Produktbild: Wütendes Feuer

Wütendes Feuer Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

03.05.2022

Verlag

Hoffmann & Campe

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

936 KB

Übersetzt von

Michael Kahn-Ackermann

Sprache

Deutsch

EAN

9783455014228

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

03.05.2022

Verlag

Hoffmann & Campe

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

936 KB

Übersetzt von

Michael Kahn-Ackermann

Sprache

Deutsch

EAN

9783455014228

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  • Heidrun

    aus Klingenberg

    3/5

    11.09.2022

    eBook (ePUB 3)

    Frauenschicksal in China

    Das Buch spielt Anfang der 90iger Jahre in einen Dorf im Norden von China. Hier herrschen noch traditionelle Verhältnisse. Frauen haben keinen Wert und werden vom Ehemann und den Schwiegereltern bevormundet und ausgenutzt. Die junge Yingzhi versucht da auszubrechen und scheitert an den Verhältnissen. Die Autorin beschreibt sehr bildhaft die Lebensverhältnisse der Akteure. Es ist für mich unvorstellbar, so zu leben. Es wird ein sehr krasses Einzelschicksal beschrieben, aber ich denke, es ist nicht völlig aus der Luft gegriffen. Das Buch hat mich beim Lesen wütend gemacht. Die Freizügigkeit aber auch die Ungleichbehandlung der Frauen, die bis zu Vergewaltigung und fast bis zu Tode prügeln führt, werden ausführlich beschrieben. Das Buch ist nicht für Zartbesaitete geeignet. Ich habe vorher "Weiches Begräbnis" gelesen und war begeistert. Daran kommt dieses Buch nicht heran.

  • J. Kaiser

    5/5

    09.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Traditionen in China

    Fazit: Dies ist die Geschichte der Unfreiheit der Frauen im modernen China. Yingzhi scheint die Welt offen zu sein. In einer Band hat sie es als Sängerin geschafft bekannt zu werden. Alles weitere schien in Griffnähe zu sein. Bis eine Affäre das Ganze zum Einsturz brachte. Sie wird schwanger und gezwungen den Mann ihres Kindes zu heiraten. Nicht genug damit, sie muss auch in das Elternhaus ihres Mannes einziehen. So verlangt es die Tradition. Ihr Mann Guiquing ist faul und zudem ein Spieler. Als die Schulden zu hoch werden, muss Yingzhi Geld verdienen. Das Lesen der Auseinandersetzungen des Paares ist manchmal fast nicht zu ertragen. Das dieses Buch ist nicht einfach zu lesen. Wer ein empfindsames Gemüt hat, sollte dieses Buch besser nicht lesen. Das Eintauchen in eine fremde Welt habe ich sehr aufschlussreich empfunden. Doch eines muss man sich klar sein, es sind nicht unsere Werte, welche man hier liest. Das Lesen des Buches kann ich gleichwohl empfehlen.

  • BücherBummler

    5/5

    07.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fang Fang - Wütendes Feuer

    Die junge Yingzhi träumt von Freiheit und Reichtum. Um ihr Ziel zu erreichen, beginnt sie, in einer Karaoke-Band auf Hochzeiten und anderen Feiern zu singen, und scheut sich auch nicht, ihre körperlichen Vorzüge einzusetzen. Doch als sie schließlich durch eine unwesentliche Affaire schwanger wird, sieht Yingzhi sich gezwungen, den Vater ihres Kindes zu heiraten und ihre großen Träume auf andere Weise zu verwirklichen. Was sich als schwer erweist, denn ihr Mann entpuppt sich als arbeitsscheuer Trinker, der alles Geld zum Spieltisch trägt. Die Beziehung der beiden wird immer aggressiver und gewaltgeladener, bis Yingzhi den einen Schritt macht, der die Lage außer Kontrolle geraten lässt... Das Erste, was mich in „Wütendes Feuer“ von Fang Fang geradezu angesprungen hat, war die Grobheit des Umgangstons. Selbstredend bin auch ich Opfer des stereotypen Glaubens an den jederzeit aufs äußerste höflichen Chinesen, aber wie hier, auch mit Respektspersonen wie Eltern und Alten, geredet wird… Da hätte ich selbst bei einer jener in den 1990ern so beliebten Talkshows die Augen weit aufgerissen. Auf der anderen Seite wirkte der Text oft hölzern und unbeholfen auf mich, wobei es mir unmöglich ist, zu sagen, ob es so gewollt ist oder sich um ein Problem der Übersetzung handelt. Das sehr interessante Nachwort des Übersetzers Michael Kahn-Ackermann (unbedingt lesen!) lässt ahnen, dass die Übertragung keine leichte Aufgabe war. Das Leseerlebnis wird dadurch jedenfalls nur unwesentlich gestört. Ich fand diesen Einblick in das Leben einer Frau im modernen China, die trotz aller gesetzlich festgelegten Gleichberechtigung doch an den Traditionen und den Ansichten der Gesellschaft scheitert, sehr berührend. Dabei ist Yingzhi keine große Sympathieträgerin. Sie ist weder Unschuldslamm noch pures Opfer. Ihr Verhalten kann man, je nach moralischer Einstellung, oft als dumm bis inakzeptabel einstufen. Was die Geschichte nur um einiges an Vielschichtigkeit bereichert. Was der Roman für mich aber am meisten ausgestrahlt hat, war die Bedrückung und die Ausweglosigkeit. Die Spirale aus Gewalt, die sich immer weiter in die Tiefe bohrt und schließlich außer Kontrolle gerät, ist nicht leicht auszuhalten. Ein brutales Buch, ein wichtiges Buch, ein Buch, das uns alle angeht. Große Leseempfehlung!

  • Bücherbummler

    5/5

    07.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die junge Yingzhi träumt von…

    Die junge Yingzhi träumt von Freiheit und Reichtum. Um ihr Ziel zu erreichen, beginnt sie, in einer Karaoke-Band auf Hochzeiten und anderen Feiern zu singen, und scheut sich auch nicht, ihre körperlichen Vorzüge einzusetzen. Doch als sie schließlich durch eine unwesentliche Affaire schwanger wird, sieht Yingzhi sich gezwungen, den Vater ihres Kindes zu heiraten und ihre großen Träume auf andere Weise zu verwirklichen. Was sich als schwer erweist, denn ihr Mann entpuppt sich als arbeitsscheuer Trinker, der alles Geld zum Spieltisch trägt. Die Beziehung der beiden wird immer aggressiver und gewaltgeladener, bis Yingzhi den einen Schritt macht, der die Lage außer Kontrolle geraten lässt... Das Erste, was mich in „Wütendes Feuer“ von Fang Fang geradezu angesprungen hat, war die Grobheit des Umgangstons. Selbstredend bin auch ich Opfer des stereotypen Glaubens an den jederzeit aufs äußerste höflichen Chinesen, aber wie hier, auch mit Respektspersonen wie Eltern und Alten, geredet wird… Da hätte ich selbst bei einer jener in den 1990ern so beliebten Talkshows die Augen weit aufgerissen. Auf der anderen Seite wirkte der Text oft hölzern und unbeholfen auf mich, wobei es mir unmöglich ist, zu sagen, ob es so gewollt ist oder sich um ein Problem der Übersetzung handelt. Das sehr interessante Nachwort des Übersetzers Michael Kahn-Ackermann (unbedingt lesen!) lässt ahnen, dass die Übertragung keine leichte Aufgabe war. Das Leseerlebnis wird dadurch jedenfalls nur unwesentlich gestört. Ich fand diesen Einblick in das Leben einer Frau im modernen China, die trotz aller gesetzlich festgelegten Gleichberechtigung doch an den Traditionen und den Ansichten der Gesellschaft scheitert, sehr berührend. Dabei ist Yingzhi keine große Sympathieträgerin. Sie ist weder Unschuldslamm noch pures Opfer. Ihr Verhalten kann man, je nach moralischer Einstellung, oft als dumm bis inakzeptabel einstufen. Was die Geschichte nur um einiges an Vielschichtigkeit bereichert. Was der Roman für mich aber am meisten ausgestrahlt hat, war die Bedrückung und die Ausweglosigkeit. Die Spirale aus Gewalt, die sich immer weiter in die Tiefe bohrt und schließlich außer Kontrolle gerät, ist nicht leicht auszuhalten. Ein brutales Buch, ein wichtiges Buch, ein Buch, das uns alle angeht. Große Leseempfehlung!

  • gst

    aus Pirna

    5/5

    23.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    China zwischen Tradition und Zukunft

    Yingzhi wartet im Gefängnis auf die Vollstreckung ihres Todesurteils. Wie es dazu kam, wird in diesem Roman geschildert, der mich tief eintauchen ließ in ihr erbärmliches Leben. Früh geschwängert ist sie gezwungen, bei den sie ablehnenden Schwiegereltern zu leben. Während ihr Mann Guiqing sich beim Majong-Spiel vergnügt und das von ihr durch Singen in einer Band verdiente Geld versäuft, soll sie auf der Obstplantage helfen. Doch so ein Leben will sie sich nicht gefallen lassen, sie begehrt auf, was alles noch viel schlimmer macht. Brutal wird versucht, sie in die alten Sitten und Gebräuche zu zwängen. Die chinesische Autorin Fang Fang (*1955) hat sich in unseren Breiten erst durch das Wuhan Diary, ein Tagebuch über die Ereignisse während der Quarantäne in der am härtesten von der Covid-19-Pandemie betroffenen Millionenmetropole Wuhan einen Namen gemacht. Doch zu schreiben begann sie schon früher. Bis 1982 studierte sie an der Wuhan-Universität chinesische Literatur, arbeitete dann als Redakteurin einer Fernsehstation, schrieb Drehbücher für TV-Serien und veröffentlichte ihren ersten Roman. Eine Erzählung, für die sie 1989 den "Nationalen Preis für herausragende Romane" erhielt, gilt als eines der ersten Werke der damals in China neu aufkommenden Gattung des Neorealismus. 2021 veröffentlichte der Hoffmann und Campe-Verlag den Roman Weiches Begräbnis, übersetzt von Michael Kahn-Ackermann. Der hat sich nun ein Jahr später auch dem Roman „Wütendes Feuer“ angenommen und ihn mit einem sehr aufschlussreichen Nachwort ausgestattet. Hier erfährt man, dass der Roman 2002 zum ersten Mal veröffentlicht wurde und zeitlich in der ersten Hälfte der neunziger Jahre spielt. Das sind die Jahre eines gigantischen gesellschaftlichen Veränderungsprozesses, der bis in die Gegenwart andauert. Während wir im Westen nur die schnelle wirtschaftliche Entwicklung des Landes zur Kenntnis nehmen, entgeht uns die gesellschaftliche Revolution. Die wird in diesem Roman thematisiert und hat mich völlig vor den Kopf gestoßen. Yingzhis Leben ist für mich unvorstellbar. Ihre Emanzipationsbestrebungen werden regelrecht niedergeknüppelt und die von ihr angestrengte Scheidung unmöglich gemacht – egal ob von ihrer eigenen Familie oder von der eingeheirateten. Das Buch ist in einer schnörkellosen Sprache geschrieben und teilweise so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Auf der anderen Seite kam ich kaum mit dem Kopfschütteln ob der in meinen Augen unvorstellbaren Zustände hinterher. Fazit: Ein gut lesbarer, erschütternder Roman, der einen guten Einblick in das chinesische Landleben Ende des vergangenen Jahrhunderts gibt. Leseempfehlung!

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Bewertungen (7)

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    Michelle

    Thalia Klagenfurt Südpark

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    4/5

    23.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine unglaublich bewegende Geschichte

    "Wütendes Feuer" war ein unglaublich bewegendes, aber auch bedrückendes Buch. Ich hätte bei dieser kurzen Seitenanzahl nicht mit so einer tiefgründigen Geschichte gerechnet und vor allem nicht wie sehr sie mich mitnimmt. Das Buch war alles andere als angenehm zu lesen, jedoch gibt einen erschreckenden Einblick in die Geschichte Chinas, welche mich hier wirklich sehr interessiert hat. Ich kann das Buch nur wärmsten weiterempfehlen, jedoch sollte man sich bewusst sein, dass dies kein unterhaltendes Buch ist, sondern eines bei dem man die ganze Zeit emotional mitgenommen wird.

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