Produktbild: In der Fremde sprechen die Bäume arabisch

In der Fremde sprechen die Bäume arabisch Roman

11

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,9/11,4/1,7 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Vanille / Aquamarin

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20924-4

Beschreibung

Rezension

»Zart erzählt der 47-jährige von Diktatur und Krieg im Irak, von Exil, Verlieren und Ankommen. Trauer, Humor und Weisheit verbinden sich in diesem poetischen Text, der sich verzweigt wie die Äste eines Baumes.« ("Neue Zürcher Zeitung am Sonntag")
»Al Shahmani lässt allerlei von der Baum- und Waldwelt der alten Heimat einfließen: Bäume im Alltag und im Volksglauben, Bäume als Brennholz, Bäume als Opfer des Krieges. Es sind spannende Passagen, eindrückliche, berührende. Sie verknüpfen die Welt der Bäume mit Autobiografischem und einem Brennpunkt der Weltpolitik.« ("Saiten")
»Diese Erzählung vom Ankommen in der Fremde ist zuletzt ein Requiem für den verschollenen Bruder. Und es beklagt mit dem Verlust des Bruders zugleich den Verlust von Tausenden, Abertausenden, unendlich vielen hoffnungsfrohen Menschen. So erzählt dieses Buch gleichermaßen von einem, der in der Schweiz zu wandern und mit den Bäumen zu sprechen lernt, wie von einem Land und seinen Menschen, die um ihre Zukunft betrogen worden sind, die sich trotzdem nicht beugen lassen wollen, nicht von Gotteskriegern und auch von keinem Despoten.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Das Buch erzählt im nüchternen Zeitraffermodus und ist trotzdem ein hochpoetisches Klagelied: auf den Verlust einer Heimat, einer Kultur, eines geliebten Menschen. Noch mehr ist es aber eine Feier der von der Großmutter vererbten ›absoluten Hoffnung‹.« ("Deutsche Welle")
»Eine eindrückliche Geschichte über den Spagat zwischen zwei Kulturen, wunderschön poetisch erzählt.« ("Literaturkurier")
»Der Gegensatz zwischen der ruhigen Schweizer Bergwelt und der chaotischen, von Gewalt und Willkür beherrschten Situation in Bagdad macht den kleinen Roman zu einer packenden Lektüre.« ("Qantara")
»Ich bin total verliebt in dieses Buch!«
»Usama Al Shahmani verwebt in seinem Debütroman Fragen der kulturellen Differenz sowie des individuellen und kollektiven Leids mit der Magie von Naturbegegnungen und dem Prinzip Hoffnung. Al Shahmani hat hiermit einen hochgradig literarischen Schlüsselroman vorgelegt, der über die Bedeutung kultureller Aushandlungsprozesse, interkultureller Naturerfahrungen und Umweltzusammenhänge nachdenken lässt.« ("Literaturkritik")
»Der Roman beschreibt das Leben dazwischen – zwischen Irak und Schweiz, Krieg und Frieden, Heimat und Fremde und der arabischen und deutschen Sprache und Kultur. Der Poesie, den Scherben und dem Humor dieses Buches kann man sich nicht entziehen.« ("Aus der Jurybegründung des Terra-Nova-Schillerpreises")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,9/11,4/1,7 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Vanille / Aquamarin

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20924-4

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
produktsicherheit@beck.de

Kundinnen und Kunden meinen

11 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Wunderschönes poetisches Buch

Bewertung aus Locarno am 21.08.2022

Bewertungsnummer: 1771050

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Trotz der traurigen Geschichte schafft es der Autor Usama Al Shamani, einen Raum für Schönheit und liebevolle Zugewandtheit zu schaffen. Ein wundervolles Buch, tolle Sprache, zart, differenziert und tiefgründig.

Wunderschönes poetisches Buch

Bewertung aus Locarno am 21.08.2022
Bewertungsnummer: 1771050
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Trotz der traurigen Geschichte schafft es der Autor Usama Al Shamani, einen Raum für Schönheit und liebevolle Zugewandtheit zu schaffen. Ein wundervolles Buch, tolle Sprache, zart, differenziert und tiefgründig.

Der mit den Bäumen spricht…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 19.02.2022

Bewertungsnummer: 2790590

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der mit den Bäumen spricht Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran) Der Autor stammt aus dem Irak, ist Literaturwissenschaftler, lebt seit 2002 in der Schweiz. Fliehen oder sterben: einen anderen Weg gab es für ihn nicht. Die Schweiz ist Endstation seiner Flucht und nach vielen befremdlichen Jahren auch seine neue Heimat. Doch die Nabelschnur der arabischen Sprache verbindet ihn mit der alten. In diesem Buch lotet er Heimat aus, als Ort, als Heimat der Sprache. Als Gefühl einer inneren und einer äußeren Heimat. Dieser zwar nicht autobiographische, aber mit der eigenen Biographie verflochtene Roman ist in
7 den Bäumen gewidmete Kapitel unterteilt. Baum der Liebe. Baum der Hoffnung. Baum der Ungewissheit. Baum des Todes. Baum der Heimat. Baum des Traums. Baum der Geduld.
Denn die Entdeckung des europäischen Waldes bringt ihm neue Erfahrungshorizonte. Es sind Widerspiegelungen seiner Erfahrungswelten: die analphabetische Großmutter, die die erste Quelle an Märchen, Liedern, Witzen, Sprichwörtern, Weisheiten war. Das Studentenleben: die Straße Al Mutanabbi, wo die Menschen ihre Bücher verkauften, sich bei Shakespeare, Tolstoi, Dostojevski bedankten, da man nun Geld für Lebensmittel und Medikamente hatte. Die Jahre der Golfkriege: brennende kuwaitische Ölquellen, verbrannte Dattelpalmen wie in schwarze Hijabs gehüllte Frauen. Die Brutalität aller drei Kriege. Massengräber, eine religiös gespaltene, immer noch „saddamisierte“ Gesellschaft. Das neue Leben in einem neuen Land. Er fühlt sich angekommen. Aber alles wird davon überschattet, dass sein Bruder Ali vermisst wird. Die vergebliche Suche. Das letzte Foto seines Bruders: von einem him-melblauen Schal umschlungen. Erst sehr spät erkennt die Mutter Alis Tod an, so dass ihre Tochter den noch ungeborenen Sohn Ali nennen darf. So schließt sich ein Kreis. Durch die Tante eines irakischen Freundes hört er vom Wandern. Im Irak geht, läuft, spaziert, bummelt, schlendert man, für Wandern gibt es nicht mal ein Wort. Und einen Wald auch nicht. Es gibt menschenhändig gepflanzte Bäume: Dattel-, Oliven- und Obstbäume. Aber „freie" Bäume? Es gibt jedoch die Fichte, den Baum der Rückkehr. Viele Mütter binden die Nabelschnur der neugeborenen Söhne an einen Ast… Die Enge des Asylantenheims bringt den Erzähler zum Wandern. Ein Baum mit gebrochenem Stamm. Stehen bleiben, sich neu verästeln: symbolisch für sein neues Leben? Immer wieder taucht er ab in den Wald: ein Tauchgang, ein Waldbaden. Dort kann er neuen Anfang denken, die Vergangenheit zurücklassen. Er liest, dass Bäume ein Gedächtnis haben, dass sie sich gegenseitig helfen, die Verbundenheit der Wurzeln. Gibt es ein geheimes Leben der Bäume?
 „Nun ist ein alter Baum ein Stück Leben. Er beruhigt, er erinnert…“ (Tucholsky) Im Wald ist die arabische Sprache seine Begleiterin: er streut Worte über die Äste und Blätter. Was für ein schönes Bild. Ins Laub geschriebene Poesie!! Aber auch Worte des Krieges, der Gewalt, der Lüge. Das Janus-Gesicht einer Sprache. Es ist ein erschütterndes Buch, das die Fremdheit feingliedrig aufzeichnet, aber auch die Stärke und Resilienz eines Mannes, der sich zu seinem neuen Leben bekennt, ohne die Wurzeln der Heimat zu kappen. Es zeigt zudem den Morast und das Dickicht des Krieges, der schmutzigen politischen Machtspiele. Kernpunkt des Romans ist das Leben in Ungewissheit. Das Ungewisse des eigenen Schicksals und das des Bruders. Wie ein Weberschiffchen dringt der Autor in das soziale Gewebe der irakischen und der Schweizerischen Gesellschaft mit dem Schlussfaden der Hoffnung.Und vielleicht verbindet ihn ein imaginierter seidener Faden mit der alten Frau unter dem Maulbeerbaum, die damals vor 20 Jahren Steine für die Zukunft legte. „Du hast einen langen Weg vor Dir, der nicht gefahrlos ist, Dir dann aber Sicherheit bietet. Schau nicht zurück. Dein Traum wird Früchte tragen, aber die Früchte fallen nicht hier.“ Ob der Baum wohl noch steht? Wir

Der mit den Bäumen spricht…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 19.02.2022
Bewertungsnummer: 2790590
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der mit den Bäumen spricht Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran) Der Autor stammt aus dem Irak, ist Literaturwissenschaftler, lebt seit 2002 in der Schweiz. Fliehen oder sterben: einen anderen Weg gab es für ihn nicht. Die Schweiz ist Endstation seiner Flucht und nach vielen befremdlichen Jahren auch seine neue Heimat. Doch die Nabelschnur der arabischen Sprache verbindet ihn mit der alten. In diesem Buch lotet er Heimat aus, als Ort, als Heimat der Sprache. Als Gefühl einer inneren und einer äußeren Heimat. Dieser zwar nicht autobiographische, aber mit der eigenen Biographie verflochtene Roman ist in
7 den Bäumen gewidmete Kapitel unterteilt. Baum der Liebe. Baum der Hoffnung. Baum der Ungewissheit. Baum des Todes. Baum der Heimat. Baum des Traums. Baum der Geduld.
Denn die Entdeckung des europäischen Waldes bringt ihm neue Erfahrungshorizonte. Es sind Widerspiegelungen seiner Erfahrungswelten: die analphabetische Großmutter, die die erste Quelle an Märchen, Liedern, Witzen, Sprichwörtern, Weisheiten war. Das Studentenleben: die Straße Al Mutanabbi, wo die Menschen ihre Bücher verkauften, sich bei Shakespeare, Tolstoi, Dostojevski bedankten, da man nun Geld für Lebensmittel und Medikamente hatte. Die Jahre der Golfkriege: brennende kuwaitische Ölquellen, verbrannte Dattelpalmen wie in schwarze Hijabs gehüllte Frauen. Die Brutalität aller drei Kriege. Massengräber, eine religiös gespaltene, immer noch „saddamisierte“ Gesellschaft. Das neue Leben in einem neuen Land. Er fühlt sich angekommen. Aber alles wird davon überschattet, dass sein Bruder Ali vermisst wird. Die vergebliche Suche. Das letzte Foto seines Bruders: von einem him-melblauen Schal umschlungen. Erst sehr spät erkennt die Mutter Alis Tod an, so dass ihre Tochter den noch ungeborenen Sohn Ali nennen darf. So schließt sich ein Kreis. Durch die Tante eines irakischen Freundes hört er vom Wandern. Im Irak geht, läuft, spaziert, bummelt, schlendert man, für Wandern gibt es nicht mal ein Wort. Und einen Wald auch nicht. Es gibt menschenhändig gepflanzte Bäume: Dattel-, Oliven- und Obstbäume. Aber „freie" Bäume? Es gibt jedoch die Fichte, den Baum der Rückkehr. Viele Mütter binden die Nabelschnur der neugeborenen Söhne an einen Ast… Die Enge des Asylantenheims bringt den Erzähler zum Wandern. Ein Baum mit gebrochenem Stamm. Stehen bleiben, sich neu verästeln: symbolisch für sein neues Leben? Immer wieder taucht er ab in den Wald: ein Tauchgang, ein Waldbaden. Dort kann er neuen Anfang denken, die Vergangenheit zurücklassen. Er liest, dass Bäume ein Gedächtnis haben, dass sie sich gegenseitig helfen, die Verbundenheit der Wurzeln. Gibt es ein geheimes Leben der Bäume?
 „Nun ist ein alter Baum ein Stück Leben. Er beruhigt, er erinnert…“ (Tucholsky) Im Wald ist die arabische Sprache seine Begleiterin: er streut Worte über die Äste und Blätter. Was für ein schönes Bild. Ins Laub geschriebene Poesie!! Aber auch Worte des Krieges, der Gewalt, der Lüge. Das Janus-Gesicht einer Sprache. Es ist ein erschütterndes Buch, das die Fremdheit feingliedrig aufzeichnet, aber auch die Stärke und Resilienz eines Mannes, der sich zu seinem neuen Leben bekennt, ohne die Wurzeln der Heimat zu kappen. Es zeigt zudem den Morast und das Dickicht des Krieges, der schmutzigen politischen Machtspiele. Kernpunkt des Romans ist das Leben in Ungewissheit. Das Ungewisse des eigenen Schicksals und das des Bruders. Wie ein Weberschiffchen dringt der Autor in das soziale Gewebe der irakischen und der Schweizerischen Gesellschaft mit dem Schlussfaden der Hoffnung.Und vielleicht verbindet ihn ein imaginierter seidener Faden mit der alten Frau unter dem Maulbeerbaum, die damals vor 20 Jahren Steine für die Zukunft legte. „Du hast einen langen Weg vor Dir, der nicht gefahrlos ist, Dir dann aber Sicherheit bietet. Schau nicht zurück. Dein Traum wird Früchte tragen, aber die Früchte fallen nicht hier.“ Ob der Baum wohl noch steht? Wir

Kundinnen und Kunden meinen

In der Fremde sprechen die Bäume arabisch

von Usama Al Shahmani

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: In der Fremde sprechen die Bäume arabisch