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Produktbild: Die Erfindung des Countdowns
Artikelbild von Die Erfindung des Countdowns
Daniel Mellem

1. Die Erfindung des Countdowns

Die Erfindung des Countdowns

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Sebastian Rudolph

Spieldauer

9 Stunden

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.08.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

177

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742417046

Beschreibung

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Ja

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Ja

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24.08.2021

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Der Audio Verlag

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Deutsch

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9783742417046

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  • Bewertung

    aus Zürich

    2/5

    25.09.2020

    eBook (ePUB 3)

    Eine Vision wird Realität

    Der Roman handelt von Hermann Oberth, dem bekannten Raketenpionier aus Siebenbürgen, und wie er sich in den Wirren des 20 Jahrhunderts zurechtfindet (oder eben auch nicht). Es werden chronologisch angeordnet verschiedene Anekdoten aus seinem Leben geschildert, wie etwa die Zusammenarbeit mit Fritz Lang, aber auch den Nazis. Oberths Leben ist voller Widersprüche, einzig seiner Faszination für Raketen bleibt er treu und arbeitet immer wieder an damit verbundenen Projekten mit. Er selbst erlebt es, wie die Menschen zum Mond (mit Raketen) fliegen. Der Wissenschaftler hatte die einzigartige Möglichkeit in seinem langen Leben, die Vision, die er als junger Mann hatte, realisiert zu sehen. Soweit so gut. Trotz dieser erstaunlichen Geschichte hat mich der Roman nicht überzeugt, obwohl der Text klug aufgebaut und sehr flüssig geschrieben ist. Aber das Buch plätschert so dahin. Tragische Ereignisse der Weltgeschichte und des persönlichen Lebens von Oberth werden aneinandergereiht, ohne dass ich richtig in das von den Figuren Erlebte eintauchen konnte. Ich habe keine Probleme mit Auslassungen, aber hier fehlt mir etwas, was die Protagonisten zu lebendigen Menschen gemacht hätte. Und so wirkt am Ende alles etwas oberflächlich und distanziert, obwohl der Text wirklich gut geschrieben ist. Vielleicht habe ich das Buch einfach nicht verstanden, aber so habe ich das nun mal empfunden. Es hat mich wenig berührt, die Figuren sind mir fremd geblieben und die Faszination für das Thema Rakete kam bei mir leider zu wenig an, obwohl ich durchaus auch technikaffin bin. Fazit: Hat mir nicht gefallen. Darum nur eine bedingte Leseempfehlung.

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Unsere Meinungen

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    Philipp Brandstötter

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    4/5

    14.01.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Der Sprung auf den Mond aus Sicht einer Randfigur

    Hermann Oberth ist ein ganz normaler Bub welcher in Siebenbürgen, im heutigen Rumänien, aufwächst. Zusammen mit seinem Bruder Adolf durchlebt er eine weitgehend glückliche Kindheit. Seine Mutter ist viel zu Hause sein Vater gleich im benachbarten Krankenhaus als praktizierender Arzt tätig. Er hat einige wenige Freunde und das reicht ihm auch. In der Nähe seines Heimatdorfes befindet sich eine spätmittelalterliche Burg bei welcher immer wieder etwas los ist. Da er viel Zeit im Freien verbringt schenkt im sein Vater ein Teleskop um ihm den Mond etwas näher zu bringen. Hermann ist begeistert von dieser für ihn völlig neuen Technologie. Ermöglicht sie doch einen ganz neuen Blick auf den Mond und viele weitere Himmelskörper. Auch seine Mutter fördert zu Beginn sein Interesse und schenkt ihm eine frühe Ausgabe von „Reise zum Mond“ von Jules Verne. Doch das Interesse der Eltern ihren Sohn in seiner neu gewonnenen Interessengebiet zu fördern währt nicht lange. Der Vater möchte das Hermann Arzt wird wie er selbst, die Mutter unterstützt ihren Mann dabei. Hermann jedoch ist damit nicht einverstanden und beginnt als Jugendlicher ein Studium der Physikwissenschaften in Göttingen im Deutschen Kaiserreich. Man muss dazu sagen das in den Anfangsjahren von Hermanns Lebensgeschichte seine Heimat noch Teil des Österreichisch-Ungarischen Monarchie ist. Die Handlung selbst beginnt im Jahre 1899. Hier ist der erste große Zeitsprung des Romans. Knapp zwanzig Jahre später, im Herbst 1915, tobt der Erste Weltkrieg auf dem europäischen Kontinent. Ganze Nationen werden dadurch in ihren Grundfesten erschüttert. Politische Systeme gehen daran zugrunde und die Hauptfigur bekommt das in den Schützengräben live und ohne Zensur mit. Dies verändert den jungen Mann in seiner Überzeugung grundlegend. Was seinem Interesse an der Entwicklung einer Mondrakete jedoch keinen Abbruch tut. Wieder mehrere Jahre später ist Hermann verheiratet und hat zusammen mit seiner Frau Tilla (die übrigens nicht wirklich so hieß) mehrere Kinder. Auch hier gibt es einen großen Zeitsprung und wir befinden uns an der Schwelle des Zweiten Weltkriegs. In dieser Zeit verliert der Protagonist des Romans zwei seiner Kinder namens Julius und Ilse. Dieser Verlust schmerzt ihn erneut stark, ist er doch bereits durch den Wegfall der Monarchie stark in seinem guten Glauben an die Menschheit erschüttert. Er vertieft sich in seinen Traum eine Mondrakete zu entwickeln um einen Menschheitstraum zu verwirklichen. Durch den Sprung auf den nächstgelegenen Erdtrabanten könnte die Menschheit auf eine neue Stufe gehoben werden, doch zunächst ist, außer Tilla, niemand bereit an seine Vision zu glauben. Seinen großen Förderer findet er in Werner von Braun. Dieser gilt heute in der allgemeinen Lehrmeinung als der Vater des Raketenprogramms. Leider nutzten jedoch die Nazis, Werner von Brauns Wissen schamlos für ihre Zwecke aus und auch Hermann Oberth gerät in diesen Strudel einer bewegten Zeit. Interessante Idee die einen großen Bogen um das fast komplette 20te Jahrhundert spannt. Die Zeitsprünge sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber sonst ein geklungener Erstlingsroman eines Jungautors mit geschichtlichem Hintergrund.

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