Wie rote Erde

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Roman

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

3202

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

11.10.2022

Verlag

Haymon Verlag

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ePUB

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Verkaufsrang

3202

Erscheinungsdatum

11.10.2022

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

376 (Printausgabe)

Dateigröße

2315 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzer

Juliane Lochner

Sprache

Deutsch

EAN

9783709939819

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Australien Ureinwohner

Bewertung aus Lemwerder am 11.10.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Die Schriftstellerin Tara June Winch schreibt in ihrem Roman Die rote Erde, über die indogene Bevölkerung Australiens. Es ist eine Generationrngeschichte, in der man die Grausamkeit der Weißen miterlebt. Die Autorin lässt eine fiktive Familie zu Wort kommen. Albert Gondiwindi erzählt seine Geschichte, seine Erlebnisse und von dem Untergang der Sprache. Seine Enkelin August kämpft weiter. Ich war erst irritiert, das August ein Mädchen ist, aber sie heißt wirklich so. Es ist immer wieder erschreckend von dem Schicksal der Ureinwohner zu lesen, vor allem, weil man weiß, das die Lage immer noch nicht so rosig ist. Die Autorin schreibt diesen Roman mit Gefühl und sehr direkt. Es ist eine Geschichte, die ihre eigene Vorfahren auch erleben mussten. Dieser Roman ist ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.

Australien Ureinwohner

Bewertung aus Lemwerder am 11.10.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Die Schriftstellerin Tara June Winch schreibt in ihrem Roman Die rote Erde, über die indogene Bevölkerung Australiens. Es ist eine Generationrngeschichte, in der man die Grausamkeit der Weißen miterlebt. Die Autorin lässt eine fiktive Familie zu Wort kommen. Albert Gondiwindi erzählt seine Geschichte, seine Erlebnisse und von dem Untergang der Sprache. Seine Enkelin August kämpft weiter. Ich war erst irritiert, das August ein Mädchen ist, aber sie heißt wirklich so. Es ist immer wieder erschreckend von dem Schicksal der Ureinwohner zu lesen, vor allem, weil man weiß, das die Lage immer noch nicht so rosig ist. Die Autorin schreibt diesen Roman mit Gefühl und sehr direkt. Es ist eine Geschichte, die ihre eigene Vorfahren auch erleben mussten. Dieser Roman ist ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.

Für mich DAS besondere Buch 2022. Ich liebe es.

Bewertung aus Berlin am 28.09.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Die Aboriginal August Gondiwindi nimmt sich eine Auszeit von ihrem Job als Tellerwäscherin in England und kehrt in ihr Heimatdorf Massacre Plains in Prosperous zurück. Denn August möchte an der Beerdigung ihres Großvaters Albert teilnehmen und ihrer Großmutter Nana beistehen. August hatte schon viel Verlust in ihrem Leben verkraften müssen. Als sie noch ein Kind gewesen ist, mussten ihre Mutter und ihr Vater wegen der Marihuana Pflanzen, die sie zu Hause angebaut haben, ins Gefängnis. Da hatten ihre kleine Schwester Jedda und August schließlich Glück, weil sie am Ende von ihren Großeltern aufgenommen wurden. Dort aufzuwachsen bedeutete eine schöne, idyllische Zeit für die beiden Mädchen, bis das Unglück geschah. Jedda verschwand von einem Tag auf den anderen spurlos und auch heute noch fehlt jede Spur von ihr. Nun droht Nana ihr Land und das darauf erbaute Haus zu verlieren, da dieses einer Zinnmiene weichen soll. Denn das Land ist nur gepachtet und gehört eigentlich der Krone. Die Aborigine-Australische Autorin Tara June Winch hat für "Wie rote Erde" (Originaltitel: The Yield) den Miles Franklin Literary Award in 2020 und den Kate Challis RAKA Award in 2021 erhalten. Von Beginn an sind mir das Leid, das August und ihre Nana zu ertragen haben, nahe gegangen. Obwohl August Schwester Jedda vor langer Zeit verschwunden ist, ist der Verlust für die Familie eine immer noch schwärende Wunde, die nicht verwunden ist. So hofft Nana im ersten Moment, als August aus England in Massacre Plains eintrifft, dass endlich Jedda heimgekehrt ist. So trauern sie nicht nur um August Großvater Poppy, sondern auch um Jedda. Zudem hat die Autorin die Erschöpfung über den drohenden Verlust des Landes, das die Familie lange bewohnt hat und das ihr Zuhause geworden ist, greifbar werden lassen. Eigentlich ist "Wie rote Erde" drei Bücher in einem. Zum einen wird die Geschichte von August und ihrer Familie erzählt. Zum anderen wird das Unrecht, das die Aboriginal zu erleiden haben bzw. hatten, von Tara June Winch sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit geschildert. Dazu fügt sie eine weitere Zeitebene hinzu, die aus Briefen von Reverend Ferdinand Greenleaf an die Britische Ethnografische Gesellschaft im Jahr 1915 besteht. In diesen wird die grausame Misshandlung der Aboriginal durch die britischen Siedler, die der Reverend miterleben musste, beschrieben. Darüber hinaus ist dieser Roman ein Wörterbuch. Viele Worte der Aborigine Sprache werden von der Autorin erklärt, indem sie diese in Geschichten aus Alberts Leben einbindet oder Mythen erzählt, in denen diese eine Rolle spielen. Denn in der diesen Kapiteln zugrunde liegenden Rahmenhandlung hat August Großvater Albert vor seinem Tod beschlossen, ein Wörterbuch zu erstellen, für das er diese Worte zusammenträgt. In dazu passender Weise wird der Roman von einem Anhang abgerundet, der dieses Wörterbuch von Albert Gondiwindi enthält. Dieses reicht von Worten wie bilirr (dem Gelbohr-Rabenkakadu), dessen spezifische Aussprache die Autorin erläutert. Das ist der Vogel, der Albert auf seinen mythischen Reisen als Kind begleitet hat. Bei baayanha (ernten) wird erklärt, worin der Unterschied im Verständnis der Ernte im Englischen und in der Sprache der Aboriginal besteht. Denn für letztere bedeutet die Ernte keine Inbesitz- oder Inanspruchnahme, sondern ist vielmehr verbunden mit einem Beugen und Nachgeben. Schließlich gibt es auch Worte wie yandu, die sich aufgrund ihrer vielfältigen Bedeutungen kaum übersetzen lassen. "yandu" ist der "Klebstoff für deine Geschichten". Tara June Winch schafft in ihrem Roman gerade in den kurzen Kapiteln, die aus Sicht Alberts nicht linear erzählt sind und die den Inhalt seines Wörterbuchs mit Geschichten aus seinem Leben, seiner Ahnen wie Mythen verbinden, eine ganz besondere Stimmung. Dabei hat mir die Autorin ein Gefühl von einer Verbundenheit mit allem, was uns umgibt - dem Land, dem Boden und der Natur, vermittelt. Auch die Sicht auf die Ahnen, die so anders wie wertschätzend ist, hat mir gefallen. Denn Albert hat schon als kleiner Junge von nur drei Jahren, als er allein im Wohnheim lebt, eine ganz eigene Verbindung zu seinen Ahnen, die er auf mythischen Reisen besucht. Die von Tara June Winch gefundenen Beschreibungen unterstreichen in ihrer eigenwilligen Schönheit auch in den anderen Kapiteln diese besondere Atmosphäre. Der ungewöhnliche Stil der Autorin wird vermutlich nicht jedermanns Geschmack treffen. "Wie rote Erde" ist ein in der Hinsicht herausfordernder Roman, als dass er weder gefällig ist noch mich an etwas mir bereits Bekanntes erinnert hat. Mich haben die einzigartigen Beschreibungen, der außergewöhnliche Erzählrhythmus und der besondere Stil, der vor allen Dingen die Kapitel prägt, die sich mit der Sprache der Aborigine auseinandersetzen, bezaubert. Für mich DAS besondere Buch 2022. Ich liebe es.

Für mich DAS besondere Buch 2022. Ich liebe es.

Bewertung aus Berlin am 28.09.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Die Aboriginal August Gondiwindi nimmt sich eine Auszeit von ihrem Job als Tellerwäscherin in England und kehrt in ihr Heimatdorf Massacre Plains in Prosperous zurück. Denn August möchte an der Beerdigung ihres Großvaters Albert teilnehmen und ihrer Großmutter Nana beistehen. August hatte schon viel Verlust in ihrem Leben verkraften müssen. Als sie noch ein Kind gewesen ist, mussten ihre Mutter und ihr Vater wegen der Marihuana Pflanzen, die sie zu Hause angebaut haben, ins Gefängnis. Da hatten ihre kleine Schwester Jedda und August schließlich Glück, weil sie am Ende von ihren Großeltern aufgenommen wurden. Dort aufzuwachsen bedeutete eine schöne, idyllische Zeit für die beiden Mädchen, bis das Unglück geschah. Jedda verschwand von einem Tag auf den anderen spurlos und auch heute noch fehlt jede Spur von ihr. Nun droht Nana ihr Land und das darauf erbaute Haus zu verlieren, da dieses einer Zinnmiene weichen soll. Denn das Land ist nur gepachtet und gehört eigentlich der Krone. Die Aborigine-Australische Autorin Tara June Winch hat für "Wie rote Erde" (Originaltitel: The Yield) den Miles Franklin Literary Award in 2020 und den Kate Challis RAKA Award in 2021 erhalten. Von Beginn an sind mir das Leid, das August und ihre Nana zu ertragen haben, nahe gegangen. Obwohl August Schwester Jedda vor langer Zeit verschwunden ist, ist der Verlust für die Familie eine immer noch schwärende Wunde, die nicht verwunden ist. So hofft Nana im ersten Moment, als August aus England in Massacre Plains eintrifft, dass endlich Jedda heimgekehrt ist. So trauern sie nicht nur um August Großvater Poppy, sondern auch um Jedda. Zudem hat die Autorin die Erschöpfung über den drohenden Verlust des Landes, das die Familie lange bewohnt hat und das ihr Zuhause geworden ist, greifbar werden lassen. Eigentlich ist "Wie rote Erde" drei Bücher in einem. Zum einen wird die Geschichte von August und ihrer Familie erzählt. Zum anderen wird das Unrecht, das die Aboriginal zu erleiden haben bzw. hatten, von Tara June Winch sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit geschildert. Dazu fügt sie eine weitere Zeitebene hinzu, die aus Briefen von Reverend Ferdinand Greenleaf an die Britische Ethnografische Gesellschaft im Jahr 1915 besteht. In diesen wird die grausame Misshandlung der Aboriginal durch die britischen Siedler, die der Reverend miterleben musste, beschrieben. Darüber hinaus ist dieser Roman ein Wörterbuch. Viele Worte der Aborigine Sprache werden von der Autorin erklärt, indem sie diese in Geschichten aus Alberts Leben einbindet oder Mythen erzählt, in denen diese eine Rolle spielen. Denn in der diesen Kapiteln zugrunde liegenden Rahmenhandlung hat August Großvater Albert vor seinem Tod beschlossen, ein Wörterbuch zu erstellen, für das er diese Worte zusammenträgt. In dazu passender Weise wird der Roman von einem Anhang abgerundet, der dieses Wörterbuch von Albert Gondiwindi enthält. Dieses reicht von Worten wie bilirr (dem Gelbohr-Rabenkakadu), dessen spezifische Aussprache die Autorin erläutert. Das ist der Vogel, der Albert auf seinen mythischen Reisen als Kind begleitet hat. Bei baayanha (ernten) wird erklärt, worin der Unterschied im Verständnis der Ernte im Englischen und in der Sprache der Aboriginal besteht. Denn für letztere bedeutet die Ernte keine Inbesitz- oder Inanspruchnahme, sondern ist vielmehr verbunden mit einem Beugen und Nachgeben. Schließlich gibt es auch Worte wie yandu, die sich aufgrund ihrer vielfältigen Bedeutungen kaum übersetzen lassen. "yandu" ist der "Klebstoff für deine Geschichten". Tara June Winch schafft in ihrem Roman gerade in den kurzen Kapiteln, die aus Sicht Alberts nicht linear erzählt sind und die den Inhalt seines Wörterbuchs mit Geschichten aus seinem Leben, seiner Ahnen wie Mythen verbinden, eine ganz besondere Stimmung. Dabei hat mir die Autorin ein Gefühl von einer Verbundenheit mit allem, was uns umgibt - dem Land, dem Boden und der Natur, vermittelt. Auch die Sicht auf die Ahnen, die so anders wie wertschätzend ist, hat mir gefallen. Denn Albert hat schon als kleiner Junge von nur drei Jahren, als er allein im Wohnheim lebt, eine ganz eigene Verbindung zu seinen Ahnen, die er auf mythischen Reisen besucht. Die von Tara June Winch gefundenen Beschreibungen unterstreichen in ihrer eigenwilligen Schönheit auch in den anderen Kapiteln diese besondere Atmosphäre. Der ungewöhnliche Stil der Autorin wird vermutlich nicht jedermanns Geschmack treffen. "Wie rote Erde" ist ein in der Hinsicht herausfordernder Roman, als dass er weder gefällig ist noch mich an etwas mir bereits Bekanntes erinnert hat. Mich haben die einzigartigen Beschreibungen, der außergewöhnliche Erzählrhythmus und der besondere Stil, der vor allen Dingen die Kapitel prägt, die sich mit der Sprache der Aborigine auseinandersetzen, bezaubert. Für mich DAS besondere Buch 2022. Ich liebe es.

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