Blaue Frau

Antje Rávik Strubel

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Beschreibung


Deutscher Buchpreis 2021

Adina wuchs als letzter Teenager ihres Dorfs im tschechischen Riesengebirge auf und sehnte sich schon als Kind in der Ferne. Bei einem Sprachkurs in Berlin lernt sie die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt. Von einem sexuellen Übergriff, den keiner ernst nimmt, unsichtbar gemacht, strandet Adina nach einer Irrfahrt in Helsinki. Im Hotel, in dem sie schwarzarbeitet, begegnet sie dem estnischen Professor Leonides, Abgeordneter der EU, der sich in sie verliebt. Während er sich für die Menschenrechte stark macht, sucht Adina einen Ausweg aus dem inneren Exil.

Antje Rávik Strubel erzählt in "Blaue Frau" aufwühlend von den ungleichen Voraussetzungen der Liebe, den Abgründen Europas und davon, wie wir das Ungeheuerliche zur Normalität machen. Der Roman wurde 2021 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Produktdetails

Verkaufsrang 340
Sprecher Antje Rávik Strubel
Spieldauer 720 Minuten
Fassung ungekürzt
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Family Sharing Ja i
Erscheinungsdatum 11.08.2021
Verlag Argon Digital
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783732456819

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5 Bewertungen

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2/5

Nicht mein Buch

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 14.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Kennt Ihr das auch? Du hättest Zeit zum Lesen, aber das Buch will dich einfach nicht einfangen, du liest Seite um Seite, aber eigentlich hast du gar nicht verstanden was da steht, weil deine Gedanken bei was anderem waren, bei der Bügelwäsche vielleicht.... Du blätterst zurück. Du willst ja nichts auslassen! 2.Versuch... aber nach ein paar Seiten stellst du fest, dass die Gedanken bereits wieder woanders sind. OK, also keine Lesezeit, dann ist es vielleicht doch Bügelzeit. Ein paar Stunden später, sitze ich wieder hier. Worte und Sätze sind aneinandergereiht. Ich schweife schon wieder ab und sehe das Unkraut im Garten, ich stehe auf und ziehe mir Gartenhandschuhe an. Das gibt es doch nicht! Ich habe in 8 Tagen nur 153 Seiten gelesen? Das lese ich doch sonst an einem Tag! Ich werde einfach nicht warm mit Adina, Sala, Nina, der letzte Mohikaner, der Protagonistin, mit den vielen unterschiedlichen Namen, sie hat kein Gesicht, ich weiß nicht mal ihre Haarfarbe. Oder habe ich den Teil überlesen? Aufgewachsen ist sie in Tschechien, nach ihrem Abitur ist sie nach Deutschland gezogen. Irgendwann war sie in Rio, ach nein, auf Seite 150 erfahre ich, dass sie nur mit Rio gechattet hat. Dann gibt es noch eine andere Zeitebene: Adina befindet sich in Helsinki. Dorthin scheint sie geflüchtet zu sein. Warum, habe ich noch nicht herausgefunden, denn die Autorin lässt mich im Nebel, sie weicht aus und umschreibt einfach alles. Und um es noch komplizierter zu machen gibt es eine weitere Geschichte - Die blaue Frau: Diese taucht immer im Hafen von Helsinki auf. ABBRUCH auf Seite 153. Ich hasse es Bücher abzubrechen, es lässt mich unzufrieden zurück. Aber mein Haushalt ist aufgeräumt, die Bügelwäsche ist weg und im Garten wächst auch kein Unkraut mehr. Ich möchte jetzt endlich wieder lesen.

2/5

Nicht mein Buch

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 14.11.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Kennt Ihr das auch? Du hättest Zeit zum Lesen, aber das Buch will dich einfach nicht einfangen, du liest Seite um Seite, aber eigentlich hast du gar nicht verstanden was da steht, weil deine Gedanken bei was anderem waren, bei der Bügelwäsche vielleicht.... Du blätterst zurück. Du willst ja nichts auslassen! 2.Versuch... aber nach ein paar Seiten stellst du fest, dass die Gedanken bereits wieder woanders sind. OK, also keine Lesezeit, dann ist es vielleicht doch Bügelzeit. Ein paar Stunden später, sitze ich wieder hier. Worte und Sätze sind aneinandergereiht. Ich schweife schon wieder ab und sehe das Unkraut im Garten, ich stehe auf und ziehe mir Gartenhandschuhe an. Das gibt es doch nicht! Ich habe in 8 Tagen nur 153 Seiten gelesen? Das lese ich doch sonst an einem Tag! Ich werde einfach nicht warm mit Adina, Sala, Nina, der letzte Mohikaner, der Protagonistin, mit den vielen unterschiedlichen Namen, sie hat kein Gesicht, ich weiß nicht mal ihre Haarfarbe. Oder habe ich den Teil überlesen? Aufgewachsen ist sie in Tschechien, nach ihrem Abitur ist sie nach Deutschland gezogen. Irgendwann war sie in Rio, ach nein, auf Seite 150 erfahre ich, dass sie nur mit Rio gechattet hat. Dann gibt es noch eine andere Zeitebene: Adina befindet sich in Helsinki. Dorthin scheint sie geflüchtet zu sein. Warum, habe ich noch nicht herausgefunden, denn die Autorin lässt mich im Nebel, sie weicht aus und umschreibt einfach alles. Und um es noch komplizierter zu machen gibt es eine weitere Geschichte - Die blaue Frau: Diese taucht immer im Hafen von Helsinki auf. ABBRUCH auf Seite 153. Ich hasse es Bücher abzubrechen, es lässt mich unzufrieden zurück. Aber mein Haushalt ist aufgeräumt, die Bügelwäsche ist weg und im Garten wächst auch kein Unkraut mehr. Ich möchte jetzt endlich wieder lesen.

5/5

Mehr als eine #MeToo Geschichte

bookslove1511 am 25.10.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Adina wächst in einem abgelegenen tschechischen Dorf in der Region Riesengebirge auf. Ein Örtchen, die mit Armut gekennzeichnet ist und überwiegend vom deutschen Skitourismus lebt. Ohne Altersgenossen, vaterlos, nur mit ihrer Mutter und mit den seelischen, gleichsam materielle Überbleibsel von ihren Großeltern lebt Adina zwischen einer Schule und einem Glühweinstand, wo sie Teilzeit arbeitet und Deutsch lernt, chattet in ihrer Freizeit mit Leuten aus Rio über Gott und die Welt. In dem Chatraum heißt sie „Der letzte Mohikaner“. Wo am 18. September 2006 zum ersten Mal eine Frau für die Deutsche-Bundesregierung gewählt wurde, reist die 21-jährige Adina mit schwer erspartes Geld in der Gürteltasche, eine Tüte Apfelspalten und mit seit Kindheit geliebtes grünen Pullover nach Deutschland ein. Mit den Ohren Frau Merkels Rede: „Niemand kann uns daran hindern, neue Wege zu gehen.“ Im Gedanken: Deutschland ist meine Zukunft. Denn Adina möchte hier Naturwissensschafen studieren. In Berlin angekommen, lernt sie nicht nur Deutsche-Grammatik, sondern auch eine Fotografin kennen und Dank ihr bekommt sie ein bezahltes Praktikum in Uckermark. Weil sie jeden Cent für ihr zukünftiges Studium braucht, ertrugt sie den Namen, die ihr Chef aus Vergessenheit ihr gegeben hat. In Brandenburg heißt sie „Nina“. Doch es ist nicht der letzte Name, den sie bekommen hat. Die Geschichte fängt in Helsinki an. Eine junge Frau sitzt in einem Plattenbau, in von einem fremden möblierten Wohnung, und beobachtet die Bäume vor dem Fenster. Dabei versucht sie eine Anzeige gegen Sexualgewalt zu formulieren und erinnert sie sich an den letzten zwei Jahren. Mittlerweile hat Adina drei Grenzen und drei Sprachen hinter sich, schwer traumatisiert aber ein bisschen verliebt ist sie auch. Denn als sie nach Finnland flüchtete, lernt sie Leonides, einer estnischer Professor und EU-Abgeordneten, kennen, der sie liebevoll „Sala“ nennt. Und es ist der vierte Name, den sie bekommen hat... Adina, kleine Mohikaner, Nina, Sala... Eine junge Frau mit vier Namen, die in 21. Jahrhundert innerhalb EU flüchten und in der europäischen Gesellschaft um eigener Identität kämpfen musste. Schnörkellos und rätselhaft nimmt Strubel ihre LeserIn auf eine Zugreise. Langsam aber sicher gleiten wir zwischen drei Staaten, halten wir an um die neuen Gäste einsteigen zu lassen, fahren wir eine weile mit denen, machen wir neue, teilweise unangenehme Erfahrungen und in der nächsten Haltestelle lernen wir neue Fahrgäste kennen. Allerdings wer hier eine schnelle Fahrt wünscht, ist in dem falschen Zug einstiegen. Denn unsere Zugführerin Adina fährt gemächlich und nimmt ihre Umgebung sehr detailgetreu wahr. Doch wer sich auf diese Reise einlässt, wird mit unaufgeregte aber künstlerisch fein gemalte #MeToo Bilder belohnt. Eine Geschichte wie ein Moor. Steckt man erst mal drin, kann man sich nicht mehr befreien! Wohl verdiente Deutschen Buchpreis 2021!

5/5

Mehr als eine #MeToo Geschichte

bookslove1511 am 25.10.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Adina wächst in einem abgelegenen tschechischen Dorf in der Region Riesengebirge auf. Ein Örtchen, die mit Armut gekennzeichnet ist und überwiegend vom deutschen Skitourismus lebt. Ohne Altersgenossen, vaterlos, nur mit ihrer Mutter und mit den seelischen, gleichsam materielle Überbleibsel von ihren Großeltern lebt Adina zwischen einer Schule und einem Glühweinstand, wo sie Teilzeit arbeitet und Deutsch lernt, chattet in ihrer Freizeit mit Leuten aus Rio über Gott und die Welt. In dem Chatraum heißt sie „Der letzte Mohikaner“. Wo am 18. September 2006 zum ersten Mal eine Frau für die Deutsche-Bundesregierung gewählt wurde, reist die 21-jährige Adina mit schwer erspartes Geld in der Gürteltasche, eine Tüte Apfelspalten und mit seit Kindheit geliebtes grünen Pullover nach Deutschland ein. Mit den Ohren Frau Merkels Rede: „Niemand kann uns daran hindern, neue Wege zu gehen.“ Im Gedanken: Deutschland ist meine Zukunft. Denn Adina möchte hier Naturwissensschafen studieren. In Berlin angekommen, lernt sie nicht nur Deutsche-Grammatik, sondern auch eine Fotografin kennen und Dank ihr bekommt sie ein bezahltes Praktikum in Uckermark. Weil sie jeden Cent für ihr zukünftiges Studium braucht, ertrugt sie den Namen, die ihr Chef aus Vergessenheit ihr gegeben hat. In Brandenburg heißt sie „Nina“. Doch es ist nicht der letzte Name, den sie bekommen hat. Die Geschichte fängt in Helsinki an. Eine junge Frau sitzt in einem Plattenbau, in von einem fremden möblierten Wohnung, und beobachtet die Bäume vor dem Fenster. Dabei versucht sie eine Anzeige gegen Sexualgewalt zu formulieren und erinnert sie sich an den letzten zwei Jahren. Mittlerweile hat Adina drei Grenzen und drei Sprachen hinter sich, schwer traumatisiert aber ein bisschen verliebt ist sie auch. Denn als sie nach Finnland flüchtete, lernt sie Leonides, einer estnischer Professor und EU-Abgeordneten, kennen, der sie liebevoll „Sala“ nennt. Und es ist der vierte Name, den sie bekommen hat... Adina, kleine Mohikaner, Nina, Sala... Eine junge Frau mit vier Namen, die in 21. Jahrhundert innerhalb EU flüchten und in der europäischen Gesellschaft um eigener Identität kämpfen musste. Schnörkellos und rätselhaft nimmt Strubel ihre LeserIn auf eine Zugreise. Langsam aber sicher gleiten wir zwischen drei Staaten, halten wir an um die neuen Gäste einsteigen zu lassen, fahren wir eine weile mit denen, machen wir neue, teilweise unangenehme Erfahrungen und in der nächsten Haltestelle lernen wir neue Fahrgäste kennen. Allerdings wer hier eine schnelle Fahrt wünscht, ist in dem falschen Zug einstiegen. Denn unsere Zugführerin Adina fährt gemächlich und nimmt ihre Umgebung sehr detailgetreu wahr. Doch wer sich auf diese Reise einlässt, wird mit unaufgeregte aber künstlerisch fein gemalte #MeToo Bilder belohnt. Eine Geschichte wie ein Moor. Steckt man erst mal drin, kann man sich nicht mehr befreien! Wohl verdiente Deutschen Buchpreis 2021!

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