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Sibylle Berg

1. RCE

RCE #RemoteCodeExecution. Roman

Gesprochen von
11

25,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Torben Kessler + weitere

Spieldauer

17 Stunden und 59 Minuten

Erscheinungsdatum

29.06.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839819692

Beschreibung

Rezension

»Torben Kessler und Lisa Hrdina sprechen abwechselnd herrlich trocken die beißende Satire über einen entfesselten Kapitalismus, der schon fast nicht mehr Science-Fiction ist.« ("VORMagazin")
»Ein aufregender Text, der von Torben Kessler und Lisa Hrdina wohltuend unaufgeregt gelesen wird.« ("HR")
»Lisa Hrdina und Torben Kessler lesen das fast 18-stündige Hörbuch mit atemloser Strenge.« ("Kulturtipp")

Produktdetails

Gesprochen von

Spieldauer

17 Stunden und 59 Minuten

Erscheinungsdatum

29.06.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839819692

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Bewertung

    5/5

    18.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Digitaler Guerillakampf

    In welcher Welt leben wir, wenn Menschen freiwillig beim Landratsamt eine mobile Todeskapsel bestellen, die jemanden binnen drei Minuten vor der eigenen Haustür vergast? Was ist passiert. wenn sich niemand mehr Wasser kaufen kann und dieses an der Börse gehandelt wird? Ist es möglich, dass Lagerarbeiter Erwachsenenwindeln tragen, um Zeit einzusparen? Bei Sibylle Berg ist das normal. Und wer den Vorgänger “GRM“ gelesen hat, ist schon auf das Schlimmste vorbereitet. Ich musste damals “GRM“ einige Male weglegen; zu heftig und aussichtslos ist diese Dystopie. Die Menschheit wollte am Ende nicht gerettet werden. “RCE“ setzt einige Jahre nach “GRM“ an und wieder tun sich einige Hacker zusammen, um die Welt zu retten. Mittlerweile sind die Superreichen noch reicher, die Supermächtigen noch mächtiger und der Kapitalismus noch fieser geworden. Wer in dieser Gesellschaft nicht mehr mithalten kann, fliegt raus. Game over! Diesmal kommen die digitalen Untergrundkämpfer jedoch einen guten Schritt weiter und wollen das System mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Sie schaffen es tatsächlich, durch eine subversive Informationskampagne einige der Mächtigen zu Fall zu bringen. Vermögen und Grundbucheinträge werden gelöscht, Milliarden Euro für den eigenen Guerillakrieg umgeleitet und Banken wie andere Symbole der Macht gesprengt. Die Einführung einer digitalen Währung wird im letzten Moment verhindert und ein Bankrun setzt ein. Die Paläste und Institutionen sind nun von den Bürgern besetzt. Eine größtenteils friedliche Revolution vollzieht sich. Einiges mag hier überzeichnet wirken. Andererseits basiert Vieles auf sehr gut recherchierten Fakten und ja: Durchaus vorstellbar, dass es in einigen Jahren so ähnlich ablaufen könnte. Herausragend ist Sibylle Bergs Schreibstil: Trocken, knapp, sarkastisch, wortwitzig und gerne mit einem Wort die Thematik des vorhergehenden Satzes aufgreifend, wie zum Beispiel: „Gustave war eine Killermaschine mit Herz. Nur ohne Herz.“ Dabei wird das Geschehen aus der Perspektive hunderter Einzelpersonen, die über ganz Europa verteilt sind, geschildert. Hierdurch entsteht eine Art Superbewusstsein. Dankenswerterweise ist “RCE“ weniger heftig als sein Vorgänger ausgefallen. Ob das jetzt gut ist? Ja und nein. Egal; Sibylle Berg ist eine der besten, kontroversesten und innovativsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen!

  • ausgebucht.blog

    5/5

    06.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandios!

    Nach der gescheiterten Weltrettung (ein Kollektiv aus Hackern wollte der Weltbevölkerung aufzeigen, wie sie überwacht, ausgenutzt und manipuliert werden, der erwartete Aufschrei blieb jedoch aus, die Menschheit war okay damit) sitzen die 5 jungen Menschen nun in der Schweiz in einem Container, wo sie Mithilfe eines totalen Systemcrashs der Banken eine europaweite Revolution in Gang setzen wollen. Ich komme ich nicht umhin, die beiden ersten Teile der geplanten Trilogie zu vergleichen. Aus meiner Sicht ist es nicht zwingend nötig, GRM vorher zu lesen, man sollte sich allerdings über dessen Inhalt informieren um die Vorgeschichte zu kennen. GRM ist zudem wirklich heftig in seinen Inhalten, es geht übermäßig viel um sexuelle Gewalt und generell Triggerthemen. Trotzdem war es ein ziemlich gutes Buch, weil leider wahr. Es war halt einfach furchtbar, diese verlassenen, verlorenen jungen Menschen kennen zu lernen, die man nach und nach ins Herz schließt. RCE ist nicht mehr ganz so brutal, es ist informierender, technischer. Sibylle Berg beschreibt eine Welt, die nicht so dystopisch ist, wie man es gerne hätte. Das Frauenwahlrecht wurde abgeschafft, wertvoll ist nur, wer dem System nützt. Alte und Kranke werden außerhalb der großen Städte untergebracht, wo sie nicht im Weg sind. Weniges kam mir aus der Luft gegriffen vor, es wird anschaulich rekonstruiert wie diese "fundamental verschissene" Lage entstehen konnte. Insgesamt haut einem Frau Berg jede Menge Fakten und bekannte Namen um die Ohren, das Buch ist großartig recherchiert und manchmal mehr Dokumentation als Fiktion. Für mich als Leserin ist die große Stärke des komplett durchgegenderten Romans, neben der Recherche und der Klarheit der Aussagen, die Sprache. Sie trifft genau meinen Nerv und hat mich absolut begeistert. Ich kann egal welche der 700 Seiten aufschlagen und finde einen überbilderten Satz oder eine pointierte Beschreibung, die ich unbedingt in meinen Sprachschatz aufnehmen möchte. Das macht das Buch trotz seines Umfangs so kurzweilig. Ich bin kein Freund expliziter Gewaltdarstellungen, ich mag behagliche Themen. Aber Donnerlittchen kann diese Autorin schreiben! Zum anderen ist es der szenenhafte Aufbau ähnlich einem Film, der zwar chronologisch geordnet ist, aber von Person zu Person springt und so ein Netz aus Verbindungen offenbart, der mir persönlich sehr gefallen hat. Diesen Personenwechseln stehen kurze Steckbriefe voran, die Informationen aus der staatlichen Totalüberwachung enthalten. Gesundheitszustand, sexuelle Orientierung, Hobbys, Fähigkeiten, Familienzusammenhang usw. Großartig. Wenige Worte, mal boshaft, mal rührend, immer auf den Punkt. Manche KritikerInnen schätzen das Buch als "zu künstlich" ein, "zu gewollt". Meiner Meinung nach ist es nicht nur gewollt sondern sogar gekonnt. Wer RCE gelesen hat, kann nicht mehr zurück, kann die Wahrheit nicht mehr NICHT sehen, wir leben längst in einer Dystopie. Aber es gibt Hoffnung.. Es ist - ich bin selbst überrascht - eins meiner bisherigen Jahreshighlights. Ich habe auf 2 längeren Autofahrten Teile des Romans gehört und möchte hier das von Lisa Hrdina und Torben Kessler phänomenal vorgetragene Hörspiel anpreisen, wenn jemanden der Umfang abschreckt ist das eine tolle Alternative.

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    16.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es gibt einen Schimmer der Hoffnung

    “RCE – #RemoteCodeExecution” setzt einige Zeit nach Bergs vorangegangenem, ebenfalls dystopischen Roman GRM an. Ihre vier Protagonist:Innen haben sich desillusioniert zurückgezogen, nachdem ihr großangelegter Versuch, den Menschen die Augen für das Elend des geldgeilen Kapitalismus zu öffnen, grandios gescheitert ist. Jetzt unternimmt eine Gruppe Jugendlicher einen weiteren Anlauf. Sibylle Berg streut in ihre fiktive Geschichte, die jetzt oder auch in naher Zukunft spielen könnte, immer wieder politische und technische Facts ein. Dafür hat sie nach eigenen Angaben mit weit mehr als 100 WissenschaftlerInnen und digitalen Nerds gesprochen oder ihre Papers studiert, um den State-of-the-Art all der filigranen Herrschaftstechniken zu erfassen, die sie auf den 704 Seiten ihres Romans ausbreitet. Auf ihre gewohnt kompromisslose und boshaft sarkastische Art zeichnet sie das Bild eines Kapitalismus, der so angelegt ist, dass nur eine kleine Minderheit von superreichen Oligarchen das Sagen hat. Das ist (fast) so real wie gruselig. Doch immerhin: In “RCE – #RemoteCodeExecution” gibt es einen Schimmer der Hoffnung, wie das erdumfassende Monopoly-System ausgehebelt und eine wirkungsvolle, ganz andere Revolution gestartet werden könnte.

  • Havers

    5/5

    31.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sibylle Berg ist wütend. Und…

    Sibylle Berg ist wütend. Und sie macht ihrem Ärger Luft. Das wissen alle, die #GRM Brainfuck gelesen haben oder ihre Kolumnen im Spiegel kennen. Ich schätze ihre Kolummnen, ihren entlarvenden Blick auf unsere gesellschaftliche Realität und den Zustand der Welt. Manchen mögen sie übertrieben vorkommen, zu pessimistisch sein, aber wenn man genau hinschaut, kann man ihnen weder den Wahrheitsgehalt noch die Relevanz absprechen. Und auch ihr neuer Roman „RCE #RemoteCodeExecution“ ist, wie bereits der Vorgänger „GRM. Brainfuck“ eine weitergedachte Gegenwartsanalyse, ein realistisches Szenario, das aufrütteln soll, denn mittlerweile sind einige Jahre vergangen, und der Zustand der Welt hat sich weiter verschlechtert. Der Neo-Kapitalismus trägt deutlich feudalistische Züge. Mittelschicht? Verarmt. Privater Grundbesitz? Nicht für „normale“ Menschen. Der Alltag? Deprimierend. Klimawandel, verödete Städte, Digitalisierung, umfassende Überwachung, die Politik hat ihren Einfluss verloren. Geld regiert die Welt und mit ihnen die Banken, Tech-Riesen, Großkonzerne und Oligarchen. Kurzer Einschub mit Blick auf unsere reale Gegenwart: 2020 zeigt die Auswirkungen der Pandemie und die Richtung, in die die Entwicklung geht. Es gibt eine Schätzung der Weltbank, nach der dadurch mehr als 100 Millionen Menschen zusätzlich durch den Einbruch der Wirtschaft, Arbeitslosigkeit etc. absolut verarmt sind, während die ca. 2.700 Milliardäre weltweit ihr Vermögen um 60 Prozent gesteigert haben. Und durch den aktuellen Krieg wird es mit Sicherheit noch einmal einen größeren Zuwachs erfahren. Ist eine Kehrtwende noch möglich? Zumindest versuchen wollen sie es, eine Gruppe von vernetzten IT-Nerds, die die Digitalisierung für ihre Zwecke nutzen wollen und vom Tessin aus weltweit Brigaden rekrutieren. Mit ferngesteuerten Zugriffen wollen sie in die Systeme der Herrschenden eindringen, den Stecker ziehen und einen Neustart erzwingen. Möge es gelingen. Ist das fiktional? Eine Dystopie? Könnte man annehmen, aber das greift viel zu kurz. Es ist weit mehr als das. Frau Berg hat umfassend recherchiert, erschlägt den Leser fast schon mit den Fakten, die sie zutage gefördert hat und hier verarbeitet. Aber wenn man über den eigenen Tellerrand schaut, genauer hinsieht, weiterdenkt, scheint das Szenario, das sie hier kreiert, absolut realistisch und glaubwürdig. Eine Brandrede, die aufrütteln soll. Eine klug analysierende Bestandsaufnahme. Und gleichzeitig ein deprimierender Ausblick auf Veränderungen, die es zu verhindern gilt. Lesen!

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    31.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Scharfsichtiger Ausblick auf die Zukunft

    Sibylle Berg ist wütend. Und sie macht ihrem Ärger Luft. Das wissen alle, die #GRM Brainfuck gelesen haben oder ihre Kolumnen im Spiegel kennen. Ich schätze ihre Kolummnen, ihren entlarvenden Blick auf unsere gesellschaftliche Realität und den Zustand der Welt. Manchen mögen sie übertrieben vorkommen, zu pessimistisch sein, aber wenn man genau hinschaut, kann man ihnen weder den Wahrheitsgehalt noch die Relevanz absprechen. Und auch ihr neuer Roman „RCE #RemoteCodeExecution“ ist, wie bereits der Vorgänger „GRM. Brainfuck“ eine weitergedachte Gegenwartsanalyse, ein realistisches Szenario, das aufrütteln soll, denn mittlerweile sind einige Jahre vergangen, und der Zustand der Welt hat sich weiter verschlechtert. Der Neo-Kapitalismus trägt deutlich feudalistische Züge. Mittelschicht? Verarmt. Privater Grundbesitz? Nicht für „normale“ Menschen. Der Alltag? Deprimierend. Klimawandel, verödete Städte, Digitalisierung, umfassende Überwachung, die Politik hat ihren Einfluss verloren. Geld regiert die Welt und mit ihnen die Banken, Tech-Riesen, Großkonzerne und Oligarchen. Kurzer Einschub mit Blick auf unsere reale Gegenwart: 2020 zeigt die Auswirkungen der Pandemie und die Richtung, in die die Entwicklung geht. Es gibt eine Schätzung der Weltbank, nach der dadurch mehr als 100 Millionen Menschen zusätzlich durch den Einbruch der Wirtschaft, Arbeitslosigkeit etc. absolut verarmt sind, während die ca. 2.700 Milliardäre weltweit ihr Vermögen um 60 Prozent gesteigert haben. Und durch den aktuellen Krieg wird es mit Sicherheit noch einmal einen größeren Zuwachs erfahren. Ist eine Kehrtwende noch möglich? Zumindest versuchen wollen sie es, eine Gruppe von vernetzten IT-Nerds, die die Digitalisierung für ihre Zwecke nutzen wollen und vom Tessin aus weltweit Brigaden rekrutieren. Mit ferngesteuerten Zugriffen wollen sie in die Systeme der Herrschenden eindringen, den Stecker ziehen und einen Neustart erzwingen. Möge es gelingen. Ist das fiktional? Eine Dystopie? Könnte man annehmen, aber das greift viel zu kurz. Es ist weit mehr als das. Frau Berg hat umfassend recherchiert, erschlägt den Leser fast schon mit den Fakten, die sie zutage gefördert hat und hier verarbeitet. Aber wenn man über den eigenen Tellerrand schaut, genauer hinsieht, weiterdenkt, scheint das Szenario, das sie hier kreiert, absolut realistisch und glaubwürdig. Eine Brandrede, die aufrütteln soll. Eine klug analysierende Bestandsaufnahme. Und gleichzeitig ein deprimierender Ausblick auf Veränderungen, die es zu verhindern gilt. Lesen!

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  • Zum Bewerterprofil von Oliver Mertens

    Oliver Mertens

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn künftige Zivilisationen sich...

    Wenn künftige Zivilisationen sich einmal fragen werden, warum wir uns selbst vernichtet haben, dann könnte dieses Buch Aufschluss geben. Nicht immer erbaulich - wie das Dystopien so an sich haben - aber sprachlich treffsicher ins Herz unserer neoliberalen Heilsideologie zielend.
  • Zum Bewerterprofil von Harald Mitterecker

    Harald Mitterecker

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    03.11.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Düstere Fortsetzung von Sibylle Bergs dystopischer Trilogie

    Der fabelhafte zweite Teil strickt die Geschichte der Hackerfreunde weiter. Das Buch kann man trotzdem unabhängig vom ersten Teil lesen. Mittlerweile drohen der Niedergang der Weltbevölkerung durch die Umweltverschmutzung und andere Probleme. Die Regierungen haben Infrastrukturen wie den Gesundheitssektor und die Polizei privatisiert. Die Reichen herrschen über die Politik und Bildung. Die meisten Menschen haben resigniert und sich in ihr Schicksal gefügt. Nur die Freunde wehren sich und wollen das System bekämpfen. Mit dem eigenen Programm „Remote-Code-Execution“ (kurz RCE) hacken und ziehen sie gegen die großen Techriesen ins Feld und hoffen, eine Revolution auszulösen.

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