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Band 2
Artikelbild von Der Keller. Eine Entziehung
Thomas Bernhard

1. Der Keller. Eine Entziehung

Der Keller. Eine Entziehung Ungekürzte Lesung mit Peter Simonischek (1 mp3-CD)

Gesprochen von
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16,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Peter Simonischek

Spieldauer

3 Stunden und 30 Minuten

Erscheinungsdatum

18.05.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742423399

Beschreibung

Rezension

»Ein literarisches Werk, das in seiner Radikalität als einziges deutschsprachiges neben dem Samuel Becketts zu bestehen vermag.« Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt
»Es gibt keinen Zweifel: Wer sich eine Bibliothek mit Weltliteratur in Form von Hörbüchern aufbauen möchte, kommt an dieser Edition nicht vorbei.« WDR 3
»Hier wird fündig, wer an Hörbuchproduktionen Freude hat, die nicht schnell hingeschludert sind, sondern mit einer Regie-Idee zum Text vom und für den Rundfunk produziert sind.« NDR KULTUR
»Mehr Zeit hätte man ja immer gern, aber für diese schönen Hörbücher, das Stück nur 10 €, besonders.« WAZ
»Die Hörbuch-Edition ›Große Werke. Große Stimmen.‹ umfasst herausragende Lesungen deutschsprachiger Sprecherinnen und Sprecher, die in den Archiven der Rundfunkanstalten schlummern.« SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK

Produktdetails

Gesprochen von

Peter Simonischek

Spieldauer

3 Stunden und 30 Minuten

Erscheinungsdatum

18.05.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742423399

Herstelleradresse

Der Audio Verlag
Hardenbergstr. 9A
10623 Berlin
DE
info@der-audio-verlag.de

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  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    02.03.2011

    Buch (Taschenbuch)

    In seinen autobiografischen…

    In seinen autobiografischen Schriften („Die Ursache“, „Der Keller“, „Der Atem“, „Die Kälte“ und „Ein Kind“) verarbeitete der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard seine Kindheit und Jugend. Diese Erinnerungen spiegeln seine furchtbaren Erlebnisse im nationalsozialistisch und katholisch geprägten Österreich wider. Erschütternd und polemisch schildert er die frühen Verletzungen und das Eingesperrtsein in den verschiedenen Institutionen wie Schule, Internat, Erziehungslager, Krankenhaus und Sanatorium. Wer die Welt von Thomas Bernhard verstehen will, findet hier den Schlüssel. Kaum ein Text ist intimer und berührender als diese Erinnerungen. Alle fünf Bände erschienen Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre im Residenz Verlag Pölten und liegen nun aus Anlass des 90. Geburtstags von Thomas Bernhard als Taschenbuchausgaben im Deutschen Taschenbuch Verlag vor. „Der Keller - Eine Entziehung“ (1976) ist der zweite Band dieser fünfteiligen Autobiografie. Die unmittelbare Fortsetzung des ersten Bandes „Die Ursache“ beginnt mit dem Morgen, als der 16jährige Gymnasiast Bernhard spontan beschließt, sich seinem verhassten Schulleben zu entziehen. Gegen alle Vernunft verschafft er sich eine Lehrstelle im Lebensmittelgeschäft von Karl Podlaha. Der Kolonialwarenladen befindet sich in einem Keller der Scherzhausersiedlung, einem elenden Wohnghetto am Rande von Salzburg. Der Keller ist der Mittelpunkt dieser übelverleumdeten Siedlung, täglich geben sich hier die Hungernden und halb Verhungerten die Klinke in die Hand. In diesem Umfeld begegnen Bernhard Menschen, die wie er von der bürgerlichen Gesellschaft ausgestoßen sind: Besitzlose, Asoziale und Kleinkriminelle, für die der junge Lehrling aber Besitz ergreift. „An manchen Tagen atmete ich nichts als den Geruch all derer ein, die in der Scherzhausersiedlung bei lebendigem Leibe verfaulten.“ Doch in dem Salzburger „Schreckensviertel“ findet er die ersehnte Anerkennung. Nach der befreienden Abkehr von dem als feindlich empfundenen Gymnasium besucht Bernhard nun einmal wöchentlich eine kaufmännische Berufsschule. Trotzdem reagiert die Familie ablehnend, er wird als Störenfried diffamiert. Nur sein Großvater unterstützt ihn, sucht sogar einen Gesangslehrer für ihn. Neben dem Kellerbesitzer Podlaha, von dem er den Umgang mit Menschen gelernt hat, ist der Großvater die prägende Figur in seiner Jugend. Im Herbst 1948, mit 17 Jahren, bekommt Bernhard nach Wochen der Überanstrengung eine Erkältung mit hohem Fiber, woraus sich eine Lungentuberkulose entwickelt. In den anschließenden Aufenthalten in verschiedenen Sanatorien und Lungenheilstätten wird der Kranke schließlich die Welt der Literatur entdecken. Manfred Orlick

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    26.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Zorniger Rückblick

    Thomas Bernhards Autobiographie, Teil 2, der Weggang vom Gymnasium hin zum Verkäufer-Lehrling im „Keller“. Die Bedeutung der Bezugspersonen, insbesondere des Grossvaters. Thomas Bernhard schreibt mit Zorn und Wut, seine negativen Ausgüsse breiten sich aus wie Wellen: sie verstärken sich gegenseitig, besagen dasselbe in anderer Weise, wiederholen sich, finden einen neuen Rhythmus oder schlagen eine andere Kadenz, wechseln manchmal das Thema, um später wieder auf das Ursprungsthema zurück zu kommen. Insgesamt ist das Werk ein sehr musikalisches Werk, im Stil einer minimal music. Aber seien wir auch ehrlich: Philosophisch ist das, was der Autor hier schreibt, wenig ergiebig und wohl inkohärent. Und wie authentisch ist der Autor sich selber gegenüber beim Schreiben? Meint er wirklich immer, was er schreibt?

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