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Produktbild: Identitti
Artikelbild von Identitti
Mithu Sanyal

1. Identitti (Gekürzt)

Identitti

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Cynthia Micas

Spieldauer

11 Stunden

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

29.10.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

197

Verlag

Speak Low

Sprache

Deutsch

EAN

9783948674632

Beschreibung

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Ja

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11 Stunden

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Ja

Erscheinungsdatum

29.10.2021

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Fassung

gekürzt

Medium

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197

Verlag

Speak Low

Sprache

Deutsch

EAN

9783948674632

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„Identitti“ war seit dem…

Verena am 03.04.2023

Bewertungsnummer: 2798325

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Identitti“ war seit dem Erscheinen auf meiner Liste mit Büchern, die ich unbedingt lesen möchte. Ich war so oft kurz davor, mir das Hardcover zu kaufen. Ich habe natürlich viele begeisterte Stimmen gelesen, immer wieder taucht der Roman in meinem Booksta-Feed auf und meine Erwartungshaltung war dementsprechend sehr hoch. Leider konnte es mich nicht wirklich abholen. Identität, Gender, Feminismus, Race, kulturelle Aneignung, Rassismus – die Palette an wichtigen Themen ist groß und ich freute mich, auch eventuell Neues zu lernen. Letztendlich war es weniger der Inhalt als der Stil, der mir das Lesern erschwerte. Ich hatte das Gefühl, ich würde den wohl längsten Twitter-Thread überhaupt lesen – ganz unabhängig davon, das tatsächlich immer wieder Twitter-Threads auftauchen (die Idee und vor allem die Zusammenarbeit mit bekannten Twitter-Größen, die eigens für die Geschichte der Autorin Tweets verfassten & dadurch sozusagen Cameo-Auftritte hatten, fand ich ziemlich genial). Doch den – ich nenne es mal Twitter-Diskurs-Stil – erinnerte mich immer wieder daran, warum ich Twitter nicht mehr nutze: es ist anstrengend; jeglicher Diskurs dreht sich dort irgendwie im Kreis dreht (meist in der eignen Echokammer, ab und an durchbrochen von dem ein oder anderen Troll oder Bot) und wenig zielführend erscheint. War genau diese Abbildung die Intention der Autorin? Weniger ein Antworten geben auf die vielen komplexen Fragen, sondern die Darstellung der Diskursführung? Dann könnte ich den Roman eigentlich auch als genialen Geniestreich bezeichnen. Und immer wieder waren da auch Szenen, die super humorvoll waren; andere regten mich zum Nachdenken an. Doch das ändert nichts daran, dass ich beim Lesen oft den Drang hatte, die App zu schließen, metaphorisch gesprochen, bzw. den Wunsch, dass Nivedita endlich Saraswatis Wohnung verlässt. Grundsätzlich wäre wohl auch wichtig zu erwähnen, dass es hilfreich ist, wenn die Lesenden Bezug zu Kulturwissenschaften haben, da doch recht akademische Konzepte mit Fachterminologie diskutiert werden.

„Identitti“ war seit dem…

Verena am 03.04.2023
Bewertungsnummer: 2798325
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Identitti“ war seit dem Erscheinen auf meiner Liste mit Büchern, die ich unbedingt lesen möchte. Ich war so oft kurz davor, mir das Hardcover zu kaufen. Ich habe natürlich viele begeisterte Stimmen gelesen, immer wieder taucht der Roman in meinem Booksta-Feed auf und meine Erwartungshaltung war dementsprechend sehr hoch. Leider konnte es mich nicht wirklich abholen. Identität, Gender, Feminismus, Race, kulturelle Aneignung, Rassismus – die Palette an wichtigen Themen ist groß und ich freute mich, auch eventuell Neues zu lernen. Letztendlich war es weniger der Inhalt als der Stil, der mir das Lesern erschwerte. Ich hatte das Gefühl, ich würde den wohl längsten Twitter-Thread überhaupt lesen – ganz unabhängig davon, das tatsächlich immer wieder Twitter-Threads auftauchen (die Idee und vor allem die Zusammenarbeit mit bekannten Twitter-Größen, die eigens für die Geschichte der Autorin Tweets verfassten & dadurch sozusagen Cameo-Auftritte hatten, fand ich ziemlich genial). Doch den – ich nenne es mal Twitter-Diskurs-Stil – erinnerte mich immer wieder daran, warum ich Twitter nicht mehr nutze: es ist anstrengend; jeglicher Diskurs dreht sich dort irgendwie im Kreis dreht (meist in der eignen Echokammer, ab und an durchbrochen von dem ein oder anderen Troll oder Bot) und wenig zielführend erscheint. War genau diese Abbildung die Intention der Autorin? Weniger ein Antworten geben auf die vielen komplexen Fragen, sondern die Darstellung der Diskursführung? Dann könnte ich den Roman eigentlich auch als genialen Geniestreich bezeichnen. Und immer wieder waren da auch Szenen, die super humorvoll waren; andere regten mich zum Nachdenken an. Doch das ändert nichts daran, dass ich beim Lesen oft den Drang hatte, die App zu schließen, metaphorisch gesprochen, bzw. den Wunsch, dass Nivedita endlich Saraswatis Wohnung verlässt. Grundsätzlich wäre wohl auch wichtig zu erwähnen, dass es hilfreich ist, wenn die Lesenden Bezug zu Kulturwissenschaften haben, da doch recht akademische Konzepte mit Fachterminologie diskutiert werden.

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Identitti

von Mithu Sanyal

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Rafael Wallner

Thalia Linz – Landstraße

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4/5

Zwischen den Fronten

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Schrill, originell und vielstimmig wird dem breiten Spektrum zwischen Hautfarbe und Identität auf den Grund gegangen. Neben Transgender wird jetzt auch noch die Kategorie "race" als soziales Konstrukt entlarvt und in all seinen Facetten auseinandergenommen. Dabei ist es gerade diese fehlende Zugehörigkeit, die uneindeutige Zwischen-Allem-Existenz, die das Leben der Protagonistin auf fatale Weise prägt und leitet. Über das unfreiwillige Outing der schillernden Leit- und Mutterfigur Saraswati als weiß zerreißt sich das Netz das Maul. Und auch die PoC-Community ist sich nicht einig, ob es sich hier um kulturelle Aneignung oder um radikale Solidarisierung handeln soll, ein nächster Schritt in eine Utopie. Als Leser*In ist man während der Lektüre ständig auf der Suche nach seinem Platz in diesem Strudel aus Meinungen und kann dem Schleudertrauma nur schwer entgehen. Und über allem wacht die hinduistische Göttin Kali, die all diese Absurdität in die sich die Menschheit da verstrickt hat mit ihrer bloßen Existenz konterkariert. Die nur allzu realen Konsequenzen dieser künstlichen Kategorisierung/Marginalisierung lässt uns die Autorin dann auch kompromisslos spüren. Umso drängender ist es dem Gleichberechtigungsanspruch, der einer multiethnische Gesellschaft zusteht, Rechnung zu tragen.
  • Rafael Wallner
  • Buchhändler/-in

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4/5

Zwischen den Fronten

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Schrill, originell und vielstimmig wird dem breiten Spektrum zwischen Hautfarbe und Identität auf den Grund gegangen. Neben Transgender wird jetzt auch noch die Kategorie "race" als soziales Konstrukt entlarvt und in all seinen Facetten auseinandergenommen. Dabei ist es gerade diese fehlende Zugehörigkeit, die uneindeutige Zwischen-Allem-Existenz, die das Leben der Protagonistin auf fatale Weise prägt und leitet. Über das unfreiwillige Outing der schillernden Leit- und Mutterfigur Saraswati als weiß zerreißt sich das Netz das Maul. Und auch die PoC-Community ist sich nicht einig, ob es sich hier um kulturelle Aneignung oder um radikale Solidarisierung handeln soll, ein nächster Schritt in eine Utopie. Als Leser*In ist man während der Lektüre ständig auf der Suche nach seinem Platz in diesem Strudel aus Meinungen und kann dem Schleudertrauma nur schwer entgehen. Und über allem wacht die hinduistische Göttin Kali, die all diese Absurdität in die sich die Menschheit da verstrickt hat mit ihrer bloßen Existenz konterkariert. Die nur allzu realen Konsequenzen dieser künstlichen Kategorisierung/Marginalisierung lässt uns die Autorin dann auch kompromisslos spüren. Umso drängender ist es dem Gleichberechtigungsanspruch, der einer multiethnische Gesellschaft zusteht, Rechnung zu tragen.

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