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Die linke Hand der Dunkelheit

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

16847

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

25.01.2023

Verlag

Fischer Tor

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/3 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Schwarz / Silbergrau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Left Hand of Darkness

Übersetzt von

Karen Nölle

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70712-6

Beschreibung

Rezension

Eine packende Lektüre, die damals wie heute zum Nachdenken anregt. ("SRF")
Ein Klassiker der Science-Fiction-Literatur! ("DIE ZEIT - Was wir lesen-Newsletter")
[...] das bahnbrechende Meisterwerk endlich in einer zeitgemäßen Neuübersetzung [...]. ("Jeversches Wochenblatt")
Umso schöner ist es, dass dieser Klassiker jetzt in einer sehr gelungenen Neuübersetzung von Karen Nölle vorliegt. ("Phantastisch!")
Le Guin ist die große Philosophin unter den Science-Fiction-Autorinnen, eine liebevoll und mit Leichtigkeit Lehrende […]. ("Phantastisch!")
[A]ktueller denn je. ("Geek!")
Ursula K. Le Guin war eine der hervorragendsten Schriftstellerpersönlichkeiten der internationalen Szene, die Zeit ihres Lebens etliche Romane verfasste, die mittlerweile Kultstatus erworben haben. ("Geek!")
Der bahnbrechende Roman »Die linke Hand der Dunkelheit« [...] untersucht den Zusammenhang von Geschlecht und Macht. Das feministische Science-Fiction-Meisterwerk erscheint jetzt in neuer Übersetzung. ("Jungle World")
Sie hat DEN definitiven feministischen Science-Fiction-Roman geschrieben, das ist eben ›The left hand of darkness‹ [...]. Das ist eine ganz herausragende Autorin. ("Land in Sicht (NDR Kultur)")
[…] unglaublich schön, würdevoll und intelligent … ("Land in Sicht (NDR Kultur)")

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16847

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

25.01.2023

Verlag

Fischer Tor

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/3 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Schwarz / Silbergrau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Left Hand of Darkness

Übersetzt von

Karen Nölle

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70712-6

Herstelleradresse

FISCHER TOR
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Einfach nur Menschen

Andreas Schulz aus Emmerich am 29.01.2023

Bewertungsnummer: 1869448

Bewertet: Buch (Paperback)

Das Buch habe ich bereits 1969 verschlungen als es unter dem Titel „Der Winterplanet“ veröffentlicht wurde. Es hat mich daher sehr gefreut, dass dieses Buch wieder aufgelegt wurde. Es gehört für mich zu den Sci-Fi - Büchern, die andere Gesellschaftsformen beschreiben und dazu anregen, die eigene Art zu leben und Beziehungen zu denken nicht als universell gegeben anzusehen. Im Gedächtnis blieb mir seit damals die Idee, wie eine Gesellschaft aussähe, die nicht auf getrennte Geschlechtern männlich/weiblich beruht. Wie nehmen die Menschen einander wahr, wenn der Ersteindruck nicht auf der Geschlechtlichkeit beruht? Wie verändern sich die emotionalen und sozialen Beziehungen der Menschen zueinander? Wie leben sie Sexualität? Existieren weiterhin Paarbeziehungen, Familien oder entwickelten sie andere Formen verbindlicher Beziehungen? Die Bewohner sind die meiste Zeit ohne Geschlecht sind, und nur zur "Kemmer". Es scheint auch so zu sein, dass die Menschen in der "Kammer" nicht wissen, welche geschlechtliche Ausprägung zur Ausprägung gelangt. So entstehen immer wieder neue Konstellationen. Zum Inhalt: Der Auftrag des Gesandten der Ekumene, Genly Ai, ist, den König von Karhide zu überzeugen, sich dem Weltenverbund anzuschließen, entwickelt sich schwierig, da sehr viel Misstrauen und Ängste vorherrschen. Genly Ai versucht über den Premiermminister, Estraven, seine wahren und friedlichen Absichten weiterzugeben, bis Estraven plötzlich des Verrats beschuldigt wird. Die Geschichte der Beziehung zwischen Genly Ai und Estraven wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Die Erzählung wird dadurch lebendig gehalten. Sehr schön und ansprechend fand ich die beiden Rückblenden in mystische Zeiten, die eine kleine Ahnung der Philosophie/ Religion/ Geschichte der Bewohner des Winterplaneten vermitteln. Mit der Rückkehr in die Heimat Estragons wird die Geschichte mit der Begegnung mit Estravens leiblichem Elter abgeschlossen. Den Ausklang bildet ein Kapitel über gethenisch Zeitrechnung. Sprache: Die Geschichte ist flüssig geschrieben, zuweilen mit für mein Empfinden sehr schönen Formulierungen: "Wenn wir hatten den Schlitten auf Schneebrücken über schmale Spalten zogen, konnten wir links und rechts in blaue Schächte und Abgründe blicken, in denen kleine, von den Kufen losgeschlagene Eisbröckchen im Fallen eine leise, zarte, weithin tönende Musik erzeugten, die klang, als schlügen Silberdrähte gegen dünne Kristallplatten." Fazit: Nach wie vor ein empfehlenswertes Buch.

Einfach nur Menschen

Andreas Schulz aus Emmerich am 29.01.2023
Bewertungsnummer: 1869448
Bewertet: Buch (Paperback)

Das Buch habe ich bereits 1969 verschlungen als es unter dem Titel „Der Winterplanet“ veröffentlicht wurde. Es hat mich daher sehr gefreut, dass dieses Buch wieder aufgelegt wurde. Es gehört für mich zu den Sci-Fi - Büchern, die andere Gesellschaftsformen beschreiben und dazu anregen, die eigene Art zu leben und Beziehungen zu denken nicht als universell gegeben anzusehen. Im Gedächtnis blieb mir seit damals die Idee, wie eine Gesellschaft aussähe, die nicht auf getrennte Geschlechtern männlich/weiblich beruht. Wie nehmen die Menschen einander wahr, wenn der Ersteindruck nicht auf der Geschlechtlichkeit beruht? Wie verändern sich die emotionalen und sozialen Beziehungen der Menschen zueinander? Wie leben sie Sexualität? Existieren weiterhin Paarbeziehungen, Familien oder entwickelten sie andere Formen verbindlicher Beziehungen? Die Bewohner sind die meiste Zeit ohne Geschlecht sind, und nur zur "Kemmer". Es scheint auch so zu sein, dass die Menschen in der "Kammer" nicht wissen, welche geschlechtliche Ausprägung zur Ausprägung gelangt. So entstehen immer wieder neue Konstellationen. Zum Inhalt: Der Auftrag des Gesandten der Ekumene, Genly Ai, ist, den König von Karhide zu überzeugen, sich dem Weltenverbund anzuschließen, entwickelt sich schwierig, da sehr viel Misstrauen und Ängste vorherrschen. Genly Ai versucht über den Premiermminister, Estraven, seine wahren und friedlichen Absichten weiterzugeben, bis Estraven plötzlich des Verrats beschuldigt wird. Die Geschichte der Beziehung zwischen Genly Ai und Estraven wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Die Erzählung wird dadurch lebendig gehalten. Sehr schön und ansprechend fand ich die beiden Rückblenden in mystische Zeiten, die eine kleine Ahnung der Philosophie/ Religion/ Geschichte der Bewohner des Winterplaneten vermitteln. Mit der Rückkehr in die Heimat Estragons wird die Geschichte mit der Begegnung mit Estravens leiblichem Elter abgeschlossen. Den Ausklang bildet ein Kapitel über gethenisch Zeitrechnung. Sprache: Die Geschichte ist flüssig geschrieben, zuweilen mit für mein Empfinden sehr schönen Formulierungen: "Wenn wir hatten den Schlitten auf Schneebrücken über schmale Spalten zogen, konnten wir links und rechts in blaue Schächte und Abgründe blicken, in denen kleine, von den Kufen losgeschlagene Eisbröckchen im Fallen eine leise, zarte, weithin tönende Musik erzeugten, die klang, als schlügen Silberdrähte gegen dünne Kristallplatten." Fazit: Nach wie vor ein empfehlenswertes Buch.

Bereits mit dem Vorwort war…

Meli aus Ennepe-Ruhr-Kreis am 17.02.2023

Bewertungsnummer: 2794302

Bewertet: Buch (Paperback)

Bereits mit dem Vorwort war mein Interesse geweckt, da wird man schon zum Nachdenken angeregt, was für eine Metapher Science Fiction sein kann. Danach geht es mit Genly Ai weiter, der als Botschafter des Ekumen, ein Bündnis Tausender anthrotypischer Nationen über viele verschiedene Planeten, auf Gethen ist, um die beiden Nationen des Planeten zu überzeugen, dem Bündnis beizutreten. Er ist nun schon seit einem Jahr in Karhide, die Menschen haben sich langsam an ihn gewöhnt und er hat bald eine Audienz beim König, aber dann läuft alles ganz anders als geplant. Es ist Science Fiction, aber es gibt kaum nennenswerte Technologie, ein Grund mag auch das Alter der Geschichte sein, die schon vor über fünfzig Jahren verfasst wurde. Doch es liegt auch am Fokus der Erzählung: Der Kulturkonflikt zwischen Genly Ai und den Bewohnern des Planeten Gethen. Sie haben eine andere Politik und Art, sich auszudrücken und Genly ist sich nicht mehr sicher, ob er dem obersten Minister Estraven, der sein wichtigster Ansprechpartner ist, überhaupt noch trauen kann. Kulturell bedingte Kommunikationsschwierigkeiten werden zu schwerwiegenden Missverständnissen; obwohl sie das gleiche Ziel haben, schaffen sie es nicht, zusammenzuarbeiten, um es zu erreichen. Da die Geschichte zum größten Teil als Bericht des Stationärs Genly Ai verfasst ist, ist auch die Sprache meistens eher sachlich gehalten, es gibt viele Fachbegriffe und jede Menge wissenschaftlich klingende Fragen und Beobachtungen. Ein zentraler Punkt sind dabei auch die biologischen Unterschiede, da Gethens Bewohner allesamt androgyn sind. Genly, der eine Einteilung in zwei Geschlechter gewohnt ist, begegnet dieser Tatsache ziemlich offen, aber ist auch immer wieder versucht, bestimmte Verhaltensweisen als männlich oder eher weiblich anzusehen. Auch das Paarungsverhalten wird ausführlich beschrieben und Genly denkt viel darüber nach, wie ihre Sexualität und auch die Umwelt die Kultur der Gethener prägt. Das klingt alles ziemlich trocken, aber zum einen sind diese Denkanstöße faszinierend umgesetzt, und außerdem haben Genly Ai und Estraven eine Mission, bei der politische Ansichten kollidieren und so wird es zu einem gefährlichen und spannenden Abenteuer.

Bereits mit dem Vorwort war…

Meli aus Ennepe-Ruhr-Kreis am 17.02.2023
Bewertungsnummer: 2794302
Bewertet: Buch (Paperback)

Bereits mit dem Vorwort war mein Interesse geweckt, da wird man schon zum Nachdenken angeregt, was für eine Metapher Science Fiction sein kann. Danach geht es mit Genly Ai weiter, der als Botschafter des Ekumen, ein Bündnis Tausender anthrotypischer Nationen über viele verschiedene Planeten, auf Gethen ist, um die beiden Nationen des Planeten zu überzeugen, dem Bündnis beizutreten. Er ist nun schon seit einem Jahr in Karhide, die Menschen haben sich langsam an ihn gewöhnt und er hat bald eine Audienz beim König, aber dann läuft alles ganz anders als geplant. Es ist Science Fiction, aber es gibt kaum nennenswerte Technologie, ein Grund mag auch das Alter der Geschichte sein, die schon vor über fünfzig Jahren verfasst wurde. Doch es liegt auch am Fokus der Erzählung: Der Kulturkonflikt zwischen Genly Ai und den Bewohnern des Planeten Gethen. Sie haben eine andere Politik und Art, sich auszudrücken und Genly ist sich nicht mehr sicher, ob er dem obersten Minister Estraven, der sein wichtigster Ansprechpartner ist, überhaupt noch trauen kann. Kulturell bedingte Kommunikationsschwierigkeiten werden zu schwerwiegenden Missverständnissen; obwohl sie das gleiche Ziel haben, schaffen sie es nicht, zusammenzuarbeiten, um es zu erreichen. Da die Geschichte zum größten Teil als Bericht des Stationärs Genly Ai verfasst ist, ist auch die Sprache meistens eher sachlich gehalten, es gibt viele Fachbegriffe und jede Menge wissenschaftlich klingende Fragen und Beobachtungen. Ein zentraler Punkt sind dabei auch die biologischen Unterschiede, da Gethens Bewohner allesamt androgyn sind. Genly, der eine Einteilung in zwei Geschlechter gewohnt ist, begegnet dieser Tatsache ziemlich offen, aber ist auch immer wieder versucht, bestimmte Verhaltensweisen als männlich oder eher weiblich anzusehen. Auch das Paarungsverhalten wird ausführlich beschrieben und Genly denkt viel darüber nach, wie ihre Sexualität und auch die Umwelt die Kultur der Gethener prägt. Das klingt alles ziemlich trocken, aber zum einen sind diese Denkanstöße faszinierend umgesetzt, und außerdem haben Genly Ai und Estraven eine Mission, bei der politische Ansichten kollidieren und so wird es zu einem gefährlichen und spannenden Abenteuer.

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Die linke Hand der Dunkelheit

von Ursula K. Le Guin

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