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Produktbild: Die neuen Leiden des jungen W.
Artikelbild von Die neuen Leiden des jungen W.
Ulrich Plenzdorf

1. Die neuen Leiden des jungen W.

Die neuen Leiden des jungen W.

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Loris Kubeng

Spieldauer

2 Stunden und 40 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

23.09.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

19

Verlag

Buchfunk Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783868476071

Beschreibung

Rezension

Es ist auch Ausweis einer souveränen Schreibmethode, einer überzeugenden Bewältigung des Materials. Wie Plenzdorf auf diesen wenigen Seiten alle Register moderner Prosa zieht, wie aus den Tonbändern des Technik-Fex Edgar Wibeau jene Briefe des jungen W. werden, die Sprachebenen sowohl wie soziale Realität ein bringen als auch gleichzeitig abwehren, gar versetzen, das ist nicht nur geschickt, sondern kenntnisreich und gelungen. Dieser Tod des jungen W. scheint die Geburt einer eminenten neuen Begabung zu annoncieren, vielleicht sogar den lang erwarteten Anfang einer neuen Literatur.

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Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Loris Kubeng

Spieldauer

2 Stunden und 40 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

23.09.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

19

Verlag

Buchfunk Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783868476071

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  • BücherBummler

    5/5

    11.07.2022

    Hörbuch (CD)

    Ulrich Plenzdorf - Legende vom Glück ohne Ende

    Als Paul und Paula sich kennenlernen und verlieben, sind die Bedingungen alles andere, als ideal. Paul ist mit einer zwar wunderschönen, aber nicht sehr intelligenten Frau verheiratet, und hat ein Kind. Paula hat sogar zwei. Von zwei Männern. Und überlegt gerade, dem Werben eines Verehrers nachzugeben, um endlich ein bequemeres und geregeltes Leben führen zu können. Trotzdem kommt es zu einer geradezu unvermeidlichen Annäherung zwischen den beiden, die aber abrupt endet, als eine Tragödie über Paula hereinbricht. Sie sperrt Paul vollständig aus ihrem Leben aus, aber der bleibt hartnäckig, bis er schließlich Paulas Mauer durchbrechen kann. Einem Happy End scheint nichts im Wege zu stehen, bis Paula schwanger wird und bei der Geburt des Kindes stirbt. So weit ist die Geschichte allen bekannt, die den Film „Die Legende von Paul und Paula“ gesehen haben, aber im Buch geht es noch weiter. Hier lernt Paul Laura kennen, ein Ebenbild von Paula, und beschließt, zu glauben, dass Paula in Laura zu ihm zurückgekehrt ist. Für eine Weile scheint es eine Möglichkeit für einen guten Ausgang der Geschichte zu geben. Doch dann erfährt Paul etwas, das alles ändert. (Und nein, ich spoilere nicht wie besessen, das alles ist auch auf dem Cover zu lesen). Von Ulrich Plenzdorf habe ich bisher nur vor vielen Jahren mit Begeisterung „Die neuen Leiden des jungen W.“ gelesen, vermutlich sein bekanntestes Buch. Von seinen Filmen kenne ich gar keinen und nachdem ich „Legende vom Glück ohne Ende“ gehört habe, habe ich das Gefühl, dass da noch eine große kulturelle Lücke ist, die geschlossen werden will. Vorneweg sei gesagt, dass mir das Hörbuch hervorragend gefallen hat. Was mich aber verwirrt, ist, dass ich immer wieder lese, was für eine wunderschöne Liebesgeschichte das sei. Ich fände das Wort „besondere“ angemessener. Alleine was Paul teilweise aufführt, um Paula für sich zu gewinnen, ist eigentlich nichts anderes, als grenzübergreifendes Stalking. Durch den lockeren und faktischen Ton der Erzählung fällt es vielleicht nicht so ins Gewicht, aber ich persönlich würde über einen Mann und den Umgang mit ihm sehr genau nachdenken, wenn er ein solches Verhalten an den Tag legen würde. Und ich fand es erstaunlich, wie wenig dieser Aspekt thematisiert wurde. Vielleicht eine Frage der Entstehungszeit. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass Plenzdorf im Sinn hatte, einen Roman über Belästigung zu verfassen, aber auf eine einfache Liebesgeschichte kann man ihn nicht reduzieren, dafür sind die Charaktere viel zu komplex und grenzwertig in ihrem Handeln und Denken. So oder so fand ich es ausgesprochen intelligent, als Erzähler einen Bekannten/eine Bekannte einzusetzen, die nah an dem Paar dran ist, aber auch die ganzen Gerüchte über die beiden mitbekommt. Wunderbar, wie sich durch Gerede die namengebenden Legenden wild um Paul und Paula ranken, während man gleichzeitig als Leser befriedigender Weise erfährt, wie es wirklich war. Diese Bekannte wird im Hörbuch perfekt von Cornelia Heyse gesprochen. Es ist so ein Vergnügen, ihr zuzuhören. Wie sie immer den richtigen Ton trifft, die Figuren charakterlich genau erfasst und zum Leben erweckt… Ich könnte es mir nicht besser vorstellen. Die „Legende vom Glück ohne Ende“ ist ein Hörerlebnis, das Spaß macht, aber auch nachdenklich, das einen amüsiert und weinen lässt. Und einen Hauch von DDR-Nostalgie mit sich bringt. Eine klare Hörempfehlung.

  • Niko

    aus Austria

    5/5

    08.07.2022

    Hörbuch (CD)

    Paul und Paula und was danach noch passiert ist

    Ich glaube ich habe mich in das Hörbuch verliebt gleich als ich den Titel gelesen habe. „Legende vom Glück ohne Ende“ klingt so warmherzig, man kann ihn nur lieben. Das Hörbuch habe ich sehr schnell gehört, wobei ich nicht sagen kann, ob das an die wunderbare Stimme der Sprecherin Cornelia Heyse lag oder an die Geschichte selbst. Obwohl die Geschichte von Paul und Paula sehr bekannt ist, für mich war sie neu. Umso mehr habe ich sie gemocht. Paula und Paul sind sehr unterschiedlich, vielleicht deshalb passen doch so gut zusammen. Wie sehr sie sich geliebt haben, spürt man durch die Zeilen und Straßen. Das nächste Mal, wenn ich Berlin besuchen werde, werde ich sicher an Paul und Paula denken. Das Buch ist in zwei Teile gebaut, der erster Teil ist witzig, optimistisch und voller Liebe. Paul und Paula sind zusammen aufgewachsen, dann sind eine Weile auf unterschiedlichen Wege gegangen, treffen sich wieder, verlieben sich ineinander, trennen sich und kommen wieder zusammen nachdem Paul Paula seine Liebe prüfen musste. Dieser Teil endet leider tragisch. Wenn man glaubt schlimmer geht es nicht, zeigt uns der Autor Ulrich Plenzdorf, oh, doch, schlimmer geht's immer. Den zweiten Teil habe ich noch trauriger gefunden. Ist so herzzerreißend zu sehen, wie das Leben Paul noch eine Chance gegeben und wieder genommen hat. Ich habe die Fortsetzung mit Paul und Laura sehr interessant gefunden. Die meisten Liebesgeschichten, die tragisch enden, enden einfach dort. Man weiß meistens nicht, wie dem geht, der überlebt hat. Wie Paul glaubt, dass Laura Paula ist, zeigt noch mehr, wie Paul Paula geliebt hat. Im zweiten Teil sieht man ein noch stärkeren Paul, der um sein eigenes Leben kämpft. Die Reise in Berlin der 70er Jahre war sehr interessant, wie die Menschen gelebt haben, welche Regeln in der Gesellschaft waren usw. Das ist ein Hörbuch, das mir lange in Erinnerung bleiben wird und das ich sehr gerne weiterempfehlen werde: eine herzzerreißende Liebesgeschichte, wunderbar einfühlsam gesprochen und eine nostalgische Stadt, die an unseren Kindheit erinnert. Was kann man sich mehr wünschen?!

  • Querbuch

    5/5

    12.01.2022

    Hörbuch (CD)

    Unbedingt hören

    Ich habe den Film schon so oft gesehen und möchte fast fragen, wer sie nicht kennt, die Geschichte von Paul und Paula. Paul, jung verheiratet mit einer sehr hübschen Frau vom Rummel, trifft Paula, die alleinerziehende Mutter zweier Kinder. Er verliebt sich, sie lässt ihn zappeln und finden doch zueinander. Der Film endet tragisch, das Buch erzählt die Geschichte auf wundervolle Weise weiter. Paul findet eine neue Frau, Laura. Sie scheint Paula zu sein und auch wieder nicht. Und als deren Leben gerade wieder in vermeintlich ruhiger Bahn befindet, erfährt Paul von einer Sache, die ihn aufrüttelt. Ich bin ein bisschen sprachlos. Ahnungslos ist mir dieses Hörbuch in die Hände gefallen, ich wusste nicht, dass Ulrich Plenzdorf eine so schöne Geschichte geschrieben hat, die weit über den Film hinausgeht. Man muss sie einfach gehört haben. Erzählt von Cornelia Heyse, die in die Rolle „meiner Person“, der Erzählerin, schlüpft und deren warmer Stimme ich ewig hätte zuhören können. Lest das Buch nicht, hört es. Unbedingt!

  • Jana Elena Holstein

    aus Bayreuth

    5/5

    11.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein heiliges Buch!

    Ich habe "Die neuen Leiden des jungen W." zuerst als Theaterstück gesehen und schon das war genial! Aber ebenso viel Spaß hat mir das Buch gemacht - und es hat mich auch verändert. Es ist auf die gleiche Arr "weise" wie es der berühmte "Fänger im Roggen" von Salinger ist. Ein Zitat: "Mein größtes Vorbild ist Edgar Wibeau. Ich will so sein, wie er mal wird!"

  • Anja R.

    aus Schwarzheide

    5/5

    11.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr unterhaltsam!

    Ich musste das Buch im Zuge meines Germanistik-Studiums lesen und... war angenehm überrascht! Der Titel erinnert ja stark an Goethes Werk (nicht ohne Grund), weswegen ich bereits das Schlimmste befürchtete. Aber weit gefehlt! Edgar Wibeau, die Hauptperson, ist ein 17-jähriger Junge, der versehentlich starb, als er seine große Erfindung in Gang setzen wollte. Edgar selbst erzählt seine Geschichte, während er den Gesprächen mit seinem Vater und den Personen "zusieht", die er in den letzten Wochen vor seinem Tod traf. Dabei erzählt er lustig, umgangssprachlich, manchmal nachdenklich, etwas verschroben, aber immer absolut mitreißend. Edgar war ein ganz normaler Junge und deshalb kann man sich so gut in ihn hineinfühlen. Er wächst einem richtig ans Herz. Ein weiterer Pluspunkt ist außerdem die Kürze des Buches. Knapp 160 Seiten (in großer Schrift und großem Zeilenabstand) lasen sich innerhalb einiger Stunden weg wie nichts. Also, solltet ihr das mal für Schule oder Uni lesen müssen - keine Angst, "Die neuen Leiden des jungen W." ist eine super Lektüre. Ansonsten kann man es auch einfach mal "zwischendurch" lesen und sei es nur zur Erheiterung (an manchen Stellen habe ich Tränen gelacht). ^^

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