Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand entfaltet das Schicksal des fränkischen Reichsritters, der zwischen persönlicher Ehre, feudaler Selbstbehauptung und der heraufziehenden Ordnung des frühneuzeitlichen Staates zerrieben wird. Goethe gestaltet den Stoff als historisches Schauspiel von ungewöhnlicher Beweglichkeit: rasche Szenenwechsel, volkstümliche Sprache, pathetische Zuspitzung und shakespearische Freiheit sprengen die Regeln des klassizistischen Dramas. Im Kontext des Sturm und Drang erscheint Götz als leidenschaftliche Figur wider institutionelle Erstarrung. Johann Wolfgang von Goethe schrieb das Drama als junger Autor, geprägt von juristischen Studien, historischem Interesse und der geistigen Aufbruchsstimmung der 1770er Jahre. Die Beschäftigung mit den Memoiren des realen Götz von Berlichingen verband sich mit Goethes Kritik an abstrakter Regelpoetik und an übermächtiger Bürokratie. Zugleich spiegelt das Werk seine Faszination für kraftvolle Individualität, Naturgefühl und nationale Geschichtsbilder. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die den Ursprung moderner deutscher Dramatik verstehen wollen. Es bietet nicht nur ein farbiges Bild ritterlicher Welt, sondern auch eine zeitlose Untersuchung von Freiheit, Recht und politischer Gewalt. Wer Goethe jenseits klassischer Harmonie kennenlernen möchte, findet hier seine ungestüme, schöpferische Frühkraft.
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Ab ins Bett, der Sandmann kommt!
Eva Fl. aus Franken am 06.06.2026
Bewertungsnummer: 3160125
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Immer wieder abends kommt die Familie im Arbeitszimmer des Vaters zusammen, dort erzählt dieser dann spannende Geschichten. Nathanel liebt diese Abende, die auf einmal aufhören. Die Mutter begründet es mit dem geheimnisvollen Sandmann, von dem sie schaurige Geschichten erzählt. Tatsächlich erhält der Vater Besuch vom Anwalt Coppelius, so dass Nathanel annimmt, dass dieser wohl der Sandmann ist. Plötzlich passiert etwas sehr Schlimmes. Auch Jahre später, als Nathanael dann studiert, fühlt er sich vom Sandmann weiterhin verfolgt. Von Freunden wird dies aber als blühende Fantasie abgetan.
Tatsächlich kannte ich dieses Werk von E. T. A. Hoffmann bisher überhaupt nicht. (Mir war ja nicht einmal bekannt, dass E. T. A. für Ernst Theodor Amadeus Hoffmann steht.) Umso mehr war ich gespannt auf dieses Buch und die Umsetzung.
Die Bilder im Buch gefallen mir unheimlich gut. Dorota Wünsch bildet wunderbar ab, wie man sich den Anwalt Coppelius anhand der Schilderungen vorstellt. Mir gefällt die Art und Weise, wie sie malt wirklich gut. Es wird alles sehr anschaulich verdeutlicht, macht auch Spaß, die Bilder anzusehen.
Die Geschichte ist tatsächlich schon auch irgendwie krass, wenn man dann natürlich erfährt, dass sie in der Tradition der damaligen Schwarzen Romantik verfasst wurde, weiß man, woher der Stil kommt.
Inhaltlich ist es meiner Ansicht nach gut zu verstehen, natürlich sind es immer mal wieder für die damalige Zeit übliche Ausdrucksweisen. Mir hat das unheimlich gut gefallen, dass man auch hier zahlreiche Zitate übernommen hat, die man dann extra kursiv gesetzt hat (und außerdem dem modernen Deutsch angepasst hat), damit man diese gleich erkennt. Das macht es für mich wirklich authentisch.
Ansonsten finde ich die Nacherzählung von Anna Kindermann wirklich toll. Ob ich der Altersempfehlung, die bei einem Lesealter von acht Jahren liegt, selbst auch so berücksichtigen würde, weiß ich nicht. Es ist ja schon ein Stück weit harter Stoff. Ich denke, sowas muss jeder für sich selbst sehen.
In meinen Augen ist dieses Stück der Weltliteratur für Kinder wunderbar umgesetzt, so machen Klassiker absolut Spaß, wecken das Interesse.
Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.
Tolle Erzählung
Mrs.Bookwonderland aus Bobenheim-Roxheim am 06.03.2026
Bewertungsnummer: 3067745
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte von Romeo und Julia kennt man ja eigentlich. Trotzdem war ich neugierig auf diese Ausgabe vom Buch.
Es geht wieder um die bekannte tragische Liebesgeschichte zwischen Romeo und Julia. Zwei Familien die verfeindet sind und eine Liebe, die eigentlich gar nicht sein darf.
Der Einstieg fällt hier recht leicht. Gerade wenn man mit klassischen Texten manchmal seine Schwierigkeiten hat.
Mir haben auch die Illustrationen im Buch gut gefallen. Sie passen gut zur Geschichte und bringen viele Szenen nochmal anders rüber.
Dadurch kommt man auch ziemlich schnell durch die Seiten. Ich bin tatsächlich durch das Buch geflogen.
Für mich war es ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann.
Die Geschichte selbst kennt man natürlich schon, trotzdem fand ich es interessant sie nochmal in dieser Form zu erleben.
Für mich war es eine schöne Möglichkeit einen bekannten Klassiker nochmal neu zu entdecken.
Ich denke das Buch könnte sowohl für Leser interessant sein die die Geschichte schon kennen, als auch für welche die Romeo und Julia vielleicht zum ersten mal lesen.
Meinung aus der Buchhandlung
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„Was ist ein Name? Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften.“
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Graphic Novel ist wirklich wunderschön illustriert und ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen. Gerade Klassiker sind oft eher schwer zugänglich, weil viele Begriffe und Redewendungen verwendet werden, die heute kaum noch im Sprachgebrauch sind. Durch die Umsetzung als Graphic Novel lassen sich diese Geschichten jedoch viel leichter verstehen und es macht dabei auch noch Spaß.
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