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Orwells Rosen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.06.2022

Abbildungen

Mit 8 s/w Abb.

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/3,4 cm

Gewicht

443 g

Farbe

Rost / Beige

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Orwell`s Roses

Übersetzt von

Michaela Grabinger

Sprache

Englisch, Deutsch

ISBN

978-3-498-00313-5

Beschreibung

Rezension

Ein Buch über Abgründe und Erdbeeren – ein Buch über das Pflanzen von
Rosen trotz des Zustands der Welt. ("Der Spiegel")
Rebecca Solnit schreibt klug, unverstellt und nachvollziehbar. Ein wunderbares Geschenk für alle Natur- und Gartenliebhaberinnen und -liebhaber. ("Deutschlandfunk "Büchermarkt"")
Allein die Tatsache, dass sich aus einem scheinbar abseitigen Thema eine wahre Fülle an ästhetischen, gesellschaftlichen, politischen und alltagsphilosophischen
Aspekten ergeben kann, macht Solnits scheinbar anstrengungsloses und dabei so achtsames gedankliches Wandern von einem Stück Wissen zum nächsten zu einer anregenden Lektüre. ("taz")
Rebecca Solnit hat mit „Orwells Rosen“ ein ebenso politisches wie poetisches
Buch geschrieben. ("Der Tagesspiegel")
Die Gedanken auf so gepflegte Weise wuchern zu lassen, ist eine große Kunst. Rebecca Solnits Buch ist von einer Schönheit, die einen genauso beglückt wie das Glitzern des Meeres oder die Zacken der Berge. ("NZZ Online")
Es ist phänomenal, wie weit Rebecca Solnits Streifzüge führen, wie lässig und wie klug sie schreibt. (...) 'Orwells Rosen' ist ein Wunder von einem Buch, das so viel an Recherche, Wissen, Entdeckungslust, Naturfreude und Schönheit zusammenbringt, dass es eigentlich für zehn Bücher reichen würde. Schönheit ist dabei das Prinzip, das der Gewalt und Lüge entgegenzusetzen wäre. Und mit der Schönheit ist es die Fähigkeit, sie wahrzunehmen und zu genießen. ("Deutschlandfunk "Büchermarkt"")
Der schönste Effekt dieses Buches: Man schaut neugieriger auf seine Umwelt, erkennt Verflechtungen, die man sonst übersehen hätte. Auch auf dem eigenen Balkon und dem Blumenladen von nebenan hat die Weltgeschichte Spuren hinterlassen. ("Stern")
Mit den Händen im Humus und dem Kopf in der politischen Theorie argumentiert Solnit dafür, dass der Widerstand unserer Tage sich zu sehr auf seine Dornen versteift, es jedoch aller Sinne bedarf, wenn auch er seine Gärtner überleben will. ("Philosophie Magazin")
Die Kultur des Gartens als Schule des Lebens, wie sie Orwell erlebte, könnte uns helfen, unseren eigenen Augen und Ohren mehr zu trauen. Genau für diesen Blick auf die Welt öffnet uns Rebecca Solnit in ihrem Buch unsere Sinne und unseren Verstand. ("3Sat "Kulturzeit"")
Ein Gedankenexperiment, wie eine Welt weiblicher Erfindungen aussähe. ("Sachbuch-Bestenliste der Zeit, DLF und ZDF")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.06.2022

Abbildungen

Mit 8 s/w Abb.

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/3,4 cm

Gewicht

443 g

Farbe

Rost / Beige

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Orwell`s Roses

Übersetzt von

Michaela Grabinger

Sprache

Englisch, Deutsch

ISBN

978-3-498-00313-5

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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    Book Circle Community

    5/5

    19.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brot und wohlriechende Rosen

    Darf man sich an einer Rose freuen, wenn rundum die Welt am Abgrund steht? Orwell pflanzt 1936 in seinem Garten Rosen. Wenig später schliesst er sich in Spanien den republikanischen Widerstandskämpfern an, die gegen das totalitäre Regime Francos kämpfen. Sein ganzes Leben besteht im Widerstand gegen die dunklen Ideologien seiner Zeit – seien es Franco, Stalin oder Hitler, und so ist Orwell weder ideologischer Sozialist, noch Anarchist, noch Kommunist. Überall erkennt er die Lebensfeindlichkeit: zuerst in den vernichtenden Arbeitsbedingungen der Kohlegruben Englands, in der kolonialen Übergriffigkeit Englands, in der verzerrenden und lügenhaften Sprache von Potentaten und Gewaltherrschern. Seine Verbundenheit mit der Natur, seine sensible Beobachtungsgabe und seine Erdverbundenheit nähren sein Schreiben: in Essays beschreibt er Missstände und Erlebnisse, die ihn erschüttern, und erkennt die Erosion der Sprache oder eben die Wichtigkeit eines ehrlichen Schreibens und Redens, das der Wahrheit verpflichtet ist. Rebecca Solnit beschreibt gekonnt und präzis sein Leben in Abschnitten, unterbrochen von Kapiteln zu den gesellschaftlichen und weltpolitischen Geschehnissen und erklärt daraus das Entstehen seines schriftstellerischen Werks. Eindrücklich ist, dass er vor den Missständen nicht kapituliert und resigniert, sondern durch alles hindurch die Freude an kleinen Dingen bewahrt. Zum Leben braucht man Brot, aber nicht nur Brot, sondern auch Rosen, Nahrung für den Körper und die Seele, auch Herz, Phantasie und die Sinne wollen genährt sein. Eindrücklich zeigt Solnit das im Kapitel über die industrielle Rosenproduktion, wo Rosen ohne Duft unter ausbeuterischen und unerträglichen Arbeitsbedingungen «hergestellt» werden, millionenfach per Flugzeug in die nördlicheren Länder geflogen werden und dort als Sinnbild und Boten der Liebe dienen sollen. Solnit schreibt detailliert über die Hintergründe der damaligen Welt, und ihre Gedanken und Ausführungen zur Orwell (und seinem Roman 1984) lesen sich wie eine hochaktuelle Blaupause dessen, was in diesen Tagen weltpolitisch abläuft. Ein hochaktuelles Buch! Brot und Rosen – die Liebe zur Erde, zum Gärtnern, zu Rosen, Obstbäumen und Tieren wird so zum notwendigen und notwendenden Gegenmittel zu totalitären und dunklen Strömungen und Ideologien unserer Zeit, zum erkenntnisleitenden Spiegel gegen Tyrannen, Despoten, Techgurus und andere menschenverachtende Egomanen. «Während der letzten zehn Jahre habe ich mich immer am meisten darauf konzentriert, in künstlerischer Form politisch zu schreiben, …weil ich eine Lüge entdeckt habe, die ich aufzeigen will, irgendetwas, worauf ich die Aufmerksamkeit lenken möchte. Meine erste Sorge ist, gehört zu werden». (267) Die Ästhetik des Schreibens war ihm sehr wichtig: «Klarheit, Ehrlichkeit, Korrektheit, Wahrhaftigkeit sind schön, weil durch sie die Darstellung dem Dargestellten treu bleibt, Wissen demokratisiert wird, Menschen ermächtigt und Türen geöffnet werden, Information frei fliessen kann und Abmachungen eingehalten werden». (268) «Unsere Aufgabe besteht darin, das Leben auf dieser Erde lebenswert zu machen, dem einzigen Wirkungsbereich, den wir haben». (309) «Orwells grösste Leistung besteht darin, den Totalitarismus wie keiner vor ihm (…) auch als Gefahr für Sprache und Bewusstsein benannt und beschrieben zu haben. (…) Diese Leistung wird noch grösser (…) durch seine Wertschätzung des Wünschens, der Freude, der Vergnügens selbst und durch seine Erkenntnis, dass im Widerstand gegen den autoritären Staat und dessen die Seele zerstörende Übergriffe all das zur Kraft werden kann». (315)

  • yellowdog

    4/5

    01.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die US-Amerikanische Schriftst…

    Die US-Amerikanische Schriftstellerin Rebecca Solnit ist eine hoch anerkannte Essayistin und Orwells Rosen ist ein gutes Beispiel dafür. Bisher hatte ich mich nicht an ihre Bücher herangetraut, aber man merkt sofort, dass dieses Essayband hohes Niveau hat. George Orwell ist bekannt durch Farm der Tiere und 1984. Aber es gibt auch noch mehr und dieses Buch erzählt auch in erster Linie nicht nur von ihm. Es schwingt viel mit. Es sind Themen aus Orwells Zeit vorhanden. Mal geht es um Kohleabbau und Karbon. Um Arbeiterbewegungen, um den spanischen Bürgerkrieg, über Gemälde und immer wieder über Rosen. Orwell hat auch einige Essays geschrieben, die Solnit erwähnt. Erstaunlicherweise baut sie in einmal sogar einen Abschnitt über die Schriftstellerin Jamaica Kinkaid ein. Rebecca Solnit hat offensichtlich wirklich tiefgehend recherchiert und sich zu den Ergebnissen eigene Gedanken gemacht. Es ist ein forderndes Buch, aber auch beeindruckend geschrieben.

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