Bill ist der Einzige, der den Untergang der Jacht vor der Küste Marokkos überlebt. Allein in einem kleinen Boot, rettet er Aya, ein Berbermädchen, die in denselben Sturm geraten ist. Viele Wochen treiben die beiden verloren auf dem Meer, der unerbittlichen Sonne ausgeliefert. Nur die Nächte, in denen Aya - wie Scheherazade - Geschichten aus 1001 Nacht erzählt, können ihnen noch Hoffnung geben. Irgendwann stranden sie auf einer kleinen Insel, wo eine ganz andere Gefahr lauert ... Ein gnadenlos spannender Roman, der tief eintaucht in die Schönheit und den Schrecken des Meeres.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
kuddel
4/5
24.02.2022
eBook (ePUB 3)
Verschollen auf dem Meer
Der Titel ist sehr treffend für einen ersten Eindruck zu diesem Buch. Bill überlebt als Einziger das Kentern einer Jacht. Er treibt nach dem Sturm allein auf dem Meer, die Geschichte wird aus seiner Perspektive erzählt. Er rettet das Berbermädchen Aya aus dem Meer. Die Beiden sitzen im wahrsten Sinnes des Wortes in einem Boot und so nähern sie sich einander an, arbeiten zusammen, lernen sich zu verständigen und einander zu vertrauen. Aya erzählt Bill Geschichten, die an 1001 Nacht erinnern, so gelingt es ihnen die Hoffnungslosigkeit und die Entbehrungen zeitweise zu verdrängen.
Der Erzählstil ist wunderbar flüssig, beschreibend und bildhaft. Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und machen eine nachvollziehbare Entwicklung durch. Die Geschichte enthält wichtige Botschaften und Tiefgang und kann mit unerwarteten Wendungen überraschen. Die Annäherung der Kinder und damit ihrer unterschiedlichen Kulturen ist gut geschildert.
Das Cover ist wunderschön und passt hervorragend zum Inhalt.
Empfehlenswert ab 12 Jahren und auch für Erwachsene toll.
Bewertung
5/5
15.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
spannendes und tiefgründiges Jugendbuch
Chris Vicks erste Veröffentlichung in deutscher Sprache verbindet auf sehr unaufgeregte Weise Robinson Crusoe'sche Elemente mit dem Thema kultureller Vielfalt zu einer exotischen Erzählung auch über die Macht von Geschichten. Diese abstrakten Elemente macht er an der Geschichte zweier 15 Jahre alter Jugendlicher fest, deren Schicksale durch ein Schiffsunglück kreuzen. Ihre unterschiedlichen kulturellen Hintergründe erweisen sich bei dem anschließenden Überlebenskampf als entscheidende Vorteile, die sich kreativ ergänzen.
... ein überhaupt nicht profanes und sehr literarisches Jugendbuch!
nil_liest
aus Frankfurt
5/5
05.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ausweglose Situation Bill ist…
Ausweglose Situation Bill ist ein britischer 15jähriger Junge, der lieber rechnet und knifflige Aufgaben löst als sich im Freien zu bewegen. Seine Eltern machen ihm den Vorschlag einen Segeltörn mit 6 anderen Jungs vor den Kanaren zu unternehmen mit einem erfahrenen Seemann. Das Boot gerät in einen Sturm und auf dramatische Weise ist Bill am Ende alleine in einem Beiboot mitten auf dem Ozean irgendwo zwischen den Kanaren und Marokko. Nach einigen Tagen fischt er ein Mädchen, Aya, aus dem Wasser, die im selben Sturm Schiffbruch erlitt. Die beiden kämpfen gemeinsam ums Überleben, bauen sich gegenseitig auf, geben sich halten, motivieren einander und helfen einander nicht dem Wahnsinn zu verfallen. Eine schiere Ewigkeit sind die beiden dort in ihrem Boot Tanirt unterwegs. Wochenlang und es passiert dramatisches. Chris Vick erzählt diese Geschichte eindringlich. Es ist so real, dass ich das Gefühl hatte, es könnte sich so ereignet haben. Dieses Zusammenspiel der beiden Jugendlichen und der rauen See mit sengender Sonne, es war selbst beim Lesen manches Mal nicht auszuhalten. Wirklich spannend geschrieben und die Art der Kommunikation zwischen dem Berbermädchen und dem Engländer wurde gut beschrieben, verstanden sie einander zu Beginn nur kaum. Berührend sind die Passagen in denen Aya Bill die Geschichten aus 1001 Nacht erzählt um ihn gedanklich zu beschäftigen. „Die Welt in dem Boot und die Welt nach dem Boot gehören nicht in dasselbe Universum.“ Dieses Buch zeigt was eine extreme Situation mit einem Menschen macht und ihn auf brutale Weise aus seinem Leben reißen kann. Es bleibt nichts wie es war. ‚Allein auf dem Meer‘ wurde von Wieland Freund und Andrea Wandel aus dem Englischen hervorragend übertragen. Dieses Buch ist vom Verlag ab 12 Jahren empfohlen, das passt. Ist es doch wirklich ein sehr aufwühlendes Buch, dass zwar fesselt, aber auch diesen erlebten Horror so echt beschreibt. Fazit: Ein sehr guter Jugendroman, den ich sehr empfehle. Ist es doch manches Mal schwierig die richtige Lektüre zu finden für Kinder ab 12 Jahren.
nil_liest
aus RheinMain Gebiet
5/5
05.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ausweglose Situation
Bill ist ein britischer 15jähriger Junge, der lieber rechnet und knifflige Aufgaben löst als sich im Freien zu bewegen. Seine Eltern machen ihm den Vorschlag einen Segeltörn mit 6 anderen Jungs vor den Kanaren zu unternehmen mit einem erfahrenen Seemann. Das Boot gerät in einen Sturm und auf dramatische Weise ist Bill am Ende alleine in einem Beiboot mitten auf dem Ozean irgendwo zwischen den Kanaren und Marokko. Nach einigen Tagen fischt er ein Mädchen, Aya, aus dem Wasser, die im selben Sturm Schiffbruch erlitt. Die beiden kämpfen gemeinsam ums Überleben, bauen sich gegenseitig auf, geben sich halten, motivieren einander und helfen einander nicht dem Wahnsinn zu verfallen. Eine schiere Ewigkeit sind die beiden dort in ihrem Boot Tanirt unterwegs. Wochenlang und es passiert dramatisches.
Chris Vick erzählt diese Geschichte eindringlich. Es ist so real, dass ich das Gefühl hatte, es könnte sich so ereignet haben. Dieses Zusammenspiel der beiden Jugendlichen und der rauen See mit sengender Sonne, es war selbst beim Lesen manches Mal nicht auszuhalten. Wirklich spannend geschrieben und die Art der Kommunikation zwischen dem Berbermädchen und dem Engländer wurde gut beschrieben, verstanden sie einander zu Beginn nur kaum. Berührend sind die Passagen in denen Aya Bill die Geschichten aus 1001 Nacht erzählt um ihn gedanklich zu beschäftigen.
„Die Welt in dem Boot und die Welt nach dem Boot gehören nicht in dasselbe Universum.“ Dieses Buch zeigt was eine extreme Situation mit einem Menschen macht und ihn auf brutale Weise aus seinem Leben reißen kann. Es bleibt nichts wie es war.
‚Allein auf dem Meer‘ wurde von Wieland Freund und Andrea Wandel aus dem Englischen hervorragend übertragen.
Dieses Buch ist vom Verlag ab 12 Jahren empfohlen, das passt. Ist es doch wirklich ein sehr aufwühlendes Buch, dass zwar fesselt, aber auch diesen erlebten Horror so echt beschreibt.
Fazit: Ein sehr guter Jugendroman, den ich sehr empfehle. Ist es doch manches Mal schwierig die richtige Lektüre zu finden für Kinder ab 12 Jahren.
lesenmitausblick
5/5
22.04.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grandios spannender Überlebenskampf
„Allein auf dem Meer“ ist ein Buch, das mich mit voller Wucht erwischt hat. Wie die meterhohen Wellen des Orkans, in den der fünfzehnjährige Bill vor der Küste Marokkos gerät. Das Buch hat mich den Überlebenskampf der beiden Hauptcharaktere Bill und Aya so intensiv miterleben lassen, dass ich die Spannung mit jeder Faser meines Körpers gespürt habe.
Ich nehme es am Besten gleich vorweg: „Allein auf dem Meer“ ist eines der großartigsten Bücher, die ich je gelesen habe. Von der ersten bis zur letzten Seite wahnsinnig spannend. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die tief unter die Haut geht und bewusst macht, wie kostbar unser Leben ist, jede einzelne Minute davon. All die Selbstverständlichkeiten, mit denen wir leben, können von jetzt auf gleich verschwinden.
Für den Autor Chris Vick ist es seine erste Veröffentlichung in deutscher Sprache. Sein Roman ist in England für den CILIP Carnegie Prize nominiert. „Allein auf dem Meer“ wurde von Wieland Freund und Andrea Wandel übersetzt und ist im Beltz & Gelberg Verlag erschienen. Der englische Originaltitel des Buches lautet übrigens „Girl. Boy. Sea“ und spricht eigentlich schon Bände.
Bill, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben ist, stammt aus England und sollte einfach mal in den Ferien raus und bei einem Segeltörn Abenteuer erleben. Von der ersten Seite an werden wir ins Geschehen geworfen, wir sind mit Bill auf dem Segelschiff und werden direkt mit aufkommenden Sturmböen im Norden konfrontiert. Spätestens als Bills Rettungsweste über Bord geht wird klar, dass der Spaß vorbei ist. Der Überlebenskampf beginnt. Bill verliert seine Crew und findet sich allein auf dem Meer in einem kleinen Beiboot wieder:
„Dies ist kein Ort. Dies ist Nirgendwo. Ich bin allein, in einem Ruderboot auf dem Atlantik. Ich bin 15. Ob ich noch 16 werde, weiß ich nicht.“(zit. S. 18)
Nach drei Tagen völliger Einsamkeit entdeckt er das Mädchen Aya, ein Ding in Fetzen, auf einer Tonne treibend, mehr tot als lebendig. Er zieht sie in sein Boot. Fakt ist, dass die Zeit, in der sie ohne Rettung überleben können, sich nun verkürzt. Doch für Bill ist Aya wichtiger in diesem großen Garnichts…
Aya stammt aus einer anderen Kultur, Sprachbarrieren und Welten treffen in dem winzigen Boot aufeinander. Die Schönheit des Meeres weicht seiner unendlichen Weite und Tiefe. Die ständige Gegenwart des Nichts unter, die gnadenlos brennende Sonne über ihnen, nagender Hunger, verzehrender Durst sind beim Lesen schon fast spürbar.
Ich möchte inhaltlich gar nicht mehr verraten, denn ich möchte niemandem die gnadenlose Spannung nehmen. Die Geschichte ist sehr vielschichtig.
„Allein auf dem Meer“ ist ein beklemmender Überlebenskampf, voller Tiefgang, fast schon philosophisch, der den Blick auf das Leben schärft, auf das was wichtig ist. Bemerkenswert ist der starke Überlebenswille von Bill, aber auch die Sicht von Aya auf die Dinge. Sie entstammt dem Stamm der Berber und nicht nur einmal helfen ihre Geschichten aus Tausendundeiner Nacht nicht aufzugeben. Dem Tode näher als dem Leben bleibt die Frage, ob sie es schaffen werden…
Ich habe das Buch meinem Sohn vorgelesen und kämpfte immer wieder mit Tränen und wegbrechender Stimme. Emotional sehr herausfordernd, ist dieses Buch dennoch absolut empfehlenswert. Ich lege es euch sehr ans Herz. Bisher das Highlight dieses Jahr für mich!
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5/5
01.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geschichten zum Überleben
Bill und Aya treiben nach einem großem Sturm allein auf dem Meer. Die beiden trennen Welten, doch auf dem kleinem Boot müssen sie alles geben um zu überleben. Neben Hunger und Durst quält sie auch die Angst ums Überleben. Da beginnt Aya Geschichten aus ihrer Heimat Marokko zu erzählen. Doch ihre eigene Geschichte bleibt ein Rätsel.
Der Anfang beginnt sofort spannend als Bill während eines Segeltrips in einen Sturm gerät und als einziger auf dem kleinem Beiboot in dem tosendem Sturm zurück bleibt. Was wie ein einfacher Abenteuerroman beginnt ändert sich jedoch als Aya Teil des Geschehens wird. Bill ist sehr sympathisch und man kann sich gut mit ihm identifizieren, doch Aya ist geheimnisvoll und bringt die nötige Tiefe mit um aus dieser Geschichte etwas besonderes zu machen.
Ich war wirklich überrascht. Vom Anfang bis zum Schluss habe ich jede Seite in mich aufgesaugt. Gerade das Ende war noch einmal ein besonderes Highlight für mich. Selten findet ein Autor einen so passenden und gelungenen Abschluss.
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