Produktbild: Die Flüchtigen

Die Flüchtigen

10

32,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

02.12.2021

Verlag

Matthes & Seitz Berlin Verlag

Seitenzahl

845 (Printausgabe)

Dateigröße

5117 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Milena Adam

Sprache

Deutsch

EAN

9783751800501

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Produktdetails

Format

PDF

eBooks im PDF-Format haben eine festgelegte Seitengröße und eignen sich daher nur bedingt zum Lesen auf einem tolino eReader oder Smartphone. Für den vollen Lesegenuss empfehlen wir Ihnen bei PDF-eBooks die Verwendung eines Tablets oder Computers.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

02.12.2021

Verlag

Matthes & Seitz Berlin Verlag

Seitenzahl

845 (Printausgabe)

Dateigröße

5117 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Milena Adam

Sprache

Deutsch

EAN

9783751800501

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  • Bewertung

    3/5

    23.01.2022

    eBook (PDF)

    Sie leben unter uns...

    Basis ist ein sehr spannender Gedanke. Es gibt Lebewesen unter uns, die Flüchtigen, aber das wissen nur wenige. Sie sind schnell, Meister im Verstecken und eigentlich eine harmlose, sich stetig anpassende Spezie. Der Roman spielt in den 2040ern und ist eine Mischung aus Klassenkampf, KI versus Mensch, social scoring und eben den Flüchtigen. Dazu kommt noch Familie und die Suche nach der plötzlich verschollenen vierjährigen Tochter. Der Schreibstil ist umfassend und oft zu langwierig komplex. Mir fehlte eine klare Struktur. Es gibt einige wenige Kapitel, die allerdings nicht für Struktur sprechen. Einerseits gelungen finde ich die wechselnde Typographie, die klar machen soll, von welcher Erzählperspektive aus gerade berichtet wird. Andererseits nervte mich die ständig wechselnde Perspektive und die Eigenheiten der Buchstaben. Ebenso bin ich kein Freund der Buchstabenverwechslungen. Mir ist schon klar, dass das alles gewählt wurde um den Inhalt auch optisch zu unterstützen, aber das war für meinen Geschmack zu viel. Mit steigender Seitenanzahl wird das Werk kreativer, kraftvoller und dynamischer. Trotzdem habe ich nicht wirklich Zugang gefunden, einiges erschien mir mehr als unlogisch. Die Grundidee finde ich aber wirklich gelungen. Fazit: für Science-Fiction Liebhaber kann es geniales Werk sein.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    04.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwindelerregendes Feuerwerk der Ideen

    Damasio hat ein unglaublich vielseitiges, von Ideen nur so berstendes, monumentales Werk verfasst, das mich immer wieder aufs neue überrascht, über weite Passagen angestrengt, dann wieder tief in seinen Bann gezogen, mich emotional berührt und mich nachhaltig beschäftigt hat. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft (2040). Zahlreiche Städte wurden von Konzernen gekauft, Überwachung und Konsum bestimmen das Leben der Menschen in Orange. Die Stadt ist in unterschiedliche Tarifbereiche unterteilt - nur wer über die entsprechenden finanziellen Möglichkeiten verfügt, hat Zugang zu bestimmten Straßen, Verkehrsmitteln und Plätzen. Eines Tages verschwindet die kleine Tishka spurlos aus ihrem Kinderzimmer, zugleich tauchen seltsame Zeichen auf der Wand des Zimmers auf. Zwei Jahre später haben sich die Eltern Sahar und Lorca aufgrund ihrer unterschiedlichen Art mit Schmerz und Trauer umzugehen, auseinandergelebt. Sahar hat die Hoffnung, ihre Tochter zu finden längst aufgegeben, während Lorca besessen von der Idee ist, Tishka könnte zu einer Flüchtigen geworden sein. Bei einer kleinen militärischen Spezialeinheit lässt er sich zum Flüchtigen-Jäger ausbilden und erhofft sich dadurch einen Zugang zu diesen kaum greifbaren Wesen. Damasio nähert sich auf unterschiedliche Weise dem Phänomen der Flüchtigen, die sich der unmittelbaren Beobachtung stets entziehen, sehr wohl aber präsent und mit anderen Sinnen erfahrbar sind. Welchen Vorteil hat Flüchtigkeit in einem Überwachungsstaat? Was bedeutet Leben und Lebendigkeit? Klang, aber auch Haptik erweisen sich als wichtige Zugänge, Flüchtige zu begreifen. Einige Abschnitte lesen sich wie wissenschaftliche Abhandlungen, andere lassen uns eintauchen in die Welt der Philosophie, der Mythologie und der Legenden. Actiongeladene Szenen wechseln sich mit informativen Abrissen über die historische Entwicklung, bildlichen, manchmal skurrilen Alltagsszenen, populistischer Medienberichterstattung und Passagen voll leiser Poesie ab. Stück für Stück lässt Damasio eine dystopische Welt entstehen, die erschreckend, aber gar nicht so weit von unserer Gesellschaft entfernt erscheint. Neben der Suche nach Tishka rücken auch die vielfältigen Widerstandsgruppen und damit gesellschaftskritische Themen, Umgang mit Geflüchteten, Xenophobie, Konsumwahn, Gentrifizierung, Medienkritik, Klimawandel und Naturschutz immer wieder in den Fokus. Das Buch besticht durch seinen Ideenreichtum, seine ungewöhnliche Geschichte und eine Vielfalt der Perspektiven, durch die mehr als eine Deutung möglich ist. Die zahlreichen klugen Wortneuschöpfungen haben mich begeistert; sie eröffnen beim Lesen neue Sichtweisen. Alle Hauptprotagonist:innen haben eine individuelle Ausdrucksform, eine besondere Tonalität, die zeigt, wie versiert Damasio und auch die Übersetzerin mit Sprache umgehen können. Auch die Flüchtigen hinterlassen im Schriftbild und im Text ihre Spuren; sie schleichen sich als Punkte, Bögen, Sonderzeichen ins Schriftbild, fallen durch Wortverdrehungen auf. Die Fülle und Komplexität dieses Romans, die sich nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Form und im Stil zeigen, macht dieses mehr als 800 Seiten dicke Buch zu einer anspruchsvollen, äußerst fordernden, teilweise sehr anstrengenden Lektüre, die konzentriertes Lesen erfordert. „Die Flüchtigen“ ist kein Buch für zwischendurch, aber ein Werk, das nachhallt und mich in seiner Kreativität, Neuartigkeit und Vielfalt begeistert hat.

  • Sue

    aus Uelzen

    4/5

    23.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wirklich außergewöhnliches Buch!

    "Ich glaube an das Zuhören. Daran, sich der Welt zu öffnen. Denn sobald man zuhört, teilt man etwas mit demjenigen, der es geäußert hat, der sich zu erkennen gibt." Mit "Die Flüchtigen" von Alain Damasio hielt ich ein Buch in den Händen, das ich so vorher noch nie gelesen habe. Es ist ein Buch über das Kämpfen. Das Kämpfen darum, niemals etwas aufzugeben, das uns wichtig ist: Liebe, Freiheit, Selbstbestimmung! (Übersetzt aus dem Französischen von Milena Adam) Die Geschichte spielt 2041 in der französischen Stadt Orange, in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur im Südosten von Frankreich. Sahar und Lorca Varèse finden eines Morgens das Bettchen ihrer kleinen Tochter Tishka leer vor. Doch wie kann in einer Welt, in der die absolute Überwachung herrscht, jemand einfach ungesehen und unbemerkt verschwinden? Lorca vermutet Tishka bei den Flüchtigen. Wesen, die unerkannt in den toten Winkeln unserer Wahrnehmung leben. Und ohne es zu ahnen treten Lorca und Sahar eine Lawine los, die unaufhaltbar über sie hinwegrollt... "Er sieht mich durchdringend an, mit seiner mondstillen Art und seinen blaugrünen Augen, die eine tägliche Huldigung der Klugheit sind." Damasio hat hier wirklich etwas Großes, vor allem aber sehr Interessantes geschaffen. Das Buch lässt sich für mich nicht klar in eine Kategorie einordnen: Es ist nicht wirklich dystopisch, jedoch zukunftsorientiert und vor allem gesellschaftskritisch. Wie schon erwähnt, spielt die ganze Story im Jahr 2041. Die Welt befindet sich in einem stark vom Lobbyismus geprägtem Kapitalismus. Die Städte und Gebäude gehören einzelnen Firmen und sind zudem in verschiedene Zonen eingeteilt, je nach Zone dürfen diese nur von bestimmten Bürgern betreten werden. Es will ja niemand, dass sich ein Platinbürger mit dem Pöbel der Ringlosen abgeben muss bzw. dieser ihm über den Weg laufen könnte. Außerdem wird in dieser hoch technisierten Welt alles überwacht, was selbstverständlich wiederum den Firmen dient, die den Menschen jedweden Blödsinn verkaufen wollen, um sie noch mehr unter Kontrolle zu haben und noch mehr auszuspionieren. Die sogenannten Flüchtigen haben einen Weg aus dieser Konsumgesellschaft gefunden. Und dann gibt es natürlich auch noch die Ringlosen, die die Firmen piesacken wo es nur geht und ihre Städte zurückerobern wollen. Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Sowohl sprachlich, als auch inhaltlich. Die Besonderheit im Buch entwickelt sich nach und nach, denn im Laufe der Geschichte passiert etwas mit den Buchstaben. Sie bekommen Sonderzeichen, es fehlen Striche, plötzlich gibt es Schnörkel oder Punkte ... Hiermit tauchen wir in die Welt der Fluchse, wie die Flüchtigen auch genannt werden, ein und kommen mit ihnen nach und nach in Berührung. Den Lesefluss hat das für mich absolut nicht gestört, jedoch nehme ich durchaus an, dass es den ein oder anderen stören kann. Auch so kann ich mir vorstellen, dass dieses Buch sicher nicht für jeden etwas ist. Es erfordert schon sehr viel Aufmerksamkeit und auch die Lust sich mit sprach- und musikwissenschaftlichen Thesen auseinanderzusetzen. Hier und da braucht das Buch auch einfach seine Zeit, um sich zu entwickeln, was natürlich vom Leser auch etwas Geduld erfordert.

  • ElliP

    aus Hessen

    4/5

    04.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Koloss von einem Roman,…

    Ein Koloss von einem Roman, ein richtiges Schwergewicht von über 800 Seiten, das vielseitig und vielschichtig eine Unmenge an Themen vereint - Dystopie, Liebe, Abenteuer, Krimi, Gesellschaftsroman und -kritik. Als Leser wird man gefordert und belohnt, lässt man sich denn mit Zeit und Aufmerksamkeit auf diesen Akt des Lesens ein, ungewöhnlich, teilweise grotesk und brutal, aber auch poetisch und zart, originell und ungewöhnlich, immer wieder mit neuen Herausforderungen, Wortschöpfungen, Wortspielen, Einführung neuer Akzente und Satzzeichen. Frankreich 2040: Eine Welt der Überwachung, der Kontrolle und Digitalisierung, die an die Matrix-Verfilmungen oder Orwells 1984 erinnert. Der Mensch ist nicht frei, sondern wird vom Staat und dem Großunternehmen ORANGE kontrolliert. Im Mittelpunkt steht eine zerstörte Familie, ein Ehepaar, dessen vierjährige Tochter vor einiger Zeit auf unerklärliche Weise verschwunden ist. Dieses Verschwinden wird zum Politikum, als es mit der Existenz von einer neuen Spezies, den Flüchtigen, in Zusammenhang gebracht wird. Und jetzt beginnt das Abenteuer - lebt Tishka noch? Glauben die Eltern an ihr Überleben? Wer oder was sind die Flüchtigen? Eine Task-Force versucht mit aller Macht mehr über die Flüchtigen herauszufinden, das Geheimnis zu lösen und das Mädchen zu finden. Von einer eher privaten Angelegenheit aus entsteht eine ganze Welle, die die Politiker und das bestehende System in Frage stellt und Kampf und Revolution nach sich zieht. Die Welt und herrschende Ordnung sind in Gefahr - können die Rebellen sich retten und ihre Ideale von Freiheit, Selbstbestimmtheit und einer neu definierten Menschlichkeit umsetzen? Die Leseempfehlung ist für Leser, die sich gerne herausfordern und einlassen auf das Abenteuer des Lesens, denn hier verlangt der Akt des Lesens größte Aufmerksamkeit und Konzentration und eine Vorliebe für Gedankenexperimente und Sprachspiele sind hilfreich. Noam Chomsky und John Searle hätten vermutlich ihre wahre Freude daran!

  • Bewertung

    4/5

    04.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Kunst der Metamorphose

    Ein Koloss von einem Roman, ein richtiges Schwergewicht von über 800 Seiten, das vielseitig und vielschichtig eine Unmenge an Themen vereint - Dystopie, Liebe, Abenteuer, Krimi, Gesellschaftsroman und -kritik. Als Leser wird man gefordert und belohnt, lässt man sich denn mit Zeit und Aufmerksamkeit auf diesen Akt des Lesens ein, ungewöhnlich, teilweise grotesk und brutal, aber auch poetisch und zart, originell und ungewöhnlich, immer wieder mit neuen Herausforderungen, Wortschöpfungen, Wortspielen, Einführung neuer Akzente und Satzzeichen. Frankreich 2040: Eine Welt der Überwachung, der Kontrolle und Digitalisierung, die an die Matrix-Verfilmungen oder Orwells 1984 erinnert. Der Mensch ist nicht frei, sondern wird vom Staat und dem Großunternehmen ORANGE kontrolliert. Im Mittelpunkt steht eine zerstörte Familie, ein Ehepaar, dessen vierjährige Tochter vor einiger Zeit auf unerklärliche Weise verschwunden ist. Dieses Verschwinden wird zum Politikum, als es mit der Existenz von einer neuen Spezies, den Flüchtigen, in Zusammenhang gebracht wird. Und jetzt beginnt das Abenteuer - lebt Tishka noch? Glauben die Eltern an ihr Überleben? Wer oder was sind die Flüchtigen? Eine Task-Force versucht mit aller Macht mehr über die Flüchtigen herauszufinden, das Geheimnis zu lösen und das Mädchen zu finden. Von einer eher privaten Angelegenheit aus entsteht eine ganze Welle, die die Politiker und das bestehende System in Frage stellt und Kampf und Revolution nach sich zieht. Die Welt und herrschende Ordnung sind in Gefahr - können die Rebellen sich retten und ihre Ideale von Freiheit, Selbstbestimmtheit und einer neu definierten Menschlichkeit umsetzen? Die Leseempfehlung ist für Leser, die sich gerne herausfordern und einlassen auf das Abenteuer des Lesens, denn hier verlangt der Akt des Lesens größte Aufmerksamkeit und Konzentration und eine Vorliebe für Gedankenexperimente und Sprachspiele sind hilfreich. Noam Chomsky und John Searle hätten vermutlich ihre wahre Freude daran!

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