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Wilde Geschichten

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20539

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.04.2023

Herausgeber

Jörg Bong + weitere

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/3,1 cm

Gewicht

404 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-277-2

Beschreibung

Rezension

Angenehm zugänglich öffnet sich doch ein immens weiter Horizont: von Fichtes Philosophie bis zu den ersten Anfängen der psychologischen Wissenschaft. Eine Wiederentdeckung, die lohnt! ("Frankfurter Neue Presse")
Der Band enthält köstliche Elixiere eines wahrhaften Erzählteufels. (...) Tieck-Lektüre kann jedenfalls wohligen Schwindel erregen. ("Der Standard")
200 Jahre alte, aber kein bisschen angestaubte Geschichten. (...) Dieser fabelhafte Band bietet die Gelegenheit zur Wiederentdeckung eines großartigen Autors. Bitte mehr davon! ("SWR2 Lesenswert")
Sie lieben Stephen King, Fantasy und Horrorliteratur? Dann ist es höchste Zeit, Tieck zu entdecken. [Das Buch] zeigt eindrucksvoll, wie viel die heutige Gothic-, Fantasy- oder Horror-Literatur den Romantikern um Tieck verdankt. ("bz Zeitung für die Region Basel")
Tieck begründete quasi das Horror- und Fantasy-Genre, E.T.A Hoffmann und Edgar Allan Poe beziehen sich auf ihn. Daher warnt Arno Schmidt davor, in Tieck einen „hochromantischen Blaublümler“ zu sehen, ihn also zu verharmlosen. Nein, Tieck ist ein verrückter, ein wilder Autor. ("Der Tagesspiegel")

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Verkaufsrang

20539

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.04.2023

Herausgeber

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/3,1 cm

Gewicht

404 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-277-2

Herstelleradresse

Galiani, Verlag
Friedrichstraße 119
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Kaum zu glauben: eine…

dracoma aus LANDAU am 04.07.2023

Bewertungsnummer: 2860833

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kaum zu glauben: eine Werksammlung von Ludwig Tieck, dieses begnadeten Romanschreibers, Novellendichters, Lyrikers, Dramaturgen etc. und Übersetzers, steht immer noch aus. Umso schöner, dass Jörg Bong und Roland Borgards sich entschlossen haben, dem Meister ein besonderes Geschenk zu seinem 250. Geburtstag zu machen: die Herausgabe von 11 seiner frühen Geschichten. Tieck war ca. 20 Jahre alt, als er diese Geschichten schrieb und hatte sich nach Studienabbrüchen dazu entschlossen, das Schreiben zu seinem Beruf zu machen und davon zu leben. Liest man diese frühen Geschichten, mag man weder das junge Alter des Schreibers glauben noch das Alter der Geschichten: diese Erzählungen sind wunderbar erfunden und sie lesen sich schwungvoll und frisch. Die Herausgeber haben unterschiedliche Geschichten hier versammelt, die ich mit größtem Vergnügen gelesen habe. Schon diese frühen Erzählungen spiegeln die ganze Bandbreite von Tiecks Erzählkunst wieder. So lässt er einige seiner Geschichten alltäglich beginnen, z. B. ein Mann macht eine Reise und kommt in einer Stadt an, und in dieses Alltäglich-Bürgerliche schleicht sich nun das Fantastische. Eine kleine Beobachtung von etwas Merkwürdigem und Ungewöhnlichen kann das Einfallstor für Unheimliches und Schauerliches sein. Andere Geschichten wiederum vermengen die Realität mit Elementen einer Anderwelt, in der sich Raum und Zeit aufheben und neue Gegebenheiten schaffen. Sehr originell, fast schon modern, ist auch Tiecks Technik des mehrperspektivischen Erzählens, das er an einer Geschichte vorführt. Hier spricht einerseits ein verliebter, aber etwas linkischer Beamter, und auf der anderen Seite spricht eine lebenlustige junge Frau, der er den Hof macht und sie mit seiner Unterhaltung zu Tränen langweilt, die er aber wiederum für Tränen der Rührung hält. Mit dieser unterschiedlichen Sicht auf ein- und dasselbe Vorkommnis irritiert Tieck den Leser, der sich vor Widersprüche gestellt sieht und plötzlich die Relativität der Wahrheit erkennt. Besonders beeindruckend sind Tiecks Naturbeschreibungen, die sich nicht in der reinen Beschreibung erschöpfen, sondern immer ein Spiegelbild der seelischen Befindlichkeiten sind und Stimmungen wie Freude, aber auch Angst und Wahnsinn spiegeln. Tiecks Natur ist eine symbolische Seelenlandschaft. Die Wiedergabe von Gefühlen und Stimmungen zieht sich durch die ganzen Geschichten hindurch, und hier zieht Tieck alle Register: von Freude und Übermut angefangen bis hin zu Angst, Zweifel an der Realität, Schwindel, Wahnsinn, Grausen und Selbstverlust. Der Band ist originell gegliedert, indem auf jede Geschichte ein Kapitel der Herausgeber folgt, überschrieben mit „Tieck lesen“. In diesen kurzen Zwischenkapiteln weisen die Herausgeber auf literaturgeschichtliche Zusammenhänge hin (z. B. Tiecks Loslösung vom erbaulichen Erzählen der Aufklärung), sie erläutern Schreibtechniken Tiecks, sie bieten Interpretationsansätze an und verbinden die Geschichten miteinander. Ein großes Lesevergnügen!

Kaum zu glauben: eine…

dracoma aus LANDAU am 04.07.2023
Bewertungsnummer: 2860833
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kaum zu glauben: eine Werksammlung von Ludwig Tieck, dieses begnadeten Romanschreibers, Novellendichters, Lyrikers, Dramaturgen etc. und Übersetzers, steht immer noch aus. Umso schöner, dass Jörg Bong und Roland Borgards sich entschlossen haben, dem Meister ein besonderes Geschenk zu seinem 250. Geburtstag zu machen: die Herausgabe von 11 seiner frühen Geschichten. Tieck war ca. 20 Jahre alt, als er diese Geschichten schrieb und hatte sich nach Studienabbrüchen dazu entschlossen, das Schreiben zu seinem Beruf zu machen und davon zu leben. Liest man diese frühen Geschichten, mag man weder das junge Alter des Schreibers glauben noch das Alter der Geschichten: diese Erzählungen sind wunderbar erfunden und sie lesen sich schwungvoll und frisch. Die Herausgeber haben unterschiedliche Geschichten hier versammelt, die ich mit größtem Vergnügen gelesen habe. Schon diese frühen Erzählungen spiegeln die ganze Bandbreite von Tiecks Erzählkunst wieder. So lässt er einige seiner Geschichten alltäglich beginnen, z. B. ein Mann macht eine Reise und kommt in einer Stadt an, und in dieses Alltäglich-Bürgerliche schleicht sich nun das Fantastische. Eine kleine Beobachtung von etwas Merkwürdigem und Ungewöhnlichen kann das Einfallstor für Unheimliches und Schauerliches sein. Andere Geschichten wiederum vermengen die Realität mit Elementen einer Anderwelt, in der sich Raum und Zeit aufheben und neue Gegebenheiten schaffen. Sehr originell, fast schon modern, ist auch Tiecks Technik des mehrperspektivischen Erzählens, das er an einer Geschichte vorführt. Hier spricht einerseits ein verliebter, aber etwas linkischer Beamter, und auf der anderen Seite spricht eine lebenlustige junge Frau, der er den Hof macht und sie mit seiner Unterhaltung zu Tränen langweilt, die er aber wiederum für Tränen der Rührung hält. Mit dieser unterschiedlichen Sicht auf ein- und dasselbe Vorkommnis irritiert Tieck den Leser, der sich vor Widersprüche gestellt sieht und plötzlich die Relativität der Wahrheit erkennt. Besonders beeindruckend sind Tiecks Naturbeschreibungen, die sich nicht in der reinen Beschreibung erschöpfen, sondern immer ein Spiegelbild der seelischen Befindlichkeiten sind und Stimmungen wie Freude, aber auch Angst und Wahnsinn spiegeln. Tiecks Natur ist eine symbolische Seelenlandschaft. Die Wiedergabe von Gefühlen und Stimmungen zieht sich durch die ganzen Geschichten hindurch, und hier zieht Tieck alle Register: von Freude und Übermut angefangen bis hin zu Angst, Zweifel an der Realität, Schwindel, Wahnsinn, Grausen und Selbstverlust. Der Band ist originell gegliedert, indem auf jede Geschichte ein Kapitel der Herausgeber folgt, überschrieben mit „Tieck lesen“. In diesen kurzen Zwischenkapiteln weisen die Herausgeber auf literaturgeschichtliche Zusammenhänge hin (z. B. Tiecks Loslösung vom erbaulichen Erzählen der Aufklärung), sie erläutern Schreibtechniken Tiecks, sie bieten Interpretationsansätze an und verbinden die Geschichten miteinander. Ein großes Lesevergnügen!

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Wilde Geschichten

von Ludwig Tieck

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Silvio Weitzl

Thalia Linz – Landstraße

Zum Portrait

5/5

König der Romantik - "Sie wurden sich immer notwendiger"

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In dieser Zusammenstellung, bestehend aus 11 wilden Geschichten die zum Großteil aus den von Tieck herausgegebenen „Straußenfedern“ bestehen, wird dieser hohen Persönlichkeit der romantischen Epoche gehuldigt. Tieck bewegte sich anfangs stets zwischen Aufklärung und Romantik und beschäftigte sich früh mit der damals aufstrebenden Disziplin der Psychologie. Jeder einzelnen Geschichte wohnt eine besondere Erzählkraft inne und setzt sich das un/moralische Handeln des Menschen als Schwerpunkt. Die kurze biografische Einleitung, sowie die jeder Geschichte folgenden Erläuterungen und Überleitungen sind anspruchsvoll und detailverliebt niedergeschrieben. Dieses Werk ist äußerst wertvoll für den Intellekt und verschafft nebenbei eine kleine Befriedigung des Sammeltriebes.
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König der Romantik - "Sie wurden sich immer notwendiger"

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In dieser Zusammenstellung, bestehend aus 11 wilden Geschichten die zum Großteil aus den von Tieck herausgegebenen „Straußenfedern“ bestehen, wird dieser hohen Persönlichkeit der romantischen Epoche gehuldigt. Tieck bewegte sich anfangs stets zwischen Aufklärung und Romantik und beschäftigte sich früh mit der damals aufstrebenden Disziplin der Psychologie. Jeder einzelnen Geschichte wohnt eine besondere Erzählkraft inne und setzt sich das un/moralische Handeln des Menschen als Schwerpunkt. Die kurze biografische Einleitung, sowie die jeder Geschichte folgenden Erläuterungen und Überleitungen sind anspruchsvoll und detailverliebt niedergeschrieben. Dieses Werk ist äußerst wertvoll für den Intellekt und verschafft nebenbei eine kleine Befriedigung des Sammeltriebes.

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