Produktbild: Was geschieht in der Nacht

Was geschieht in der Nacht Roman

6

25,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.06.2022

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19,2/13,3/2,7 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

What Happens at Night

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-149-4

Beschreibung

Rezension

»Eigenartig und beunruhigend, das perfekte Buch für unsere Zeit.« SAN FRANCISCO CHRONICLE

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.06.2022

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19,2/13,3/2,7 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

What Happens at Night

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-149-4

Herstelleradresse

Liebeskind Verlagsbhdlg.
Tal 15
80331 München
DE

Email: j.c.kill@liebeskind.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    14.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Perlenvorhang auf für einen surrealen Trip erster Güte

    Ein namenloses Ehepaar aus New York begibt sich auf eine lange und beschwerliche Reise in den äußersten Norden Europas, um im dortigen Waisenhaus ein Kind zur Adoption abzuholen. Ihr Quartier ist das seltsame Grand Imperial Hotel, dessen Gäste die Eigenheiten des Gebäudes sogar noch übertreffen. So verwundert es nicht, dass das gerufene Taxi sie am nächsten Morgen nicht wie geplant zum Waisenhaus bringt, sondern zum sonderbaren Heiler Bruder Emmanuel. Ist dieser Mann die Rettung für die todkranke Ehefrau? Oder steckt vielleicht ein ganz anderer Plan hinter den Machenschaften des Heilers? In seinem neuen Roman "Was geschieht in der Nacht", der jetzt bei Liebeskind erschienen ist, erzählt Peter Cameron die Geschichte eines Ehepaares, das sich auf eine düstere Reise begibt, die einerseits die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten zu einem versöhnlichen Ende führen und andererseits den Weg für eine neue, elterliche Liebe öffnen soll. Dass letztlich alles ganz anders kommt, spürt man praktisch vom ersten wunderbaren Satz an. "Der Abend senkt sich so beunruhigend abrupt herab wie der hastig fallende Vorhang vor einer Laienaufführung, die fürchterlich danebenging", heißt es dort und da auf den folgenden Seiten wohl so häufig wie in kaum einem anderen Roman die Wörter "dunkel" und "Dunkelheit" auftauchen, ahnt man als Leser:in früh, dass diese Reise durch lichtlose nordische Wälder zu einem unwirtlichen Bahnhof kein fröhlicher Urlaubstrip wird. Cameron entpuppt sich in diesem fulminanten Beginn, der einen sofort in die Handlung hineinreißt, als Meister der Atmosphäre. Alles wirkt so bedrohlich und gleichzeitig kunstvoll, dass ich mich zeitweise in einem Arthouse-Horrorfilm wähnte. Doch die Horrorelemente entwickeln sich früh zu einem Mysterium, das seinen Höhepunkt mit dem ersten Auftritt des Hotels und seiner seltsamen Mitarbeiter:innen und Gäste erreicht. Eine Hotelhalle, die einer Krypta ähnelt, eine Bar, die nur von einem immer in Bewegung scheinenden Perlenvorhang separiert wird und natürlich die Menschen dort, die mit zunehmender Dauer des Romans wie verlorene Seelen wirken; Heimatlose, die eine so starke Verbindung mit dem Hotel eingehen, dass man fast das Gefühl bekommt, sie seien das Hotel. Das cineastische Ambiente bleibt auf jeden Fall bestehen, doch nun hatte ich das Gefühl, mich in einem sehr guten David Lynch-Film zu befinden. So hätte es mich nicht gewundert, wenn durch diesen Vorhang plötzlich ein tanzender Kleinwüchsiger getreten wäre oder die im Hotel als Musikerin auftretende Diva Livia Pinheiro-Rima - schon der Name verrät ihren Glamour - sich für das Rückwärtssprechen entschieden hätte. Neben der Atmosphäre sind es diese verrückten und skurrilen Figuren, die den Charme von "Was geschieht in der Nacht" ausmachen. Die zahlreichen Dialoge, bei denen der Autor übrigens konsequent auf Anführungszeichen verzichtet, strotzen vor Wortwitz, Klugheit und - insbesondere am Ende des Romans - philosophischer Tiefe. Denn Cameron gelingt es trotz aller Düsternis und der Schwere des drohenden Todes der Ehefrau, die Handlung einerseits erstaunlich leicht, spannend und unterhaltsam voranzutreiben und dennoch nicht die Schönheit der Literatur aus den Augen zu verlieren. So heißt es beispielsweise über den schon erwähnten Vorhang, die Perlen reagierten in ihrer Erzitterung "nur auf die Spannung der Welt". Dass die von Peter Cameron in diesem Roman erschaffene Welt ihre Spannung nicht verliert, liegt vor allem am grandiosen Finale, das mit seiner tiefen Menschlichkeit verblüfft und die ein oder andere Länge, die das Buch in seiner Mitte aufweist, vergessen lässt. Der Autor schreibt sich in Höchstform und geißelt sich selbstironisch, indem er eine wahrlich nervige Nebenfigur komplett demaskiert und lapidar als "Ablenkung" abtut. Im letzten Akt des mittlerweile auch zu einem Beziehungsdrama gewordenen Buches schwingt sich dafür Livia in vorher kaum vermutete Handlungssphären, wobei es ihr beinahe gelingt, dem Hotel als eigentlichen Star des Romans doch noch den Rang abzulaufen. Aber eben nur beinahe. "Was geschieht in der Nacht" ist ein surrealer Trip an einen unwirtlichen Ort, ein zwischenmenschliches Drama um die ganz großen Themen Liebe, Tod und Geburt. Ich kann mir vorstellen, dass der Roman wegen der Überschreitung der Grenzen zur Phantastik vielleicht polarisieren wird, doch wer sich davon nicht abschrecken lässt, wird mit einem wirklich originellen Plot belohnt, an dessen Ende die Leser:innen bei einigen offenen Fragen die Möglichkeit haben, sich die Antworten selbst zu erarbeiten. Jetzt gilt es nur noch, David Lynch zu einem Kino-Comeback zu überreden. Mr. Lynch, übernehmen Sie!

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    14.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein namenloses Ehepaar aus…

    Ein namenloses Ehepaar aus New York begibt sich auf eine lange und beschwerliche Reise in den äußersten Norden Europas, um im dortigen Waisenhaus ein Kind zur Adoption abzuholen. Ihr Quartier ist das seltsame Grand Imperial Hotel, dessen Gäste die Eigenheiten des Gebäudes sogar noch übertreffen. So verwundert es nicht, dass das gerufene Taxi sie am nächsten Morgen nicht wie geplant zum Waisenhaus bringt, sondern zum sonderbaren Heiler Bruder Emmanuel. Ist dieser Mann die Rettung für die todkranke Ehefrau? Oder steckt vielleicht ein ganz anderer Plan hinter den Machenschaften des Heilers? In seinem neuen Roman "Was geschieht in der Nacht", der jetzt bei Liebeskind erschienen ist, erzählt Peter Cameron die Geschichte eines Ehepaares, das sich auf eine düstere Reise begibt, die einerseits die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten zu einem versöhnlichen Ende führen und andererseits den Weg für eine neue, elterliche Liebe öffnen soll. Dass letztlich alles ganz anders kommt, spürt man praktisch vom ersten wunderbaren Satz an. "Der Abend senkt sich so beunruhigend abrupt herab wie der hastig fallende Vorhang vor einer Laienaufführung, die fürchterlich danebenging", heißt es dort und da auf den folgenden Seiten wohl so häufig wie in kaum einem anderen Roman die Wörter "dunkel" und "Dunkelheit" auftauchen, ahnt man als Leser:in früh, dass diese Reise durch lichtlose nordische Wälder zu einem unwirtlichen Bahnhof kein fröhlicher Urlaubstrip wird. Cameron entpuppt sich in diesem fulminanten Beginn, der einen sofort in die Handlung hineinreißt, als Meister der Atmosphäre. Alles wirkt so bedrohlich und gleichzeitig kunstvoll, dass ich mich zeitweise in einem Arthouse-Horrorfilm wähnte. Doch die Horrorelemente entwickeln sich früh zu einem Mysterium, das seinen Höhepunkt mit dem ersten Auftritt des Hotels und seiner seltsamen Mitarbeiter:innen und Gäste erreicht. Eine Hotelhalle, die einer Krypta ähnelt, eine Bar, die nur von einem immer in Bewegung scheinenden Perlenvorhang separiert wird und natürlich die Menschen dort, die mit zunehmender Dauer des Romans wie verlorene Seelen wirken; Heimatlose, die eine so starke Verbindung mit dem Hotel eingehen, dass man fast das Gefühl bekommt, sie seien das Hotel. Das cineastische Ambiente bleibt auf jeden Fall bestehen, doch nun hatte ich das Gefühl, mich in einem sehr guten David Lynch-Film zu befinden. So hätte es mich nicht gewundert, wenn durch diesen Vorhang plötzlich ein tanzender Kleinwüchsiger getreten wäre oder die im Hotel als Musikerin auftretende Diva Livia Pinheiro-Rima - schon der Name verrät ihren Glamour - sich für das Rückwärtssprechen entschieden hätte. Neben der Atmosphäre sind es diese verrückten und skurrilen Figuren, die den Charme von "Was geschieht in der Nacht" ausmachen. Die zahlreichen Dialoge, bei denen der Autor übrigens konsequent auf Anführungszeichen verzichtet, strotzen vor Wortwitz, Klugheit und - insbesondere am Ende des Romans - philosophischer Tiefe. Denn Cameron gelingt es trotz aller Düsternis und der Schwere des drohenden Todes der Ehefrau, die Handlung einerseits erstaunlich leicht, spannend und unterhaltsam voranzutreiben und dennoch nicht die Schönheit der Literatur aus den Augen zu verlieren. So heißt es beispielsweise über den schon erwähnten Vorhang, die Perlen reagierten in ihrer Erzitterung "nur auf die Spannung der Welt". Dass die von Peter Cameron in diesem Roman erschaffene Welt ihre Spannung nicht verliert, liegt vor allem am grandiosen Finale, das mit seiner tiefen Menschlichkeit verblüfft und die ein oder andere Länge, die das Buch in seiner Mitte aufweist, vergessen lässt. Der Autor schreibt sich in Höchstform und geißelt sich selbstironisch, indem er eine wahrlich nervige Nebenfigur komplett demaskiert und lapidar als "Ablenkung" abtut. Im letzten Akt des mittlerweile auch zu einem Beziehungsdrama gewordenen Buches schwingt sich dafür Livia in vorher kaum vermutete Handlungssphären, wobei es ihr beinahe gelingt, dem Hotel als

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    29.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Surreal, skurril, grotesk - und doch mit eigentümlichem Sog...

    Ein New Yorker Ehepaar reist mit dem Zug in eine abgeschiedene, schneeverwehte Kleinstadt im Norden Europas, um im örtlichen Waisenhaus ein Kind abzuholen, das sie adoptieren wollen. Er hofft, durch das Kind seiner Frau wieder näherzukommen. Sie, gezeichnet vom Kampf gegen eine tödliche Krankheit, will ihn nach ihrem Tode nicht allein zurücklassen. Am Ziel ihrer Reise angelangt, quartieren sich die beiden im Grand Imperial Hotel ein, das von der Pracht längst vergangener Tage zeugt und in dem eine Handvoll skurriler Gäste logiert. Am nächsten Morgen setzt das Taxi sie fälschlicherweise nicht beim Waisenhaus ab, sondern vor dem Haus von Bruder Emmanuel, einem mysteriösen Heiler. Dies löst eine Reihe von Verwicklungen aus, die den Plan, das Kind abzuholen, nach und nach in den Hintergrund treten lassen. (Klappentext) Wie soll man über etwas eine Rezension verfassen, das man nicht wirklich erfassen konnte? Denn in diesem Buch darf nichts für bare Münze genommen werden, nichts ist gewiss und von Bestand, und man meint, in einem Traum gefangen zu sein. Was pasend zu dem Romantitel wäre: Was geschieht in der Nacht… Im Grunde spielt die Handlung die ganze Zeit über in der Nacht - jedenfalls wird es im Winter hoch im Norden Europas niemals richtig hell. Es ist bitterkalt, es ist düster und unwirtlich. Schon die ersten Szenen versetzen den/die Leser:in in eine Atmosphäre, die die Frage aufwirft: wo bin ich hier?    “…denn ihr Ziel war ein Ort am Rand der Welt, im hohen Norden eines nördlichen Landes, nicht leicht zu erreichen. Ihre Reise glich einer Reise in eine früheres Jahrhundert, dauerte Tage, nicht Stunden, und die Erde unter ihnen war ernst und sehr real und bestand nachdrücklich auf ihrer unermesslichen Weite.” (S. 11)   Ein Mann und eine Frau unternehmen diese Reise, ein Ehepaar, das auf dem Weg ist, ein Kind aus einem Waisenhaus zu adoptieren, fern der Heimat in New York, in einem Land, in dem die Umstände der Adoption weniger wichtig zu sein scheinen als andernorts. Denn das Ehepaar ist eigentlich zu alt, um ein Kind zu adoptieren - und die Frau ist schwer erkrankt, sie will nur den Mann nach ihrem Tod nicht allein zurücklassen. Klingt skurril? Ist es auch - und doch ist es nur der Beginn einer Reise in eine absurde, surreale und groteske Welt, in die Peter Cameron hier entführt. Als der Zug schließlich an einer verlassenen, menschenleeren Bahnstation hält und die beiden aussteigen, finden sie zuletzt doch ein Taxi, das sie zu einem Hotel bringt. Ein Hotel, das seine besten Zeiten bereits hinter sich hat, das Grand Imperial Hotel, dessen schäbiger Charme das etwas heruntergekommene Ambiente nicht verbergen kann. Der Mann und die Frau checken ein - und fortan wirkt es, als seien sie in einer unheimlichen Parallelwelt gefangen, mein spontaner Eindruck war eine Mischung aus Transsilvanien und Twin Peaks. Einzelne Szenen reihen sich hier aneinander, es treten skurrile Personen auf und wieder ab, deren Rolle sich erst allmählich entpuppt - wenn überhaupt. Seltsam emotionslos wird hier agiert, und doch wird nach und nach alles in Frage gestellt. Letztlich ist nichts mehr so, wie das Ehepaar es vor der Anreise sicher geglaubt zu haben scheint. Weder der Wunsch nach einem Kind noch die Beziehung der Ehepartner zueinander oder auch nur die sexuelle Präferenz. Was im einen Moment behauptet wird, hat im nächsten schon keinen Bestand mehr. Cameron zeichnet eine Welt mit unscharfen Rändern. Es ist nicht deutlich, ob sich der Mann und die Frau, die bis zum Ende namenlos bleiben, an einem realen Ort befinden oder womöglich in einer Art Zwischenwelt oder in einem Traum. Auch die Geschehnisse wirken zum einen sehr real, zum anderen unwirklich, surreal und verwirrend. Düster ist die Atmosphäre, durchzogen allerdings immer wieder von grotesk-humorigen Szenen. Die Bedeutung vieler kleiner Details erschlossen sich mir teilweise nicht - der Eindruck einer sehr symbolbefrachteten Erzählung drängte sich mir auf, ohne dass ich diese oftmals kryptische Symbolik immer verstand oder auch nur erkannte. Was sich jetzt vermutlich anstrengend anhört, war doch eine Erzählung, die auf mich einen eigentümlichen Sog ausübte. Ich wollte unbedingt wissen, worauf der Autor hinauswollte und was für ein Ende es für das Ehepaar geben würde. Und obschon alle und alles sehr auf Distanz blieben, konnte mich die Geschichte gegen Ende doch berühren. Letztendlich also ein elegant komponierter, überaus atmosphärischer Roman, der mich einerseits verwirrt zurücklässt, andererseits aber auch absolut in sein surreales Geschehen gezogen hat. Literarisch anspruchsvoll entführt der Roman in seine ganz eigene, traumartige Welt. Ich kann nur dazu ermutigen mitzuträumen!   © Parden  

  • leseratte1310

    aus Niederrhein

    3/5

    07.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein New Yorker Ehepaar hat…

    Ein New Yorker Ehepaar hat sich auf eine Reise gemacht, um ein Kind zu adoptieren. Sie fahren mit dem Zug durch eine unwirtliche Gegend und landen dann auf einem verschneiten, einsamen Bahnhof. Sie lassen sich von einem Taxi ins Grand Imperial Hotel, das die besten Zeiten längst hinter sich hat, bringen. Am nächsten Tag landen sie statt im Waisenhaus bei dem mysteriösen Heiler Emmanuel. Damit beginnen Verwicklungen und ihre Pläne geraten durcheinander. Der Autor Peter Cameron präsentiert uns mit seinem Roman ein sehr düsteres surreales Szenario. Man weiß nie, ob alles real ist oder sich im Traum abspielt. Auch die auftretenden Figuren sind skurril. Das Ehepaar, dass immer nur als die Frau und der Mann genannt werden, wollen ihre letzte Chance auf ein Kind nutzen. Die Frau ist sterbenskrank und möchte, dass ihr Mann später nicht alleine ist. Manchmal spürt man die enge Verbindung der beiden, wie bei der Szene auf dem Bahnhof, doch meist hatte ich das Gefühl, als wenn sie mehr und mehr auseinanderdriften. So können die anderen Figuren im Hotel, wie die Schauspielerin Livia Pinheiro-Rima und der Geschäftsmann Henk, manipulierend ins Geschehen eingreifen. Die Sprache des Autors hat mir ungemein gut gefallen. Anfangs fand ich es noch spannend, da ich nicht wusste, was mich erwartet und die düstere ungewöhnliche Atmosphäre gefiel mir auch, doch dann hat mich die groteske und verwirrende Geschichte immer mehr verloren. Na ja, die Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich und anderen mag gerade das gefallen.

  • leseratte1310

    3/5

    07.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atmosphärisch, düster und skurril

    Ein New Yorker Ehepaar hat sich auf eine Reise gemacht, um ein Kind zu adoptieren. Sie fahren mit dem Zug durch eine unwirtliche Gegend und landen dann auf einem verschneiten, einsamen Bahnhof. Sie lassen sich von einem Taxi ins Grand Imperial Hotel, das die besten Zeiten längst hinter sich hat, bringen. Am nächsten Tag landen sie statt im Waisenhaus bei dem mysteriösen Heiler Emmanuel. Damit beginnen Verwicklungen und ihre Pläne geraten durcheinander. Der Autor Peter Cameron präsentiert uns mit seinem Roman ein sehr düsteres surreales Szenario. Man weiß nie, ob alles real ist oder sich im Traum abspielt. Auch die auftretenden Figuren sind skurril. Das Ehepaar, dass immer nur als die Frau und der Mann genannt werden, wollen ihre letzte Chance auf ein Kind nutzen. Die Frau ist sterbenskrank und möchte, dass ihr Mann später nicht alleine ist. Manchmal spürt man die enge Verbindung der beiden, wie bei der Szene auf dem Bahnhof, doch meist hatte ich das Gefühl, als wenn sie mehr und mehr auseinanderdriften. So können die anderen Figuren im Hotel, wie die Schauspielerin Livia Pinheiro-Rima und der Geschäftsmann Henk, manipulierend ins Geschehen eingreifen. Die Sprache des Autors hat mir ungemein gut gefallen. Anfangs fand ich es noch spannend, da ich nicht wusste, was mich erwartet und die düstere ungewöhnliche Atmosphäre gefiel mir auch, doch dann hat mich die groteske und verwirrende Geschichte immer mehr verloren. Na ja, die Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich und anderen mag gerade das gefallen.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

1

3

3

2

0

1

0

Bewertungen (6)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    3/5

    06.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ansichtssache

    Waren Sie schon mal in einem Spiegellabyrinth? Dann kennen Sie vielleicht das unbestimmte Gefühl des Verlorenseins, falschen Proportionen, Dingen, die viel zu nah oder viel zu fern sind. Ganz ähnlich liest sich das Geschehen in Peter Camerons neuem Roman: Stets scheint das Abdriften von der Realität in eine (Alp-)Traumwelt nur einen falschen Schritt entfernt. Ein – bis zum Ende namenlos bleibendes – Ehepaar reist von New England in eine denkbar abgelegene Region Finnlands um ein Kind zu adoptieren. Doch bereits ihre Ankunft verläuft nicht ganz nach Plan, als der Zug am tiefverschneiten Bahnhof partout nicht stehenbleiben will, der angesprochene Taxifahrer in Rätseln spricht und das eigenartig deplatziert wirkende Grand Hotel eine ganze handvoll mysteriöser Charaktere beherbergt. Irgendwo zwischen Franz Kafka und David Lynch manövriert der amerikanische Autor seine Hauptfiguren durch die immer skurriler werdenden Begleitumstände ihrer angestrebten Adoption. Doch dem Paar steht nicht nur der sich rapide verschlechternde Gesundheitszustand der Frau, sondern auch allgemein die immer prekärer werdende Lage ihrer eigenen Beziehung im Weg. Und so begegnen sie den verschiedenen, charismatischen Nebenfiguren, von denen jede einen einzigartigen Blick auf die zentralen Fragen der Seins zu haben scheint und müssen sich mit dem auseinandersetzen, was sie selber für wichtig und richtig auf der Welt halten. „Was geschieht in der Nacht“ ist faszinierend und unberechenbar, manchmal nicht leicht zu greifen, aber trotzdem immer so weit in der Wirklichkeit verankert, dass man nicht vollends den Boden unter den Füßen verliert. Ein literarischer Balanceakt, ein Gang durchs Spiegellabyrinth der eigenen See – finden sie hinaus?

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Was geschieht in der Nacht