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Die Macht der Gewaltlosigkeit Über das Ethische im Politischen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

251

Maße (L/B/H)

17,6/10,6/1,5 cm

Gewicht

155 g

Farbe

Dunkellila / Zitronengelb

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Force of Nonviolence. An Ethico-Political Bind

Übersetzt von

Reiner Ansen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29981-4

Beschreibung

Rezension

»Judith Buders Denken verfugt über eine intellektuelle Reichweite, die jede Mittelstreckenrakete - sei es eine der Nato, des Islamischen Staates oder irgendeines libyschen Warlords - übertrifft.« Cord Riechelmann Philosophie Magazin

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

251

Maße (L/B/H)

17,6/10,6/1,5 cm

Gewicht

155 g

Farbe

Dunkellila / Zitronengelb

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Force of Nonviolence. An Ethico-Political Bind

Übersetzt von

Reiner Ansen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29981-4

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine radikale Philosophie der Ethik

    Auch wenn der Titel „Die Macht der Gewaltlosigkeit“ zu suggerieren scheint, dass Judith Butler in ihrem neuen Buch ein Konzept des gewaltlosen Widerstands vorlegt, so wird man hier enttäuscht werden. Das, was Butler hier vorlegt, ist vielmehr eine Untersuchung zur Macht bzw. „Force“ der Gewaltlosigkeit. Wenn Gewalt gemeinhin als jene Macht begriffen wird, die Zustände und Umstände – oftmals mehr als leidvoll – herstellt, ob nun im politischen wie privaten Raum, so zeigt Butler, mit welchen Selbstleugnungen diese souveräne Gewalt arbeitet. Das Subjekt der Gewalt muss stets all jenes verdrängen und vor sich selbst verleugnen, auf was es angewiesen war und bis heute braucht. Auch der souveräne und gewalttätige Körper war und ist von anderen Körpern abhängig. Man könnte sagen, dass Butler von dieser Abhängigkeit ausgeht, um eine Ethik der Gewaltlosigkeit zu entwerfen. Im Fortgang ihrer Untersuchung folgt sie den Lektüren bei Freud, Klein, Benjamin, Foucault und Fanon und gelangt schließlich zur Frage, ob nicht die grausame Fatalität der Gewalttat, die stets weitere Gewalttaten erzeugt, unterbrochen werden kann, wenn von einer radikalen „Betrauerbarkeit“ auszugehen ist, die auch die Trauer um den Feind und um die Feindin einschließt. Butler setzt hier in diesem Buch ihre Studien fort, die einen Weg aus der Konfrontation zwischen Freunden und Feinden bahnen sollen. In diesem Sinne radikalisiert sie Levinas‘ Ansprüche an eine Philosophie der Ethik. Butlers Intention und Vorgangsweise hatten mich an Derridas Überlegungen zum Begriff der „Vergebung“ erinnert, die dieser an Texten von Jankelevitch durcharbeitet. Beide Zugänge, die der Betrauerbarkeit wie der Vergebung, verdienen ihre Beachtung.

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