Produktbild: Jenseits der Mur

Jenseits der Mur Historischer Kriminalroman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

22364

Erscheinungsdatum

25.08.2022

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3664 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783960419488

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ePUB

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

22364

Erscheinungsdatum

25.08.2022

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Emons Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3664 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783960419488

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  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    11.09.2022

    eBook (ePUB)

    Penibel recherchiert und fesselnd erzählt

    Dieser historische Krimi nimmt uns in ein Mädchenpensionat von 1892 in der Nähe der steirischen Stadt Graz mit. Ein Mädchenpensionat ist schon an sich kein Ort der hellen Freude. Dieses hier wird als Mittelding zwischen einer Kaserne und einem Nonnenkloster von einer besonders strengen Oberlehrerin geführt. Weder Schülerinnen noch Lehrerinnen habe hier etwas zu lachen, wenn der Oberlehrerin die Hand ausrutscht. Dann wird eine Schülerin ermordet. Man schickt den Gendarmen Wilhelm Koweindl, der etwas schüchtern und mit der gestrengen Oberlehrerin überfordert scheint, die jede Befragung ihrer Schülerinnen konsequent ablehnt. Dabei müsste sie doch Interesse daran haben, den Mörder so schnell wie möglich zu fassen, oder? Ida Fichte, ein Lehrkraft, die mit ihrer Freundlichkeit und einigen modernen Ansichten zwar bei den Mädchen, aber nicht bei der Oberlehrerin gut ankommen, versucht so gut wie möglich zu helfen. Dann wird ein zweites Mädchen ermordet. Gleich wie beim ersten Mord erdrosselt und mit rosa Bändern post mortem geschmückt. Die Angst geht um und als die Mädchen von unheimlichen Schritten im Dachgeschoß des Gebäudes berichten, versuchen Wilhelm und Ida diesen auf den Grund zu gehen. Wer versteckt sich da? Und warum verweigert die Oberlehrerin so vehement den Zutritt? Als dann der Hausmeister beim Umstechen das Tagebuch eines der Opfer und einen Gürtel findet, den Ida als Menstruationsgürtel identifiziert, braucht Wilhelm ihre Unterstützung... Meine Meinung: Gudrun Wieser hat hier einen tollen historischen Krimi geschrieben, der sich in einem nicht häufig beschriebenen Umfeld bewegt. Mädchenpensionate sind seit dem „Trotzkopf“ eher etwas für rührselige Backfischgeschichten als Hintergrund für Krimis. Wilhelm ist ein gewissenhafter Gendarm, hat allerdings Angst um seinen Job, denn er ist farbenblind. So braucht er Idas Unterstützung bei der Jagd nach der Herkunft der rosaroten Satinbänder. Herrlich wie er über das Wort „Menstruationsgürtel“ stolpert. Auch in der heutigen Zeit bekommen manche Männer einen roten Kopf, wenn die Worte „Tampon“ oder „Monatsblutung“ fallen. Ich habe relativ schnell herausgefunden wer für die Morde verantwortlich ist, doch hat es Spaß gemacht, die Ermittlungen zu beobachten. Die Einblicke in das Mädchenpensionat sind gut gelungen. (Fast)Am besten haben mir die Quellen am Ende des Buches gefallen. Besonders "Das österr. Gendarmerigesetz von 1850 vor den damals geltenden militärischen Vorschriften" hat mein Interesse geweckt. Der Schreibstil ist wunderbar! Besonders gut gefällt mir (als Österreicherin), dass österreichische Ausdrücke ihren Eingang in diesen historischen Krimi gefunden haben und nicht gegen deutsche ausgetauscht worden sind. Mit ihrer eleganten Ausdrucksweise hat die Autorin in mir einen großen Fan gewonnen. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet, sowohl die Guten wie die Bösen. Wilhelm hat einen feinen Humor und das Herz am rechten Fleck. Toll finde ich, wie er sich Gedanken um seine Position macht, wenn er vielleicht, eventuell das Fräulein Lehrerin Ida Fichte heiraten könnte. Für Ida wäre das natürlich eine große Veränderung, denn Lehrerinnen mussten damals ja zölibatär leben. Der Autorin gelingt sehr gut, das Flair des 19. Jahrhundert einzufangen und die Stimmung in der Mädchenschule darzustellen. Ganz unterschwellig wird auch ein bisschen Geschichte vermittelt, wenn Mary Vetersa ganz kurz genannt wird. Gerne würde ich eine Fortsetzung lesen. Fazit: Diesem historischen Krimi, bei dem wenig so ist wie es scheint, gebe ich gerne 5 Sterne.

  • Hally Dziengue

    aus Mannheim

    4/5

    21.01.2023

    eBook (ePUB)

    Eine Frau und ein Pensionat

    Was für eine Zeit, das 19. Jahrhundert doch war. Kaum zu Glauben, wenn man als Frau arbeiten wollte und dann hatte man keine andere Wahl als ledig zu sein. Denn wenn man Heiraten wollte, durfte man nicht arbeiten. Keine Ahnung was das für einen Sinn gehabt haben soll aber egal. In « Jenseits der Mur » geht es um ein Pensionat, für Junge Mädchen, das von einer strengen Oberlehrerin geführt wird und die beiden Lehrkräfte die bei ihr angestellt waren konnten nicht unterschiedlicher sein. Die eine war mitfühlend und Liebevoll, während die andere ihrer Oberlehrerin in der hinsicht strenge mit nichts nachstand. Nun ja, kommen wir zum Punkt, an einem nahe zu normalen Tag, wurde nicht weit von dem Pensionat ein Junges Mädchen gefunden, Tot versteht sich natürlich und das schreckliche daran war, es war eins der Mädchen, die dem Pensionat angehörten. Der Schock saß tief, als die Mädchen und ihre Lehrerinnen, das Mädchen am Waldrand entdeckt hatten. Während alle außer sich waren, war es Ida (die Junge mitfühlende Lehrerin), die versuchte die Ruhe zu bewahren und die Umgebung sowie die Leiche näher betrachtete. Ida ist eine Frau die sich Freiweillig gegen die Ehe entschieden hat und somit keine andere wahl hatte als, als Lehrerin in dem Pensionat an der Annerberg zu unterrichten. Wie gesagt, das 19. Jahrundert. Ida war bestürzt und fühlte den Verlust, genau wie jeder andere an diesem Pensionat. Doch als sie dem Gendarmen Wilhelm begnetete, entsteht gleich ein wunderbares Ermittlungsduo. Ich hatte am anfang etwas schwierigkeiten in den Schreibstil hinein zu finden, doch spätestens seit Kapitel 6 war dies Vergangenheit, denn ich konnte, dass Buch nicht mehr weg legen. Die Charaktere und die Ermittlungen haben mich in Spannung versetzt und die Geschichte, hatte mich nicht so schnell zu einem Verdächtigen kommen lassen, wie ich es bei den meisten Büchern die ich bisher gelesen hatte gewohnt war, was mir nur mehr Freude bereitete. Und als ich dann endlich einen Verdächtigen hatte, nun ja lag ich tatsächlich falsch. Und das machte mir natürlich die schönste Freude. Spannung und Neugierde hat mich während des Lesens aufrecht gehalten und führte dazu, dass ich diesem Buch 4 von 5 Sternen gegeben habe.

  • Bewertung

    2/5

    05.08.2023

    eBook (ePUB)

    Setzt viel voraus

    Teile des Romans sind sehr "schnell", und es ist sehr sachlich erzählt, also viel Handlung im Staccato, wenig Emotionen (die Handlungen der Protagonisten sind aus Sicht der Auflösung irgendwie unlogisch und nicht ganz nachvollziehbar), verhältnismässig wenig Historisches außer ein paar Stichworte, den Rest muss man selber googeln. Hat noch Potential! Hatte mir aufgrund der Bewertungen etwas mehr erwartet.

  • Bewertung

    5/5

    29.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Historisch, spannend, sprachlich vergnüglich!

    Spätes 19. Jahrhundert samt gesellschaftlicher Zwänge zum Haareraufen – trotzdem ist Fräulein Ida Fichte von bemerkenswert guter Laune und stabiler Konstitution. Ihr dabei zu folgen, wie sie die Vorkommnisse im Mädchenpensionat, in dem sie als Lehrerin tätig ist, aufklärt, ist ausgesprochen vergnüglich. Was für eine Sprache! Passend zur Zeit und trotzdem nicht aufgesetzt. Die Gesellschaftskritik steckt zwischen den Zeilen und hinter einer feinen Schicht Humor. Und ja, es ist auch schön, den Gendarmen Wilhelm Koweindl kennenzulernen. Er und Ida bilden ein kluges Ermittler-Duo, und was da vielleicht keimt, ist weder platt noch unrealistisch gezeichnet. In Ohnmacht fallen höchstens die Mädchen im Pensionat – sicher nicht Ida! Definitive Leseempfehlung!

  • clematis

    5/5

    22.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Im Mädchenpensionat

    Im steirischen Gratwein, nahe der Landeshauptstadt Graz, führt Oberlehrerin Fräulein Berta Stieglitz ihr Mädchenpensionat mit der im Jahre 1882 gebotenen Strenge. Trotz aller Vorsicht liegt nach dem Tanzerl-Abend eines der behüteten Mädchen tot am Wegesrand, geschmückt mit rosa Bändern, obwohl Charlotte Linhard gar kein Rosa mochte. Schon mit den ersten Befragungen ist Gendarm Wilhelm Koweindl sehr gefordert, duldet doch die Oberlehrerin keine Männer vor und schon gar nicht in ihrer ehrenwerten Schule. So lässt er sich gerne darauf ein, mit dem Fräulein Lehrerin Ida Fichte, welche jung und aufgeschlossen ist, gemeinsam Informationen zusammenzutragen und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber schnell durchaus überzeugend ist Gudrun Wiesers eloquenter Schreibstil, der bestens zum Genre des historischen Krimis passt und viele längst vergessene Wörter wieder zum Vorschein bringt. Das Pensionat samt Schülerinnen und Personal wird treffend beschrieben, die Kaiserzeit zum Leben erweckt. Als Leser fühlt man sich gleichsam zurückversetzt in ein Jahrhundert, in dem Gehorsam unabdinglich war und jeder strikt seinen Platz in der Gesellschaft einzunehmen hatte. Nichtsdestotrotz schafft es das kluge und unerschrockene Fräulein Ida, selbst Nachforschungen anzustellen und sich mit dem eher zurückhaltenden Gendarmen Koweindl auszutauschen. An mehr denken die beiden gewiss nicht, denn ein Gspusi gehört sich nicht, und Heiraten geht auch nicht, denn Ida hat schon zwei Anträge ausgeschlagen und Koweindl fehlt schlicht das Geld für eine anständige Ehekaution. Neben solcherlei zwischenmenschlicher Überlegungen gilt es aber ohnehin, einen Täter zu finden, denn mittlerweile gibt es eine zweite tote Schülerin zu betrauern. Ein Mädchenpensionat als Schauplatz für polizeiliche Ermittlungen, bestens recherchierte Details zum Lehrerinnenalltag und zum Gendarmeriedienst (siehe „Ein Wort zum Schluss“), verknüpft mit glaubwürdiger Phantasie, das ergibt den sehr lesenswerten Kriminalroman „Jenseits der Mur“. Der Folgeband „Die Kälte der Mur“ liegt schon griffbereit. Ich kann nur empfehlen, zuzugreifen und sich ebenfalls in weit zurückliegende Jahre entführen zu lassen und mitzurätseln mit Ida Fichte und Wilhelm Koweindl!

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Bewertungen (10)

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  • Zum Bewerterprofil von Birgit Matthews

    Birgit Matthews

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

    3/5

    03.09.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Mysteriöse Todesfälle

    In einem steirischen Mädchenpensionat im Jahre 1882 ereignen sich mysteriöse Todesfälle. Die junge Lehrerin Ida Fichte versucht mit dem feschen Gendarm Wilhelm Koweindl die Fälle zu lösen und begibt sich dabei selbst in höchste Gefahr. Die etwas ungewohnte altdeutsche Sprachweise die die Autorin hier anwendet waren anfangs doch etwas irritierend. Aber sonst ein gelungener gut recherchierter Kriminalroman.

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