Roxy - Ist sie die mächtigste Droge von allen? Als Isaac der überirdisch schönen Roxy begegnet, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Er fühlt sich lebendig wie nie, alles ist leicht und nichts scheint unmöglich. Isaac ahnt nicht, dass Roxy kein normales Mädchen ist, sondern eine Droge, hergestellt in einem Labor, machthungrig und auf der Suche nach ihrem ersten echten Opfer. Sie will endlich beweisen, wie tödlich sie ist. Doch Roxy hat nicht damit gerechnet, dass sie sich selbst verliebt. "Roxy" ist Neal und Jarrod Shustermans Antwort auf eine unscheinbare Frage - eine Frage, der jeder von uns irgendwann begegnet und die dich völlig unvorbereitet trifft. "Willst du auch mal?" Die Antwort verändert dein Leben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Katrinsbuecherwelt
aus Castrop-Rauxel
5/5
30.05.2022
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Eine krasse Geschichte
Was wäre, wenn man Drogen wie Menschen wahrnimmt?
Diese Erfahrung habe ich mit der Geschichte von Roxy gemacht.
Die verschiedenen Sprecher und Sprecherinnen sind in die verschiedenen Rollen der Drogen geschlüpft und haben sie erschreckend echt wieder gegeben, also wenn ich das so nennen kann.
Wie immer fängt es harmlos an, eine Tablette Ibu hier, eine da und so kann es anfangen, der Teufelskreis. Es ist wirklich erschreckend war Isaac durchmacht, aber auch die Geschichte seiner Schwester hat mich nicht kalt gelassen, ganz im Gegenteil. Es lässt mich einfach nicht mehr los.
Für mich definitiv ein Jahreshighlight.
melange
aus Bonn
5/5
25.03.2022
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Drogen sind auch nur Menschen
Zum Inhalt:
Isaac und seine Schwester haben Probleme, - doch für Probleme gibt es eine Lösung in Form von chemischen Helferlein. Aber ist das wirklich die Lösung oder nur der Beginn eines noch größeren Problems?
Mein Eindruck::
Vater und Sohn Shusterman beherrschen nicht nur die Kunst, sich in jugendliche Charaktere zu versetzen, - jetzt verleihen sie sogar (Designer-)Drogen und verschreibungspflichtigen Medikamenten mit Suchtpotenzial eine Stimme. Denn die titelgebende Roxy ist so ein Medikament und wie ihre Verwandtschaft setzt sie ihre Reize ein, um ihren Zögling zur letzten Party zu bitten.
Die Sprecher sind genial. Roxy (das Medikament Oxycontin) und Addie (Adderall) sind perfekt eingelesen, während sie in ihren Wettstreit die Geschwister Ivy und Isaac hineinziehen. Obwohl schon am Anfang klar ist, dass für einen der Flirt mit dem Medikament tödlich ausgeht, bleibt bis zum Schluss unklar, welche/r Jugendliche stirbt. Im Gegensatz zu Roxy und Addie, deren Gedanken in der ersten Person geschrieben sind (und damit den Leser/innen auf direktem Wege verabreicht werden), nutzen die Autoren für die Menschen die abgeklärtere Sicht der dritten Person. So hält man Abstand zum Geschehen und bleibt Zuschauer der Party.
Dass (und den Grund warum) das Umfeld der beiden erst sehr spät etwas bemerkt, wird ebenfalls gut erklärt und obwohl den Jugendlichen hierzulande zwar das amerikanische Schulsystem mit seinen Tücken fremd ist, wird der Druck, unter dem alle stehen, gut spürbar.
Mein Fazit:
Auch wenn die Drogen glitzern - die Geschichte zeigt eindringlich, dass der schöne Schein nur Talmi ist
Ashelia
4/5
10.04.2022
Hörbuch-Download
Interessante Umsetzung des Themas Drogenkonsum
Zuerst einmal ein paar Worte zum Klappentext, weil ich finde, dass der irreführend ist. Zwar werden alle vorkommenden Drogen personifiziert und haben auch normale Namen wie z.B. Roxy, aber ihre Begegnungen mit den Menschen und die Dialoge habe ich eher als gedankliche Zwiegespräche wahrgenommen, nicht als tatsächliche Aufeinandertreffen von Mensch und personifizierter Droge. Immerhin können auch nur die Personen, die die Drogen nehmen, diese "sehen" und sie nehmen ja keine menschlichen Gestalten zu sich, sondern ganz normale Tabletten usw. Wenn ihr versteht, wie ich das meine?
Die Handlung dreht sich hauptsächlich um die Geschwister Isaac und Ivy. Isaac verstaucht sich den Knöchel und nimmt daraufhin eine Schmerztablette (Oxycodon bzw. hier in Person von Roxy) von seiner Großmutter an - von denen er bald nicht mehr los kommt. Ivy wiederum hat Probleme, sich zu Konzentrieren und bekommt vom Arzt ADHS diagnostiziert. Das Medikament Adderall soll ihr bei ihrem Konzentrationsproblem helfen (hier in Person von Addison).
Während Ivy durch Addison endlich ihr Leben im Griff zu haben scheint, geht es für Isaac zunehmend bergab. Er kommt von Roxy nicht mehr los, genießt die Schmerzfreiheit, auch dann, als sein Knöchel bereits verheilt ist. Doch wie soll er an neue Tabletten kommen?
Die Idee der personifizierten Drogen gefiel mir gut. Neben Roxy und Addison tauchen auch noch einige weitere Drogen auf, die aber eher eine randliche Rolle spielen. Der Nachteil beim Hörbuch ist hier, dass man schnell den Überblick über die Drogen und ihre Namen verliert. Im Print ist meines Wissens nach eine Liste zum Nachschlagen drin, das macht es natürlich einfacher. Ich kam beim Hören jedoch immer mal wieder durcheinander und mir war nicht immer auf Anhieb klar, welche Drogen/Substanzen hinter den Namen stecken.
Davon abgesehen verläuft die Handlung durchweg fesselnd ab, wenn auch bis zum großen Finale eher ruhig. Was langsam mit dem Alltag von Isaac und Ivy und ihren privaten und familiären Problemen beginnt, wird zunehmend durch den Drogenkonsum unterwandert. Die Ereignisse überschlage sich irgendwann und nehmen dramatische Wendungen an. Unterbrochen wird die Handlung immer wieder durch Szenen aus der Sicht der Drogen, die sich untereinander unterhalten und absprechen, wobei die Eigenschaften der Drogen auf einer personifizierten Ebene dem Lesenden nahegebracht werden. Ich fand es erstaunlich gut getroffen, welche Auswirkungen und Erwartungen mit den einzelnen Drogen in Verbindung gebracht werden und wie dies in dem Roman dargestellt wird.
Auch die Entwicklung von Isaac und Ivy und wie es zur Abhängigkeit kommt, fand ich nachvollziehbar dargestellt. Dabei sind die Geschwister nicht unbedingt immer sympathisch, sondern verhalten sich auch mal typisch jugendlich aufbrausend oder ignorant. Das machte den Roman für mich insgesamt sehr authentisch.
Wer ein etwas ungewöhnliches Jugendbuch zum wichtigen Thema Drogenkonsum lesen möchte, ist hier richtig. Ich fand, dass die Problematik, der Weg in die Abhängigkeit und die gesundheitlichen Auswirkungen nachvollziehbar beschrieben und durch die personifizierten Drogen auf einer auch für junge Menschen verständlichen und einnehmenden Art umgesetzt wurden.
Das Hörbuch wird von insgesamt vier Sprecher:innen vertont, sodass Isaac, Ivy, Addison und Roxy eigene Stimmen erhalten. Alle vier haben einen ordentlichen Job gemacht und die Stimmen passten zu den Charakteren.
mesu
2/5
27.05.2022
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Verwirrende Geschichte
Das Hörbuch wird von vier unterschiedlichen Sprechern/innen gelesen und ist daher vielfältig besetzt. Die Stimmen sind angenehm und bringen die Geschichte gut rüber. Doch die Handlung konnte mich leider nicht überzeugen.
Roxy ist eine Droge die süchtig macht. Sie ist unersättlich, will abhängig machen und ihren Konsumenten vereinnahmen. Isaac ahnt nicht was ihm geschieht, als er nach einer Verletzung das Schmerzmittel einnehmen muss. Roxy wittert ihre Chance um in einen weiteren Menschen eindringen zu können. Wird er ihr widerstehen können?..
Die Geschichte kllingt vielversprechend und ungewöhnlich. Aber sie ist sehr verwirrend und irgendwie abgehoben. Einen Zugang zu finden, war für mich nicht leicht, daher hat sie mich nicht überzeugt.
Jenny Wons
aus Bergheim
5/5
08.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Lesehighlight
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – dieses Buch hat mich komplett überrascht. Ich wusste nicht einmal, dass es existiert, und frage mich wirklich, wie es mir bisher entgehen konnte. Als großer Fan von Neal Shusterman war es für mich eigentlich keine Frage, ob ich es lesen würde – ich lese sowieso alles, was er schreibt. In diesem Fall bin ich komplett ohne Vorwissen eingestiegen, nicht einmal den Klappentext hatte ich gelesen, was ich meistens bewusst so halte. Besonders bei Neal Shusterman braucht es das auch nicht – seine Bücher sind immer eine Entdeckung für sich.
Anfangs war ich etwas verwirrt, da mir nicht sofort klar war, wer der Erzähler ist und wie die Geschichte aufgebaut ist. Aber schon nach wenigen Seiten habe ich mich zurechtgefunden – und ab da war ich völlig gefesselt.
Was Shusterman (zusammen mit seinem Sohn Jarrod) in "Roxy" gelungen ist, ist nicht nur ein eindrucksvoller Roman über Abhängigkeit und Drogenmissbrauch – es ist eine tiefgründige, kreative und vor allem erschütternd realitätsnahe Auseinandersetzung mit einem hochaktuellen Thema. Besonders beeindruckend ist die Art, wie die Substanzen personifiziert werden: Roxy (Oxycodon) tritt als verführerisch-dominante Figur auf, fast wie eine toxische Geliebte, während Addison (Adderall) eher kumpelhaft wirkt. Diese Darstellung ist unglaublich einprägsam und macht das komplexe Thema greifbarer, besonders für jüngere Leser:innen.
Dabei ist das Buch alles andere als Moral erinnernd – es urteilt nicht, sondern erzählt. Es zeigt zwei unterschiedliche Wege in die Sucht: Ivy, die durch Leistungsdruck immer wieder zu Adderall greift, um die Erwartungen ihrer Eltern, der Schule und ihrer Freunde zu erfüllen. Ihre „Sucht“ ist psychologisch getrieben – sie glaubt, die Medikamente zu brauchen, um ihr „bestes Ich“ zu erreichen. Dabei trifft sie durchaus bewusste Entscheidungen, was das Ganze noch tragischer macht. Selbst wenn es „nur“ Paracetamol gewesen wäre – der übermäßige Gebrauch bleibt nicht ohne Folgen. Das Buch macht klar: Es geht nicht nur darum, was man nimmt, sondern warum.
Auf der anderen Seite steht Isaac, dessen Weg in die Abhängigkeit viel körperlicher, unkontrollierter verläuft. Sein Körper übernimmt irgendwann die Kontrolle, und genau das zeigt, wie unterschiedlich Suchtverläufe aussehen können. Beide Geschichten sind intensiv, erschütternd und realitätsnah – und beide verdeutlichen, dass Drogenabhängigkeit nicht nur „die anderen“ betrifft. Auch kluge, leistungsstarke, „anständige“ Menschen können hineinrutschen – unter Druck, aus Überforderung, aus emotionaler Not.
Die Nebenhandlung rund um die „Party“ der Substanzen, ihre Hierarchien, ihre Eigenheiten – das alles ist extrem kreativ umgesetzt und funktioniert hervorragend als Allegorie. Es gibt sogar eine Art Geschwisterbeziehung zwischen den Substanzen, bei der die „braven“ Medikamente den „abgerutschten“ Brüdern gegenüberstehen. Das wirft wichtige Fragen auf: Wer entscheidet, was gefährlich ist? Was passiert, wenn Hilfe zur Gewohnheit wird? Und wo liegt die Grenze zwischen Gebrauch und Missbrauch?
Auch die Rolle der Eltern ist ein schmerzlicher, aber zentraler Aspekt. Es wird deutlich, dass sie nicht absichtlich versagen – aber ihr emotionales Fernbleiben, ihre fehlende Präsenz hinterlassen Spuren. Gerade das macht die Geschichte umso tragischer, weil niemand der „Böse“ ist – sondern alle Figuren in einem System gefangen sind, das von Erwartungen, Druck und Unsicherheiten geprägt ist.
Fazit:
„Roxy“ ist ein mutiges, originelles und tiefgründiges Buch, das ein sensibles Thema mit kreativer Kraft behandelt. Die Personifizierung der Substanzen als handelnde Figuren ist ein genialer Kunstgriff, der das Thema auf eine neue Ebene hebt. Gleichzeitig bleibt das Buch inhaltlich fundiert, psychologisch differenziert und emotional berührend. Es zeigt, wie subtil der Weg in die Abhängigkeit sein kann – und wie wichtig es ist, frühzeitig darüber zu sprechen.
5 von 5 Sternen!
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5/5
29.03.2022
eBook (ePUB 3)
Vorsicht Suchtgefahr!
Die Art und Weise, wie die Drogen dargestellt wurden, fand ich absolut faszinierend und gut umgesetzt, anfangs jedoch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Auch die Geschwister Ivy und Isaac habe ich sofort ins Herz geschlossen und fand es erschreckend, wie schnell man in eine Sucht rutschen kann, ohne es wirklich zu bemerken oder auch wahrhaben zu wollen. Der wunderbare Schreibstil hat mich regelrecht an das Buch gefesselt und konnte es nicht weglegen.
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4/5
09.04.2022
eBook (ePUB 3)
"Willst du auch mal?"- Eine banale Frage, dessen Antwort dein Leben verändern kann!
Die Geschwister Ivy und Isaak Ramey gehen auf die Highcool und sind sehr unterschiedliche Teenager. Während Isaak schon Pläne und Ziele für sein weiteres Leben hat, ist seine Schwester eine Draufgängerin, die eher an Partys, als an der Schule interessiert ist. Als Ivy erfährt, daß sie die Highschool wechseln soll, beginnt sie mit Hilfe von ihrem neuen Freund Addison, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Isaak gerät derweil durch eine Verletzung auf die schiefe Bahn, da sich seine neue Freundin Roxy, unsterblich in Isaak verliebt hat und ihn niemals wieder gehen lassen will. Roxy und Isaak, wieweit geht die mächtigste Droge von allen? Ein spannendes Abenteuer mit erschreckenden Parallelen zur Realität. Ein hochaktuelles Thema aus der Perspektive der Suchtmittel und Arzneien. "Willst du auch mal?" Eine banale Frage, die alles bedeuten kann. Im Suchtbereich kann die Antwort, dein Leben schlagartig verändern. Das Abrutschen in den Tabletten bzw. Drogenmissbrauch passiert schleichend und ein Entkommen funktioniert meist nur mit Hilfe von außen. Das Buch beschreibt Schaden und Nutzen der einzelnen Arzneien und Suchtmittel und zeigt auch das bei Krankheiten, Medikamente sehr wohl eingesetzt werden können, um positiv auf das Leben einzuwirken. Roxycodone, ist allerdings ein stark wirkendes Schmerzmittel mit hohem Suchpotential, von dem man besser die Finger lässt. Ein tolles und interessantes Buch, an dem mir nur ein Glossar mit Bedeutung und Erläuterungen, zu den einzelnen Drogen bzw. Suchtmitteln, gefehlt hat.
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