Produktbild: Flussnatur

Flussnatur Ein faszinierender Lebensraum im Wandel

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

14.09.2021

Verlag

Oekom verlag

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

8514 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783962388201

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

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Erscheinungsdatum

14.09.2021

Verlag

Oekom verlag

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

8514 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783962388201

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  • Kristall86

    aus an der Nordsee

    4/5

    19.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klappentext: „Flüsse gehören…

    Klappentext: „Flüsse gehören zu den attraktivsten Lebensräumen, nicht nur für Pflanzen und Tiere. Auch Menschen siedeln sich dort mit Vorliebe an – und sorgen für zahlreiche Umweltkonflikte: Auwälder werden gerodet, Flüsse begradigt oder aufgestaut, und »Jahrhunderthochwässer« werden dadurch immer häufiger. In seinem Blick auf ausgewählte Flüsse Mitteleuropas plädiert Josef H. Reichholf für eine differenzierte Sicht auf unser Tun: Überschwemmungen sind nicht allein Menschenwerk, sondern typische, einst regelmäßige Naturereignisse; Stauseen haben sich zu bedeutenden Feuchtgebieten entwickelt, und Wasserkraft wird als erneuerbare Energiequelle heute wieder geschätzt. Indem er zu Flussspaziergängen zwischen Donau, Inn und Elbe einlädt und uns zu Ausflügen an Biberburgen und in dschungelartige Auwälder mitnimmt, bringt uns Reichholf diesen Lebensraum nahe – und liefert eine Darstellung der Natur von Flüssen, die ihresgleichen sucht.“ Ich sage es gleich vorweg: ich mag Reichholf‘s Ansichten und Erklärungen immer sehr. Sie sind fundiert, verständlich erklärt und beschönigen nichts oder halten Dinge hinter‘m Berg. Er ist immer klar und präzise und stellt manchmal auch seine eigenen Theorien in Frage…Selbstkritik ist immer gut. So auch hier im Buch „Flussnatur“ zeigt er wieder ganz klar, dass Flüsse ein Eigenleben haben. Seine Beschreibungen und Erläuterungen zu Entstehung, Formen, Vegetationen und Tierwelt umzu sind äußerst interessant und aufschlussreich. Seine Darstellung der Biberburgen scheint schon fast unglaublich. Gerade der Biber zählt immer noch zu einer bedrohten Tierart und wird immer seltener, aber es gibt ihn noch und es ist so schön zu lesen, was Reichholf uns hier erzählt. Das Jahr 2021 war wieder ein Spiegel für die Urgewalt des Wassers im Ahrtal und weiteren Teilen Deutschlands die von einem Hochwasser riesigen Ausmaßes heimgesucht worden sind. Fest steht aber, es muss mehr in den Schutz der Menschen aber auch in den Schutz der Flüsse investiert werden und vor allem müssen wir sie verstehen lernen bevor es wieder zu spät ist. 4 von 5 Sterne

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    4/5

    19.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Urgewalt Wasser

    Klappentext: „Flüsse gehören zu den attraktivsten Lebensräumen, nicht nur für Pflanzen und Tiere. Auch Menschen siedeln sich dort mit Vorliebe an – und sorgen für zahlreiche Umweltkonflikte: Auwälder werden gerodet, Flüsse begradigt oder aufgestaut, und »Jahrhunderthochwässer« werden dadurch immer häufiger. In seinem Blick auf ausgewählte Flüsse Mitteleuropas plädiert Josef H. Reichholf für eine differenzierte Sicht auf unser Tun: Überschwemmungen sind nicht allein Menschenwerk, sondern typische, einst regelmäßige Naturereignisse; Stauseen haben sich zu bedeutenden Feuchtgebieten entwickelt, und Wasserkraft wird als erneuerbare Energiequelle heute wieder geschätzt. Indem er zu Flussspaziergängen zwischen Donau, Inn und Elbe einlädt und uns zu Ausflügen an Biberburgen und in dschungelartige Auwälder mitnimmt, bringt uns Reichholf diesen Lebensraum nahe – und liefert eine Darstellung der Natur von Flüssen, die ihresgleichen sucht.“ Ich sage es gleich vorweg: ich mag Reichholf‘s Ansichten und Erklärungen immer sehr. Sie sind fundiert, verständlich erklärt und beschönigen nichts oder halten Dinge hinter‘m Berg. Er ist immer klar und präzise und stellt manchmal auch seine eigenen Theorien in Frage…Selbstkritik ist immer gut. So auch hier im Buch „Flussnatur“ zeigt er wieder ganz klar, dass Flüsse ein Eigenleben haben. Seine Beschreibungen und Erläuterungen zu Entstehung, Formen, Vegetationen und Tierwelt umzu sind äußerst interessant und aufschlussreich. Seine Darstellung der Biberburgen scheint schon fast unglaublich. Gerade der Biber zählt immer noch zu einer bedrohten Tierart und wird immer seltener, aber es gibt ihn noch und es ist so schön zu lesen, was Reichholf uns hier erzählt. Das Jahr 2021 war wieder ein Spiegel für die Urgewalt des Wassers im Ahrtal und weiteren Teilen Deutschlands die von einem Hochwasser riesigen Ausmaßes heimgesucht worden sind. Fest steht aber, es muss mehr in den Schutz der Menschen aber auch in den Schutz der Flüsse investiert werden und vor allem müssen wir sie verstehen lernen bevor es wieder zu spät ist. 4 von 5 Sterne

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    Philipp Brandstötter

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    5/5

    03.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sich im Lebensraum Fluss treiben zu lassen

    Der Fluss als Lebensraum gilt heute in vielen Bereichen als stark bedroht. Zunehmender Fortschritt der Zersiedlung oder Versiegelung von naturbelassenen Böden setzen diesem so wichtigen Rückzugsgebiet für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten stark zu. Dass der Mensch als solches fast immer die Schuld am Verlust der natürlichen Lebensräume vieler Tiere und Pflanzen trägt, ist ja als solches nicht neu. Josef Reichholf, der Autor des hier vorliegenden Buches, gibt jedoch einen sehr vorbehaltlosen Einblick in diese Welt. Anhand der Flüsse Isar, Elbe und Inn zeigt er, was die Natur alles für den Menschen macht. Der Fluss als Transportmittel war bereits in der Antike vielen unserer Vorfahren eine große Hilfe. Durch die fließenden Straßen konnten bereits vor Jahrtausenden schwere Lasten ganz ohne LKWs und große Kräne transportiert werden. Historische Zeugnisse gibt es dafür in unseren Museen zu Hauf. Doch was passiert, wenn diese natürlichen Gegebenheiten durch Stauseen oder künstlich angelegte Auffangbecken verschwinden? Exemplarisch steht hier an vielen Stellen des Buches der Biber. Dieses Tier ist eigentlich in den 1970er Jahren bereits zur Gänze in der Bundesrepublik Deutschland und in weiten Teilen seitens politischen Gegenstücks, der DDR, ausgerottet. Durch den Wegfall des Bibers kommt es jedoch zu einer Veränderung der Flusslandschaften, die zunächst nur schleichend von sich geht. Das schrittweise Zuwachsen der Flussläufe mit Sträuchern und Bäumen, sorgt dafür, dass es immer schwieriger wird diese kommerziell zu nutzen. Daher fliegt die DDR vor fast 50 Jahren Biber aus Schweden ein. Dieser sehr kleine Eingriff von knapp 40 ausgesetzten Tieren verändert das, was der Mensch einst bereits durch seinen Eingriff abändern wollte. Biber stehen unter strengem Artenschutz bis heute und können sich daher seit einem halben Jahrhundert stark vermehren. Dadurch waren sie in der Lage sich stark zu verbreiten und belasten daher den Flussverlauf erneut. Durch den Bau ihrer Biberbauten kommt es regional wieder zu Überflutungen, das ist eigentlich genau das Gegenteil dessen, was die Menschen der DDR Ära vorhatten. Auch in der Neuzeit birgt der Fluss als Lebensraum nicht immer nur Gefahren, sondern bietet eine Reihe an Möglichkeiten. Durch die bewusste Werbung mit Naturschutzreservaten können immer mehr Regionen in Deutschland ohne allzu viel Aufwand gutes Geld verdienen. Der Trend des Waldbadens oder auch der immer weitere Ausbau des Europäischen Weitwandernetzwerkes sind ein guter Beleg dafür. Viele Probleme von früher sind nur noch eine Randnotiz für die Geschichtslehrbücher. Dem Fluss als solches, ist es gänzlich egal, welche politische Strömung oder welches militärische Bollwerk an seinem Verlauf gerade das sagen hat. Ein wirklich lesenswertes Buch, über eine Welt, die alle von uns kennen und dennoch einen Einblick gibt, welches man so vielleicht früher nicht gesehen hätte. Sollten sie von der ganzen Außenwelt mal wieder für ein paar Stunden genug haben und von einem der, zu Recht, bekanntesten Naturwissenschaftsautoren Deutschlands mitgenommen zu werden, so sind sie hier richtig. Es ist wie der Fluss an sich. Es treibt einen auf unterhaltsame und manchmal überraschende Weise mit und man ist nach dem Lesen, ganz ohne Kritik, wieder etwas schlauer.

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