Produktbild: Die beschädigte Kindheit
Band 6482

Die beschädigte Kindheit Das Krippensystem der DDR und seine Folgen

Aus der Reihe Beck Paperback
1

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2022

Abbildungen

mt 26 Abbildungen und 9 Tabellen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,5/12,1/2,2 cm

Gewicht

346 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-79199-4

Beschreibung

Rezension

„Es ist Rosenbergs Verdienst, das sozialistische Krippenwesen der DDR ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht zu haben.“
Neue Zürcher Zeitung, Linus Schöpfer

„Dieses Buch dokumentiert präzise, bestens begründet und unwiderlegbar, wie Kindeswohl wirtschaftlichen Zwängen, ideologischen Wahnvorstellungen und maßloser Selbstüberschätzung geopfert wurde.“
Pädiatrie, Walter Dorsch

„Ein wichtiges Buch … Der Verfasser schildert erschütternde Fälle einer fehlgeleiteten Politik. Die Analyse des DDR-Krippensystems wirft die grundsätzliche Frage auf, welchen Preis Familien und besonders Frauen für die Fremdbetreuung zahlen müssen – eine Frage, die Kinderärzte und Psychologen auch heute immer wieder stellen.“
Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Angelika Censebrunn-Benz

„Pädagogik-Professor Florian von Rosenberg entzaubert den Mythos vom Krippensystemin der DDR. Seine Forschungen zeigen: Je weniger Zeit die Kinder in den Familien verbrachthaben, umso schlechter fielen ihre Entwicklungswerte aus."
Die Tagespost, Stefan Fuchs

„Das Buch ist ein Schock für alle, die DDR-Kinderkrippen bislang als eine positive Errungenschaft gegenüber der ehemaligen Bundesrepublik ins Feld führen, als zukunftsweisendes Element der Gleichberechtigung der Frau.“
Badische Zeitung, Mechthild Blum

„Erziehungswissenschaftler Florian von Rosenberg hat das Krippensystem der DDR erforscht und darüber das Buch ‚Die beschädigte Kindheit‘ geschrieben. … Er wertete dafür die Akten des Ministeriums für Gesundheitswesen von 1949 bis 1989 aus.“
Deutschlandfunk Kultur, Christian Rabhansl

„Rosenberg dokumentiert, dass politisch Verantwortliche der DDR auf Erfahrungen und Erkenntnisse von Ärztinnen und Krippenforschern nicht reagierten und diese sogar unterdrückten. Und dass der Staat, der die Bedürfnisse seiner Bürger achten wollte, die Bedürfnisse der Jüngsten, der Säuglinge und Kleinkinder, missachtete.“
mdr KULTUR, Kristin Unverzagt

„Erschütternd“
Mitteldeutsche Zeitung, Christian Eger

„Florian von Rosenberg macht mit seinem leicht lesbaren, sehr gut recherchierten Buch nicht nur auf die Schäden für die Krippenkinder aufmerksam. Er lässt auch Zweifel an der These aufkommen, dass Beruf und Familie mit Hilfe frühzeitiger Fremdbetreuung in Kitas gut zu vereinbaren sind.“
RBB Radio Eins, Claudia Fuchs

„Fundiert“
zeitzeichen

„Ich wünsche dem Buch von Rosenbergs viel Verbreitung in der gesamten Elementarpädagogik. Es betrifft eines der besten Lernmodelle, wie man es nicht machen darf.“
socialnet.de, Prof. Dr. Norbert Huppertz

„Berührendes und aufklärendes Buch.“
Deutsches Ärzteblatt, Karl-Heinz Bomberg

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2022

Abbildungen

mt 26 Abbildungen und 9 Tabellen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,5/12,1/2,2 cm

Gewicht

346 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-79199-4

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Im Wartesaal zum Leben

Bewertung aus Norderstedt am 16.11.2022

Bewertungsnummer: 1827160

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe das Buch, die Fakten und Zahlen mit großem Interesse gelesen. Ich selbst vegetierte, wartete, fürchtete, hoffte und bangte sowohl in einer Wochenkinderkrippe als auch in einem Wochenheim. Lange genug (knapp 50 Jahre) dachte ich, dass diese Jahre keine gravierende Auswirkung auf mein Leben hatten. Und wenn, dann wird’s einfach überwunden. Wozu also die Wundchen, die evtl. entstanden, großartig betrachten! Alles nur Rumgeheule, alles nur Schwäche! So dachte ich. Heute muss ich anders denken. Heute sehe ich, wie diese Jahre fortlaufend in mein Leben reinreden, bestimmen und oft genug (eigentlich immer) die Führung übernehmen. Heute bin ich „alt“ genug, um eine Geschichte zu haben, um zurück zu schauen und zu sehen: ich drehe mich im Kreis, komme nicht voran, meide gewisse Situationen, falle regelmäßig in ein Loch, verstehe mich und meine Reaktionen nicht, werde krank sobald ich Kinder in meiner Nähe habe, misstraue allen und allem, glaube immer alles allein machen zu müssen... Die Jahre in den Anstalten, getrennt von meinen Eltern haben nicht nur Spuren hinterlassen, sondern mich zur Spur werden lassen. Das Buch hat mir einen Einblick nicht nur in das Denken und Handeln der DDR gegeben, sondern auch einen in die ersten 5 Jahre meines Lebens. Das Buch hat mir zwar keine Erinnerung geschenkt, aber sehr wohl einige „jetzt verstehe ich“-Momente und diese Puzzleteile sind für uns, die wir in diesen Einrichtungen trauerten, enorm wichtig. Ich hoffe für dieses Buch, dass es a.) erst gelesen wird, bevor es be-oder gar verurteilt wird, b.) dass es auch anderen einen kleinen Einblick in sein Wirken somit Leben gibt und dass es c.) so verstanden wird, wie es gemeint war: als eine objektive Darstellung einer Tatsache. Diese Einrichtungen haben in unser aller Leben tiefe und entsetzliche Wunden hinterlassen. Das ist Fakt. Wer das leugnet, verleugnet sich.

Im Wartesaal zum Leben

Bewertung aus Norderstedt am 16.11.2022
Bewertungsnummer: 1827160
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe das Buch, die Fakten und Zahlen mit großem Interesse gelesen. Ich selbst vegetierte, wartete, fürchtete, hoffte und bangte sowohl in einer Wochenkinderkrippe als auch in einem Wochenheim. Lange genug (knapp 50 Jahre) dachte ich, dass diese Jahre keine gravierende Auswirkung auf mein Leben hatten. Und wenn, dann wird’s einfach überwunden. Wozu also die Wundchen, die evtl. entstanden, großartig betrachten! Alles nur Rumgeheule, alles nur Schwäche! So dachte ich. Heute muss ich anders denken. Heute sehe ich, wie diese Jahre fortlaufend in mein Leben reinreden, bestimmen und oft genug (eigentlich immer) die Führung übernehmen. Heute bin ich „alt“ genug, um eine Geschichte zu haben, um zurück zu schauen und zu sehen: ich drehe mich im Kreis, komme nicht voran, meide gewisse Situationen, falle regelmäßig in ein Loch, verstehe mich und meine Reaktionen nicht, werde krank sobald ich Kinder in meiner Nähe habe, misstraue allen und allem, glaube immer alles allein machen zu müssen... Die Jahre in den Anstalten, getrennt von meinen Eltern haben nicht nur Spuren hinterlassen, sondern mich zur Spur werden lassen. Das Buch hat mir einen Einblick nicht nur in das Denken und Handeln der DDR gegeben, sondern auch einen in die ersten 5 Jahre meines Lebens. Das Buch hat mir zwar keine Erinnerung geschenkt, aber sehr wohl einige „jetzt verstehe ich“-Momente und diese Puzzleteile sind für uns, die wir in diesen Einrichtungen trauerten, enorm wichtig. Ich hoffe für dieses Buch, dass es a.) erst gelesen wird, bevor es be-oder gar verurteilt wird, b.) dass es auch anderen einen kleinen Einblick in sein Wirken somit Leben gibt und dass es c.) so verstanden wird, wie es gemeint war: als eine objektive Darstellung einer Tatsache. Diese Einrichtungen haben in unser aller Leben tiefe und entsetzliche Wunden hinterlassen. Das ist Fakt. Wer das leugnet, verleugnet sich.

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Die beschädigte Kindheit

von Florian von Rosenberg

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Anja Gernandt

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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4/5

Ein interessantes, gut recherchiertes...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein interessantes, gut recherchiertes Buch über einen vor der Öffentlichkeit geheim gehaltenes Kapitel der DDR-Geschichte. Erschreckend, was den Kleinsten da widerfuhr. Einziges Manko, der Ausblick auf die Nachwendezeit und in die Zukunft war sehr kurzgegriffen und unreflektiert.
  • Anja Gernandt
  • Buchhändler/-in

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4/5

Ein interessantes, gut recherchiertes...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein interessantes, gut recherchiertes Buch über einen vor der Öffentlichkeit geheim gehaltenes Kapitel der DDR-Geschichte. Erschreckend, was den Kleinsten da widerfuhr. Einziges Manko, der Ausblick auf die Nachwendezeit und in die Zukunft war sehr kurzgegriffen und unreflektiert.

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Die beschädigte Kindheit

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  • VORWORT

    I. AUFNAHME IN DIE KRIPPE
    Protest, Verzweiflung, Verleugnung

    II. SOZIALISTISCHE FAMILIEN
    Widerstand in Calau
    Zwischen Weimar und Moskau

    III. KRANKE KRIPPENKINDER
    Kleiner und leichter als die anderen
    Familien- und Krippenkinder im Vergleich

    IV. STERBENDE KINDER
    Jussuf-Ibrahim-Krippen
    Toxische Dyspepsien
    Der Lederriemen
    Propaphenin

    V. DDR-DEBATTEN UM DIE KRIPPE
    Wer ist die bessere Mutter?
    Kasernen des Kapitalismus

    VI. DIE KINDLICHE ENTWICKLUNG IN DER KRIPPE
    Entwicklungsrückstände
    Zitternde Hände

    VII. POLITIK UND PÄDAGOGIK
    Politische Repression
    «Kinder ohne Liebe»
    Pawlows Hunde

    VIII. KAPAZITÄTSSTEIGERUNG
    Überbelegung
    Abhärtungsmaßnahmen
    Entwicklungsdefizite

    IX. GETEILTE AUFMERKSAMKEIT
    Unterbesetzung
    Zuwendung
    Problemkinder

    X. ALTE UND NEUE ERZIEHUNGSVERHÄLTNISSE
    «Mutti geht mit Dir zu anderen Kindern»
    «Nun bin ich allein!»

    XI. SKEPTISCHE STIMMEN
    «Zivilisatorisch überformte Pflegebedingungen»
    Kritische Kinderärzte

    NACHWORT
    DANK
    ANMERKUNGEN
    QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
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    Gedruckte Quellen
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