Produktbild: Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt

Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2022

Verlag

Limmat

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

19,6/12,5/2 cm

Gewicht

247 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-042-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2022

Verlag

Limmat

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

19,6/12,5/2 cm

Gewicht

247 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-042-3

EU-Ansprechpartner

Limmat Verlag AG
Quellenstrasse 25
8031 Zürich
CH
mail@limmatverlag.ch

Herstelleradresse

GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung
Postfach 2021
37010 Göttingen
DE
info@gva-verlage.de

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  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    19.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toller Titel – tolles Buch;…

    Toller Titel – tolles Buch; Die Geschichte wird aus der Sicht Dafer Schiehans dargestellt, der in der Schweiz Asyl gefunden hat und dort schon lange lebt. Teilweise spielt sich das Geschehen in der Gegenwart und teilweise in Rückblenden ab. Dafers Kindheit, Jugend und Studium in einer Diktatur werden sehr gut beschrieben zwischen Ahnungslosigkeit und Angst. Mir hat auch die Darstellung einer Parallelkultur durch kleine Netzwerke und die Verbreitung kopierter, verbotener Bücher sehr gut gefallen sowie viele, kleine Details und Beobachtungen (z.B. die Zugvögel, die im Irak ihr ausgetrocknetes Ziel nicht finden). Das schwierige Leben auf Abruf im Asylverfahren und die wachsende Kluft zur Heimat und der zurückgebliebenen Verwandten und ihrer Kultur wird sehr glaubhaft und nachvollziehbar geschildert. Sehr schön fand ich, dass Dafer, der ziemlich einsam ist, Trost in der Landschaft und Natur der Schweiz findet. Ein Buch, dass zwar an manchen Stellen traurig und betroffen macht, für mich aber voller Hoffnung ist.

  • Bewertung

    4/5

    05.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein poetisches Werk, kunstvoll und eindringlich.

    Wer Usama Al Shahmani noch nicht kennt, dem lege ich seine Bücher sehr ans Herz. „Dafer sitzt an seinem Küchentisch und wartet, worauf, weiß er nicht. Es ist Nacht, spät ist er von der Arbeit gekommen. Ab morgen hat er Ferien. Zwangsferien, das Restaurant wird umgebaut. Müde sitzt er da und denkt nach. Ihm ist, als klopfe er an die Tür seines Exils, wie so manchen Tag. Weder wird die Tür geöffnet, noch hört er auf zu klopfen. Er weiß nicht, wie dieses Dilemma ein Ende nehmen soll.“ Usama Al Shahmani betitelt seine Romane nach irakischen Sprichwörtern. Die arabische Sprache, Redewendungen und Volksweisheiten, bilden das stärkste Band, das den Autor und auch die Protagonisten seiner Romane mit der Heimat verbindet. Kurz gesagt: Dieser Autor kann wirklich fabelhaft schreiben und wundervoll mit Worten umgehen.

  • Almut Scheller-Mahmoud

    aus 21109 Hamburg

    5/5

    29.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Panta rhei

    Dies ist der dritte Roman (eine Trilogie?) von Usama Al Shamani, der als Flüchtling aus dem Irak in die Schweiz kam und dort heimisch wurde. Heimisch in der Landschaft, in den Wäldern, an den Ufern der Flüsse und Bächen und heimisch in der deutschen Sprache. Auch in diesem Roman verwebt der Autor eigene Erfahrungen der Flucht, des Ankom-mens in einer für ihn fremden Welt, Rückblicke in die Heimat und in seine Familien-geschichte, alles überschattet von Krieg und Terror. Und doch blieb in ihm ein Kern von Hypomone, der inneren Standhaftigkeit, ohne die er all die Widrigkeiten der Flucht und der Zustände im Exil nicht hätte bewältigen können. Hilfreich waren ihm dabei die erst in der Schweiz entdeckte Liebe zur Natur, seine Wanderungen durch die Wälder, seine Nähe zu den Bäumen und den Vögeln und immer wieder zu fließenden Gewässern. Flüsse wurden für ihn Orte der Erneuerung, die Betrachtung des Wassers gaben ihm Kraft und Hoffnung ganz im Sinne von Heraklits Flusslehre und Platons berühmtem Zitat: Panta rhei. Alles fließt und nichts bleibt, es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln. An dem Protagonisten des kleinen Romans Dafer Schiehan ist dieses Werden und Wan-deln wunderbar, in klaren einfachen Worten nachvollziehbar beschrieben. Den Ängsten des Krieges, der Flucht mit Schleppern, der Bürokratie des Gastlandes ausgesetzt, in dem er fast wie ein Welpe das Leben neu lernen musste mit all seinen Unwägbarkeiten. Und auch seine innere Zerrissenheit, was ist Heimat?, die unbewältigte wortlose Trauen in der Familie um seinen verschwundenen Bruder Gabrieb, das Verschwinden von Freunden sind Elemente, die verarbeitet werden mussten. Dafer findet seinen Weg, wenn auch nicht seiner Ausbildung gemäß in akademischen Kreisen, sondern als Tellerwäscher, aber mit einem offenen respektvollen Chef, der ihm auf Augenhöhe begegnet und ihm neue Chancen bietet. Trotz aller unterschwelligen Tristesse ist es ein Roman der Hoffnung. Und wir können hoffen, dass Al Shamani nach Abschluss dieses „Dreigestirns“ zu neuen Ufern aufbricht. Sich erzählerisch treiben lässt vom Fluss des Lebens.

  • Almut Scheller-Mahmoud

    aus Hamburg

    5/5

    29.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Dies ist der dritte Roman…

    Dies ist der dritte Roman (eine Trilogie?) von Usama Al Shamani, der als Flüchtling aus dem Irak in die Schweiz kam und dort heimisch wurde. Heimisch in der Landschaft, in den Wäldern, an den Ufern der Flüsse und Bächen und heimisch in der deutschen Sprache. Auch in diesem Roman verwebt der Autor eigene Erfahrungen der Flucht, des Ankommens in einer für ihn fremden Welt, Rückblicke in die Heimat und in seine Familien-geschichte, alles überschattet von Krieg und Terror. Und doch blieb in ihm ein Kern von Hypomone, der inneren Standhaftigkeit, ohne die er all die Widrigkeiten der Flucht und der Zustände im Exil nicht hätte bewältigen können. Hilfreich waren ihm dabei die erst in der Schweiz entdeckte Liebe zur Natur, seine Wanderungen durch die Wälder, seine Nähe zu den Bäumen und den Vögeln und immer wieder zu fließenden Gewässern. Flüsse wurden für ihn Orte der Erneuerung, die Betrachtung des Wassers gaben ihm Kraft und Hoffnung ganz im Sinne von Heraklits Flusslehre und Platons berühmtem Zitat: Panta rhei. Alles fließt und nichts bleibt, es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln. An dem Protagonisten des kleinen Romans Dafer Schiehan ist dieses Werden und Wan-deln wunderbar, in klaren einfachen Worten nachvollziehbar beschrieben. Den Ängsten des Krieges, der Flucht mit Schleppern, der Bürokratie des Gastlandes ausgesetzt, in dem er fast wie ein Welpe das Leben neu lernen musste mit all seinen Unwägbarkeiten. Und auch seine innere Zerrissenheit, was ist Heimat?, die unbewältigte wortlose Trauen in der Familie um seinen verschwundenen Bruder Gabrieb, das Verschwinden von Freunden sind Elemente, die verarbeitet werden mussten. Dafer findet seinen Weg, wenn auch nicht seiner Ausbildung gemäß in akademischen Kreisen, sondern als Tellerwäscher, aber mit einem offenen respektvollen Chef, der ihm auf Augenhöhe begegnet und ihm neue Chancen bietet. Trotz aller unterschwelligen Tristesse ist es ein Roman der Hoffnung. Und wir können hoffen, dass Al Shamani nach Abschluss dieses „Dreigestirns“ zu neuen Ufern aufbricht. Sich erzählerisch treiben lässt vom Fluss des Lebens.

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