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Cormac McCarthy

1. Der Passagier

Der Passagier

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Christian Brückner

Spieldauer

16 Stunden und 20 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

26.10.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

228

Verlag

Argon Digital

Originaltitel

The Pessenger

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

EAN

9783732471409

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Christian Brückner

Spieldauer

16 Stunden und 20 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

26.10.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

228

Verlag

Argon Digital

Originaltitel

The Pessenger

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

EAN

9783732471409

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Bewertung

    5/5

    06.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sucht seinesgleichen

    Diese Geschichte mit den richtigen Worten zu beschreiben ist kein leichtes und man sollte wohl dazu erwähnen, dass die Geschichte keinen klassischen "roten Faden" hat, der sich linear bis zum Ende zieht, man kopfnickend alles auf Anhieb verstanden hat und das Buch zufrieden zur Seite legen kann. Der Klappentext suggeriert eine Art Thriller, versunkenes Flugzeug, fehlender Passagier, dann noch ein Klecks Wissenschaft und Moralfragen. Und doch verflüchtigt sich der Plot zunehmend mit dem Fortschreiten der Geschichte und vielmehr ist das Aufeinandertreffen mit den verschiedensten Zeitgenossen das Augenmerk. Die dabei entstandenen Dialoge sind grandios geschrieben, diese sprachliche Kunst, die McCarthy zu Stande bringt, ist meisterhaft und diese Konsequenz trägt dieses Buch bis zum Ende. Das ist eine Geschichte, die mir im Gedächtnis bleibt und immer mal wieder Revue passieren lasse, sowas kommt nicht allzu häufig vor. Der Folgeband "Stella Maris" ist seit November 2022 auch im Handel und sollte, wenn man denn Interesse an der Geschichte hatte, auch gelesen werden.

  • Bewertung

    5/5

    29.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der zweite Teil heisst ‚Stella Maris‘

    Es ist ungewöhnlich, eine Buchbesprechung mit dem Hinweis auf den Folgeband eines Romanes zu beginnen. In diesem Fall hilft es aber- denn dieser zweite Teil erscheint in wenigen Wochen und wird die Ergänzung zu ‚ der Passagier‘ sein. Der Autor hat viele Jahre an diesen Romanen gearbeitet und schon dieser erste Teil wirft einen mitten in eine Handlung voller aktueller Bezüge. Flugzeuganschläge, Entwicklung von tödlichen Waffen, menschliche Abgründe- viele Themen werden literarisch verarbeitet und führen die Leser:innen buchstäblich in die eigenen Tiefen. Wer gerne Hörbücher mag, hat hier mit der Einspielung von Christian Brückner grosses Glück- besser kann man diesen Text wohl nicht einsprechen.

  • Sursulapitschi

    5/5

    27.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Feuerwerk an sprachlicher Brillanz und klugem Witz

    Also gut, Cormac McCarthy schreibt nach sechzehn Jahren einen neuen Roman und ich war dabei. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, ich habe keine Ahnung, worum es eigentlich ging und bin mir auch nicht sicher, ob es überhaupt ein Roman ist. Eigentlich ist es eine hochphilosophische Elegie, ein melancholischer Abgesang auf das Leben generell, eine poetische Klageschrift, irgendwas zwischen einem Alptraum und Wahnvorstellungen, ein Buch wie ein Gruselfilm, in dem man sich in Episoden dem Kern des Grauens nähert. Wenn man die Buchbeschreibung liest, denkt man, huch, hat McCarthy tatsächlich einen Thriller geschrieben? Da ist ein abgestürztes Flugzeug, das Taucher untersuchen, um festzustellen, dass ein Passagier fehlt, klar. Nur tut das eigentlich nichts zur Sache. Es geht um einen dieser Taucher, Bobby Western, der um seine Schwester trauert. Die beiden hatten ein ganz besonderes Verhältnis, trotzdem wollte sie nicht leben, diese wundervolle Schwester. Sie war genial, viel zu klug, viel zu begabt, wunderschön und hatte mit einer ganzen Menagerie von Fantasiegestalten zu kämpfen, die immer auftauchten, wenn sie ihre Medikamente reduzierte. Ihr ständiger Begleiter war ein missgestalteter Zwerg. Die irrwitzigen Wortgefechte der beiden werden immer wieder eingestreut und erläutern ein wenig, wenn auch nicht viel. Dafür sind sie aber pure Poesie, total verrückte Philosophie, rotzfreche eloquente Betrachtungen zu ihrer Situation, lassen einen ehrfürchtig staunen und machen großen Spaß. Auf die Idee, sie z.B. „kleiner Pfirsichflaum“ zu nennen, muss man erst einmal kommen, grandios. Ansonsten treibt Bobby durch dieses Buch, ist auf der Flucht oder einfach unterwegs, trauert immer und überall und trifft kluge Menschen, die kluge Vorträge zu unterschiedlichsten Themen halten. Es überleben nicht viele. Vielleicht sind diese Szenen nur alptraumhafte Variationen zum Thema Genie und Wahnsinn, vielleicht hat sich der Autor an dieser Stelle sechzehn Jahre lang seinen Frust von der Selle geschrieben. Auf jeden Fall gibt es oft lange Passagen, die bei aller Brillanz nichts zum Geschehen beitragen. Und am Ende ist man tatsächlich kaum klüger als am Anfang. Das Hörbuch dauert 16 Std. und 22 Minuten, wobei man Christian Brückner, dem Sprecher, großen Respekt zollen muss. Er liest diesen anspruchsvollen Text ausdrucksvoll und engagiert. Seine Interpretation des dreisten, verrückten Zwergs ist preisverdächtig. Dieses Buch ist natürlich genial, ein Feuerwerk an sprachlicher Brillanz und klugem Witz. Ich bin tief beeindruckt, aber auch ein wenig ratlos, was ich davon halten soll. Vielleicht bringt der zweite Teil des Werks Licht in das Ganze. Einstweilen bin ich froh, den ersten Teil durchstanden zu haben.

  • den

    4/5

    05.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Plot“ hin oder her…Gutes Buch aber nicht für jeden.

    Verstehe nicht wie man sich ständig über Plot beschwert oder den roten Faden, was in sich nicht ein gutes Buch ausmacht und deshalb ein Roman nicht wegen des Plots bewertet werden sollte, und ein Plot auch genau so wenig die Story ist. Bitte nicht auf das Gerede von denen hören, die als erstes den Plot erwähnen. (die wissen wahrscheinlich nicht mal was das ist) und das Buch selber ausprobieren wenn es euch anspricht oder ihr den Autor Cormac McCarthy gern habt. Es wird nicht für jeden sein, zieht sich an manchen Stellen, aber es ist kein schlechtes Buch. Manchmal etwas Merkwürdig, oft herzlich und traurig und Cormac McCarthy besitzt sogar in den deutschen Übersetzungen eine schöne Sprache.

  • Jürg Stocker

    aus Scuol

    3/5

    20.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein geschwätziges Wirrwar

    Der Roman fängt interessant, spannend, ja gar fesselnd an. Bergungstaucher finden ein Flugzeugwrack samt Leichen. Da ein Passagier im Wrack fehlt, nimmt die Geschichte zügig Fahrt auf. Ermittlungen werden aufgenommen. Man vermutet, einen Agententhriller vor sich zu haben. Dann triftet die Story immer wieder ab. Der Bergungstaucher, Sohn eines Atombombenbauers und seine von Halluzinationen geplagte Schwester leiden unter den Aktivitäten des Vaters. Zwischendurch geht es um den Vietnamkrieg, das Attentat auf John F. Kennedy. Bei den eingesetzten, mechanischen Gerätschaften hat Mc Carthy genau recherchiert. Er beschreibt diese bis ins kleinste Detail. Zitat aus dem Buch: «Die Sache ist die, ich kann mir einfach nicht zusammenreimen, wie das Flugzeug da unten hingekommen ist. Und jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, was alles nicht stimmt, wird die Liste länger. (Da war ich noch begeistert). Fazit: Ich habe noch nie ein Buch, 100 Seiten vor dem Ende, aufgehört zu lesen. Dieses hat es geschafft!

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    4/5

    01.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gewalt und Trauma

    Fast zeitgleich publiziert der Schriftsteller Cormac McCarthy seine neuen Romane "Der Passagier" und "Stella Maris", die auch durch die Erzählfiguren miteinander verbunden sind. Auch wenn der Roman "Der Passagier" wie ein Thriller oder eine Agentengeschichte beginnt, so ist dieser Roman alles andere, aber eben nicht ein Thriller oder eine Agentengeschichte. Er ist weit entfernt davon, den Plot einer derartigen Geschichte zu erzählen, auch wenn er einige Anleihen an diese Genres macht. Vielmehr erinnert die sprunghaft erzählte Geschichte an Autoren wie Thomas Pynchon oder Don DeLillo: Eine Erzählung, die ihre Personen in eine dystopische Welt voller Verschwörungen, Gewalt, Obsessionen und Traumen agieren lässt: Es ist ein Existenzialismus, der weniger vom drohenden Tod zehrt, sondern vielmehr von den gewaltsamen Erfahrungen und den traumatisierenden Verstrickungen des Lebens ergriffen ist.

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