Zwei Frauen, ein Kind, ein gemeinsames Schicksal – der Sunday-Times-Bestseller erstmals auf Deutsch London 1754: Die junge Bess Bright, die in bitterer Armut, im Schlamm und Dreck des Londoner Hafens aufgewachsen ist, findet sich von einem Moment zum anderen in einem Alptraum wieder. Vor sechs Jahren musste sie ihre gerade zur Welt gekommene Tochter Clara ins Waisenhaus geben, außerstande, sie zu ernähren. Jetzt, da sie Clara endlich zu sich holen kann, sagt man Bess, dass ihre Tochter schon längst abgeholt wurde. Aber von wem? Im Kampf um Clara muss Bess die gesellschaftlichen Schranken ihrer Zeit überwinden ... um durch Stärke und Liebe schließlich zu sich selbst zu finden.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
03.09.2024
eBook (ePUB 3)
Schöne Geschichte
Das Buch hat mich wirklich überzeugt und das Cover ist genau so vielversprechend, wie das Buch selber. Es herrscht viel Spannung, welche durch den Schreibstill ausgeprägt wird. Ich kann es nur empfehlen!
Bewertung
5/5
01.09.2024
eBook (ePUB 3)
Sehr berührend
Die junge Bess lebt im 18 Jahrhundert in London.
ihr Geld verdient sie als Krabben Verkäuferin auf den Straßen Londons.
sie wird ungewollt schwanger und muss ihre Tochter Clara schon einen Tag nach der Geburt in einem Kinderheim abgeben.
Sie hat keine Möglichkeiten dem Kind zunächst eine Zukunft zu bieten. Aber sie schwört sich das Kind so schnell wie möglich wieder aus dem Kinderheim zu holen.
Sechs lange Jahre lang jeden Pfennig um Klara aus dem Kinderheim auszulösen.
Endlich ist der lang ersehnte Tag gekommen.
Doch best wird im Kinderheim mitgeteilt dass Clara schon lange von ihr abgeholt wurde.
Aber wer hat Clara abgeholt?
Es beginnt eine verzweifelte Suche nach Clara.
Die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zu dieser Zeit und die Armut ist richtig spürbar für den Leser.
die Autorin schreibt sehr lebhaft die Protagonisten sind glaubhaft dargestellt und mich hat das Buch überzeugt.
MarySophie
5/5
01.04.2024
eBook (ePUB 3)
Die Verlorenen
Ich habe das Buch zu weiten Teilen gehört, einiges aber auch gelesen. Und ich bin von der ersten Seite an von der Sprache begeistert gewesen. Sie ist super lebendig, bild- und vor allem stimmungsreich. Ich konnte mir zahlreiche Szenen vorstellen, empfand jegliche Beschreibungen von Orten als extrem gelungen und hatte keinerlei Probleme damit, der Handlung zu folgen. Durchweg weist die Erzählung ein schönes Erzähltempo auf und es fiel mir leicht, mich auf die Ereignisse einzulassen!
Als mein großes Highlight des Buches hat sich für mich die Stimmung herausgestellt. Die ist unglaublich gut gelungen, tut den Leser vollkommen mitreißen und war fast durchweg sehr stark. Ich habe es geliebt, wie düster und kühl die Geschichte daherkommt und wie sie trotzdem angenehm und nicht abweisend erscheint. Das ist echt richtig gut gelungen und hat für mich schließlich auch den Charakter des Buches ausgemacht.
Zudem finde ich, dass die Stimmung super zu der Handlung gepasst hat, beide Komponenten sind Hand in Hand einhergegangen und wurden toll aufeinander abgestimmt. Das hat der ganzen Erzählung gut getan und ich finde, allein für die Stimmung lohnt es sich, das Buch zu lesen!
Mir hat es gefallen, wie die Geschichte immer wieder überraschen konnte. Sie ist selten vorhersehbar und mir ist es schwergefallen, über einen möglichen Fortgang der Ereignisse zu spekulieren. Ich konnte einfach nie einschätzen, in welche Richtung die Handlung geht und was als nächstes passieren könnte, ich finde, dass die Autorin gelungene Überraschungseffekte genutzt hat und zudem ist dadurch der Spannungsbogen auf einem tollen Niveau gewesen. Außerdem ist mein Interesse an dem Roman nochmals gestiegen, weil ich ständig wissen wollte, wie die weitere Entwicklung der Ereignisse ausschaut.
Ich war ne echt lange Zeit sehr begeistert von der Handlung. Vor allem von der Stimmung, aber auch von den Ereignissen, den Handlungsorten, der Sprache, den Figuren... Und dann kam der Epilog. Und der war durchaus nett gehalten, passte für mich aber nicht zu der bisherigen Geschichte. Diese war dunkel und fast schon geheimnisvoll, der Epilog hatte eine viel zu heitere und leichte Stimmung und dieser Umschwung war mir zu krass. Deshalb ist es für zugesagt,,,
Fazit
Ich bin super glücklich, dass ich den Roman gelesen habe und finde, dass eine starke, stimmungsvolle Geschichte vorliegt, die einmalig ist. Mich hat die Erzählung von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen und sowohl die Sprache, als auch die Figuren, die Spannung und die Handlungsorte sind abwechslungsreich, interessant und überzeugend. Als Alleinstellungsmerkmal des Buches gilt für mich die Stimmung, absolut grandios herausgearbeitet und echt gelungen.
Einziger Wermutstropfen meinerseits: Der Epilog, der nicht so recht zu der bisherigen Geschichte passt. Hat mich ein bisschen enttäuscht, passt sowohl stimmungstechnisch, als auch von den Ereignissen nicht so recht zu den bisherigen Geschehnissen und ich hätte gern darauf verzichtet. Ansonsten eine tolle Geschichte, die ich definitiv empfehlen kann!
Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sterne
Bewertung
aus Altdorf
5/5
14.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine unglaublich berührende und spannende Geschichte
Hier habe ich mich sofort in das wunderschöne Cover verliebt und habe mich sehr gefreut, dass mich auch die Geschichte sehr begeistern konnte.
Das Buch ist in vier Abschnitte aufgeteilt und wird abwechselnd zwischen Bess und Alexandra erzählt.
Ich konnte mich in beide Protagonistinnen hineinversetzen und hatte großes Mitleid mit ihnen.
Wie schwer musste es für Bess gewesen sein, ihr Kind gleich nach der Geburt wegzugeben, jahrelang zu sparen um sein Kind wieder zurückzuholen, nur um dann erfahren zu müssen, dass es längst von einer anderen Mutter abgeholt wurde.
Auch Alexandra tat mir sehr leid, die in ihren Zwangsvorstellungen gefangen ist und nicht aus ihrer Haut kann.
Voller Spannung habe ich das Leben der beiden verfolgt und mitgebangt ob Bess ihre Tochter wieder ausfindig machen kann.
Die Grundstimmung im Buch ist eher düster, zwischendrin aber voller Hoffnung.
Die Autorin beschreibt die damalige Zeit sehr authentisch und hat auch wunderbare Nebencharaktere erschaffen, die die Geschichte sehr aufwerten.
Fazit: Eine unglaublich berührende und spannende Geschichte, ganz nach dem Motto "Immer wenn Du meinst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her".
Für dieses ganz besondere Leseerlebnis vergebe ich sehr gerne 5/5 Sterne und eine große Leseempfehlung.
https://lieslos.blog/
5/5
17.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unterhaltsamer historischer Roman in schöner Sprache.
Mit Aufklappen des Buches wird der Leser in eine sehr bewegende Szene im Jahr 1747 hineingeworfen:
Die 18-jährige Bess bringt ihr Neugeborenes Ende November ins Londoner Findelhaus „Foundling Hospital“ (das es tatsächlich gab!) und hofft, dass es dort aufgenommen wird. Sicher ist das keineswegs, denn es gibt nicht Platz für alle Babies und wenn die nicht kerngesund sind, dürfen sie ohnehin nicht bleiben.
Bess hat Glück. Sie ergattert einen Platz für ihre Clara, die sie eigentlich am liebsten behalten würde, aber ihre Armut macht es schlicht unmöglich.
Stattdessen schwört Bess sich, dass sie ihr Mädchen eines Tages wieder abholen wird.
Bess lebt mit ihrem um drei Jahre älteren Bruder Ned, einem Straßenkehrer und mit ihrem Vater Abe, einem Krabbenhändler, in einer kärglichen Behausung.
Ihre Mutter verstarb, als sie 8 Jahre alt war.
Bess hilft ihrem Vater dabei, die Meeresfrüchte auf dem Londoner Fischmarkt und in der Stadt zu verkaufen. Sie ist das „Krabbenmädchen“.
Der Leser bekommt auf den nächsten Seiten einen wunderbaren Einblick in den Alltag der Protagonistin. Er spürt die Kälte über der Stadt, riecht denn Gestank auf dem Fischmarkt, hört die Marktschreier, sieht die Kutschen auf den matschigen oder steinigen Straßen vor seinem geistigen Auge und kann sich die jämmerliche Behausung vorstellen, in der Bess mit Vater und Bruder lebt.
Nach den ersten beiden Kapiteln, in denen man bereits durch die Eindrücklichkeit und Intensität der Beschreibungen gefesselt wird, machen wir einen Zeitsprung ins Jahr 1754.
Endlich ist es soweit:
Bess meint, genug gespart zu haben, um ihre Tochter Clara aus dem Findelhaus abzuholen und Platz gibt es in ihrer bescheidenen Unterkunft jetzt auch, weil ihr Bruder ausgezogen ist.
Bess ist voller Vorfreude, aber auch voller Angst.
Was, wenn Clara nicht mehr am Leben ist?
Ihre Freundin Keziah beruhigt sie: „Bess, sie wird dort sein, und du wirst wieder eine Mutter sein. Du hast so lange darauf gewartet, und sie ist jetzt außer Gefahr. Sie ist kein Baby mehr; sie ist bereit, nach Hause zu kommen, mit dir zu arbeiten und von Dir geliebt zu werden. Alles, was sie braucht, ist hier.“ (S. 48)
Im Findelhaus angekommen, erhält Bess eine schockierende Nachricht: „Das Kind mit der Nummer 627 wurde bereits vor vielen Jahren von seiner Mutter abgeholt.“ (S. 61)
Clara wurde anscheinend einen Tag nachdem sie damals abgegeben wurde, von einer Frau abgeholt, die sich als Bess ausgegeben hat… was für ein Schock!
In Rückblicken erfahren wir vom bereits verstorbenen Kindsvater Daniel, einem Walknochenhändler, in den sich das „Krabbenmädchen“ Bess unsterblich verliebt hatte.
Wir erleben mit, wie Bess sich als Eliza mit Hilfe von Dr. Mead, dem freundlichen Arzt des Findelhauses, auf die Suche nach ihrer Tochter macht und Erstaunliches entdeckt…
Nachdem wir im ersten Teil von Bess und ihrer Geschichte gelesen haben, lernen wir im zweiten Teil Alexandra kennen, die Frau, die sich als Mutter von Clara, inzwischen Charlotte genannt, bezeichnet.
Ich werde nun nichts mehr über den Inhalt verraten, um niemandem den Lesespaß zu verderben.
Nur so viel:
Wir tauchen in eine überraschende, originelle, packende, berührende und stimmige Geschichte ein, die nie kitschig, aber letztlich doch was fürs Herz ist.
Die bildliche und schöne Sprache hat neben der packenden Handlung die Lesefreude erhöht.
Einige Beispiele möchte ich erwähnen:
„Dann waren da noch die Ehefrauen mit ihren fleischigen roten Händen und ausladenden Brüsten, mit denen sie wie ein Schiffsbug durch das Gedränge pflügten und daher wie Möwen kreischten.“ (S. 36f.)
„Meine Welt war auf die Größe einer Nuss geschrumpft. Und dann kam Daniel … und knackte ihre Schale.“ (S. 168)
Ich habe den Eindruck, dass Stacey Halls gut recherchiert hat.
Sie hat eine glaubhafte Geschichte erfunden, die wunderbare Einblicke in die harten Lebensbedingungen, die verheerende Zustände der armen Leute der damaligen Zeit und die Unterschiede zwischen den Gesellschaftsschichten gibt.
„Die Verlorenen“ ist der 2. Roman von Stacey Halls.
Ihr Debüt „The familiars“ erschien im Herbst 2019 im englischen Original. Die Autorin gewann damit den Betty Trask Award.
Anfang nächsten Jahres wird dieses Buch als „Die Vertraute“ bei Piper in deutscher Sprache erscheinen.
Darauf freue ich mich schon sehr!
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5/5
15.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbarer historischer Roman,...
Ein wunderbarer historischer Roman, der mich ins London des Jahres 1754 entführt hat. Sehr authentisch wird die damalige Zeit und ihre Zustände beschrieben, Bess' Schicksal und ihre Stärke waren sehr berührend. Lesenswert!
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