem ersten Band zeigt, dass ich Grenzen in dieser Trilogie verschieben. Wieder taucht man mit der modernen Inspektorin in die archaische Tradition ihres Heimattals, wieder staunt man welche Auswirkungen der Glauben an die Mythologie haben kann und was dies mit der Inspektorin tut. Die Familiensaga nimmt Konturen auf, den Kriminalfall nimmt man einfach mit, er ist der Träger dieses zweiten Bandes, aber die ganze Zeit ist offensichtlich, dass etwas Tieferliegendes an die Oberfläche kommen muss.
Nachdem Inspectora Salazar in…
tassieteufel am 14.06.2021
Bewertungsnummer: 2746005
Bewertet: eBook (ePUB)
Nachdem Inspectora Salazar in ihrem letzten Fall sich wieder mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzen mußte und auch wieder mehr Kontakt zu ihrer Familie hat, führt sie ihr nächster Fall wieder nach Elizondo und sie muß erkennen, dass ihre Familiengeschichte weit komplexer ist, als sie jemals gedacht hatte. Der Mörder Jason Medina, den Salazar mit ihren Kollegen gefaßt hatte, steht in Pamplona vor Gericht, doch bevor es zur Verhandlung kommt, hat sich der Angeklagte auf der Toilette die Pulsadern aufgeschnitten. Mit seinem eigenen Blut hat er das Wort „Tarttalo“ an die Wand geschrieben. Der Tarttalo ist ein einäugiges Ungeheuer aus der baskischen Mythologie, somit steht Amaia Salazar wieder vor einer großen Herausforderung. „Der vergessenen Kinder“ baut auf dem Vorgänger „Das Echo dunkler Tage“ auf, man sollte hier also den Vorgänger unbedingt gelesen haben, sonst kann man mit der komplexen Handlung nicht viel anfangen. Amaia Salazar ist inzwischen Mutter geworden und nach nur wenigen Monaten ist sie wieder in ihrem Job tätig, die ungeregelten Arbeitszeiten bei der Mordkommission und der schwierige Fall um die Kinderleichen fordern ihre ganze Konzentration und Kraft, so dass sie ständig im Spagat zwischen ihrer Mutterrolle und ihrer Arbeit steht. Ihr Mann James kümmert sich hauptsächlich um den kleinen Sohn, trotzdem hat Amaia immer das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein. Die Thematik ist durchaus verständlich, hätte aber nicht so oft erwähnt und ausgebreitet werden müssen. Aber das ist sicher Geschmackssache. Den Charakter der Inspectora macht es aber auf jeden Fall glaubhaft und läßt sie dem Leser an Herz wachsen, auch wenn nicht alle ihre Handlungen nachvollziehbar sind. Der Krimifall ist hochkomplex und konfrontiert Amaia und ihre Schwestern wieder mit ihrer gruseligen Familiengeschichte. Ihre schizophrene Mutter, die versucht hatte Amaia als Kind umzubringen, ist inzwischen in einer Heilanstalt untergebracht. Während ihrer Ermittlungen zu den Kindermorden führt die Spur Amaia auch immer wieder zurück zu ihrer eigenen Mutter, die jedoch jegliche Aussage verweigert. Zudem haben es Amaia und ihre Kollegen noch mit diversen Kirchenschändungen zu tun, hier gibt es also diverse Handlungsstränge, die parallel verlaufen und am Ende auf überraschende Weise zusammen geführt werden. Auch diesmal bleiben einige Fragen offen, die Amaia, ihre Familie und den Fall betreffen, die werden dann hoffentlich im letzten Teil der Trilogie geklärt. Der Spannungsbogen wird durchweg gehalten und gipfelt in einem Showdown im Gewittersturm, der sehr gelungen in Szene gesetzt wurde FaziT: ein sehr atmosphärischer Thriller, der mit mythologischen Aspekten verwoben ist, das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, mir hat es gut gefallen, es paßt zur düsteren Grundthematik des Buches. Dass der Krimifall so eng mit der Familiengeschichte der Ermittlerin verwoben ist, ist bei dem Fall das I-Tüpfelchen und man darf gespannt sein, wie sich alles im letzten Teil der Trilogie auflöst.
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