Produktbild: Fluchtpunkte der Erinnerung

Fluchtpunkte der Erinnerung Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus

1

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.01.2022

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

2137 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446273504

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

24.01.2022

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

2137 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446273504

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  • yellowdog

    4/5

    23.04.2022

    eBook (ePUB)

    Fluchtpunkte der Erinnerung…

    Fluchtpunkte der Erinnerung ist ejn ansprechendes Sachbuch, dass Bezug auf eine ganze Reihe von Persönlichkeiten nimmt, die zu den grössten Denkern des 20. Jahrhunderts gehören: z.B. Hannah Arentdt, Jean Amery, Claude Lanzmann, Albert Memmi, Edward Said. Durch das Versammeln dieser höchst unterschiedlichen Stimmen entsteht die Komplexität des  Buches.

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    Ralf Rother

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    5/5

    10.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wichtiges Buch zur Debatte um das Verhältnis von Holocaust und Kolonialismus

    Diesmal war es die Kuration der "documenta fifteen" in Kassel durch das Kunstkollektiv Ruangrupa, die in Deutschland eine heftige Kontroverse über das Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus bzw. über das der Verbrechen des Kolonialismus und der des Holocausts / der Shoa auslöste. Es war nicht das erste Mal, dass eine versuchte Aufarbeitung dieser Verbrechen - sei sie wissenschaftlich, politisch oder künstlerisch - einen Zusammenstoß der Postcolonial Studies mit der Antisemitismus- und Holocaustforschung beförderte. Andere Auslöser waren z.B. Judith Butlers Äußerungen zum Israel-Palästina-Konflikt und deren Unterstützung der BDS-Kampagnen und die für den 14. August 2020 angekündigte Eröffnungsrede des Politikwissenschaftlers Achille Mbembe zur Ruhrtriennale Wie Natan Sznaider schreibt, geht es in diesen Konflikten vor allem um die Frage, wie sich der Rassismus (bzw. der Kolonialismus) und der Antisemitismus voneinander unterscheiden lassen oder in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Wiederholte Angelpunkte dieser Debatten wurden der Israel-Palästina-Konflikt und die Siedlungspolitik Israels, aber auch die Singularität des Holocausts. Der Soziologe Natan Sznaider greift nun in seinem neuen Buch diese Konfliktlinien auf und stellt sich den Fragen, die von den Auseinandersetzung aufgeworfen wurden, indem er noch einmal jene Diskussionen zu diesem Thema aufgreift, die Jahrzehnte zurücklagen. Hierzu knüpft er bei Autoren und Autorinnen wie etwa Karl Mannheim, Hannah Arendt, Claude Lanzmann, Frantz Fanon, Albert Memmi, und Edward Said an. Die Gewalt und die Wunden einer Vernichtungspolitik sind viel zu groß, als dass die Konfliktlinien zwischen den Tätern und Opfern nicht wiederkehren würden, um sogar zwischen den verschiedenen Opfergruppen aufzutauchen. Diese Traumata erzeugen nicht nur alte und neue Freund- und Feindschaften, sondern auch Unüberbrückbares, Heterogenität und Unverzeihbares. So geraten nicht nur Opfergruppen, sondern auch die akademischen Forschungszweige der Postcolonial Studies und die Antisemitismus- und Holocaustforschung in Konfrontation zueinander. Während die eine Seite in der Auseinandersetzung zuweilen so weit geht die Existenz des Staates Israel als rassistischen Siedlerkolonialismus zu bezeichnen, wirft die andere Seite dieser Darstellung von Zionismus und des Staates Israel massiven Antisemitismus vor. Trotz der aufgeladenen Polemik in dieser Kontroverse gelingt es Natan Sznaider in seiner sehr abwägenden und analytischen Studie die Argumente der unterschiedlichen Positionen historisch einzuordnen und darzustellen wie auch neue Aspekte in den Argumentationen herauszuarbeiten. Seine Arbeit zeugt von einer differenzierten Beschäftigung mit der Literatur beider Positionen, für die er umfangreiches Material heranzog. Resümierend zeigt sich für den Leser wie für die Leserin, dass Gewalterfahrungen - zumal politische - eher trennend wirken und nicht versöhnend, friedenstiftend und einend. So mag es sein, dass unterschiedlich erlittene Erfahrungen wie etwa die des Holocaust und des Kolonialismus unter dem gemeinsamen Begriff der (rassistischen) Gewalt zu subsummieren sind, jedoch sind diese Gewalterfahrungen derart disseminierend und antagonistisch, um nicht unüberwindliche Gegensätze zu erzeugen. In jedem Fall lehrt Natan Sznaider die Lektüre fortzusetzen, den Streit weiter zu streiten und die Diskussionen fortzuführen. Der überhitzten Debatte setzt Natan Sznaider souverän seine luzide Studie entgegen.

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