Der berufstätigen Mutter Isabella scheint ihr Leben zu entgleiten. Stets damit beschäftigt, allen gerecht zu werden, verliert sie sich und ihre Bedürfnisse völlig aus den Augen. Für die vermeintlich wichtigen Dinge zu funktionieren, führt Isabella in einen Zustand völliger Erschöpfung. Ihr Körper schreit auf und lässt erkennen, dass es an der Zeit ist, die Notbremse zu ziehen. Den intensiven Warnungen zum Trotz gerät Isabella in heftige Auseinandersetzungen mit ihrem jüngsten Sohn. Die Ablehnung des eigenen Kindes wächst mit jeder Situation, in der Oskar ihr mit seiner ungehemmten Wut gnadenlos den Spiegel vorhält. Wagt Isabella den Blick in ihr Innerstes und begibt sich auf die Reise zu sich selbst? Oder bricht die Familie unter der Last zusammen? „Der Aufschrei einer Mutter, die Hilfe brauchte. Anja Jahnke hat sich mit diesem Buch an ein Tabuthema gewagt. Darf man als Mutter überfordert sein?“ Sandy Mercier – Bild-Bestseller-Autorin.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
27.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Wertvoll, Emotional, Ehrlich
Eine Geschichte die unter die Haut geht. Einen an die Hand nimmt und die Augen für die Erkrankung die man nicht sieht öffnet.
Isabella eine Frau mitten im Leben, Mann drei Kinder und einen Beruf als Stellvertretung der Schulleitung. Ihr Mann hat sich selbstständig gemacht und ohne es selber zu Wissen, übernimmt Isabella immer mehr Aufgaben. Ihr jüngster Sohn, ist ein Rebell.
Ihr Körper sendet ihr immer wieder Signale die sie ignoriert und will funktionieren. Bis eines Tages ihr Jüngster sie Körperlich angreift. Ihr Mann sagt ihr zum 100ten Mal das sie sich Hilfe suchen soll. Was sie dann auch endlich tut und damit beginnt eine Reise die Bella die Augen öffnet und ihr Leben ihre Einstellung verändert.
Die Autorin versteht es geschickt Burnout, Depression und Überforderung einzubauen!
Sie zeigt tiefe Einblicke was es mit der Figur macht, ein Teil dieser Einblicke sind Situationen die die Autorin selbst erlebt hat. Dieses spürt man beim Lesen.
Besonders spannend fand ich die Therapiestunden, die ich so niemals erwartet hätte.
Ich selber hatte auch vor Jahren einen total Zusammenbruch und kann sagen die Geschichte hat mich nicht getriggert, sie hat mir eher geholfen über das ein oder andere Nachzudenken.
Es ist keine leichte Geschichte auch wenn sie leicht geschrieben ist. Sie hilft aber selber seinen Rucksack leichter werden zu lassen, wenn man das möchte. Den die ein oder andere Situation kennt bestimmt Jeder.
Eine absolute Leseempfehlung!
Ich bin gespannt auf Band2.
Bewertung
5/5
17.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Tolles Buch mit vielen Tränen
Als ich den Titel gelesen hatte wusste ich nicht was auf mich zu kommt. Dieses Buch hat mich umgehauen. Ich kenne die Situation von Isabella auch wenn ich keine Mutter bin. Jedoch habe ich zum Teil meine Mutter darin gesehen,da es in meiner Kindheit nicht einfach war. Dieses Buch zeigt das auch Eltern man schwach und überfordert sein dürfen. Eltern insbesondere Mütter nehmen soviel auf sich und es gibt Phasen in Leben da wird einfach alles zuviel. Dieses Buch zeigt auch wie man sich selbst wieder findet und wie man damit umgehen kann. Ein sehr sehr schönes Buch
Anika F./Nikas Lesewahnsinn
aus Kronshagen
5/5
04.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Liebe rein, Scheiße raus
Jede Mutter, die schon mal an dem Punkt der Überforderung, Verzweiflung, absoluter Traurigkeit und Antriebslosigkeit war, wird sich hier definitiv wiederfinden.
Es ist eine wahre Meisterleistung Beruf, Alltag, Haushalt und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Definitiv hat der Tag viel zu wenig Stunden. Auch kann man nicht verlangen, das alle Verständnis haben, wenn der Stress zu groß war, oder der gegenüber einfach nervig oder verletzend. Doch ehrlicherweise wünscht man sich dies des Öfteren.
Wo bleibt manchmal eigentlich die Zeit für sich selbst? Die Stunden der Ruhe? Viel zu oft ist man im Hamsterrad der Gesellschaft gefangen. Muss irgendwelchen Ansprüchen gerecht werden, die teilweise noch nicht mal die eigenen sind. Aber man sieht es doch überall und da klappt es. Und dann kommt die Frage, warum bei mir nicht? Wieso bekomm ich das nicht so hin? Warum, wieso weshalb dieses oder jenes.
Anja Jahnke knallt einem hier eine absolut grandiose Story um die Ohren, die mich hat laut lachen und bitterlich weinen lassen. Ich habe das so gefühlt, was sie hier schreibt. Sie hat mit ihrem Debüt ihrer Protagonistin Isabella sprichwörtlich ihre Schuhe angezogen.
Hier gibt es die ungeschönte Wahrheit über den Alltag einer berufstätigen Mutter, die an ihre körperlichen und psychischen Grenzen stößt und darüber hinaus geht. Die sich aufopfert, depressiv wird und alles hinterfragt.
Isabella versucht in ihrem Alltag wirklich alles perfekt zu machen, jeden Wunsch zu erfüllen und alles mit Würde zu tragen. Doch was sie dabei verliert ist sich selbst. Sie denkt immer an alles und jeden, nur nicht an sich. Sie ignoriert alle Warnsignale. Wo dies endet? In völliger Erschöpfung, Verzweiflung und einer Depression. Wie sich das anfühlt? Schrecklich. Plötzlich funktioniert man nicht mehr. Plötzlich ist man ein Frack. Ist Isabella bereit sich der Situation zu stellen? Kann sie sich auf Hilfe einlassen und Stück für Stück sich selbst wieder in den Fokus richten? Wird ihre Familie an ihrer Seite sein?
Selbst wenn ich das hier schreibe, laufen mir schon wieder die Tränen. Die Autorin ist eine absolute Kämpferin und eine wahnsinnig starke Frau. Denn es ist eine unfassbare Stärke seine Schwäche zu zeigen. Und noch dazu dieses doch sehr verbreitete Tabuthema in Worte zu fassen und auf die Welt loszulassen. Es ist total okay als Mutter/Frau überfordert zu sein und es offen zuzugeben. Es wird eine Menge von einem verlangt und die Notbremse zu ziehen und zu erkennen, so gehts nicht, ist wahnsinnig wichtig für einen selbst.
Warum ich das so sagen kann? Ich kenne diese Situation. Ich weiß, wovon Anja Jahnke hier spricht. Es ist schrecklich nicht mehr zu funktionieren, nicht mehr arbeiten zu können, dem Kind und der Beziehung nicht mehr gerecht zu werden und im schwarzen Loch der Depression zu sitzen. Ich hab es bereits zwei Mal mit Hilfe geschafft einen Weg aus dieser Situation zu finden. Was alles andere als leicht war, doch ich kann nur jeden Tag sagen, jeder Schritt war hart aber so wichtig. Man darf sich nie selbst aus den Augen verlieren und sich im Alltag immer auch Zeit für sich freischaufeln. Achtsamkeit ist unfassbar wichtig.
Danke für diese tolle Story, die trotz der Thematik nicht erdrückend ist. Sondern auch Mut macht und den Fokus auf die Auswirkung unsere Gesellschaft legt, den Umgang mit Angst und auch das Selbstverständnis der Frau thematisiert.
K.a.t.l.93
aus Mühlhausen
5/5
14.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein Tabuthema das nicht Tabu sein sollte ..
Meinung:
Dieses Buch hat mich einfach zur richtigen Zeit gefunden. Es hat mir Kraft, Zuversicht & ein positives Mindset gegeben, das ich schon länger versucht hatte zu finden. Im Rahmen der "Bookish Christmas" Aktion, die über die Weihnachtsmonate läuft, habe ich in meiner weihnachtlichen Box diesen Schatz gefunden. Der Klappentext über die 3-Fach Mami Isabella, die komplett mit Job, Mann & Kinder überfordert ist, hat mich sofort angesprochen & musste augenblicklich gelesen werden. Die Situation der Mutter passt wie die "Faust auf's Auge" zu meiner & ich fühlte mich dadurch mit ihr verbunden. Mal ehrlich, wer ist nicht mal komplett überfordert & einfach „durchgebrannt“ mit allem? Nur leider ist es immer noch in der heutigen Zeit ein absolutes Tabuthema, vor allem wenn kein Weg mehr am Therapeuten vorbei führt. Deshalb ist dieses Buch so wichtig, denn die Autorin Anja spricht Themen in der Geschichte an, die in der Öffentlichkeit kaum Beachtung geschenkt werden. Allein das Thema „Burnout“ wird bedauerlicherweise immer noch als "Modekrankheit" betitelt, obwohl es eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung ist. Das perfekte Beispiel ist die Hauptprotagonistin Isabella, nach ihrem Zusammenbruch, geht einfach nichts mehr daheim. Weder sie funktioniert richtig, noch kann sie die Mutter sein, die ihre Kinder verdienen. Mit dem super modernen, leichten & sensiblen Schreibstil der Autorin, fliege ich von Kapitel zu Kapitel & bin nach wie vor überwältigt, mit was für einer Ehrlichkeit die Handlung erzählt wird. Der Weg, den die Protagonistin einschlagen muss, ist steinig & nicht immer leicht, dennoch wird im Buch aufgezeigt, dass es auch schöne Momente gibt & somit die Hoffnung besteht das Menschen geholfen werden kann, wenn sie das möchten. Ein wirklich tolles Buch mit einem Tabuthema, das eigentlich gar nicht mehr so Tabu sein sollte! Danke für deine Geschichte, Anja.
Positiv/Negativ:
+ Ich bin ein riesengroßer Fan des Schreibstils, denn er lässt sich super flüssig & einfach lesen. Man fliegt regelrecht von Kapitel zu Kapitel
+ Eine unfassbar starke Protagonistin, die wir in ihrem" schwächsten Ich" kennenlernen & sie in ein neueres &" besseres Ich" begleiten dürfen. Ich mochte Isabella sehr, egal welches „Ich“ sie auch war.
+ Die meisten vorkommenden Personen im Buch, hatten wirklich so viel charakterliche Tiefe, dass ich schon wieder Gänsehaut bekomme, wenn ich dran denke. Besonders die Schicksale im Retreat haben mich sehr berührt & teilweise zum Weinen & Nachdenken gebracht.
+ Ein Buch, das mal "kein Happy End" hat, sondern einen Anfang von etwas ganz Neuem. Ich liebe es, dass Anja ihrer Protagonistin quasi "durch die emotionale Hölle" geschickt hat, denn das ich einfach ECHT & es läuft nun mal nicht alles rosig & das spürt auch Isabella, nur weil sie jetzt die Hilfe bekommt, die sie braucht, hängt viel oder besser gesagt alles von ihr ab & das macht die Autorin besonders am Ende deutlich. Zwar geht Isabella den richtigen Weg, nur muss es nicht heißen, dass es sofort klappt & alles wieder läuft.
+ Ein Buch mit klarem Tabuthema, das mich nicht nur emotional berührt & mitgenommen hat, sondern mir auch die Augen geöffnet hat & mir ein Stück weit auch selbst den Spiegel vor's Gesicht gehalten hat.
Cover:
Ein Cover das durch den starken Titel auffällt. Gefällt mir unglaublich gut.
Empfehlung:
Dieses Buch sollte jeder mindestens einmal gelesen haben, um nachvollziehen zu können, was jeder Mensch eigentlich täglich leistet. Ob es die Mutter mit drei Kindern & Job ist, oder der Arzt, der von einem zum anderen Patienten springt. All diese Menschen waren oder werden einmal in ihrem Leben überfordert sein. Die einen stecken das jahrelang gut weg, die anderen vielleicht nicht, doch irgendwann hat jeder diesen einen Moment der „Überforderung“ & dann sollte man sich klarmachen, will ich das oder brauche ich das & dieses Buch zeigt es einfach so gut, was diese "Perfektion" aus Menschen macht & wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, wieder aus dieser Abwärtsspirale zu kommen. Ein tolles Buch mit wichtigen Themen sollte jeder wie schon oben gesagt mindestens einmal gelesen haben!
Balsamforsoul
aus Berlin
5/5
05.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein Weg ,zu sich Selbst.
Liebe rein, Scheiße raus von Anja Jahnke
Ein Buch was zum nachdenken anregt.
Es geht um eine Mutter die überfordert ist mit ihrem Alltag und ja auch mit sich selber . Sie möchte perfekt sein . Viele sagen , daß es ein Tabuthema ist.Ich behaupte es wird darüber schon sehr viel mehr darüber geredet ,als noch noch vor 20 Jahren. Es ist natürlich ein Thema,was nachwievor sehr vorsichtig angegangen wird in der Kommunikation. Doch viele öffnen sich dem immer mehr.Erschöpfungszustand , Depressionen und Burnout diese Worte hört/liest man ja immer mehr und es wird sehr viel mehr kommuniziert .Das wiederum ist so ,weil es nämlich solche Bücher wie das von Anja gibt .Sie schreibt und beschreibt was Erschöpfung mit einem machen kann und wie es sich auswirkt auf das ganz nahe Umfeld.Die Hauptprotagonistin Bella braucht eine Weile bis sie begreift ,daß sie sich Hilfe holen muss.Denn immer mehr erschreckt sie sich ,vor ihren eigenen Gedanken.
Bella findet nach und nach wieder zu sich selbst mit anderen Ansichten und sie beginnt sich zu verändern und zu sich selbst zu finden.Sie nimmt sich ein paar Tage ne Auszeit und kommt zur Ruhe .
Das Buch hat soviele tolle Sätze,Gedanken und Fragen die man sich selbst auch mal stellen sollte .Dieses Buch zeigt auf ,wie lang und tief solch ein Prozess gehen kann.
Ein wirklich toller Satz ist auf Seite 199
"Manchmal muss man Empfindungen erstmal für sich selbst sortieren,sacken und wirken lassen ,ehe man darüber reden kann . "Auch dass ist ein Prozess. Ich hätte mir damals solche Bücher gewünscht,denn ja ich war überfordert mit dem Mama-Dasein und hatte viele krasse Gedanken ,manche hab ich immer noch.
Das Buch richtet sich allerdings nicht nur an Mütter,sondern an alle die sich einfach auch mit sich selber gerade überfordert fühlen.Solche Bücher zeigen einem ,man ist nicht alleine .
Auch für Angehörige ist diese Buch etwas ,um zu sehen was in dem anderen eventuell passiert und das Kommunikation eben sehr wichtig ist .
Ich danke Anja für dieses Buch und bin schon sehr gespannt auf Bellas weitere Reise mit sich selbst und ihrem Umfeld.Band drei ist übrigens in Arbeit .Ich freu mich demnächst auf Band 2.
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