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Hotel Silence Roman | Das einfühlsame Porträt eines Mannes, der weit reisen muss, um sich selbst zu finden

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14862

Einband

Gebundene Ausgabe

Book Tropes

Found Family + weitere

Erscheinungsdatum

21.06.2023

Verlag

Insel

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,6 cm

Gewicht

364 g

Farbe

Anthrazit / Beige

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Tina Flecken

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-64380-7

Beschreibung

Rezension

»Wer eine knappe, konzise und hintergründig-ironische Prosa dicken Romanen vorzieht, die ein epischer Atem durchweht, greife zu Auður Ava Ólafsdóttirs Hotel Silence .« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Die isländische Schriftstellerin Auður Ava Ólafsdóttir zeichnet ... in einer gelungenen Mischkulanz aus Ernst und Empathie samt augenzwinkender Ironie ein poesievolles Porträt eines Mannes ... .« ("APA")
»Ich empfehle dieses Buch sehr. ... Es ist unterhaltsam, leicht und offen und verhandelt trotzdem ein sehr ernstes Thema.« ("SWR2 lesenswert Magazin")
»Ironisch, verrückt, ernst, traurig – Hotel Silence ist ein fesselnder und überaus unterhaltsamer Roman.« ("The National")
»Auður Ava Ólafsdóttirs Poesie, ihre Fantasie, ihr Charme nehmen uns sofort für diesen Roman ein.« ("Libération")

Produktdetails

Verkaufsrang

14862

Einband

Gebundene Ausgabe

Book Tropes

  • Found Family
  • Slow Burn
  • Opposites Attract

Erscheinungsdatum

21.06.2023

Verlag

Insel

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,6 cm

Gewicht

364 g

Farbe

Anthrazit / Beige

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Tina Flecken

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-64380-7

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Manfred Fürst

    aus Kirchbichl

    5/5

    13.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Keine GuteNachtGeschichte

    Jónas Ebeneser (49), hat den Boden unter seinen Füssen verloren. In tiefe Depression verfallen? Bei den drei Gudruns, die ihn umgeben kein Wunder. Die eine, seine Ex, hat einst in der gemeinsamen Schlafstatt eine Kissenwand ihm gegenüber aufgebaut, seine Mutter versinkt in Demenz und mit seiner Tochter keine Kommunikation. Nur das Wie und das Wo sind noch unbestimmt. Er leiht sich vom Nachbarn dessen Flinte, kann aber nicht damit umgehen und hat keine Munition. Also ab in ein von Krieg zerstörtes Land mit seiner Bohrmaschine, die er dann bräuchte, um einen Hacken in der Decke zu montieren. Bereits früh wird klar, dass bei aller Tragik der Handlung eine Portion Komik beigemischt wurde. Nicht dass es von Bedeutung wäre, in welchem Land sich Jónas wiederfindet, tippe ich auf den Balkan, nach dem massiven NATO-Bombardements. Tote, Ruinen, Stromabschaltungen, Ausgangssperre. Das Bizarre an der Situation, dass sich Jonas Mutter zeitlebens intensiv mit dem Thema Krieg beschäftigt hat. Der Taxifahrer bringt die ersten zwei Gäste ins „Hotel Silence“, er fährt einhändig, die zweite hat er im Krieg verloren. Das Haus am Meer wird von dem Geschwistern Mai und Fifi geführt, beide hoffen auf einen touristischen Aufschwung. Kein Druck in der Dusche, roter Sand aus der Wasserleitung - für Jónas kein Problem, er repariert es. Das ist nur der Anfang. Er wird zum Synonym für Wiederaufbau und den Glauben an bessere und friedliche Zukunft. Der zweite weibliche Gast fährt ins Hinterland, sucht für eine Reportage eine Lokation, der dritte männliche Gast stellt sich später als Kriegsprofiteur heraus. Viel ausgiebiger beschäftigt sich Ólafsdóttir mit dem „Hotel Silence“ als Bauwerk, dem ein Thermalbad angeschlossen war und einer berühmten Mosaikwand, von der anscheinend nur Jónas etwas weiß und seinem „Manager“ Fifi. Dessen Schwester Mai, nur ein paar Jahre älter als seine Tochter, ohne Mann mit dem 6-jährigen traumatisierten Sohn Adam. „Sehnst du dich nicht nach der Wärme eines anderen Körpers“ (Mai). Nicht allen Leuten gefällt Jonas Aufbauarbeit, er wir überfallen und verprügelt. Doch eine Frau verarzt ihn: „Sie können Ihr Hemd wieder zuknöpfen. Schöne Blume.“ Womit wir wieder bei der Coverabbildung wären: Eine Wasserlilie, die sich Jonas vor seinem Abflug stechen ließ. Die ausgezeichnete Übersetzung, mit den vielen Zitaten von Persönlichkeiten, die ihrem Leben ein Ende gesetzt hatten, trägt zur überragenden Qualität des Romans bei. Trotz aller Düsternis und Melancholie gewinnt mit der Kraft die Hoffnung und die Magie eines Neufangs die Oberhand.

  • Bewertung

    5/5

    16.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die letzte Reise

    Zart, melancholisch und doch voller Lebensbejahung und der Suche nach dem Sinn, voller Humor, Skurrilitäten und mit grandiosem Sprachgefühl. Ich bin begeistert! Auf dem Weg zu seiner längsten Reise begleiten wir Jonas, den Ich-Erzähler und Anti-Helden: „Eigentlich fahre ich weg. Auf eine Reise.“ Was für ein gelungener Einstieg – der Roman hat mich total gepackt und ich finde Auður Ava Ólafsdóttirs Sprache großartig – immer wieder möchte ich mir Zitate notieren und der Inhalt ist voller Überraschungen und Spannung. Die Selbstmordabsichten des Erzählers werden regelmäßig erwähnt: Er ist auf der Suche nach der passenden Gelegenheit und dem passenden Ort, da er keinen Grund mehr zu leben hat, selbst Sonnenuntergänge oder freundliche Nachbarn können nicht helfen. Stattdessen borgt er sich ein Gewehr, ihm fällt aber erstmal gar nicht auf, dass die Munition fehlt, hat ja auch noch nie geschossen. Die drei Gudruns in seinem Leben – Mutter, Frau, Tochter, die nicht die seine ist, was er aber erst im Moment der Trennung von der Mutter erfährt, haben ihn stark geprägt, besonders die Tochter liebt er sehr. „Meine Tochter braucht keinen Vater, sondern einen Freund. Meine Aufgabe ist beendet.“ Er kann keinen Sinn in seinem Leben mehr erkennen, deshalb beschäftigt er sich mit dem Gedanken an seinen eigenen Tod und plant diesen akribisch: „Ich packe für eine Leiche. (...) Keine Sonnencreme und kein Rasierapparat. Keine Kamera und kein Handy. Es wird unmöglich sein, mich zu erreichen.“ Bei der Fahrt in ein Kriegsgebiet lässt er Wesentliches zuhause, packt aber seinen Werkzeugkoffer ein, um einen Haken an die Decke zu bohren... ob er ihn vielleicht doch sinnvoller einsetzen kann? Die abstrusen, originellen Gedanken der Autorin gefallen mir ungemein und überraschen immer wieder durch ihre Simplizität und Ungewöhnlichkeit: Svanur (der eigenbrötlerische, aber sympathische Nachbar) über die besten Momente im Leben: „Das ist wie im Mutterleib zu liegen. Man ist sicher. Man muss nicht geboren werden. Man muss nicht raus.“ Immer wieder sehr komisch, ein trockener, schwarzer Humor - für mich wirkt das Buch trotz des schweren Themas nicht düster oder traurig. Die Tragik wird immer wieder durchbrochen, es ist eher skurril, etwas makaber, schräg und auch voller Sprachwitz - im Sinne der Serie "Six Feet under". Eine klare Leseempfehlung für alle, die Sinn und Freude an den Feinheiten der Sprache, Klarheit und Eleganz, an teilweise morbiden, originellen und doch so wahren Überlegen und Gedanken haben.

  • Bewertung

    5/5

    01.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Midlifecrisis mit Werkzeugkasten

    Jonas ist fast fünfzig und mit seinem Leben am Ende. Seine Frau hat ihn verlassen, weil sie sich nichts mehr zu sagen hatten. Dabei erwähnt sie auch, dass die gemeinsame erwachsene Tochter nicht von ihm ist. Die demente Mutter lebt im Altersheim und bekommt die Realität nur noch teilweise mit. Jonas spielt mit dem Gedanken, sich umzubringen und leiht sich beim Nachbarn ein Jagdgewehr aus. Er kann aber nicht schießen und außerdem hat das Gewehr keine Munition. Sein Nachbar ist ebenfalls einsam und sucht Jonas Nähe. Jonas denkt aber nur an seine eigenen Depressionen. Dann hat er die Idee in einem Kriegsgebiet zu sterben und zieht mit einer Werkzeugtasche und Bohrmaschine los. Er will sich einen Haken in die Decke bohren. Doch auch in dem Ort, in dem er landet, ist alles anders als erwartet. Er freundet sich mit dem Geschwisterpaar an, das das Hotel führt und beginnt mit kleinen Reparaturen. Auch um den traumatisierten Sohn von Mai kümmert er sich. Als er ein Haus für Frauen renoviert, wird er zusammengeschlagen, doch das integriert ihn weiter in den Ort. Der Roman liest sich wie „Sein für den Tode“ von Heidegger. Erst als Jonas ganz unten ankommt, kann er neu beginnen. Öfters wird auch Nietzsche zitiert, der vom Mut zum Leiden sprach. Eine männliche Midlifecrisis mit Werkzeugkasten, der Jonas letztendlich rettet. Ein kurzweilig geschrieben Roman, bei dem man schmunzeln kann.

  • Bewertung

    5/5

    27.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Narben und Hoffnung

    In ihrem neu ins Deutsche übersetzten Roman „Hotel Silence“ erzählt die renommierte isländische Autorin und Kunstwissenschaftlerin Auður Ava Ólafsdóttir ein feinfühlig-skurriles sowie modern-poetisches Märchen über einen suizidalen Mann, der in einem traumatisierten, ehemaligen Kriegsland neuen Lebensmut schöpft. Dabei spielen seelische und äußere, sichtbare und unsichtbare Narben eine bedeutende Rolle – so wie der Originaltitel „Ör“ (Narben) andeutet. Jónas Ebeneser ist fast 50 und steckt in einer tiefen Lebenskrise – seine Mutter ist dement und lebt im Pflegeheim, seine Frau Gudrun hat ihn verlassen und dabei noch schnell verkündet, dass die gemeinsame Tochter gar nicht seine leibliche ist. Der sensible und auch praktisch veranlagte Protagonist beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen, ohne seine Leiche den Hinterbliebenen zuzumuten. Kurzerhand pickt er sich ein vom Krieg völlig zerstörtes Land heraus und bucht sich dort in einer Stadt am Meer im Hotel Silence ein. Vorher lässt er sich noch quer über seinem gebrochenen Herzen eine große Wasserlilie tätowieren und als spartanisches Gepäck nimmt er nur seinen Werkzeugkoffer samt Bohrmaschine mit. Während dieses erste Kapitel mit dem archaischen Titel „Fleisch“ trotz melancholisch-depressiver Grundstimmung sehr makaber-humorvoll geschrieben ist und bildhaft an Filmen von Aki Kaurismäki denken lässt, geht es im zweiten Hauptkapitel „Narben“ überwiegend ernsthafter zu. Schon während der Fahrt ins Hotel Silence wird klar: das von der Autorin anonym gelassene Land ist vom Krieg nicht nur äußerlich schwer gezeichnet und zerstört. Schnell gewinnt Jónas das Vertrauen der zwei Geschwister Mai und Fifi, die das Hotel momentan betreiben, indem er handwerklich sehr geschickt repariert, was ihm aufgetragen wird. Dabei erzählen ihm die Menschen in der Stadt von den grausamen Gräueltaten und persönlichen Schicksalen – die meisten Männer sind ermordet worden und die verbliebenen Frauen seelisch verwundet. Die Wiederaufbauarbeiten im Außen heilen allmählich auch Jónas im Inneren und die Verbundenheit mit den Menschen wirkt wie ein Pflaster auf seinen Narben. Nach und nach erweckt auch Mais kleiner Sohn Adam wieder zum Leben, nachdem er aufgehört hat zu sprechen und in schwarz-roten Zeichnungen seinem Bild der Zerstörung freien Lauf lässt. Jónas erkennt: „In einem Land des Todes ist es weniger dringend, zu sterben.“ (S. 125) Auður Ava Ólafsdóttir ist eine brillante Komponistin ihrer Erzählungen – mit knapp-pointierten Sätzen und vielen treffenden Zitaten aus der Literatur und Lyrik zeichnet sie ein dichtes, bewegendes und sehr menschliches Bild von Trauer, Schmerz sowie Zerstörung, das viel Platz für eigene Gedanken und die aufkeimende Hoffnung lässt. Dabei changiert sie in einer stilistisch faszinierenden Sprache gekonnt zwischen Ironie, schwarzem Humor und viel Tiefgründigkeit. Dass sie den Ort der Handlung nie namentlich benennt und metaphorisch einige Kriegsschauplätze in diesen verwebt, könnte in Zeiten des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht aktueller sein. Auch ihre erzählerischen Bilder sind sehr eindringlich: das Wandmosaik, ein Postkarten-Ständer oder Plattenspieler, die den Krieg überlebt haben sowie Jónas' Selbsterforschung anhand alter Tagebücher und der neuen Sprache: „Wie viele Wörter braucht man, um zu überleben?“ (S. 183) Ein wundervoller, tiefsinniger Roman zwischen Humor und Ernst, ausgezeichnet mit dem Preis des Nordischen Rates, der trotz fließend-leichter Unterhaltung existenzielle Fragen behandelt – und stark nach einer adäquaten Verfilmung ruft.

  • amara5

    5/5

    27.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Narben und Hoffnung In ihrem…

    Narben und Hoffnung In ihrem neu ins Deutsche übersetzten Roman „Hotel Silence“ erzählt die renommierte isländische Autorin und Kunstwissenschaftlerin Auður Ava Ólafsdóttir ein feinfühlig-skurriles sowie modern-poetisches Märchen über einen suizidalen Mann, der in einem traumatisierten, ehemaligen Kriegsland neuen Lebensmut schöpft. Dabei spielen seelische und äußere, sichtbare und unsichtbare Narben eine bedeutende Rolle – so wie der Originaltitel „Ör“ (Narben) andeutet. Jónas Ebeneser ist fast 50 und steckt in einer tiefen Lebenskrise – seine Mutter ist dement und lebt im Pflegeheim, seine Frau Gudrun hat ihn verlassen und dabei noch schnell verkündet, dass die gemeinsame Tochter gar nicht seine leibliche ist. Der sensible und auch praktisch veranlagte Protagonist beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen, ohne seine Leiche den Hinterbliebenen zuzumuten. Kurzerhand pickt er sich ein vom Krieg völlig zerstörtes Land heraus und bucht sich dort in einer Stadt am Meer im Hotel Silence ein. Vorher lässt er sich noch quer über seinem gebrochenen Herzen eine große Wasserlilie tätowieren und als spartanisches Gepäck nimmt er nur seinen Werkzeugkoffer samt Bohrmaschine mit. Während dieses erste Kapitel mit dem archaischen Titel „Fleisch“ trotz melancholisch-depressiver Grundstimmung sehr makaber-humorvoll geschrieben ist und bildhaft an Filmen von Aki Kaurismäki denken lässt, geht es im zweiten Hauptkapitel „Narben“ überwiegend ernsthafter zu. Schon während der Fahrt ins Hotel Silence wird klar: das von der Autorin anonym gelassene Land ist vom Krieg nicht nur äußerlich schwer gezeichnet und zerstört. Schnell gewinnt Jónas das Vertrauen der zwei Geschwister Mai und Fifi, die das Hotel momentan betreiben, indem er handwerklich sehr geschickt repariert, was ihm aufgetragen wird. Dabei erzählen ihm die Menschen in der Stadt von den grausamen Gräueltaten und persönlichen Schicksalen – die meisten Männer sind ermordet worden und die verbliebenen Frauen seelisch verwundet. Die Wiederaufbauarbeiten im Außen heilen allmählich auch Jónas im Inneren und die Verbundenheit mit den Menschen wirkt wie ein Pflaster auf seinen Narben. Nach und nach erweckt auch Mais kleiner Sohn Adam wieder zum Leben, nachdem er aufgehört hat zu sprechen und in schwarz-roten Zeichnungen seinem Bild der Zerstörung freien Lauf lässt. Jónas erkennt: „In einem Land des Todes ist es weniger dringend, zu sterben.“ (S. 125) Auður Ava Ólafsdóttir ist eine brillante Komponistin ihrer Erzählungen – mit knapp-pointierten Sätzen und vielen treffenden Zitaten aus der Literatur und Lyrik zeichnet sie ein dichtes, bewegendes und sehr menschliches Bild von Trauer, Schmerz sowie Zerstörung, das viel Platz für eigene Gedanken und die aufkeimende Hoffnung lässt. Dabei changiert sie in einer stilistisch faszinierenden Sprache gekonnt zwischen Ironie, schwarzem Humor und viel Tiefgründigkeit. Dass sie den Ort der Handlung nie namentlich benennt und metaphorisch einige Kriegsschauplätze in diesen verwebt, könnte in Zeiten des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht aktueller sein. Auch ihre erzählerischen Bilder sind sehr eindringlich: das Wandmosaik, ein Postkarten-Ständer oder Plattenspieler, die den Krieg überlebt haben sowie Jónas' Selbsterforschung anhand alter Tagebücher und der neuen Sprache: „Wie viele Wörter braucht man, um zu überleben?“ (S. 183) Ein wundervoller, tiefsinniger Roman zwischen Humor und Ernst, ausgezeichnet mit dem Preis des Nordischen Rates, der trotz fließend-leichter Unterhaltung existenzielle Fragen behandelt – und stark nach einer adäquaten Verfilmung ruft.

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