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Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei Eine Berliner Busfahrerin erzählt

17

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.05.2022

Verlag

Hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/2,1 cm

Gewicht

199 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27290-3

Beschreibung

Rezension

"Ein großartiges Buch. Wie sie (von ihrer Zeit als Busfahrerin) erzählt, ist einfach ganz großes Kino. Es ist geschrieben wie ein Roman – es ist amüsant, es ist berührend. Ein tolles Buch aus dem richtigen Leben." Christine Westermann, WDR Frautv, 10.06.21
"Schmidt schreibt nicht nur munter, humorvoll, sondern zuweilen auch bissig. Das Buch könnte Stadtgespräch werden." Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 10.03.2021
"Das vergnügliche Buch von Susanne Schmidt ist en passant eine scharf beobachtende Studie deutschen Sozialverhaltens. Es fällt ins Genre des erzählenden Sachbuchs, und beim Lesen merkt man erst, dass es in diesem Genre eine empfindliche Lücke gibt: den Berufsalltag." Ursula März, Die Zeit, 11.03.2021
"Susanne Schmidt schreibt pointiert und was besonders gut ist, dass sie das Sichtbarwerden von älteren Frauen beschreibt, die sonst nur als Großmutter, betrogene oder verlassene Ehefrau in der Literatur vorkommen. Zur Lektüre in Linienbussen im Stehen, Sitzen oder Liegen vorzüglich geeignet." Annett Gröschner, rbb radioeins „Die Literaturagenten“, 28.03.2021
"Eine soziologische Studie, ein interessanter Einblick." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur "Gemischtes Doppel", 23.04.2021
"Wirklich unheimlich viele schöne, charmante Geschichten von Busfahrerinnen und Busfahren können Sie in dem Buch nachlesen - wirklich toll!" Madeleine Wehle, rbb "zibb", 26.03.2021
"Susanne Schmidts Buch ist die Schilderung eines knallharten Berufsalltags – aber auch eine Liebeserklärung an Berlin und (tatsächlich!) seine Bewohner*innen, die Fahrgäste." Meike Schnitzler, Brigitte, 09.06.2021
"Ein ganz wunderbares Buch." Almut Engelien, rbb Kultur „Das Gespräch“, 01.05.2021
"Susanne Schmidt ist eine Wucht!" Christian Dunker, Geistesblüten, 05.06.2021
"Warmherzig, humorvoll und kritisch erzählt Schmidt von ihrer Zeit als Busfahrerin." Westfälische Nachrichten, 2.05.2022

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.05.2022

Verlag

Hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/2,1 cm

Gewicht

199 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27290-3

Herstelleradresse

hanserblau
Lehrter Straße 57/4
10557 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    07.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Weil wir dich lieben

    Ältere Frauen die als Busfahrerinnen gesucht werden? Count me in! Denkt sich auch Susanne Schmidt als sie die Werbeplakat der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) sieht. Zu ihrer eigenen Überraschung wird sie dann sogar eingestellt. Mit großem Optimismus und einer guten Portion Motivation geht sie ihre Quereinstiegsausbildung an. Doch die Ernüchterung kommt leider schneller als gedacht. Mit ‚Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei!‘ erzählt uns Susanne von der Verstaubtheit der finstren BVG Pausenräume, die Schwierigkeiten mal zwischendurch aufs Klo zu gehen, bieraltem Sexismus und strengen Regeln, Tageslenkzeiten, dem Arbeiten an Weihnachten auch schon Jahre voraus vorgeplant und Überhangfahren. Oh und noch so viel mehr! Das Buch brauchte für mich etwas um in Fahrt zu kommen, aber als ich erstmal drin saß war ich vollkommen hin und weg. Leider auch im negativen denn trotz einer stets sympathisch und humorvoll bissigen Werbeagentur wusste ich bis dato noch nicht viel von der BVG. Dass die Strukturen dahinter mit dem Satz "Das machen wir jetzt seit 30 Jahren so und da wird sich auch für dich nix ändern!" so gut zu beschreiben und derart veraltet und böse sind, hätte ich nicht erwartet. Das BusfahrerInnen Respekt verdienen wusste ich schon immer - gerade wenn man in Berlin aufwächst ist man da wirklich einiges gewohnt - aber dass der Job ein derartiger Knochenjob ist, erschreckt. Dieser vollkommen andere Blickwinkel hilft mir sehr die Perspektive der Person zu sehen, die hinter dem Lenkrad sitzt. Doch das Buch geht darüber noch hinaus und kritisiert die festgefahrenen Strukturen des ÖPNV in Berlin. Ebenso gut gefielen mir die persönlichen Noten die Susanne Schmidt in ihrem Buch unterbringt: Von der malerisch anmutenden Busanlage im Mondschein bis hin zu kleinen hoffnungsvollen Begegnungen mit Menschen fehlt in dem Buch einfach nichts. Nur einen positiven Ausblick hätte ich mir für sie gewünscht, denn (Achtung Spoiler) das Buch endet mit ihrer Kündigung. Naja - wobei 'positiv' wahrscheinlich relativ ist, denn im Grunde genommen wünsche ich diese männerdominierte und wirklich sexistische Attitüde wie sie im Buch von der BVG beschrieben wird für niemanden. Mich würde wirklich interessieren ob und wie die BVG auf dieses Buch reagiert hat - oder ob es da überhaupt eine Rückmeldung gab. Ich jedenfalls wünsche mir eine Busfahrerin wie Susanne für meine nächste Fahrt mit der BVG - selbst unangenehmen Begebenheiten erzählt sie mit einem Lächeln und sehr viel Großmut und Humor, etwas, was ich mir für mich selbst auch viel mehr wünsche.

  • Pitty318

    aus Lahn-Dill

    5/5

    04.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Unbedingt lesenswert

    Susanne Schmidt ist eine von den wenigen unerschrockenen, mutigen Frauen, die in den letzten 20 Jahren eine Ausbildung zur Busfahrerin in Berlin durchlaufen haben. Sie beschreibt mit ihrem feinen Humor und einem wertschätzenden Schreibstil die Hindernisse und Hemmnisse, die den Frauen unabsichtlich im Weg stehen oder (manchmal auch absichtlich?) in den Weg gelegt werden. Das Buch beginnt mit dem theoretischen Teil der Ausbildung bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), geht weiter zum praktischen Teil und zu den Prüfungen. Wir als Leser*innen erleben weiterhin hautnah die Fahrpraxis mit, wenn sie beispielsweise allein einen Doppeldecker durch Berlin steuert. Die Erzählungen sind gespickt mit kleinen Anekdoten, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Eingeflochten in die Geschichten sind auch sozialkritische und feministische Aspekte. Vor allem aber wird überdeutlich, welche Verantwortung ein/e Busfahrer*in beim Einsteigen in den Bus übernimmt und wie verbesserungsbedürftig die Arbeitsbedingungen für diese sind. Bei allen Schwierigkeiten auf dem Weg zu einer Busfahrerin und bei der Ausübung ihres Berufes ist immer die Liebe zum Busfahren und die Liebe und Achtung zu den Menschen bei S. Schmidt zu spüren und das macht das Buch so wertvoll. ......und sie erzählt so kurzweilig und vorurteilsfrei von Begegnungen mit Ausbilder*innen, Mitfahrer*innen und Busfahrer*innen, dass man am Ende des Buches traurig ist, weil die Fahrt mit ihr zu Ende ist. Ein großes Manko des Buches ist allerdings der Klappentext, der nicht richtig den Inhalt des Buches zusammenfasst. Ich war sehr enttäuscht, als ich merkte, dass etwas anderes enthalten ist, als laut Klappentext zu erwarten war. Da der Text dem Verlag anzulasten ist, habe ich diesen bei der Bewertung des geschriebenen Buches unberücksichtigt gelassen. Der Klappentext sollte bei der nächsten Auflage unbedingt geändert werden.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    06.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Typisch Berlin

    Jeder von uns ist bestimmt schon Bus gefahren und sicherlich hat jeder da so die ein oder andere Geschichte zu erzählen. Besonders in einer Großstadt wie Berlin kann man so einiges im öffentlichen Nahverkehr erleben. Aber die meisten Geschichten kennen bestimmt unsere Busfahrer*innen. Und so hat Susanne Schmidt die ein und andere Anekdote für uns aufgeschrieben. "Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei" erzählt Susanne Schmidts Werdegang bei der BVG (Berliner Verkehrsgesellschaft). Als Frau "reiferen"Alters, orientiert sie sich noch einmal neu und beginnt eine Ausbildung als Busfahrerin in Berlin. Mich hat sie mit ihrem Mut und Elan sehr beeindruckt. Gleichermaßen war ich jedoch auch schockiert. Einerseits über die harten Arbeitsbedingungen und andererseits über die diskriminierende Einstellung mancher Kollegen, Chefs und Fahrgäste, Frauen hinter dem Buslenkrad gegenüber. Begeistert haben mich aber auch die vielen witzigen Begebenheiten. Der Berliner Stadtverkehr ist nicht ohne und jeder BVG Fahrgast kann bestimmt so manche Geschichte erzählen. Auch unsere Busfahrer sind oftmals sehr speziell. Ein gutgelaunter, redseliger und freundlicher Busfahrer macht den Urberliner eher misstrauisch. Da würden sich viele eine Frau als Busfahrerin bestimmt wünschen. Und auch mir wäre es sehr recht gewesen, wenn dieses Geschichte hier noch eine Fortsetzung gehabt hätte. Denn Susanne Schmidt hat einen wunderbar angenehmen und unterhaltsamen Erzählstil. Und selbst Begebenheiten die bestimmt furchtbar unangenehm waren erzählt sie mit einem Lächeln. Was einen sehr großmütigen Eindruck macht. So wird sie von mir noch nachträglich als meine Lieblingsbusfahrerin gekürt!

  • Lesebiene

    aus Berlin

    5/5

    01.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Die Königinnen der Straße

    Das wunderschöne Cover macht neugierig auf die Busfahrerin und ihre Geschichten. Es leuchtet in dem hübschen Gelb des Logos der BVG, die Berliner Verkehrsbetriebe, und zeigt eine Abbildung des Berliner Straßennetzes. Ich will aber gleich am Anfang erwähnen, dass es hier nicht nur wie im Klappentext genannt wird nur um die Erlebnisse einer Busfahrerin geht, sondern um viel mehr. Susanne Schmidt erzählt uns ihre ganze Geschichte. Damals hatte die BVG Stellenanzeigen geschaltet für die Suche nach „älteren Frauen“. Voller Begeisterung und Leidenschaftlich bewarb sie sich auf diese Stellenanzeige. Leider hielten viele Männer diese Neuerung für völlig unnötig. Die hatten Angst das die Frauen ihnen ihre Arbeitsplätze wegnahmen. Der Weg von der Einstellung bis zur Übernahme wird hier chronologisch erzählt. Die Schreibweise ist wunderbar. Voller Humor und mit einem Augenzwinkern berichtet Frau Schmidt von den Prüfungen, von allem, was den Frauen abverlangt wurde, bis sie endlich in den Straßenverkehr entlassen wurde. Dieser Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen wird wunderbar kommentiert. Frau Schmidt ist eine begeisterte Busfahrerin. Sie liebt ihre Fahrgäste, das merkt man ihr an. Trotz des unmenschlichen Schichtdienstes und Routenplanung ist sie fröhlich und immer offen für neues. Aber sie kann auch anders. Sehr ehrlich und recht scharf prangert sie die Missstände, an die sie als Frau unter dieser Männerhierarchie erleiden musste. Als Berlinerin und BVG Kundin liebe ich dieses Buch besonders. Wer jetzt nicht nur witzige Anekdoten, sondern auch Hintergrundwissen erfahren möchte wird dieses Buch auch lieben. Ein ehrliches Buch, eine Liebeserklärung an Berlin und die Berliner. Ich fahre oft mit dem M48 und dem M19 und werde von jetzt an immer an Frau Schmidt denken. Schade das sie nicht mehr dabei ist. Vor allem für die BVG, die eine so wunderbare Arbeitskraft nicht geschätzt und dadurch verloren hat.

  • Bewertung

    5/5

    22.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Anekdotenhafte Erzählungen einer Berliner Busfahrerin

    Anekdotenhaft erzählt die Autorin über ihren Einstieg und das Leben als Busfahrerin in Berlin. In der 2000ern kam sie eher zufällig zu diesem Beruf, als die Berliner Verkehrsbetriebe gezielt nach erfahrenen Frauen suchten. Einerseits finde ich diese Aktion von der BVG spannend, gerade Frauen zu suchen, die schon älter sind. Wobei eine Empörung auf dem Fuße folgt, da ganz offenkundig die Begründung ist, dass ältere Frauen mutmaßlich keine Kinder mehr bekommen. Die Ausbildungszeit in einer Männerdomäne des Busberufes wird beschrieben. Dabei erfahren wir leider wenig von den Beweggründen und Lebenssituationen der Frauen, als vielmehr Alltagsdetails der Ausbildung, der Fahrerlebnisse und später der Busfahrten nach der bestandenen Ausbildung. Das Setting ist spannend und ich hätte mir eine warmherzige, humorvolle oder auch bissige Geschichte vorstellen können. Es weckt leider nicht so sehr mein Interesse, alle Details der Ausbildung und kurzweilige Anekdoten zu erfahren, zu blass die Figuren. Wir erfahren von der Ich-Erzählerin | Autorin nicht viel. Wir erfahren nicht, was sie ausmacht und beschäftigt, wie ihr Leben vorher war und was sie zu diesem Schritt bewogen hat, auch nicht von den Anderen. Ich vermisse die Innenschau und die Komplexität der Figuren. Die Wendungen kamen so völlig überraschend für mich.

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