Über ein kleines Nilpferd, das über sich hinauswächst – ein poetisches Bilderbuch der Jugendliteraturpreisträgerin Jutta Richter, stimmungsvoll illustriert von Petra RappoDas kleine Nilpferd wohnt im Zoo, zwischen Gitterstäben, Grasbüscheln und ganz viel Staub. Wenn es so groß wäre wie die Giraffe, könnte es den Nil sehen. Wenn der Tümpel nicht so dreckig wäre, würde es baden gehen. Und wenn es eine Herde gäbe, wäre es nicht einsam. Jede Nacht träumt es von Himmel und Sonne, von Erde und Herde und einem breiten Fluss. Bis seine Sehnsucht größer ist als sein Unglück. Und das Nilpferd losrennt. Durch Gitterstäbe, Staub und Städte, über Berge und Täler. So lange und so weit, bis alle Möwen es in den Himmel rufen: "Nil, Nil, das Nilpferd kommt." Und das kleine Nilpferd die Schnauze in den Fluss taucht und flüstert: "Nil, Nil, ich bin da." Ein Bilderbuch über die Sehnsucht und das Heimweh – und ein kleines Nilpferd, das über sich hinauswächst.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
LeLiPä
5/5
02.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch erzählt von Heimweh, Mut und Beharrlichkeit
„Das Nilpferd wohnte schon lange im Zoo. Im Gehege gleich neben der Giraffe. Es gab dort einen Tümpel, drei Grasbüschel und viel Staub! Sonst gab es nichts. Außer dem Wärter Bratbüttel, der das Futter brachte. Einmal am Morgen und einmal am Abend.“
Kein Wunder, dass das Nilpferd unter diesen Umständen an Heimweh leidet.
„Heimweh nach einem großen, breiten Fluss.“
Seine Zoo-Nachbarin Giraffe ärgert ihn dazu permanent: „Ja, wenn du so groß wärst wie ich, dann könntest du den Nil sehen.“
Genervt von so viel Boshaftigkeit unter den ständigen Blicken der Zoobesucher, rammt das Nilpferd eines Tages das Gitter seines Geheges um und zieht von dannen. Richtung Nil...
„Über das Land. Über den Berg. […] Es rannte einen Tag und eine Nacht. […] Und dann kam das Meer. […] „
Beäugt und kommentiert von vielen verschiedenen Wild-Tieren, die seinen Weg säumen, wird es entweder belächelt oder zum Durchhalten animiert.
Dieses Buch, das von Heimweh, Mut und Beharrlichkeit erzählt, unterliegt einer immer gleichen Bild-Text-Struktur. Ein kleiner Anker für manche Kinder in der Bilderbuchbetrachtung.
Die künstlerischen Illustrationen geben reduziert und doch bestimmend den Text in Bildern wider.
Teilweise befinden sich ganzseitige, gänzlich textlose Illustrationen im Buch, die dem mutigen Nilpferd den bildnerischen Raum geben, dem es gebührt.
Das polarisierend schwierige Thema der Zoohaltung schwingt zu Beginn ein wenig mit, wird aber nicht weiter ausgebaut.
Vielmehr geht es darum, dass auch ein kleines, dickes Nilpferd alles schaffen kann, was es sich vornimmt. Warum nicht auch du?, scheint das Buch seine Leser:innen zu fragen.
Folge deinen Träumen und mache deine Wünsche wahr.
Die Farbwahl der Illustrationen passt sich der jeweiligen Naturszenerie an, durch die das Nilpferd auf seinem Weg zum Nil wandert.
Ein Titel, der mehrere Themen zu einem gelungenen, großen Ganzen bündelt.
Daggy
5/5
18.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Voller Poesie und Gefühl
Das Nilpferd wohnt im Zoo in einem trostlosen Gehege und Wärter Bratbüttel, der ihm zweimal am Tag das Futter bringt ist auch nicht gerade ein Sonnenschein. Das Nilpferd träumt von seiner Heimat dem Nil. „Heimweh war das. Heimweh nach Himmel und Sonne. Heimweh nach Herde und Erde. Heimweh nach einem großen, breiten Fluss.“ Beschreibt in schönen Worten seinen Gemütszustand. Zudem nervt die Giraffe aus dem Gehege nebenan. Als das Nilpferd wütend wird, schimpft auch noch der Wärter. Da fasst das Nilpferd den Entschluss sich auf den Weg zu machen. Es läuft einfach los. Und dieser Weg wird mit kurzen poetischen Sätzen und wunderschönen Bildern beschrieben. So taucht das Nilpferd durchs Meer und „die Fische glotzen vor Staunen und die Delfine pflügen durch das Wasser.“ Auf dem letzten Bild hält das Nilpferd das Maul ins türkis-grüne Wasser. Ein Bild das Frieden und Glück ausstrahlt. „Nil, Nil, ich bin da!“
Eine schöne Geschichte in einer poetischen Sprache geschrieben und mit aussagekräftigen zarten Bildern.
Daggy
5/5
18.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Nilpferd wohnt im Zoo in…
Das Nilpferd wohnt im Zoo in einem trostlosen Gehege und Wärter Bratbüttel, der ihm zweimal am Tag das Futter bringt ist auch nicht gerade ein Sonnenschein. Das Nilpferd träumt von seiner Heimat dem Nil. „Heimweh war das. Heimweh nach Himmel und Sonne. Heimweh nach Herde und Erde. Heimweh nach einem großen, breiten Fluss.“ Beschreibt in schönen Worten seinen Gemütszustand. Zudem nervt die Giraffe aus dem Gehege nebenan. Als das Nilpferd wütend wird, schimpft auch noch der Wärter. Da fasst das Nilpferd den Entschluss sich auf den Weg zu machen. Es läuft einfach los. Und dieser Weg wird mit kurzen poetischen Sätzen und wunderschönen Bildern beschrieben. So taucht das Nilpferd durchs Meer und „die Fische glotzen vor Staunen und die Delfine pflügen durch das Wasser.“ Auf dem letzten Bild hält das Nilpferd das Maul ins türkis-grüne Wasser. Ein Bild das Frieden und Glück ausstrahlt. „Nil, Nil, ich bin da!“ Eine schöne Geschichte in einer poetischen Sprache geschrieben und mit aussagekräftigen zarten Bildern.
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