Produktbild: Tage ohne Cecilia

Tage ohne Cecilia Roman. Gastland Spanien Frankfurter Buchmesse 2022

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2022

Verlag

Penguin

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,5/13,9/3 cm

Gewicht

428 g

Farbe

Weiß / Karamell

Originaltitel

Tus pasos en la escalera

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60200-2

Beschreibung

Rezension

»Ein Roman, so melancholisch wie witzig, am Puls der Gegenwart und doch ganz zeitlos, existenziell und berührend.« ("Deutschlandfunk "Büchermarkt", Dirk Fuhrig")
»Mit seiner präzisen Sprache verwebt Antonio Munoz Molina Gedanken, Bilder und Naturbeobachtungen und zieht uns unweigerlich in seinen Bann.« ("BR 2, "Diwan", Constanze Alvarez")
»Ein Meisterwerk über die Macht und Ohnmacht der Erinnerung.« ("Kleine Zeitung, Bernd Melichar")
» ein rätselhaftes, ein liebevolles Buch über das turbulente Innenleben eines verinsamten Außenseiters« ("Rheinische Post, Peter Mohr")
»In wunderbar ausdifferenzierter Sprache [...] hat Munoz Molina ein faszinierendes Kammerspiel geschaffen, das in seiner atmosphärischen Dichte alle Weite der Welt in sich trägt« ("Abendzeitung, Katrin Kaiser")
»Der Großmeister der zeitgenössischen spanischen Literatur trifft mit seinem neuesten Werk »Tage ohne Cecilia« den Nerv der Zeit.« ("Galore")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2022

Verlag

Penguin

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,5/13,9/3 cm

Gewicht

428 g

Farbe

Weiß / Karamell

Originaltitel

Tus pasos en la escalera

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60200-2

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander)

    aus Speyer

    5/5

    12.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schon der erste Satz ist bemerkenswert!

    Spanien ist dieses Jahr Gastland der Buchmesse und so ist es als Buchhändler an der Zeit, etwas aus diesem Land zu lesen. Jeder hat ja so seine Vorlieben und ich gebe zu, die spanische Literatur ist mir nicht die vertrauteste und so war ich sehr froh, ganz spontan dieses wunderbare Buch entdeckt zu haben. Es ist gerade in der deutschen Übersetzung erschienen. Worum geht es? Ein Ehepaar ist von New York nach Lissabon umgezogen und der Mann richtet die Wohnung ein, da seine Frau auf einem Kongress ist. Das sind die Tage ohne Cecilia. Gleich einem sanften Plätschern fließen die Tage des Mannes dahin. Er richtet ein, er denkt nach, er liest, er geht spazieren, er erzählt von sich und seiner Frau, von früher und der Zauber der gemeinsamen Liebe ist allgegenwärtig. So scheint es zu sein. Bis sich ganz langsam der Ton des Buches ändert und die Ahnung, die der Leser hat, zu immer größerer Spannung führt. Fulminant gut, unaufgeregt und doch so klug und leise erzählt, für mich eine tolle Entdeckung!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    09.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Psychologisches Kammerspiel...

    Handwerker beaufsichtigen, die Wohnung einrichten, mit dem Hund die Stadt erkunden: Voller Vorfreude erwartet ein Mann die Ankunft seiner Frau in Lissabon. Während Cecilia, eine Forscherin, die Verlegung ihres wissenschaftlichen Projekts vorantreibt, organisiert er den Umzug. Das Paar, so erfahren wir aus seiner Schilderung, lässt ein Leben in New York hinter sich, das durch die Ereignisse des 11. September nachhaltig erschüttert wurde. Umso verheißungsvoller scheint die Zukunft in einer hübschen Wohnung und einem ruhigen Viertel der südländischen Stadt. Doch je länger der Mann wartet und aus der gemeinsamen Vergangenheit erzählt, desto mehr drängt sich ein Verdacht auf, der seine friedlichen Routinen und die idyllische Ruhe in ein anderes Licht rückt. (Klappentext) Der bis kurz vor Ende namenlos bleibende Ich-Erzähler entführt den Leser/die Leserin in die Tiefen seiner Gedanken. Er ist vor Kurzem von New York nach Lissabon gezogen, wo er und seine Frau Cecilia eine Wohnung gekauft haben. Während seine Frau noch beruflich eingespannt ist - sie arbeitet als erfolgreiche Neurowissenschaftlerin und hat einen eng getakteten Zeitplan zwischen den Aufgaben im Labor und Vorträgen auf Tagungen und Kongressen - kümmert sich der Endfünfziger um die Einrichtung der Wohnung. Dabei legt er viel Wert auch auf kleinste Details, und in dem Bemühen, aus der Wohnung in Lissabon ein Spiegelbild der Wohnung in New York zu machen, scheut er auch keine Kosten. Ein talentierter Handwerker steht ihm dabei zur Seite, und tatsächlich ist dieser zusammen mit einer Zugehfrau der einzige Umgang, den der Ich-Erzähler in Lissabon pflegt. Aber er fühlt sich nicht einsam, ganz im Gegenteil. Er genießt beim Warten auf Cecilia die Ruhe seines Frührentner-Daseins, liest ausgiebig in seinem Lieblingssessel, streift mit seiner betagten Hündin durch die hochsommerlichen Straßen Lissabons, schaut sich interessante Dokumentationen im Fernsehen an - und denkt nach. Er verliert sich in Erinnerungen, springt in Gedanken immer wieder in die Zeit in New York zurück, auch zu den Geschehnissen um die Terroranschläge am 11. September, vergleicht die beiden Städte und findet immer wieder Gemeinsamkeiten, denkt an Begegnungen zurück, an Szenen zwischen ihm und Cecilia.   “Ich habe mich in dieser Stadt niedergelassen, um dort auf das Ende der Welt zu warten.” (Erster Satz, S. 7)   Neben den Erinnerungen fließen auch aktuelle Themen in die Gedankenwelt des Erzählers ein, neue Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft beispielsweise, der Blick auf alte Kulturen oder aber auch die drohenden Gefahren unserer Zeit wie etwa die zunehmend beunruhigenden Folgen des Klimawandels oder das Zerbrechen der Demokratien. Zunächst wartet man gerne und geduldig mit dem Ich-Erzähler, dann aber wächst die eigene Unruhe. Es melden sich Zweifel, Verwirrung, Fragezeichen. Der Erzähler selbst weiß zwischendurch nicht mehr wo er ist und verläuft sich, er kennt plötzlich sein Geburtsjahr nicht mehr, Zeit und Erinnerungen drohen ihm zu entgleiten. Können wir seinen Erinnerungen vertrauen wenn er selbst es womöglich nicht kann? Und wo bleibt denn nun Cecilia?! Das psychologische Kammerspiel lullt den Leser/die Leserin ein, angenehm zu lesen in einem stilvoll-eleganten Schreibstil, dem Bildungsstand des Ich-Erzählers angemessen. Doch die Fragen, die sich zunehmend beim Lesen aufdrängen, sorgen für eine unerwartete Spannung. Sehr gespannt wartete ich daher auf das Ende des Romans, und mit einem besonderen und vollkommen unerwarteten Kniff lässt Antonio Muñoz Molina schließlich die Bombe platzen. Das Ende selbst ist offen angelegt und lässt Interpretationsspielräume zu, die ich zu meiner Zufriedenheit genutzt habe. Wir basteln uns die Welt, wie-de-wie-de-wie-sie-uns-gefällt. Wer wissen will, wie das geht: lesen!   © Parden

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    03.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wartender Mann in Lissabon

    Ein Roman, der das Zeug hat zum Klassiker zu werden. Denn er ist einerseits unserem Zeitgeist sehr nahe, aber doch so zeitlos wie ein guter Roman sein sollte. Alleine der erste Satz zieht einen in die Geschichte, wenn es da heißt: „Ich habe mich in dieser Stadt niedergelassen, um dort auf das Ende der Welt zu warten.“ Die Stadt von der hier die Rede ist, ist Lissabon. Übrigens ein elementarer Protagonist in diesem Roman ist die Stadt! Der alternde Mann in dessen Kopf wir fortwährend der Geschichte seiner Subjektivität folgen, zieht hier mit seiner jüngeren Frau Cecilia hin nachdem er in die Frührente aus New York entschwand. Im Grunde genommen hat ihn sein amerikanischer Arbeitgeber loswerden wollen und das Paar macht das Beste daraus. Sie, die titelgebende Cecilia, ist deutlich jünger und als Hirnforscherin hochaktiv und ständig auf Achse und so wird endlich das alte Klischee von Frau wartet auf Mann aufgebrochen und es heißt so schön: „Tage von Cecilia“, denn er wartet sehnsüchtig auf sie. Im Original ist der Roman auf Spanisch bereits 2019 erschienen und mir scheinen hier viele Erlebnisse des Autoren Antonio Muñoz Molina eingegangen zu sein, denn er lebt in Lissabon, der Wartende wohnt auch in seinem Viertel und Muñoz Molina leitete das Instituto Cervantes in New York bis 2006. Somit kennt er die Lebensrealität dieses Mannes sehr genau was die äußeren Bedingungen angeht. Ein Roman der sachte und atmosphärisch die Situationen erzählt, es werden Gerüche und Geräusche plastisch. Besonders eindringlich werden Personen beschrieben. Eine wahre literarische Freude dieses Buch zu lesen! Besonders da die Übersetzung von Willi Zurbrüggen sehr gelungen ist! Als Gastland 2022 der Frankfurter Buchmesse erhoffe ich diesem Titel eine besondere Aufmerksamkeit!

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    03.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wartender Mann in…

    Ein wartender Mann in Lissabon Ein Roman, der das Zeug hat zum Klassiker zu werden. Denn er ist einerseits unserem Zeitgeist sehr nahe, aber doch so zeitlos wie ein guter Roman sein sollte. Alleine der erste Satz zieht einen in die Geschichte, wenn es da heißt: „Ich habe mich in dieser Stadt niedergelassen, um dort auf das Ende der Welt zu warten.“ Die Stadt von der hier die Rede ist, ist Lissabon. Übrigens ein elementarer Protagonist in diesem Roman ist die Stadt! Der alternde Mann in dessen Kopf wir fortwährend der Geschichte seiner Subjektivität folgen, zieht hier mit seiner jüngeren Frau Cecilia hin nachdem er in die Frührente aus New York entschwand. Im Grunde genommen hat ihn sein amerikanischer Arbeitgeber loswerden wollen und das Paar macht das Beste daraus. Sie, die titelgebende Cecilia, ist deutlich jünger und als Hirnforscherin hochaktiv und ständig auf Achse und so wird endlich das alte Klischee von Frau wartet auf Mann aufgebrochen und es heißt so schön: „Tage von Cecilia“, denn er wartet sehnsüchtig auf sie. Im Original ist der Roman auf Spanisch bereits 2019 erschienen und mir scheinen hier viele Erlebnisse des Autoren Antonio Muñoz Molina eingegangen zu sein, denn er lebt in Lissabon, der Wartende wohnt auch in seinem Viertel und Muñoz Molina leitete das Instituto Cervantes in New York bis 2006. Somit kennt er die Lebensrealität dieses Mannes sehr genau was die äußeren Bedingungen angeht. Ein Roman der sachte und atmosphärisch die Situationen erzählt, es werden Gerüche und Geräusche plastisch. Besonders eindringlich werden Personen beschrieben. Eine wahre literarische Freude dieses Buch zu lesen! Besonders da die Übersetzung von Willi Zurbrüggen sehr gelungen ist! Als Gastland 2022 der Frankfurter Buchmesse erhoffe ich diesem Titel eine besondere Aufmerksamkeit!

  • Circlestonesbooks.blog

    5/5

    05.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Komplex, eindringlich und…

    Komplex, eindringlich und rätselhaft „Im Traum bin ich in New York, doch diese Gewissheit entspricht überhaupt nicht dem, was ich sehe. Ich bin irgendwo in Lissabon und weiß nicht, wie ich dorthin gelangt bin.“ (Zitat Seite 230) Inhalt Ein Mann ist gerade von New York nach Lissabon gezogen. Während seine Frau Cecilia, eine Forscherin, zwischen dem Abschluss ihrer wissenschaftlichen Arbeit in New York und Kongressen pendelt, hat er Zeit, die Umzugskartons auszupacken und die Wohnung einzurichten, denn er ist schon im Vor-Ruhestand. Begeistert erzählt er, dass man aus den Fenstern der Wohnung wieder auf einen Fluss blickt, früher war es der Hudson, jetzt ist es der Tejo. So entsteht in einem ruhigen Viertel von Lissabon ein schönes neues Zuhause. Während er wartet, leistet die Hündin Luria dem Mann Gesellschaft und beide warten voll Vorfreude auf die Ankunft von Cecilia. Die Tage vergehen … Thema und Genre Der Schwerpunkt in diesem Roman sind psychologische Fragen zu Kernthemen wie die eigene Erinnerung an in der Vergangenheit erlebte Situationen und die Unberechenbarkeit dieser Erinnerungen, Ängste, der schmale Grat zwischen Realität und Scheinwelt. Charaktere Der Ich-Erzähler fühlt sich in Lissabon wohl und ist froh, New York verlassen zu haben, freut sich auf die Ankunft seiner Frau. Doch je länger der Mann wartet, desto mehr verliert er das Gefühl für Raum und Zeit, seine Gedanken pendeln zwischen den vielen Erinnerungen an die Zeit in New York und seiner neuen täglichen Routine in Lissabon. „Das jetzt ist in die Ferne gerückt. Die damalige Vergangenheit ist von mächtigerer Beschaffenheit als die Gegenwart.“ (Zitat Seite 212) Handlung und Schreibstil Die Geschichte kommt mit wenigen Personen aus. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Mann, der nach einer Übersiedlung darauf wartet, dass seine Frau, eine erfolgreiche und vielbeschäftigte Wissenschaftlerin, in die neue gemeinsame Wohnung nachkommt. Er teilt mit uns seine Erinnerungen an die Zeit und Ereignisse in New York, aber auch die Bücher, die er gerade liest und denkt auch über aktuelle Themen nach. So breitet der Autor die an sich einfache Situation, ein Mann und seine Hündin warten auf seine Frau, weit aus, wie einen bunten Fächer, facettenreich, eindrücklich, beklemmend. Mit dem Mann warten wir auf Cecilia und mit jedem Detail fragen wir uns, ob die Geschichte, die er uns da erzählt, tatsächlich so ist, wie von ihm geschildert. Es sind die Gedanken und Zweifel, die diesem Roman die Spannung geben. Gleichzeitig nimmt sich der Autor Zeit für eindrückliche Schilderungen von Lissabon, des ruhigen Stadtteils, in dem die neue Wohnung liegt, aber auch für prägende Szenen in der turbulenten Stadt New York. Es ist mit die Sprache, die uns beim Lesen sofort in den Bann dieser Geschichte zieht. Fazit Eine intensive Geschichte mit vielen Facetten zwischen dem Lebensgefühl in der bunten Stadt Lissabon, aber auch den drängenden Themen und Problemen unserer Zeit, zwischen Liebe, Erinnerungen, Traum und Wirklichkeit.

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