Produktbild: ewig her und gar nicht wahr

ewig her und gar nicht wahr Roman

Aus der Reihe Quartbuch
8

12,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.06.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,5/11,7/1,9 cm

Gewicht

223 g

Farbe

Grau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77133-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.06.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,5/11,7/1,9 cm

Gewicht

223 g

Farbe

Grau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77133-2

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Ines

    aus Genthin

    3/5

    05.02.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Obskure Traum-Frequenzen und…

    Obskure Traum-Frequenzen und Gedankengänge. Eine Reise durch die Zeit in der Wirklichkeit und in der Fiktion. Kann man sich totstellen, um der sicheren Erschießung zu entkommen? Einen Fluch unschädlich machen, indem man die Tür verriegelt? Den Abschied vergessen und Gefühle auf Leinwand bannen? Kira erzählt ihre Familiengeschichte. Eine Geschichte von Aufbrüchen und Verwandlungen, von Krokodilen und Papierdrachen. Die junge Künstlerin Kira lebt mit Marc und dem gemeinsamen Sohn Karl in Berlin. Sie gibt Malkurse für Kinder, hat lange nicht ausgestellt, lange nichts gemalt – und zweifelt. Ihre Beziehung zu Marc ist sprach- und berührungslos. Ihre leicht verrückte Freundin Nele fragt manches, versteht viel und lacht gern, während Kira glaubt, in die Zukunft zu sehen und die Vergangenheit zu erfinden. In den neunziger Jahren ist sie mit ihren Eltern aus Moldawien nach Deutschland gezogen, irgendwo angekommen ist aber keiner in ihrer russisch-jüdischen Familie. Kira betrachtet nicht nur das eigene Leben, mitunter zynisch und distanziert, sondern auch das ihrer Vorfahren, die sie teilweise nur von Fotos kennt. Sie reist nach New York, Israel und Moldawien, versucht, die Geschichten zu begreifen und in ihren großformatigen Bildern zu verarbeiten. Marina Frenk findet eine frische, bilderreiche und sehr körperliche Sprache. Ihr eindrückliches, raffiniert gebautes Debüt ist ein Buch über Familie und Herkunft, über Eltern- und Kindschaft. Es ist ein heutiger Künstlerinnenroman und vor allem auch der Roman einer Liebe. Eine bewegende und außergewöhnliche Erzählung. Einfach irgendwo ankommen. Auf der Suche nach Heimat. Ein Kaleidoskop an Geschichten, großartig gelesen von der Autorin selbst. Eine wunderschöne beruhigende Stimme der Sprecherin/Autorin. Das Hörbuch ist nichts für zwischendurch. Es ist eine sprachliche Kunstmalerei, man muss genau hinhören.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    25.01.2022

    Hörbuch (CD)

    Wirklichkeit und Fiktion

    Das Hörbuch zu „ewig her und gar nicht wahr“ von Marina Frenk gesprochen von der Autorin. Kira ist Künstlerin und lebt mit Marc und ihrem gemeinsamen Sohn Karl in Berlin. Sie erzählt uns eine Geschichte, ihre Geschichte, aber auch die ihrer russisch-jüdischen Verwandten. Denn alle Generationen verbindet etwas-die Flucht. Seit dem zweiten Weltkrieg würde die Familie heimatlos hin und her getrieben. Immer auf der Suche nach einem friedlichen Ort zum Leben. Kira hat ihre Heimat in Berlin gefunden. Dennoch fühlt sie sich nicht richtig real in dieser Welt. Ihre Erzählungen driften immer wieder ab in surreale Bilder, von denen man erst auf dem Höhepunkt begreift, dass sie nicht real sind. Fiktion und Wirklichkeit vermischen sich, wie bei einem Kunstwerk und schaffen so beim Hörer ein sagenhaftes Kopfkino. Kira versucht sich an realen Personen festzuhalten, wie ihrer beste Freundin oder ihren kleinen Sohn Karl. Sie dienen ihr als Anker. Dazwischen reisen wir mit ihr zwischen den Zeiten und den Wirklichkeiten hin und her. Marina Frenk schafft es plastische Kunstwerke so in Worten auszudrücken, dass sie beim Hörer ganz reale und überraschende Emotionen ausdrücken. Die können zwischendurch auch wirklich unangenehm sein, aber wenn diese Szene dann vorüber ist, weckt sie einfach nur Faszination für diese hohe Kunst des Ausdrucks. Besonders erwähnenswert bei diesem Hörbuch ist unbedingt die warme und sympathische Stimme der Autorin. Ihr melodischer Klang trägt einen hoffnungsvoll durch die schwermütige Geschichte. Sie hat die Geschichte für mich zu einer Erinnerung werden lassen, die ich immer mit ihrer Stimme verbinden werde und noch 100te Male hören könnte.

  • Bewertung

    5/5

    22.01.2022

    Hörbuch (CD)

    Der Gesang der Wale

    Sehr einfühlsam erzählt die Autorin Marina Frenk die Geschichte Kiras, die autobiographische Züge aufweist: Wir springen in ihrem Leben hin und her, es geht von ihrer Kindheit in Moldawien bis zur Flucht / Auswanderung nach Deutschland und es gibt den Sprung zu ihrer Rolle als Mutter und Geliebter, Freundin, Tochter, Enkelin. Momentaufnahmen aus ihrem Leben, Introspektion, Überlegungen zum Sinn des Lebens, ihrem Dasein als Künstlerin, ihrem Sohn, ihrem Verhältnis zu ihrem Freund. Diese verschiedenen Zeitfenster plus die Vergangenheit der Eltern und Großeltern sind großartig und spannend, so vieles, das sich wiederholt, ein roter Faden, der die Biographien verbindet. Abschied, Angst, Aufbruch, Neubeginn, Erfahrungen, die sich durch die unterschiedlichen Generationen ziehen, eine Familie, deren Heimatlosigkeit und Suche nach Zugehörigkeit qualvoll ist, hochaktuell und berührend. Die Erzählstimme der Autorin wird zu Kira, sie verschmelzen, authentisch, direkt, nachvollziehbar, traurig, verletzlich, verzagt, hoffnungsvoll. Sie zieht uns in den Bann und ich habe das Gefühl, diese interessante, zerrissene und aufrichtige Frau immer besser kennen- und verstehen zu lernen. Die Sprache ist poetisch, ihre Einsamkeit, Selbstdurchforstung und Introspektion bewegend und ihre Suche nach sich selbst, nach Liebe, Glück und dem richtigen Leben ergreifend. Eine klare Lese- und auch Hörempfehlung!

  • Grete

    aus Gudensberg

    5/5

    20.12.2021

    Hörbuch (CD)

    Hinhören!

    Man muss schon genau hinhören um die Wucht der Aussagen wirklich mitzubekommen. Das Buch schlängelt sich durch die Familiengeschichte. Geschichten von Flucht und Ankommen und wieder Flucht aus einem Land, das es gar nicht gibt und doch Heimat ist. Die Erzählerin ist geprägt von den Flucht ihrer Generationen und wagt es gar nicht erst anzukommen im Leben, in der Bezieung oder im Muttersein. Es ist nicht immer ganz einfach die Perspektivwechsel mit zubekommen, und dann die lapidar daherkommenden Aussagen, die einen bis ins Mark treffen können. Nachdem man sich gut eingefunden hat in Kiras Familie und durch die Geschichte mäandert ist, gibt es leider ein abruptes Ende.

  • Literaturlounge eu

    aus Gießen

    4/5

    08.08.2025

    eBook (ePUB)

    Ewig her

    „ewig her und gar nicht wahr“ war für mich ein sehr schweres Buch. Da ist zum einen der stete Wechsel zwischen den Zeiten, obwohl das nie das Problem war. Mir ist es egal, ob es in Capresti in Bessarabien 1941 spielt und dann wieder im jetzt und dann in Moldawien 1993. Dies alles macht es mir das Lesen nicht schwer, sondern ich finde es sehr interessant, diese verschiedenen Orte und Zeiten kennenzulernen. Auch die Menschen, die man dort kennenlernt, wie den Großvater, die Oma, oder Mutter und Vater. All dies macht es nicht schwer, sondern macht es lesenswert. Auch Nele, Kiras beste Freundin, und die Kunstszene, geben eine gewisse Würze. Was es für mich schwierig machte, waren die Tagträume von Kira, der Hauptperson, die so unvermittelt kamen und einen immer wieder fordern, vor allem dann, wenn man selbst ein Mensch mit psychischen Störungen ist, und man diese Gedankensprünge sehr oft an sich selbst beobachten konnte. Auch wenn man Menschen kennt, die eine Borderlinestörung haben und sich immer wieder selbst verletzen, berührt einen diese Geschichte besonders. Aber klasse ist einfach, die Sprache des Buches, auch die Bilder, die es in einem hervorrufen kann. Man lernt vieles über Moldawien, über die Kultur und Menschen, egal ob es 1941 ist, oder 1993. Ich habe die Flucht mit der Familie von Kira regelrecht erlebt und mitgefiebert. Die erste Ausstellung mit Bildern von Kira werde ich tief in meinem Herz verankern, genauso wie das Hostel in New York. Es sind viele Erlebnisse und Personen, die einen bewegen. Man möchte mit Nele und Kira auf dem Dach in Berlin sitzen und den kleinen Karl erleben, wie er spielt und lacht. Auch will man die gestörten Erfahrungen von Kira und Männern nachfühlen und man kann dies auch gut erleben. Aber und dies kann man nun als Kompliment sehen oder auch nicht, diese Gefühle, die ihre Tag- und Albträume im Leser erzeugen, die sind für Menschen, die selbst an den beschriebenen psychischen Störungen leiden oder gelitten haben, schwer auszuhalten und bescheren einen immer wieder neue, teilweise heftige, Albträume. Es ist aber so, dass es schwer ist, solche Situationen zu beschreiben und normalerweise werde ich nicht getriggert, und wenn, dann nicht so oft wie in diesem Buch. Für mich ein tolles Stück Literatur, mit verdammt viel Tiefgang, aber nichts für zwischendurch, da es bei mir zumindest immer wieder bis in den Schlaf, und somit in meinen Träumen, nachgewirkt hat.

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