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Die Leuchtturmwärter

Roman

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Die Leuchtturmwärter

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Beschreibung


»Ein erstklassiges Debüt« (The Guardian), »Faszinierend wie ein aufgewühltes Wintermeer« (The Sunday Times), »Wunderbar klug und atmosphärisch« (Observer) – Der internationale Bestseller aus England

In der Silvesternacht verschwinden vor der Küste Cornwalls drei Männer spurlos von einem Leuchtturm. Die Tür ist von innen verschlossen. Der zum Abendessen gedeckte Tisch unberührt. Die Uhren sind stehen geblieben. Zurück bleiben drei Frauen, die auch zwei Jahrzehnte später von dem rätselhaften Geschehen verfolgt werden. Die Tragödie hätte Helen, Jenny und Michelle zusammenbringen sollen, hat sie aber auseinandergerissen. Als sie zum ersten Mal ihre Seite der Geschichte erzählen, kommt ein Leben voller Entbehrungen zutage – des monatelangen Getrenntseins, des Sehnens und Hoffens. Und je tiefer sie hinabtauchen, desto dichter wird das Geflecht aus Geheimnissen und Lügen, Realität und Einbildung.

Emma Stonex hat in ihrem Roman »Die Leuchtturmwärter« ein fesselndes Drama über Verlust und Trauer geschaffen – und über die Liebe, die es braucht, um das Licht am Brennen zu halten, wenn alles andere von Dunkelheit verschlungen wird.

»Ein außergewöhnliches Buch! Durch jede Seite, jede Figur hallt die dunkle, mächtige Präsenz des Meeres wider.« Raynor Winn, Autorin des Bestsellers »Der Salzpfad«

»Mystery, Liebesgeschichte und Schauerroman in einem. Ich wollte nicht, dass es endet!« S J Watson

»Misstrauen, Lügen und eine doch außergewöhnliche Liebe verbindet diese Frauen in einem Roman, der sich für Hoffnung und Zusammenhalt ebenso interessiert wie für Mord und Rache.« Guardian

Details

Verkaufsrang

13776

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.08.2022

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

12,3/18,7/3,1 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

13776

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.08.2022

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

12,3/18,7/3,1 cm

Gewicht

334 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Lamplighters

Übersetzer

Eva Kemper

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70058-5

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Ausgeliefert auf engstem Raum

Dauerleserin am 23.04.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

In der Nacht zu Silvester im Jahr 1972 geschieht auf dem Leuchtturm von Maiden Rock, einem Leuchtturm in einer schwer zugänglichen Lage vor der Küste Süd-Englands, ein Drama: drei Leuchtturmwärter verschwinden spurlos. Der Leuchtturm ist leer, als ein Boot mit der Ablösung anlegt. Mysteriös sind die Spuren, die man im Leuchtturm findet: zwei stehengebliebene Wanduhren , ein gedeckter Tisch, und scheinbar hatte einer der Männer den Leuchtturm ohne seine Regenjacke verlassen, was unüblich ist. Noch dazu war die Tür zum Leuchtturm von innen abgesperrt. Die drei verschwundenen Leuchtturmwärter wurden nie gefunden. 20 Jahre später rollt der Schriftsteller Dan Sharp den Fall noch einmal von vorne auf und befragt unter anderem die drei Ehefrauen der verschwundenen Männer. Dan Sharp sticht dabei in ein Wespennest, das sich auch nach der langen Zeit nicht beruhigt hat … „Manche Geheimnisse sollen einfach nicht aufgedeckt werden.“ (eBook, S. 522) Cover und Schreibstil: Das Cover von „Die Leuchtturmwärter“ ist schlicht gehalten, aber es ist wirklich schön. Das Cover ist ziemlich blau, aber das passt natürlich zu diesem Buch. Abgebildet ist ein Leuchtturm – DER Leuchtturm – umgeben von vielen Wellen. Durch die Art und Weise wie das Bild gemalt ist, wirkt es fast dreidimensional. Der Schreibstil der Autorin Emma Stonex ist flüssig. Durch ihre spezielle Ausdrucksweise schafft sie es sogar, einfache Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Natur spannend zu gestalten. Die Autorin hat das Buch in zwei Zeitebenen geschrieben. Die eine Zeitebene spielt im Jahr 1992, als Dan Sharp den Fall neu aufrollt. Die andere Zeitebene beschäftigt sich mit den Tagen vor dem Verschwinden der Männer. Hier erzählt die Autorin das Geschehen auf dem Leuchtturm aus der Perspektive der drei Männer. Fazit: Helen, Jenny und Michelle, die Ehefrauen der verschwundenen Leuchtturmwärter, werden intensiv befragt. Bei den Befragungen erfährt man interessante Details aus dem Leben der Leuchtturmwärter und ihrer Familien. Es geht aber auch um Beziehungsdramen, Konkurrenzdenken und Teamarbeit. Hier war es sehr interessant, zu lesen, wie die drei Frauen völlig unterschiedlich mit der Situation umgegangen sind. Die Ermittlungen nach so langer Zeit sind äußerst schwierig, denn es gibt viel, was bis jetzt verschwiegen wurde, und genau dies soll nach der Auffassung verschiedener Menschen auch so bleiben. Das Buch lebt unter anderem von der authentischen Schilderung des Lebens auf dem Leuchtturm und der Ereignisse auf dem Leuchtturm in den Tagen vor dem Verschwinden der Männer. Hinzu kommen u.a. auch Logbucheinträge, die ich sehr gerne gelesen habe. Man kann sich als Lesende/r richtig gut vorstellen, wie eng und einsam es auf einem Leuchtturm ist. Allein diese Schilderungen waren sehr interessant und machen das Buch lesenswert. Nach und nach bekommt man eine Ahnung, was in der Nacht, in der die Männer verschwanden, passiert ist bzw. ja eher passiert sein könnte. Aber es gibt so viele Verwicklungen und Möglichkeiten, dass man eigentlich bis zum Ende keine Ahnung hat, wohin das Ganze führt. Das Ende ist meiner Meinung nach ein wenig unspektakulär, aber dennoch überraschend und nicht uninteressant. Sagen wir mal so: es passt ganz hervorragend zu diesem Buch! Es ist nicht reißerisch, aber es lässt einen dennoch nicht los. Warum ist dieses Buch so besonders? „Die Leuchtturmwärter“ ist für mich aus zwei Gründen ein ganz besonderes Buch. Zum einen bedient sich Emma Stonex einer außergewöhnlichen Sprache. Es gelingt ihr, sowohl die Trauer, die die Witwen empfinden, rüberzubringen als auch deren Wut über ihr verkorkstes, von Entbehrungen geprägtes Leben. Der andere Grund, vielleicht sogar der wichtigere von beiden, weswegen „Die Leuchtturmwärter“ ein ganz besonderes Buch für mich ist, ist, dass die Geschichte auf einem wahren Fall beruht. Denn Silvester 1900 verschwanden tatsächlich drei Leuchtturmwärter auf dem Flannan-Isles-Leuchtturm, nordöstlich von Schottland, der erst ein Jahr zuvor fertiggestellt worden war. Das Verschwinden der drei Männer wurde nie aufgeklärt. Leseempfehlung: „Die Leuchtturmwärter“ ist kein Krimi oder Thriller im herkömmlichen Sinne, aber das Buch ist trotzdem nicht weniger gruselig. Ich empfehle dieses Buch allen, die wie ich fasziniert von Leuchttürmen sind, aber auch allen Krimifans, die Bücher mögen, bei denen auch Schilderungen der wilden Natur, aber auch Gefühle nicht zu kurz kommen. Ich werde noch lange an dieses Buch denken, weswegen ich auch sehr gerne 5 Sterne vergebe. Die Dauerleserin

Ausgeliefert auf engstem Raum

Dauerleserin am 23.04.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

In der Nacht zu Silvester im Jahr 1972 geschieht auf dem Leuchtturm von Maiden Rock, einem Leuchtturm in einer schwer zugänglichen Lage vor der Küste Süd-Englands, ein Drama: drei Leuchtturmwärter verschwinden spurlos. Der Leuchtturm ist leer, als ein Boot mit der Ablösung anlegt. Mysteriös sind die Spuren, die man im Leuchtturm findet: zwei stehengebliebene Wanduhren , ein gedeckter Tisch, und scheinbar hatte einer der Männer den Leuchtturm ohne seine Regenjacke verlassen, was unüblich ist. Noch dazu war die Tür zum Leuchtturm von innen abgesperrt. Die drei verschwundenen Leuchtturmwärter wurden nie gefunden. 20 Jahre später rollt der Schriftsteller Dan Sharp den Fall noch einmal von vorne auf und befragt unter anderem die drei Ehefrauen der verschwundenen Männer. Dan Sharp sticht dabei in ein Wespennest, das sich auch nach der langen Zeit nicht beruhigt hat … „Manche Geheimnisse sollen einfach nicht aufgedeckt werden.“ (eBook, S. 522) Cover und Schreibstil: Das Cover von „Die Leuchtturmwärter“ ist schlicht gehalten, aber es ist wirklich schön. Das Cover ist ziemlich blau, aber das passt natürlich zu diesem Buch. Abgebildet ist ein Leuchtturm – DER Leuchtturm – umgeben von vielen Wellen. Durch die Art und Weise wie das Bild gemalt ist, wirkt es fast dreidimensional. Der Schreibstil der Autorin Emma Stonex ist flüssig. Durch ihre spezielle Ausdrucksweise schafft sie es sogar, einfache Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Natur spannend zu gestalten. Die Autorin hat das Buch in zwei Zeitebenen geschrieben. Die eine Zeitebene spielt im Jahr 1992, als Dan Sharp den Fall neu aufrollt. Die andere Zeitebene beschäftigt sich mit den Tagen vor dem Verschwinden der Männer. Hier erzählt die Autorin das Geschehen auf dem Leuchtturm aus der Perspektive der drei Männer. Fazit: Helen, Jenny und Michelle, die Ehefrauen der verschwundenen Leuchtturmwärter, werden intensiv befragt. Bei den Befragungen erfährt man interessante Details aus dem Leben der Leuchtturmwärter und ihrer Familien. Es geht aber auch um Beziehungsdramen, Konkurrenzdenken und Teamarbeit. Hier war es sehr interessant, zu lesen, wie die drei Frauen völlig unterschiedlich mit der Situation umgegangen sind. Die Ermittlungen nach so langer Zeit sind äußerst schwierig, denn es gibt viel, was bis jetzt verschwiegen wurde, und genau dies soll nach der Auffassung verschiedener Menschen auch so bleiben. Das Buch lebt unter anderem von der authentischen Schilderung des Lebens auf dem Leuchtturm und der Ereignisse auf dem Leuchtturm in den Tagen vor dem Verschwinden der Männer. Hinzu kommen u.a. auch Logbucheinträge, die ich sehr gerne gelesen habe. Man kann sich als Lesende/r richtig gut vorstellen, wie eng und einsam es auf einem Leuchtturm ist. Allein diese Schilderungen waren sehr interessant und machen das Buch lesenswert. Nach und nach bekommt man eine Ahnung, was in der Nacht, in der die Männer verschwanden, passiert ist bzw. ja eher passiert sein könnte. Aber es gibt so viele Verwicklungen und Möglichkeiten, dass man eigentlich bis zum Ende keine Ahnung hat, wohin das Ganze führt. Das Ende ist meiner Meinung nach ein wenig unspektakulär, aber dennoch überraschend und nicht uninteressant. Sagen wir mal so: es passt ganz hervorragend zu diesem Buch! Es ist nicht reißerisch, aber es lässt einen dennoch nicht los. Warum ist dieses Buch so besonders? „Die Leuchtturmwärter“ ist für mich aus zwei Gründen ein ganz besonderes Buch. Zum einen bedient sich Emma Stonex einer außergewöhnlichen Sprache. Es gelingt ihr, sowohl die Trauer, die die Witwen empfinden, rüberzubringen als auch deren Wut über ihr verkorkstes, von Entbehrungen geprägtes Leben. Der andere Grund, vielleicht sogar der wichtigere von beiden, weswegen „Die Leuchtturmwärter“ ein ganz besonderes Buch für mich ist, ist, dass die Geschichte auf einem wahren Fall beruht. Denn Silvester 1900 verschwanden tatsächlich drei Leuchtturmwärter auf dem Flannan-Isles-Leuchtturm, nordöstlich von Schottland, der erst ein Jahr zuvor fertiggestellt worden war. Das Verschwinden der drei Männer wurde nie aufgeklärt. Leseempfehlung: „Die Leuchtturmwärter“ ist kein Krimi oder Thriller im herkömmlichen Sinne, aber das Buch ist trotzdem nicht weniger gruselig. Ich empfehle dieses Buch allen, die wie ich fasziniert von Leuchttürmen sind, aber auch allen Krimifans, die Bücher mögen, bei denen auch Schilderungen der wilden Natur, aber auch Gefühle nicht zu kurz kommen. Ich werde noch lange an dieses Buch denken, weswegen ich auch sehr gerne 5 Sterne vergebe. Die Dauerleserin

mysteriöses Verschwinden 3er Männer

Bewertung aus Oberursel am 26.03.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Spurlos verschwinden vor der Küste Cornwalls drei Leuchtturmwärter von ihrem Turm. Die Uhren sind stehengeblieben. Die Tür ist von innen verschlossen. Zurück bleiben drei Frauen, die dieser rätselhafte Fall ihr ganzes Leben lang nicht loslassen wird“. Die Kritiker überschlagen sich des Lobes (was ja nicht unbedingt was heissen muss, je mehr ein Buch gehyped wird, desto weniger gefällt es mir leider im allgemeinen), und dieses Debut wird gerade ziemlich in der Fachpresse gefeiert. Hierum geht’s: 1972 soll auf dem sich weit draussen im Meer befindlichen Leuchtturm am Maiden Rock eine Ablösung stattfinden. Die Leuchttürme sind immer mit 3 Mann besetzt, jeder bleibt 8 Wochen, 4 Wärter bilden ein Team, und es wird jobmässig rotiert. Als nun die nächste Ablöse für den Maiden-Turm ansteht, erlebt man eine Überraschung: der Turm ist leer. Keiner der 3 Wärter ist da. Die Tür ist von innen verschlossen und muss aufgebrochen werden; Leichen werden aber keine gefunden. Bei der stürmischen See können die Wärter aber auch nicht anderweitig den Turm verlassen haben, und die Sache bleibt ein Rätsel. Für die Betreiberfirma Trident und die Behörden ist der Fall irgendwann abgehakt, die Witwen bekommen Hinterbliebenenrenten, und ansonsten möchte man über diesen Fall möglichst kein Wort mehr verlieren. 20 Jahre später versucht ein Schriftsteller das Mysterium noch einmal aufzurollen und kontaktiert die drei Frauen der verschwundenen Leuchtturmwärter. Und diese haben nach so langer Zeit den Mut, ihre Vergangenheit noch mal neu zu betrachten und wollen mit so manchen Geheimnissen Schluss machen….. Und so wird auch für den Leser der Fall noch mal aufgerollt. Das Buch spielt abwechselnd 1972, in den letzten Tagen und Wochen vor dem Ereignis, und aus der Sicht der drei Wärter, und dann wiederum 1972, wenn aus der Sicht der Frauen erzählt wird. Und so wird peu a peu nicht nur aufgedeckt, was tatsächlich passiert ist, sondern es werden auch die zwischenmenschlichen Beziehungen der „Leuchtturmwärterfamilien“ beleuchtet und es kommen so manche Leichen aus dem virtuellen Keller….. Soviel zum Inhalt. Und ich tu mich etwas schwer mit meiner Bewertung. Ja, es ist spannend gewesen. Zum grössten Teil zumindest. Dem Leser werden ständig irgendwelche Häppchen hingeworfen, was hätte sein können, und dann will ich natürlich wissen, was war tatsächlich. Wollten die Männer ihr Leben, mit dem sie teils ziemlich unzufrieden waren, beenden und irgendwo neu starten? Das war so meine Spur. Oder gab es ein Verbrechen? Ich musste das wissen, und das hat mich bei der Stange gehalten. Ich fand es auch ganz interessant, aus dem Leben dieser Leuchtturmwärter generell zu erfahren; denn 8 Wochen „ohne Auslauf“ nonstop auf einem Turm mitten im Meer zu sein, das macht ja was mit einem, das ist ja kein Job wie jeder andere. Also, von den Themen her hatte das Buch mich gepackt. Die Protagonisten fand ich irgendwie weniger spektakulär. Helen, die Frau des Oberwärters Arthur, war eigentlich die einzige, die ich sympathisch und authentisch fand; mit ihr konnte ich auch mitfühlen…die anderen Damen blieben mir irgendwie fremd, und auch die 3 Wärter waren jetzt niemand, mit denen ich im Pub einen trinken gehen würde. Ich finde das halt immer schade, ich persönlich habe gerne Hauptfiguren, zu denen ich eine Beziehung aufbauen kann, aber hier war sehr viel Distanz fand ich. Und immer und immer ist das Meer der Begleiter. Das Meer in all seinen Facetten. Emotionen. Nicht-Emotionen. Das Meer hat schon fast Charakter eines eigenen Protagonisten. Allerdings auch eines eher düsteren, zornigen unberechenbaren Protagonisten. Woran man aber merkt: der Schreibstil ist recht plastisch und bildhaft, das verbuche ich unter positiv. Ich komme mal zum Schluss: eine durchaus interessante Story, gut und flüssig geschrieben, ein paar Längen gab es leider (Jenny, weinerliche ich-bezogene Gattin von Leuchtturmwärter Bill hat für meinen Geschmack ein wenig zu viel Raum zum Jammern bekommen), und die Auflösung am Ende fand ich zu aprubt. Jetzt will ich nach über 400 Seiten wissen, was da los war, und hier hätte es ruhig etwas ausführlicher sein dürfen. So ganz befriedigend war das jetzt nicht. Ich verteile 4 von 5 Sternen – war gut, keine Frage, aber kein Megahighlight. Nachtrag: dieses Verschwinden dreier Leuchtturmwärter beruht auf einer wahren Begebenheit – im Dezember 1900 sollen vor den Äusseren Hebriden tatsächlich 3 Männer auf mysteriöse Weise verschwunden sein. Das Buch wurde hiervon inspiriert, ist aber rein fiktional.

mysteriöses Verschwinden 3er Männer

Bewertung aus Oberursel am 26.03.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Spurlos verschwinden vor der Küste Cornwalls drei Leuchtturmwärter von ihrem Turm. Die Uhren sind stehengeblieben. Die Tür ist von innen verschlossen. Zurück bleiben drei Frauen, die dieser rätselhafte Fall ihr ganzes Leben lang nicht loslassen wird“. Die Kritiker überschlagen sich des Lobes (was ja nicht unbedingt was heissen muss, je mehr ein Buch gehyped wird, desto weniger gefällt es mir leider im allgemeinen), und dieses Debut wird gerade ziemlich in der Fachpresse gefeiert. Hierum geht’s: 1972 soll auf dem sich weit draussen im Meer befindlichen Leuchtturm am Maiden Rock eine Ablösung stattfinden. Die Leuchttürme sind immer mit 3 Mann besetzt, jeder bleibt 8 Wochen, 4 Wärter bilden ein Team, und es wird jobmässig rotiert. Als nun die nächste Ablöse für den Maiden-Turm ansteht, erlebt man eine Überraschung: der Turm ist leer. Keiner der 3 Wärter ist da. Die Tür ist von innen verschlossen und muss aufgebrochen werden; Leichen werden aber keine gefunden. Bei der stürmischen See können die Wärter aber auch nicht anderweitig den Turm verlassen haben, und die Sache bleibt ein Rätsel. Für die Betreiberfirma Trident und die Behörden ist der Fall irgendwann abgehakt, die Witwen bekommen Hinterbliebenenrenten, und ansonsten möchte man über diesen Fall möglichst kein Wort mehr verlieren. 20 Jahre später versucht ein Schriftsteller das Mysterium noch einmal aufzurollen und kontaktiert die drei Frauen der verschwundenen Leuchtturmwärter. Und diese haben nach so langer Zeit den Mut, ihre Vergangenheit noch mal neu zu betrachten und wollen mit so manchen Geheimnissen Schluss machen….. Und so wird auch für den Leser der Fall noch mal aufgerollt. Das Buch spielt abwechselnd 1972, in den letzten Tagen und Wochen vor dem Ereignis, und aus der Sicht der drei Wärter, und dann wiederum 1972, wenn aus der Sicht der Frauen erzählt wird. Und so wird peu a peu nicht nur aufgedeckt, was tatsächlich passiert ist, sondern es werden auch die zwischenmenschlichen Beziehungen der „Leuchtturmwärterfamilien“ beleuchtet und es kommen so manche Leichen aus dem virtuellen Keller….. Soviel zum Inhalt. Und ich tu mich etwas schwer mit meiner Bewertung. Ja, es ist spannend gewesen. Zum grössten Teil zumindest. Dem Leser werden ständig irgendwelche Häppchen hingeworfen, was hätte sein können, und dann will ich natürlich wissen, was war tatsächlich. Wollten die Männer ihr Leben, mit dem sie teils ziemlich unzufrieden waren, beenden und irgendwo neu starten? Das war so meine Spur. Oder gab es ein Verbrechen? Ich musste das wissen, und das hat mich bei der Stange gehalten. Ich fand es auch ganz interessant, aus dem Leben dieser Leuchtturmwärter generell zu erfahren; denn 8 Wochen „ohne Auslauf“ nonstop auf einem Turm mitten im Meer zu sein, das macht ja was mit einem, das ist ja kein Job wie jeder andere. Also, von den Themen her hatte das Buch mich gepackt. Die Protagonisten fand ich irgendwie weniger spektakulär. Helen, die Frau des Oberwärters Arthur, war eigentlich die einzige, die ich sympathisch und authentisch fand; mit ihr konnte ich auch mitfühlen…die anderen Damen blieben mir irgendwie fremd, und auch die 3 Wärter waren jetzt niemand, mit denen ich im Pub einen trinken gehen würde. Ich finde das halt immer schade, ich persönlich habe gerne Hauptfiguren, zu denen ich eine Beziehung aufbauen kann, aber hier war sehr viel Distanz fand ich. Und immer und immer ist das Meer der Begleiter. Das Meer in all seinen Facetten. Emotionen. Nicht-Emotionen. Das Meer hat schon fast Charakter eines eigenen Protagonisten. Allerdings auch eines eher düsteren, zornigen unberechenbaren Protagonisten. Woran man aber merkt: der Schreibstil ist recht plastisch und bildhaft, das verbuche ich unter positiv. Ich komme mal zum Schluss: eine durchaus interessante Story, gut und flüssig geschrieben, ein paar Längen gab es leider (Jenny, weinerliche ich-bezogene Gattin von Leuchtturmwärter Bill hat für meinen Geschmack ein wenig zu viel Raum zum Jammern bekommen), und die Auflösung am Ende fand ich zu aprubt. Jetzt will ich nach über 400 Seiten wissen, was da los war, und hier hätte es ruhig etwas ausführlicher sein dürfen. So ganz befriedigend war das jetzt nicht. Ich verteile 4 von 5 Sternen – war gut, keine Frage, aber kein Megahighlight. Nachtrag: dieses Verschwinden dreier Leuchtturmwärter beruht auf einer wahren Begebenheit – im Dezember 1900 sollen vor den Äusseren Hebriden tatsächlich 3 Männer auf mysteriöse Weise verschwunden sein. Das Buch wurde hiervon inspiriert, ist aber rein fiktional.

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von Emma Stonex

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Ingrid Führer

Thalia Gmunden - SEP

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Der Leuchtturm.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nicht nur die Tragweite der Einsamkeit, sondern auch die Faszination mitten im Meer auf einem Leuchtturm zu arbeiten , wird uns in diesem Buch geschildert. Als die drei Männer 1972 spurlos verschwinden, stellen sich nicht nur die Frau die Frage , was ist hier passiert? Die Frauen bleiben allein und ohne Mittel zurück. 20 Jahre später möchte ein Autor ein Buch über den Zwischenfall schreiben. Um an Informationen zu kommen, werden die Frauen befragt, nicht jeder ist bereit über die Zeit zu sprechen. Geheimnisse kommen ans Licht. Ein Buch das sehr spannend zu lesen ist.
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Der Leuchtturm.

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Nicht nur die Tragweite der Einsamkeit, sondern auch die Faszination mitten im Meer auf einem Leuchtturm zu arbeiten , wird uns in diesem Buch geschildert. Als die drei Männer 1972 spurlos verschwinden, stellen sich nicht nur die Frau die Frage , was ist hier passiert? Die Frauen bleiben allein und ohne Mittel zurück. 20 Jahre später möchte ein Autor ein Buch über den Zwischenfall schreiben. Um an Informationen zu kommen, werden die Frauen befragt, nicht jeder ist bereit über die Zeit zu sprechen. Geheimnisse kommen ans Licht. Ein Buch das sehr spannend zu lesen ist.

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Thalia St. Pölten

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Wo sind sie hin?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein scheinbar unlösbares Rätsel ist eine der besten Grundlagen für eine spannende Lektüre. Im goldenen Zeitalter der Krimis von den 1920ern bis in die 1940er Jahre florierte daher der so genannte locked room mystery, der eigentlich unmögliche Mord im hermetisch verschlossenen Raum. Wenn niemand rein und niemand raus konnte, wie hätte dann der Mord verübt werden sollen? Emma Stonex nimmt als Vorlage für ihren Debütroman das bis heute ungeklärte Rätsel vom Flannan Isles-Leuchtturm: Von dort verschwand im Jahr 1900 die drei Mann starke Besatzung spurlos – weder wurden sie von einem Schiff abgeholt, noch je ihre Leichen angespült. „Die Leuchtturmwärter“ versetzt die Handlung um einige Jahrzehnte in die Zukunft und erzählt sie abwechselnd auf zwei zeitlichen Ebenen. In den 70er Jahren erzählen immer wieder reihum die Leuchtturmwärter von ihrem Zusammenleben auf engstem Raum mit nichts als dem Leuchtturm und der winzigen kargen Felseninsel drumherum. Jedes zweite Kapitel springt in die 90er Jahre, wo die drei Witwen von einem Schriftsteller kontaktiert werden, der um die mysteriösen Geschehnisse ein Buch schreiben verfassen möchte. Auf diese Weise enthält man laufend Einblick in die Geistes- und Seelenzustände aller sechs Hauptfiguren. Dabei stellt sich nach und nach heraus, dass einerseits jede der Frauen sich auf die ein oder andere Art für das Drama rund um ihre Männer verantwortlich fühlt und auf der anderen Seite das Miteinander der Wärter im Laufe der Zeit in ihrem klaustrophobischen Zuhause immer prekärer und spannungsgeladener wird. Wo Elemente aus Krimi und modernem Schauerroman à la Carlos Ruiz Zafón die Geschichte besonders machen, steht in ihrem Zentrum ein psychologisches Beziehungsdrama: Die drei Frauen, durch die Liebe zu ihren Männern und das gemeinsam erlittene Schicksal vereint, zuerst durch deren Arbeit, dann durch ihr Verschwinden gänzlich allein gelassen zu sein. Doch was sie eigentlich enger zueinander führen sollte, resultiert in Gräben, die mit den Jahren immer tiefer und unübwindbarer scheinen, je danach wie jede Einzelne mit dem Verlust für sich umgegangen ist. Wenn ein so markantes Rätsel im Mittelpunkt eines Buches steht, hängt vieles von seinem Erfolg davon ab, wie es am Ende des Tages aufgelöst wird und in wie weit man als Leser*in davon zufriedengestellt und ausreichend überrascht ist. „Die Leuchtturmwärter“ schlägt im großen Finale einen unerwarteten Weg ein, der zumindest Gefahr läuft, nicht allen erzeugten Erwartungen gerecht zu werden. Trotz allem bleibt nach den letzten Zeilen ein unterhaltsamer und sprachlich eleganter Roman, bei dem es eben nicht hauptsächlich um die Lösung eines Rätsels geht, sondern die Menschen mit ihren Hoffnungen, Träumen und Ängsten dahinter.
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Wo sind sie hin?

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Die Leuchtturmwärter

von Emma Stonex

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