Produktbild: Ein allzumenschliches Virus

Ein allzumenschliches Virus

Aus der Reihe Passagen forum
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.11.2021

Herausgeber

Peter Engelmann

Verlag

Passagen

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

20,7/12,1/0,9 cm

Gewicht

129 g

Originaltitel

Un trop humain virus

Übersetzt von

Markus Sedlaczek

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7092-0475-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.11.2021

Herausgeber

Peter Engelmann

Verlag

Passagen

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

20,7/12,1/0,9 cm

Gewicht

129 g

Originaltitel

Un trop humain virus

Übersetzt von

Markus Sedlaczek

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7092-0475-7

Herstelleradresse

Passagen
Walfischgasse 15/14
1010 Wien
AT
office@passagen.at

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

Zum Portrait

5/5

Zur Atemnot des Menschen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nun ist von Jean-Luc Nancy auch ein Corona-Buch erschienen. Einige Philosophen und Philosophinnen meldeten sich anlässlich der Covid-Pandemie zu Wort. Wieso auch nicht! Das Buch enthält neun kleine Artikel und Vorträge (plus Anhänge), die er zwischen März und Juni 2020 hielt bzw. veröffentlichte. Keine Frage, seine Anmerkungen schließen an seine Arbeiten zum Begriff der „Gemeinschaft“, an seine Ausarbeitungen zu den Phänomenen der Berührung und der Begegnung sowie an sein Engagement für "mehr" Demokratie an. Er kommt aber auch auf seinen Disput mit Giorgio Agamben zu sprechen, den er mit ihm führte, als Agamben seine Bemerkungen zur Pandemie publizierte. Dabei wiederholt Nancy hier seine Ablehnung gegenüber Agambens Position scharf und deutlich. Den Maßnahmenverweigerern – wie etwa Agamben – wirft er vor, nicht zwischen einer Notwendigkeit (um das eigene Leben oder das der anderen zu schützen) und einer souveränen Entscheidung zu unterscheiden. Genauer gesagt: er wirft Agamben vor, die Begriffe der Biopolitik und der Souveränität zu überschätzen. Gerade in Agambens Warnung vor einer (Bio-)Politik des Ausnahmezustands sieht er eine Stärkung des Souveränitätsbegriffs. Hingegen nimmt Nancy sehr deutliche Beziehungen zwischen den Ideologemen der Maßnahmengegnern und dem Neoliberalismus wahr, die darauf hinauslaufen, weite Bereiche des Sozialen wie etwa die Gesundheits- und Pflegepolitik zu einer Privatsache zu machen. In der Argumentation der Hygienegegnern sieht er mit Entsetzen, dass die Verantwortung für ältere, kranke, schwache, hilfs- und pflegebedürftige Menschen geleugnet bzw. abgeschafft werden soll.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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Zur Atemnot des Menschen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nun ist von Jean-Luc Nancy auch ein Corona-Buch erschienen. Einige Philosophen und Philosophinnen meldeten sich anlässlich der Covid-Pandemie zu Wort. Wieso auch nicht! Das Buch enthält neun kleine Artikel und Vorträge (plus Anhänge), die er zwischen März und Juni 2020 hielt bzw. veröffentlichte. Keine Frage, seine Anmerkungen schließen an seine Arbeiten zum Begriff der „Gemeinschaft“, an seine Ausarbeitungen zu den Phänomenen der Berührung und der Begegnung sowie an sein Engagement für "mehr" Demokratie an. Er kommt aber auch auf seinen Disput mit Giorgio Agamben zu sprechen, den er mit ihm führte, als Agamben seine Bemerkungen zur Pandemie publizierte. Dabei wiederholt Nancy hier seine Ablehnung gegenüber Agambens Position scharf und deutlich. Den Maßnahmenverweigerern – wie etwa Agamben – wirft er vor, nicht zwischen einer Notwendigkeit (um das eigene Leben oder das der anderen zu schützen) und einer souveränen Entscheidung zu unterscheiden. Genauer gesagt: er wirft Agamben vor, die Begriffe der Biopolitik und der Souveränität zu überschätzen. Gerade in Agambens Warnung vor einer (Bio-)Politik des Ausnahmezustands sieht er eine Stärkung des Souveränitätsbegriffs. Hingegen nimmt Nancy sehr deutliche Beziehungen zwischen den Ideologemen der Maßnahmengegnern und dem Neoliberalismus wahr, die darauf hinauslaufen, weite Bereiche des Sozialen wie etwa die Gesundheits- und Pflegepolitik zu einer Privatsache zu machen. In der Argumentation der Hygienegegnern sieht er mit Entsetzen, dass die Verantwortung für ältere, kranke, schwache, hilfs- und pflegebedürftige Menschen geleugnet bzw. abgeschafft werden soll.

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Ein allzumenschliches Virus

von Jean-Luc Nancy

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