June Jones hat das verschlafene englische Dorf Chalcot, in dem sie aufgewachsen ist, nie verlassen. Schüchtern und zurückgezogen verbringt die 30-Jährige ihre Zeit lieber in Gesellschaft ihrer Bücher. Doch jetzt droht die Bibliothek, in der sie arbeitet, wegen Sparmaßnahmen der Gemeinde schließen zu müssen – ein Ort, der für June eine besondere Bedeutung hat und das Herz ihres Dorfes ist. June muss endlich hinter den Regalen hervortreten, um das zu retten, was vor allem für die Außenseiter, Alleingelassenen und Hilflosen stets als Zufluchtsort und Rettungsanker diente.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
16.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Fesselnd
Ein wunderschönes Buch, das nicht nur beim Kampf um die Bibliothek mitfiebern lässt... die verschiedensten Charaktere finden doch ihren gemeinsamen Nenner - die Liebe zu "ihrer" Bibliothek. Der schöne Schreibstil ihrer Geschichten und Entwicklungen macht sie zu Menschen, die man selbst gern in ihrer Bibliothek treffen möchte. Die überraschenden Wendungen der Handlungen haben mich teilweise kalt erwischt... ein rundum gelungener Roman!
jadzia_dax29
aus Deutsch-Wagram
5/5
29.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch für Buchliebhaber - zum Wohlfühlen und versinken
schon der erste Satz hat mich zustimmend nicken lassen:
Man erfährt einiges über Menschen, wenn man sich anschaut, welche Bücher sie sich ausleihen
Ein wunderschönes Buch über Freundschaft, verschrobene Buchliebhaber, die Bibliothek als Wohlfühlort und wie friedliche Leute über sich hinauswachsen und für ihre Bibliothek kämpfen
„Gute Bücher sind die beste Gesellschaft“ aber mit den richtigen Menschen an seiner Seite erkennt man wie wichtig Freundschaft, Gemeinschaft und Liebe sind
Ein Buch für Buchliebhaber - zum Wohlfühlen und versinken
Bewertung
aus Aachen
5/5
11.01.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbarer Wohlfühlroman
“Die letzte Bibliothek der Welt” hat mich mit seinem Cover direkt überzeugt. Ich liebe die überdimensionalen Buchrücken, die knallorangene Hintergrundfarbe und die kleinen lesenden Menschen. Das Cover strahlt Gemütlichkeit aus und man möchte am liebsten sofort los lesen.
Wie man dem Klappentext direkt entnehmen kann, geht es um die Bibliothekarin June Jones. Sie hat bereits in jungen Jahren, nach dem Tod ihrer Mutter, den Job in der örtlichen Bibliothek angenommen. June selbst ist sehr schüchtern und zurückhaltend und hat jedoch für alle immer ein offenes Ohr. Sie wird von den Besuchern der Bibliothek zumeist sehr geschätzt und hat für jeden das passende Buch parat. Außerhalb der Bibliothek ist June gerne für sich.
Als die Bibliothek allerdings geschlossen werden soll, muss June lernen, dass es Sachen gibt für die es sich lohnt ihre Komfortzone zu verlassen. Gemeinsam mit anderen Dorfbewohnern versucht sie die Bibliothek zu retten.
Besonders gut gefallen hat mir, wie viele unterschiedliche Persönlichkeiten im Buch zusammenkommen. Die Bibliothek besteht nicht nur aus vielen Büchern, sondern ist ein Ort an dem man Zeit verbringt und Freundschaften knüpfen kann. Die Dorfbewohner hängen an ihrer örtlichen Bibliothek und brauchen diese auch als einen Ort der Begegnung. Nur dort kommen so viele verschiedene Personen zusammen und schließen sich zusammen. Die Bibliothek ist das Herz der Stadt.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Das Buch hat sich sehr angenehm und flüssig gelesen. Die Autorin hat es geschafft ihre Liebe zu Büchern in Worte zu fassen und dabei ist ein super schöner Roman herausgekommen.
Ein wunderbares Buch über Gemeinschaft, Liebe und Zusammenhalt. Wer gerne Geschichten über eine kleine Dorfgemeinschaft liest, bei der alle über sich hinauswachsen, der sollte auf jeden Fall “Die letzte Bibliothek der Welt“ lesen.
Bewertung
aus Hummeltal
5/5
26.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Liebenswert und motivierend
Die Protagonistin ist eine sehr zurückhaltende, schüchterne Bibliothekarin, die die Gesellschaft von Büchern der von Menschen vorzieht. Jedes persönliche Gespräch, jede Veränderung und jede Kontaktaufnahme sind für sie eine Herausforderung. Als nun ihre Bibliothek von der Schließung bedroht ist, muss sie eine Entscheidung treffen – nimmt sie alles wie gewohnt stillschweigend hin oder ist sie bereit, für das Wichtige in ihrem Leben zu kämpfen.
Dieses Buch zeigt herrlich die vielfältigsten Charaktere auf und wie wenig man oft Menschen kennt, obwohl man ihnen ständig begegnet. Der innere Kampf der Protagonistin ist wunderbar wiedergegeben, so dass man sie gut verstehen kann und ihr am liebsten Mut zusprechen möchte.
Einerseits zeigt das Buch klar auf, was Menschen erreichen können, wenn sie sich selbst überwinden, aber öffnet auch das Bewusstsein für die Menschen um uns herum.
Der Schreibstil ist herrlich frisch und lebendig und man fliegt nahezu durch die Seiten – immer zwischen Lachen und Rührung.
Dieses Buch ist nicht nur für Bücherliebhaber ein Genuss, sondern auch für alle, die ein gute Geschichte mit etwas Anspruch zu schätzen wissen.
holdesschaf
5/5
20.11.2021
Hörbuch (Audio)
Leidenschaftliches Plädoyer für alle Büchereien
Seit Jahren arbeitet die stille und schüchterne June Jones in der Bücherei von Chalcot, in der auch ihre Mutter schon tätig war. Seit diese jedoch vor etwa acht Jahren starb, schart June lieber Bücher um sich, als Menschen. Ihre Freizeit verbringt sie meist mit Lesen. Von der Ankündigung der Kreisverwaltung, dass die Bücherei und fünf weitere auf dem Prüfstand stehen und vermutlich geschlossen werden sollen, ist sie geschockt. Doch damit ist sie nicht allein, denn die Bücherei ist das Herz von Chalcot, der Ort, wo sich die unterschiedlichsten Menschen zusammenfinden und den man unbedingt retten will. Doch dazu muss June erstmal aus dem Schneckenhaus herauskommen, in das sie sich zurückgezogen hat. Vielleicht hilft es, dass gerade ihr ehemaliger Schulkamerad Alex ins Dorf zurückgekehrt ist.
Es handelt sich hier um eine wunderbare Geschichte und ein leidenschaftliches Plädoyer für öffentliche Büchereien, die natürlich nicht nur ein Ort sind, an dem man Bücher ausleiht. Sie haben soviel mehr Potential und das bringt die Autorin sehr eindrücklich ins Bewusstsein. Die Peronen, die sie als Büchereibenutzer beschreibt, sind genauso vielfältig, wie die Bücher, die sie leihen und die Beschäftigungen, die sie sonst zum Besuch der Bücherei bringen. Die Protagonistin June ist zunächst sehr sehr zurückhaltend, trauert noch um ihre Mutter und hätte am liebsten, dass sich nichts ändert, doch mit der drohenden Schließung und auch durch das Auftauchen ihres ehemaligen Schulkameraden Alex, beginnt sie ihr Leben zu überdenken. Mir gefällt die Entwicklung, die sie in der Geschichte durchmacht. Dabei ist die Stimmung eher kämpferisch und nicht zu romantisch oder gar kitschig. Auch wenn es um Junes Gefühle einige Irrungen und Wirrungen gibt.
Auch herrlich sind die Erwähnungen vieler Buchtitel, die in keiner Bücherei fehlen dürfen. Sie sorgen dafür, dass man sich auch irgendwie zugehörig fühlt, weil man sie kennt oder sogar einige gelesen hat. Nur mit dem Teetrinken hat es die Autorin etwas übertrieben, aber das gehört bei dem Setting vermutlich dazu.
Vorgelesen wird das Ganze sehr facettenreich von Laura Maire. Ihre für June bringt sehr gut die Schüchternheit und die Zurückhaltung rüber. Auch die anderen Personen trifft sie meist perfekt, ob die aufrührerische Mrs B, die Teenagerin Chantal, die biestige Vera, den freundlichen Rentner Stanley oder Jackson, einen kleinen Jungen. Alle haben ihre eigene, sehr passende Stimme, so dass sie einem schon bald wie alte Bekannte vorkommen und man bei ihrem Kampf mitfiebert. Alles in allem ein Hörbuch, das ich gerne weiterempfehle.
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5/5
02.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was für eine Geschichte...
Seit langem hab ich wieder einmal ein Buch gelesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite tief bewegt hat.
June ist schüchtern und die Bibliothekarin in einem kleinen Ort. Aber sie ist auch so vieles mehr: Psychologin, Nachhilfelehrerin, Zuhörerin,...
Eine wunderschöne Geschichte aus der Welt der Bücher mit einem Plädoyer für den Erhalt jeder einzelnen Bibliothek.
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