Produktbild: Das andere Mädchen

Das andere Mädchen Nobelpreis für Literatur 2022

8

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.10.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

80 (Printausgabe)

Dateigröße

1863 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

L'autre fille

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783518773758

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

12.10.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

80 (Printausgabe)

Dateigröße

1863 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

L'autre fille

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783518773758

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Zuerst Einzelkind, dann plötzlich jüngere Schwester einer verstorbenen Schwester

katis zettelchen aus Salzburg am 21.11.2025

Bewertungsnummer: 2659690

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ernaux ist eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen. Sie verwebt ihre eigene Lebensgeschichte mit einem Gesellschaftsbild der Zeit und reflektiert gleichzeitig über den Prozess des Schreibens. Ihre Bücher sind oft kurz, aber so intensiv! In diesem Büchlein in Briefform geht es um ihre Schwester, von der sie offiziell nie etwas wusste, weil sie gestorben ist, bevor Ernaux geboren wurde. Sie überhört als Kind ein Gespräch der Mutter und erfährt so unabsichtlich und unerwartet, dass sie nicht Einzelkind ist, sondern – was? Auf einmal ist da der ewig präsente Vergleich mit der toten Schwester. Das Geheimnis führt dazu, dass sie ihre Position innerhalb der Familie, ihr Verhältnis zu ihren Eltern und zu der toten Schwester, ihr Selbstbild neu definieren muss, ohne mit jemandem darüber zu spechen. Der viel später verfasste Brief an die Schwester bildet eine weitere Reflektionsebene. Einer meiner Lieblingssätze: „Als Kind – ist das der Ursprung meines Schreibens? – war ich überzeugt, ich wäre die Doppelgängerin eines anderen Mädchens, das an einem anderen Ort lebte.“

Zuerst Einzelkind, dann plötzlich jüngere Schwester einer verstorbenen Schwester

katis zettelchen aus Salzburg am 21.11.2025
Bewertungsnummer: 2659690
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ernaux ist eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen. Sie verwebt ihre eigene Lebensgeschichte mit einem Gesellschaftsbild der Zeit und reflektiert gleichzeitig über den Prozess des Schreibens. Ihre Bücher sind oft kurz, aber so intensiv! In diesem Büchlein in Briefform geht es um ihre Schwester, von der sie offiziell nie etwas wusste, weil sie gestorben ist, bevor Ernaux geboren wurde. Sie überhört als Kind ein Gespräch der Mutter und erfährt so unabsichtlich und unerwartet, dass sie nicht Einzelkind ist, sondern – was? Auf einmal ist da der ewig präsente Vergleich mit der toten Schwester. Das Geheimnis führt dazu, dass sie ihre Position innerhalb der Familie, ihr Verhältnis zu ihren Eltern und zu der toten Schwester, ihr Selbstbild neu definieren muss, ohne mit jemandem darüber zu spechen. Der viel später verfasste Brief an die Schwester bildet eine weitere Reflektionsebene. Einer meiner Lieblingssätze: „Als Kind – ist das der Ursprung meines Schreibens? – war ich überzeugt, ich wäre die Doppelgängerin eines anderen Mädchens, das an einem anderen Ort lebte.“

Das Leid der Eltern Für…

Juti aus HD am 12.03.2023

Bewertungsnummer: 2796385

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Leid der Eltern Für Eltern gibt es wohl nichts schlimmeres, als wenn ein Kind stirbt. Und so beschreibt die Autorin treffend die Leerstelle, die nach dem Tod ihrer Schwester entstand. Sie selbst hat sie nie kennengelernt, weil sie erst nach ihrem Tod geboren wurde. Kurz vor Schluss erfahren wir, dass ihre Eltern glaubten, sich nur ein Kind leisten zu können. Ihre Eltern redeten nicht von ihr, die Erzählerin fragte auch nicht. Auch die Gelegenheit zur Aufklä­rung, als über den Tod anderer Kinder gesprochen wurde, lassen die Eltern verstreichen. Selbst der Friedhofsbesuch geschieht nicht mit der jüngeren Tochter. Einzig von ihren Cousinen hat sie Fotos mit ihr bekommen, die mit 6 Jahren 1938 während einer Diphterie-Epidemie starb. Nur später während der Demenzkrankheit der Mutter fällt ihr ein, dass sie zwei Kinder geboren hat. Und natürlich muss die Erzählerin auch damit leben, dass sie mit der Toten verglichen wird, die viel lieber war als sie, weil sie zur Heiligen wurde. Dieses kleine Büchlein, dass höchstens 60 Textseiten hat, und von der Nobelpreisträgerin Brief genannt wird, lässt sich an einem Nachmittag gut lesen. Ich hoffe, dass heute nicht mehr alles totgeschwiegen würde. Für die Nachkriegszeit kann ich es mir aber vorstellen, weil die Vorstellung, das erwachsene Menschen plötzlich weinen könnten, so schlimm war, dass sie lieber schwiegen. Die anfängliche Frage, ob Ernaux in ihrem Leben wirklich das alles selbst erlebt hat, trat während des Lesens in den Hintergrund. Sie ist auch unwichtig. Also 5 Sterne.

Das Leid der Eltern Für…

Juti aus HD am 12.03.2023
Bewertungsnummer: 2796385
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Leid der Eltern Für Eltern gibt es wohl nichts schlimmeres, als wenn ein Kind stirbt. Und so beschreibt die Autorin treffend die Leerstelle, die nach dem Tod ihrer Schwester entstand. Sie selbst hat sie nie kennengelernt, weil sie erst nach ihrem Tod geboren wurde. Kurz vor Schluss erfahren wir, dass ihre Eltern glaubten, sich nur ein Kind leisten zu können. Ihre Eltern redeten nicht von ihr, die Erzählerin fragte auch nicht. Auch die Gelegenheit zur Aufklä­rung, als über den Tod anderer Kinder gesprochen wurde, lassen die Eltern verstreichen. Selbst der Friedhofsbesuch geschieht nicht mit der jüngeren Tochter. Einzig von ihren Cousinen hat sie Fotos mit ihr bekommen, die mit 6 Jahren 1938 während einer Diphterie-Epidemie starb. Nur später während der Demenzkrankheit der Mutter fällt ihr ein, dass sie zwei Kinder geboren hat. Und natürlich muss die Erzählerin auch damit leben, dass sie mit der Toten verglichen wird, die viel lieber war als sie, weil sie zur Heiligen wurde. Dieses kleine Büchlein, dass höchstens 60 Textseiten hat, und von der Nobelpreisträgerin Brief genannt wird, lässt sich an einem Nachmittag gut lesen. Ich hoffe, dass heute nicht mehr alles totgeschwiegen würde. Für die Nachkriegszeit kann ich es mir aber vorstellen, weil die Vorstellung, das erwachsene Menschen plötzlich weinen könnten, so schlimm war, dass sie lieber schwiegen. Die anfängliche Frage, ob Ernaux in ihrem Leben wirklich das alles selbst erlebt hat, trat während des Lesens in den Hintergrund. Sie ist auch unwichtig. Also 5 Sterne.

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Das andere Mädchen

von Annie Ernaux

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