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Tamar Noort

1. Die Ewigkeit ist ein guter Ort

Die Ewigkeit ist ein guter Ort

Gesprochen von
93

21,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Luise Helm

Spieldauer

8 Stunden und 26 Minuten

Erscheinungsdatum

27.07.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839819890

Beschreibung

Rezension

»Berührendes, nachdenkliches und dennoch oft heiteres Hörbuch, das stimmungsvoll und mit viel Einfühlungsvermögen eingesprochen ist.« ("Eliport")
»Luise Helm, v.a. als Synchronstimme von Scarlett Johansson bekannt, trifft die leichte wie auch die melancholische Stimmung in der ungekürzten Lesung des Debüts von Tamar Noort.« ("BR")

Produktdetails

Gesprochen von

Luise Helm

Spieldauer

8 Stunden und 26 Minuten

Erscheinungsdatum

27.07.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839819890

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Bewertung

    aus Speyer

    3/5

    15.07.2022

    Hörbuch (Audio)

    Tut nicht weiter weh

    Zugegeben: An sich sprach wenig bis nichts für dieses Hörbuch – außer der Sprecherin, die es vor gut einem Jahr fertigbrachte, mich für das Medium Hörbuch (wieder) zu begeistern. Würde es ihr gelingen, auch für diese Geschichte Begeisterung wecken zu können?! Die Geschichte handelt von Elke, einer jungen Frau, angehender Pastorin, der während einer Sterbebegleitung der Text des Vaterunsers nicht mehr einfallen will. Doch auch der Text anderer Gebete ist weg, Elke steht vor einem Scherbenhaufen: Ist ihr ihr Glaube abhandengekommen oder ist sie „nur“ ausgebrannt? Denn auch in ihrer Beziehung zu einem Ungläubigen findet sie keinen Halt und ohnehin nagt es an ihr, dass sie ihren Berufsweg letztlich von den Erwartungen ihrer Eltern hat vorzeichnen lassen. Um Klarheit zu bekommen, ob sie unter „Gottdemenz“ leidet, kehrt sie zu ihren Eltern in die alte Heimat zurück. Dort kann sie sich aber auch nicht sammeln und selbst sortieren, denn dazu müsste sie zuerst mit einem Unglück aus der Vergangenheit ins Reine kommen … Klar dürfte sein, dass „Die Ewigkeit ist ein guter Ort“ keine Feel-Good-Lektüre ist: Es geht um Glaube, Krisen(bewältigung), Selbstfindung, Aufräumen mit und Emanzipation von Erwartungen, Hoffnung auf und Weichenstellen für die Zukunft, aber auch Verluste, Zweifel, Ängste. Und Letztere sind berechtigt: Immerhin musste Elkes Familie den Tod von Elkes Bruder verdauen, was für Elke nun der erste Punkt ist, den sie zu klären bzw. zu verarbeiten hat. Auch die Trennung von ihrem Freund macht ihr auf den ersten Blick zu schaffen – in logischer Konsequenz war sie aber nötig, weil Jan und Elkes Beziehung auf falschen „Annahmen“ beruhte, was ihr klar wird, als sie einen so ganz anderen Mann als Jan kennenlernt (das spricht nicht unbedingt für große Reflekthiertheit der Protagonistin). Und dann ist da natürlich noch die Frage nach dem Glauben an Gott, was man auch ohne gläubig zu sein lesen wollen kann. Denn letztlich geht es „nur“ darum, ob man in einem Beruf bleibt, bei dem man keine Perspektive, keinen Sinn mehr erkennt und damit sein Leben nicht nach eigenen Vorstellungen, sondern den Erwartungen anderer ausrichtet. Erzählt wird die Geschichte aus Elkes Perspektive, sodass sich Leser bzw. Hörer besonders gut in die Figur zu versetzen vermögen: ein gern genutzter „literarischer Kniff“, der im Buch bei mir nicht verfangen hätte, die Geschichte hat Längen, vieles ist nicht eben neu ... Einmal mehr ist es Luise Helm, die Elke ihre Stimme leiht und es noch rausgerissen hat: Sowohl ihre Stimme als auch ihre Art, zu lesen, waren es, die mich bei der Stange hielten. Das Buch wäre über 2,5 Sterne bei mir nicht hinausgekommen, Helm hätte 5 Sterne verdient, sodass sich bei platter Berechnung des Mittelwerts 3,75 Sterne ergäben. 4 Sterne wären aber besseren Geschichten gegenüber unfair, wenn die Geschichte selbst wie diese bloß nicht weiter „weh tut“; daher gibt es 3 Sterne.

  • Elvira P.

    aus Goch

    2/5

    24.08.2022

    Hörbuch (Audio)

    Sprachlosigkeit

    Elke, 30 Jahre alt, abgeschlossenes Theologiestudium, jobbt ehrenamtlich in einem Altersheim, als unvorbereitet und sprichwörtlich aus heiteren Himmel eine Gottesdemenz über sie kommt. Sie erinnert keine Gebetstexte mehr. Sie kann weder aus der Bibel predigen noch biblische Texte vorlesen. Ihre Eltern erwarten, dass sich baldmöglichst die Gemeinde Ihre Vaters übernehmen wird, aber wie soll sie das zu Stande bringen ohne Gottes Beistand? Vorweg, Luise Helm hat das Buch hervorragend gelesen. Ihre Stimme gab filterlos die Verunsicherung und Verzweiflung der Protagonistin wieder. Probleme bereitete mir allerdings die Protagonistin Elke. Bereits zu Anfang des Buches war ich darüber entsetzt, dass der Seelsorger in dem Altenheim zwar die Beschwerden der Bewohner und der Angehörigen ernst nahm, aber keine Zeit und Muße hatte auf die Probleme seiner Mitarbeiterin einzugehen. Er hat sie sich nicht einmal erklären lassen. Was ist das denn für ein Seelsorger? Dieses unverständliche Verhalten des Seelsorgers spiegelt meiner Meinung nach das Hauptproblem dieser Geschichte. Niemand redet über seine Probleme und es wäre auch niemand da, der sie sich anhören würde. Statt über ihre Probleme zu reden, macht Elke wahnwitzige, unverständliche Unternehmungen. Sie legt einen toten Embryo (vielleicht von einer Maus) in eine Schachtel auf die Fensterbank ihres Schlafzimmers, fährt anschließend für eine Woche in den Norden zu ihren Eltern und lässt ihren Freund die ganze Zeit mit den Folgen der Verwesung allein. Mit meinen 66 Jahren habe ich selbst einige Sinnkrisen erlebt, aber mit den Gedanken und Handlungsweisen dieser jungen Frau kann ich nichts anfangen. Ich habe eigentlich nur weitergehört in der Hoffnung, dass die ganzen Kapriolen zu etwas führen könnten, aber ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

  • Bewertung

    5/5

    09.09.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Tiefsinniges Buch, welches schafft zu überraschen

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Zunächst war ich aufgrund der religiösen Thematik skeptisch, da ich selbst nicht gläubig bin, aber der Schreibstil und die Geschichte haben mich so gepackt, dass die anfängliche Skepsis in den Hintergrund geriet. Mit Witz und Charme,Leichtigkeit und trotzdem viel Tiefgründigkeit wird die Geschichte der jungen Pastorin beschrieben, die plötzlich Gott "verliert". Den Verlauf hätte man am Anfang sicher nicht vermutet :-)

  • Bewertung

    5/5

    15.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Selbstfindungsprozess einer jungen Pastorin

    Auf dem Buchcover ist eine junge Frau zu sehen, die auf einem Drahtseil balanciert. Dieses Symbol verkörpert das zentrale Thema der Geschichte: Elke, eine junge Pastorin, ist auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Nachdem sie plötzlich alle Dinge vergessen hat, die einen Bezug zu Gott haben (Elke nennt dieses Phänomen „Gottdemenz“) gerät ihre bisherige Lebensplanung ins Wanken. Eine wichtige Rolle spielen bei ihrem Selbstfindungsprozess die Auseinandersetzung mit dem angestrebten Beruf, die Aufarbeitung des Unfalltods ihres Bruders und ihre Beziehung zu Jan, einem perfektionistisch veranlagten Atheisten. Die Begegnung mit einer Gruppe von Motorradartisten entführt Elke in eine Welt, jenseits von Sicherheit und gutbürgerlichem Leben. Zunächst scheint Elke fasziniert von diesem unkonventionellen Leben. In der Abgeschiedenheit ihres Heimatortes sucht Elke nach Antworten auf Fragen an sich und das Leben, die in ihr Bewusstsein drängen. Tamar Noort hat für das erste Kapitel ihres Romans 2019 den Hamburger Literaturpreis gewonnen. Völlig zurecht, wie ich finde. Auf eine sehr bewegende Weise lässt sie den Leser an der Sinnsuche der jungen Seelsorgerin teilhaben. Dabei kommt es zu skurilen Situationen, wenn Elke beispielsweise einen verwesenden Mäusekadaver in einer Schachtel in der Wohnung ihres Freundes zurücklässt oder wenn der nach der amerikanischen Schriftstellerin Gertrude Stein benannte Papagei Gertrude ihren Freund Jan in dessen Wohnung angreift. Die Figuren sind authentisch. Durch den detaillierten und präzisen Schreibstil der Autorin entstehen aussagekräftige Bilder der handelnden Personen. Das Thema Tod (und Ewigkeit) taucht in unterschiedlichen Facetten im Handlungsverlauf auf. Verknüpft mit der äußeren Handlung sind Betrachtungen des Lebenssinns aus der Sicht der verschiedenen Romanfiguren. Dadurch wird der Leser angeregt, seine eigene Sichtweise des Lebens denen der Romanfiguren gegenüber zu stellen. An Elkes Weg zu sich selbst teilzuhaben, kann auch für den Leser bereichernd sein. Wer tiefsinnige Lebensanalysen, verpackt in einer Romangeschichte mit überraschenden Ereignissen, mag, für den ist dieses Buch empfehlenswert.

  • Bewertung

    5/5

    17.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erdend

    Elke führt ein Leben, welches vollkommen nach Ihren Bedürfnissen ausgelegt ist. Sie arbeitet als Seelsorgerin und ist vollkommen bei Ihrer Arbeit angekommen. Gut, diese Arbeit ist ehrenamtlich und Elke ist auch noch nicht vollständige Pfarrerin. Aber sie liebt ihren Job und fühlt sich gebraucht. Doch eines Tages passiert es von einem Moment auf den anderen. Gott verlässt sie. Selbst das Vaterunser bekommt sie nicht mehr vollständig ausgesprochen. Für Elke gibt es nur eine Erklärung. Sie leidet an Gottdemenz und sucht ihren Weg um Gott wieder zu spüren und eine gute Pastorin zu werden. Schließlich wünscht sich ihr Vater, dass sie seine Nachfolge antritt. Elkes Gottdemenz, welche stark an ein Burn-Out erinnert, verleitet sie zu schrägen Aktionen. Sie findet den Däumling und lässt sich auf eine interessante Attraktion ein. Doch dann ist es ihre Vergangenheit die sie einholt und zeigt, wie sehr die Vergangenheit mit der Zukunft verknüpft ist. Elke ist ein wunderbarer Mensch und bis zu den letzten Seiten ist es mir gelungen einige Teile ihres Charakters zu übersahen. Insbesondere ihr Umgang mit ihrem Freund Jan. Die beiden haben unterschiedliche Interessen und doch zeigt mir das Buch erst zum Schluss wie wichtig Kommunikation ist. Mit diesem Buch konnte ich sehr entspannen. Es holte schleichend alle Spuren der Emotionen heraus und zeigt wie viele Fassetten von Trauer in uns Menschen stecken. Der Lesefluss war mehr wie angenehm und ich war traurig, als ich das Ende des Romans erreichte. Es war nicht nur gut recherchiert sondern auch tiefgründig geschrieben. Ein Schatz von Buch, der sich selten finden lässt.

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