Produktbild: 2001

2001 Roman

7

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27327

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

23.08.2021

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

1994 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446271784

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

27327

Erscheinungsdatum

23.08.2021

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

1994 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446271784

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  • Bewertung

    aus St.Margarethen a.d.Sierning

    5/5

    14.10.2021

    eBook (ePUB)

    Wahr oder auch nicht

    Julia erlebt das letzte Hauptschuljahr in einem verschlafenen Tourismusort in Tirol. Zwischen Saisonarbeitern, Unterschichtkindern, in der 3. Leistungsgruppe, motivierten und unmotivierten Lehrern. Ihre Probleme, ihre Freundschaften, ihre inneren Konflikte, aber auch ihre glücklichen Momente erlebt der Leser in diesem Roman mit. Aber vor allem ihre Gedankengänge. Die mal erschüttern, aber auch einen realistischen Blick weisen. Man wird in das Jahr 2001 zurückgeschleudert - Mode, Musik, Einkaufsgewohnheiten. Es ist ein Erinnern, aber auch ein nachdenkliches Erkennen. Der sachliche Schreibstil lässt die Worte noch eindringlicher wirken und nimmt den Leser noch mehr in seinen Bann. Klare Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Wangen

    5/5

    13.10.2021

    eBook (ePUB)

    Lesehighlight 2021

    Julia. Eine Hauptschülerin ohne Zukunft. Einziger Halt: Musik. Und die Crew: mit Zigaretten zum Frühstück und Sangria aus dem Kübel. Der einzige Traum des Lebens zerplatzt. Der Bruder zieht fort. Julia bleibt. Hauptschulabschluss nicht geschafft. Die Crew bricht auseinander. Was bleibt? Ein Buch voller Trostlosigkeit, eine Jugend ohne Perspektive. Dazu ein Lehrer mit einem Experiment, dem er nicht gewachsen ist. Backflash in das Jahr 2001. Ob die Jugend im Dorf heute anders tickt? Ich habe die Geschichte um Julia sehr gerne gelesen. Sie entwickelt einen Sog, zieht die Leser in ihre Welt und es bleibt am Schluss nur der Wunsch, dass sie es irgendwie doch noch schafft. Denn helfen kann ich ihr nicht. Leseempfehlung für Menschen, die gern nach besonderen Büchern Ausschau halten!

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    29.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erwachsenwerden in der Provinz

    Die 15-jährige Hauptschülerin Julia hat es nicht leicht. In der österreichischen Provinz hat sie nur ihre Freund:innen der "Crew", aber keine Perspektive. In einem Experiment im Geschichtsunterricht soll sie die UNO spielen. Doch während ihre Mitschüler:innen immer stärker in ihren Rollen aufgehen, bleibt Julia tatenlos - und gerät mehr und mehr ins Abseits. "2001" von Angela Lehner ist ein außergewöhnlicher Coming-of-Age-Roman mit einer liebenswerten (Anti-)Heldin, die man so schnell nicht vergisst. Der Roman erzählt - eben im Jahr 2001 - von Julias letztem Jahr in der Schule und ganz nebenbei vom politischen Weltgeschehen dieses so unvergessenen Jahres. Doch im Vordergrund steht ganz klar Julias Entwicklung. Ihre zunächst so intensiven Freundschaften mit der "Crew", verbunden durch die gemeinsame Liebe zum Hip-Hop, zarte Liebesbemühungen auf der Suche nach dem ersten Freund oder auch die gegenseitige Unterstützung mit ihrem großen Bruder Michael - Angela Lehner konzentriert sich ganz auf die Perspektive ihrer jungen Erzählerin. Dies ist zugleich Stärke und Schwäche des Romans, denn einerseits kommt man Julia dadurch als Leser:in sehr nah, andererseits sieht man eben nur das, was auch Julia sieht. Und das ist in einigen Momenten sehr wenig. Geschickt spielt die Autorin hier mit den Erwartungen der Leser:innen. Wird das Geschichts-Experiment ausarten wie einst "Die Welle"? Wie verhält sich Julia hinsichtlich des aufkommenden Rechtsradikalismus in ihrer Heimatstadt, dem Tal? Und was ist eigentlich mit ihren Eltern los? Nach und nach werden diese Fragen beantwortet. Erstaunlich dabei ist, dass an einigen Stellen von "2001" sehr wenig passiert und ich mich trotzdem nie langweilte. Denn gerade diese Tatenlosigkeit Julias und ihre fehlende Perspektive werden zu den zentralen Themen der Geschichte. Angela Lehner schaffte es, mich zum Weinen und zum Lachen zu bringen. Berührt schlug ich mich bedingungslos auf Julias Seite und hoffte ein ums andere Mal, es möge gut für sie ausgehen. Bei aller Ernsthaftigkeit und Tragik vergessen Lehner und Julia aber nie ihren Humor, der oftmals ein wenig melancholisch, aber immer ehrlich wirkt. Zudem überzeugt "2001" mit seiner eindringlichen und authentischen Figurenzeichnung, auch in den Nebenfiguren. Nicht nur in den Rollen im Geschichtsunterricht, sondern vor allem im "wahren Leben" stimmt diese Mischung aus Langeweile, Planlosigkeit, einem derben jugendlichen Slang und einem großen Herzen. So ist "2001" ein Roman, der lange nachwirkt und im Gedächtnis bleibt. Mit Traurigkeit und Humor, mit zahlreichen Überraschungen - und mit Julia, einer der bemerkenswertesten und liebenswertesten Figuren, die mir in diesem Literaturjahr begegnet sind.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    26.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Glück in die Ecke drängen

    Nicht jeder wird auf der Sonnenseite des Lebens geboren. Manche müssen das Glück in die Ecke drängen und es regelrecht zwingen bis es nicht mehr ausweichen kann. Die 15-jährige Julia ist so ein Mensch. Sie lebt in der österreichischen Provinz dort wo die Touristen Urlaub machen. Arbeitsplätze außerhalb des Tourismus sind rar und seit auch noch die Fabrik geschlossen wurde, hat sich die Situation für viele Menschen in Tal verschärft. Ich-Erzählerin Julia kommt aus schwierigen familiären Verhältnissen, ihr letztes Jahr an der Hauptschule versucht sie irgendwie hinter sich zu bringen; sie hat Null-Bock auf Schule, läuft Gefahr, ihren Schulabschluss nicht zu schaffen. Julias Herz schlägt für ihre Crew (ihren Freundeskreis), für Hip Hop und Rap; sie träumt davon, entdeckt zu werden und wie ihre großen Idole Texta, Eminem und Cypress Hill die Bühne und auch VIVA zu erobern. Während zu Beginn des Jahres die Crew noch zusammenhält, die Jugendlichen vor allem abhängen, rauchen, saufen, beatboxen und rappen, beginnen im weiteren Jahresverlauf Freundschaften zu bröckeln. Dafür sind nicht nur Eifersüchteleien und Liebeskummer verantwortlich, sondern auch eine Aufbruchstimmung, von der nur Julia seltsam unberührt zu sein scheint. Während alle Zukunftspläne schmieden, sich auf Prüfungen vorbereiten oder anderen Gruppen anschließen, dümpelt Julia haltlos durch die Gegend und nervt zunehmend auch ihre Freund*innen durch ihre Perspektiv- und Antriebslosigkeit. Auch das große politische Experiment des Geschichtslehrers, bei dem die Schüler*innen die Rolle wichtiger Akteure der Weltpolitik einnehmen sollen, bleibt nicht folgenlos für Julias Freundeskreis und die Klassengemeinschaft. Angela Lehner nimmt uns mit in das Jahr 2001 mit seinen ratternden, langsamen Modems, seinen Tastenhandys, der Musikkultur (vor allem Rap und Hip Hop) und der Euro-Einführung. Auch andere bedeutsame und erschütternde Ereignisse des Jahres wie z.B. ein erstarkender Rechtspopulismus, der Nahost-Konflikt, Miloševićs Völkermord, BSE und der Terroranschlag vom 11. September werden eingeflochten. Der Roman liest sich trotz vieler österreichischer Begriffe flüssig. Die oftmals derbe und unreflektierte Sprache der Jugendlichen empfand ich als stimmig für die damalige Zeit und die Mitglieder der Crew. Julias Perspektivlosigkeit und Lethargie, aber auch ihr Mangel an Geborgenheit und ihre Sehnsucht nach Zugehörigkeit haben mich berührt. Immer wieder spielt Angela Lehner mit der Erwartungshaltung ihrer Leser*innen; der Roman hat mich mehr als einmal überrascht . Unter der Oberfläche steckt in „2001“ vor allem auch Gesellschaftskritik, die zuweilen ernst, manchmal aber auch humorvoll, dann wieder subtil und beinahe beiläufig daherkommt. Der Roman lässt sich ferner als Anklage an das Nichtstun, das Wegsehen von Verantwortlichen lesen und zeigt wie wichtig Freundschaft und echt gemeinte Unterstützung im Leben sind. 2001 ist eine Zeitreise, bei der deutlich wird, dass trotz enormer Veränderungen doch vieles gleich geblieben ist.

  • Tara

    aus Ratingen

    5/5

    25.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ohne Perspektive in der österreichischen Provinz

    Mit „2001“ nimmt die österreichische Autorin Angela Lehner ihre Leser direkt mit in die Vergangenheit in die österreichische Provinzstadt Tal. Touristen würden das Dorf vermutlich als idyllisch bezeichnen und ihren Urlaub gerne in Tal verbringen. Aber für einen Teenager wie Julia, die dort aufgewachsen ist, bietet es keine Perspektive. Sie geht in die Hauptschule und sieht sich und ihre Mitschüler als „Restmüll“, weiß nicht, was sie sich für die Zukunft wünscht und hat keine Lust auf die Schule. Ihr Lebensmittelpunkt sind ihre Freunde - ihre Crew - und die Rappmusik. Nachdem der Zusammenhalt ihrer Crew zu bröckeln droht und ihr Bruder zum Studieren nach Salzburg zieht, scheint ihre Lage trostloser als je zuvor. Die Ereignisse werden sehr lebendig und authentisch aus der Ich-Perspektive der 15-jährigen Julia geschildert. Ihre Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar. Die trostlose und düstere Stimmung wird gut eingefangen und ich hatte schnell ein gutes Bild davon wie Julia und auch die anderen Mitglieder ihrer Crew sich fühlen. Die Kapitel sind kurz und der Schreibstil ist sehr eindringlich. Alles wirkt trostlos und lediglich Julias Crew ist ein Lichtblick. Viele kleine Details weisen dezent auf das Jahr 2001 hin. Am Ende gibt es eine passende Playlist - entsprechend Julias Vorliebe viel HipHop - die ich gerne vorab gefunden hätte. Julias Leben steht stellvertretend für viele Jugendliche im Jahr 2001. Mangelnde Freizeitmöglichkeiten, zerrüttete Familienverhältnisse, fehlende Perspektiven werden hier gelungen dargestellt und trotzdem hat mir der Schreibstil der Autorin auch immer wieder ein Lachen ins Gesicht gezaubert, von daher kann ich das Buch nur empfehlen.

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