Produktbild: Mutter werden. Mutter sein.

Mutter werden. Mutter sein. Autorinnen über die ärgste Sache der Welt

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.08.2021

Herausgeber

Barbara Rieger

Verlag

Leykam

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

20,7/13,7/2,2 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Lichtgrau / Marine

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8197-1

Beschreibung

Portrait

Geboren 1982 in Graz. Studium in Wien. Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur. Lebt und arbeitet als Autorin und Schreibpädagogin (BÖS) in Wien und im Almtal (Oberösterreich). Betreibt seit 2013 gemeinsam mit Alain Barbero den Literatur- und Fotoblog »Café Entropy«. Zuletzt erschienen ihr Roman »Friss oder stirb« (Kremayr & Scheriau 2020) und das von ihr herausgegebene Remake von Schnitzlers Reigen: »Reigen Reloaded« (Kremayr & Scheriau 2021).

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.08.2021

Herausgeber

Barbara Rieger

Verlag

Leykam

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

20,7/13,7/2,2 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Lichtgrau / Marine

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8197-1

Herstelleradresse

Leykam
Dreihackengasse 20
8020 Graz
AT

Email: office@leykamverlag.at

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  • Bewertung

    5/5

    25.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch von Müttern, nicht nur für Mütter!

    Ein Essayband, der uns Müttern gewidmet ist und einen klaren Appell formuliert: Vereinigt Euch! Erhebt Eure Stimme! Äußert, was Euch bewegt, was Ihr wollt! Und zwar laut und ohne Euch dafür zu schämen oder schlecht zu fühlen! Klug und pointiert legen 15 Autorinnen ihre spitze Feder in die Wunden einer Gesellschaft, die in vielen Bereichen noch immer an veralteten Rollenbildern festhält und geistige und moralische Mauern errichtet, wo eigentlich Freiheit und offenes Denken herrschen könnten. Die Themen sind facettenreich, manche von konkreten Alltagserlebnissen geprägt, andere in geistige Sphären abgedriftet und schwer zu greifen. Da ich nicht alle Texte darstellen kann, ohne ins Unendliche abzuschweifen, habe ich drei herausgesucht, auf die ich näher eingehe. Die Essays: Äußerst bildhaft, teils ironisch, teils schmerzhaft ehrlich fand ich den Text der Herausgeberin Barbara Rieger „Das Natürlichste auf der Welt". Wenn sie ihre eigene Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach unverhohlen aus dem privaten Raum entlässt und in den öffentlichen Diskurs stellt, ist man in vielen Punkten bei ihr, erinnert sich zurück und nickt innerlich immer wieder: ja, so ging es mir auch, ja, so habe ich (heimlich) auch gedacht. In „Blut, Milch, Digitale Tinte" rückt die Autorin Sandra Gugic den unsteten Alltag mit Baby in den Fokus. Ihr Text ist sehr rhythmisch, Zeilen reihen sich wie Verse aneinander und Passagen formen sich zu Reimen, mal staccato, mal legato. Sie beschreibt nuanciert wie sich ihr Dasein in zwei Lebenswelten aufspaltet: den Kokon, in den sie sich mit ihrem Kind hüllt und ihre Existenz als Schriftstellerin, die Grenzen aufbricht und moralische Schranken über Bord wirft. Sie berichtet von Getriebenheit und gleichzeitig dem Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen, einem schwebenden Zustand, als befände man sich in einer Blase, abgeschirmt von der Außenwelt. Und Theresa Bücker stellt die Frage, ob es radikal ist, ein Kind ohne Partner zu bekommen und konstatiert, dass das Modell der Kleinfamilie schon länger erodiert und ein Bewusstsein für andere Lebenswege geschaffen werden sollte. Ein Text, der anregt und manche sicherlich aufregt. Ich fand ihn sehr erfrischend. Fazit: Insgesamt ist dieses Buch keine leichte Kost, denn es deckt auf, fordert und könnte den ein oder anderen mit seiner Schonungslosigkeit provozieren. Mich haben nicht alle Texte angesprochen, einige waren mir zu abstrakt und ich konnte nicht nachvollziehen, was die Autorin damit sagen wollte. Andere haben genau meinen Nerv getroffen, mich nachdenklich gestimmt oder inspiriert. Insgesamt finde ich diesen kleinen Band äußerst empfehlenswert. Er verleiht Müttern eine Stimme Stimme und spricht viele wichtige Themen an, die gesamtgesellschaftlich aufgearbeitet werden müssen - das finde ich richtig klasse!

  • Bewertung

    aus Oberkrämer

    5/5

    13.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So ist Mutterschaft!

    Das Buch behandelt in fünfzehn in sich geschlossenen Kapiteln das Thema „Mutterschaft“ aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Denn jede der Geschichten stammt von einer anderen Autorin. Nicht alle Kapitel handeln von Geburten. Es gibt auch Kapitel über finanzielle Probleme von Alleinerziehenden, über schwarz angestellte Haushaltshilfen, über Adoptionen und Morde. Beim Lesen wurde mir bewusst, dass das Buch nicht nur aus geburtsthematischer Sicht für mich persönlich sehr interessant ist. Denn viele Beiträge behandeln auch explizit die Situation von Autorinnen als Müttern von kleinen (und größeren) Kindern. Das trifft auf mich nun auch zu, immerhin habe ich mittlerweile drei Bücher veröffentlicht. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass viele der Probleme und Situationen auch Mütter treffen, die in anderen Branchen arbeiten. Natürlich hätte ich mir Beiträge gewünscht, in denen es explizit um die Geburt ging — allein schon, damit das Buch umso besser zu meinem Blog passt… Es ist aber verständlich, dass viele Autorinnen die Zeit des Mutterseins in den Fokus rücken. Stilistisch unterscheiden sich die Beiträge sehr stark von einander. Manche sind sehr persönlich, andere zielen eher auf das große Ganze ab. Und in dieser Vielfalt bilden die Beiträge dann doch wieder ein ziemlich vielstimmiges Bild von Mutterschaft. Wie auch schon in Mütter der Neuen Zeit kommen in diesem Buch vor allem diejenigen Frauen zu Wort, die eine bestimmte Voraussetzung erfüllen. Bei Mütter der Neuen Zeit war es ein Lebensstil ohne Kindergarten; in diesem buch war es nun die Schriftstellerei als Beruf. Insofern bildet keines der beiden Bücher eine komplette Gesellschaft ab. Dennoch lassen sich aus beiden Büchern viele Anregungen und Denkanstöße ableiten, die über die persönliche Lebensgestaltung hinausgehen. Wie wollen wir eigentlich leben? Welchen Aspekten schenken wir Beachtung und welchen nicht? Mutter werden, Mutter sein hat mich manchmal zum Lachen, häufig zum Nachdenken gebracht. Und es hat mich darin bestärkt, dass es wichtig ist, Geburt und Mutterschaft nicht als Einzelschicksale zu sehen, sondern die gesellschaftlichen Zusammenhänge dahinter zu beleuchten und für eine Welt einzutreten, in der jeder Mensch geborgen geboren wird und aufwachsen kann.

  • Bewertung

    aus Mannheim

    5/5

    08.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intellektuelle Lesehappen für Mütter

    Tatsächlich komme ich als Mama und eigentlich riesengroßer Bücherwurm kaum noch dazu, irgendetwas zu Lesen – noch nicht mal die berüchtigten Erziehungsratgeber. Daher spricht mich dieses Buch mit seiner Essay-Form direkt an. Allein das Inhaltsverzeichnis: Ein Potpourri unterschiedlichster Eindrücke und Perspektiven, die tatsächlich zum Nachdenken, Schmunzeln, Mitleiden, Wiedererkennen anregen. Eine wunderbare Vielfalt von Erlebnissen und Gedanken von Autorinnen-Müttern. Eine interessante Sammlung, die meines Erachtens auch ein schönes, anspruchsvolles Geschenk für andere Neu- und nicht ganz so neu-Mütter ist. Denn oft sind Mama-Bücher ja eher anders gestrickt, weniger intellektuell und vielseitig wie hier (und nein, das macht diese Bücher nicht automatisch schlechter). Die hier vorliegende Lesehappen-Sammlung finde ich erfrischend, anders, abwechslungsreich, den Geist anregend. Inhaltlich gefällt mir die Perspektivenvielfalt, die unterschiedlichen Stile und dass man sich in der eigenen Rolle spiegeln und reflektieren kann. Die Autorinnen dieser Essays sind von Beruf aus Autorinnen – das allein macht es schon interessant, denn die sollten nun wirklich Schreiben können. Die Geschichten sind mitten aus dem Leben, gesellschaftskritisch und spannend, hintergründig und auch witzig. Über den Tellerrand der üblichen Windel- und Breimissgeschicke und Spielplatzgespräche erfrischend weit hinausgehend. Von mir eine klare Leseempfehlung!

  • soppiketchup

    5/5

    28.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    der meistdiskutierteste Job der Welt

    Das Cover war erst der Grund, überhaupt die Leseprobe zu laden, denn nur der Titel allein hat nicht gereicht, um meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ich mag die moderne Illustration, die wertige Haptik des Einbandes und auch das Lesebändchen hat sich während des Lesens sehr bewährt. Denn obwohl dieses Buch mit 209 Seiten, aufgeteilt auf 15 Beiträgen verschiedener Autorinnen gar nicht mal so dick ist, hab ich tatsächlich sehr lange für die Lektüre gebraucht. Dieses Buch ist nämlich gehaltvoll - es regt zum denken, überdenken und reflektieren an. Nach manchen Beiträgen brauchte ich einfach ein, zwei Tage (Durch)Denkpause, manchmal weil ich mich wiederfand in dem Geschriebenen, verstanden und nicht mehr so einsam in der so wundervollen ersten Zeit mit seinem Kind, aber dennoch ist man zeitweise so zerrissen zwischen zwei Welten; manchmal brauchte ich Zeit, um das Gelesene zu reflektieren und sich wieder vor Augen zu führen, das es anderen Müttern aus anderen Gründen anders als einem selbst geht. Für mich ist das Buch definitiv sehr gelungen, auch wenn es, wie bei jeder Sammlung von Essays, Kurzgeschichten und Schilderungen stets Beiträge geben wird, die einem absolut gefallen, dann welche, die gut sind und vielleicht auch ein oder zwei Werke, die dem eigenen Geschmack gar nicht entsprechen. Für mich persönlich waren die Knaller definitiv die Beiträge von Franziska Hauser, Sandra Gugic, Teresa Bücker und Barbara Peveling. Diese Autorinnen werde ich definitv im Auge behalten.

  • Bewertung

    aus Detmold

    5/5

    28.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kritik ohne Gegenpol

    Gleich vorweg, obwohl ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe, hat mir der Inhalt Großteils so gar nicht gefallen. Es werden Kurzgeschichten verschiedener Autorinnen über Mütter erzählt. Einige davon sind sehr Kunstvoll und sprechen mich sehr an, z.B. "Meine Mutter die Serienmörderin" (Dafür gibt es dann auch den 2.Stern), viele andere dagegen aber so gar nicht. Ich finde es ja gut und schön, wenn auch mal auf Negative Seiten mit Krach und Aggression oder harter Brutalität sowie leereausstrahlender Melachonie hingewiesen wird, doch das habe ich bei dem Buch in der Konzentration einfach nicht erwartet. Das lag auch am Klappentext. Hätte der etwas mehr herausgestellt, dass sich dieses Buch vor allem mit Wütenden und Kritischen Stimmen beschäftigt, hätte ich sicherlich einen anderen Bezug zu den Geschichten aufgebaut. Mir wurde aber ein Werk versprochen, dass vielschichtig und viele Seiten darstellt. Nur kann ich sie in dem Buch kaum finden, die Freude, den Humor und die Herzlichkeit. Damit erlebe ich das Gesamtwerk als eher entmutigend und kraftraubend statt Weiblichkeit empowernd! Fazit: Wer sich einmal mit den Schattenseiten des Mutterseins beschäftigen mag, dem ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen. Wer ein rundes Werk sucht, dass Alle Seiten beleuchtet und etwas Mut macht sollte sich lieber eine andere Lektüre suchen.

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