Ende in Sicht

Roman

Ronja von Rönne

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Beschreibung

»Von all den guten Gründen zu sterben, und von all den viel besseren, am Leben zu bleiben.«

Hella, 69, will sterben. In der Schweiz, in einem Krankenhaus. Also macht sie sich auf den Weg. Diese letzte Fahrt wird ihr alter Passat schon noch schaffen. Doch kaum auf der Autobahn, fällt etwas Schweres auf die Motorhaube ihres Wagens. Juli, 15, wollte sich von der Autobahnbrücke in den Tod stürzen. Jetzt ist sie nur leicht verletzt - und steigt zu Hella ins Auto. Zwei Frauen mit dem Wunsch zu sterben - doch wollen sie zusammen noch, was ihnen einzeln als letzte Möglichkeit erschien? Tieftraurig, elegant und lakonisch erzählt Ronja von Rönne von zwei Frauen, denen der Tod als letzter Ausweg erscheint: ein unvorhersehbares, dramatisches, unangemessen komisches Lesevergnügen.
»Wenn Ronja von Rönne mal wieder sterben will, ruft sie entweder mich an - oder schreibt ein großartiges Buch. Jetzt habe ich schon länger nichts von ihr gehört.« Benjamin von Stuckrad-Barre
»Das wollte ich doch sagen, Benjamin!« Martin Suter

Produktdetails

Verkaufsrang 1646
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 12.01.2022
Verlag dtv
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Dateigröße 1215 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783423439442

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4.2

49 Bewertungen

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Ende in Sicht

Bewertung am 25.01.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Ich bin durch eine andere Rezension und Empfehlung auf dieses Buch aufmerksam geworden, dessen hellblaues Titelbild mit den großen Buchstaben eine unaufdringliche Auffälligkeit hat. Die Schnecke erkennt man auf den ersten Blick, dass das Haus eine Discokugel ist, sieht man erst bei genauerem Hinschauen. Der Schreibstil von Ronja von Rönne gefällt mir gut, "Ende in Sicht" ist mein erstes Buch der Autorin und es lässt sich leicht und flüssig lesen. Die beiden Protagonistinnen Hella und Juli erscheinen aufgrund des Altersunterschieds sehr unterschiedlich: Eine alt, eine jung, aber sie sind beide einsam, depressiv und versuchen, an irgendetwas Halt zu finden (eine am Schneckenhaus, die andere am früheren und nun verblassten Erfolg). Wirklich traurig, dass Hella so enden will, wie es gerade ist, dafür nimmt sie sogar den Weg in die Schweiz in Kauf. Sie kann einem nur leid tun, mit knapp 70 ist das Leben doch noch nicht vorbei! Juli mit ihren 15 Jahren hat gerade erst angefangen zu leben - warum nun selbst ein Ende wählen? Natürlich nimmt es sie mit, dass die Mutter die Familie früh verlassen hat, aber warum kann sie darüber nicht mit ihrem Vater reden, wenn sie keine Freundinnen hat (was für eine Teenagerin an sich problematisch sein könnte)? Juli trickst sich selbst aus, auch das finde ich einfach schade. Man kann sagen, zum Glück ist Juli Hella aufs Auto gefallen, beide müssen sich mit der anderen auseinandersetzen, damit auch mit sich selbst. Zunächst lügt jede munter vor sich hin, sich selbst und die andere an, man glaubt sich und der anderen oder gibt das vor zu tun. Doch ein paar gemeinsame Erlebnisse, die nun wirklich nicht spektakulär, aber doch aussergewöhnlich sind, bringen beide Fassaden zum Bröckeln. Zum Ende kann ich nur sagen: War doch gar nicht so schwer! Von mir bekommt "Ende in Sicht", dessen Songtext ein paarmal gelesen werden sollte, um die Details zu erkennen, 4 Sterne. --- Was mich gestört hat, sind die folgenden Fehler im Text, hier als Anmerkung für den Verlag notiert. Das finde ich beim Lesen als störend und anstrengend, das Buch wurde doch sicherlich mehr als einmal korrekturgelesen? - Im Kapitel "Flucht nach vorne" wird aus der Bratwurst plötzlich eine Bockwurst... "Ein Mann rempelte sie an, entschuldigte sich und balancierte seine Bratwurst weiter in Richtung eines Lastwagens." ...ein paar Sätze weiter: "Ein wenig überrumpelt drehte der Fahrer den Kopf zu ihr, die Bockwurst schwebte unschlüssig vor seinem Mund, ohne dass er davon abbiss." - Im Kapitel "Fehlalarm" wechselt plötzlich die Uniform die Farbe... "Sie wollte gerade fortfahren, als sie einen fröhlich winkenden Mann sah, in grüner Uniform und gelber Warnweste, der vor dem Passat stand und einen Papppfeil in der Hand hielt. »Stopp«, sagte er und wedelte mit seinem Pfeil nach links, »macht eins fünfzig für Premium.« Dann hob der Platzanweiser in blauer Uniform entschuldigend die Schultern."

Ende in Sicht

Bewertung am 25.01.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Ich bin durch eine andere Rezension und Empfehlung auf dieses Buch aufmerksam geworden, dessen hellblaues Titelbild mit den großen Buchstaben eine unaufdringliche Auffälligkeit hat. Die Schnecke erkennt man auf den ersten Blick, dass das Haus eine Discokugel ist, sieht man erst bei genauerem Hinschauen. Der Schreibstil von Ronja von Rönne gefällt mir gut, "Ende in Sicht" ist mein erstes Buch der Autorin und es lässt sich leicht und flüssig lesen. Die beiden Protagonistinnen Hella und Juli erscheinen aufgrund des Altersunterschieds sehr unterschiedlich: Eine alt, eine jung, aber sie sind beide einsam, depressiv und versuchen, an irgendetwas Halt zu finden (eine am Schneckenhaus, die andere am früheren und nun verblassten Erfolg). Wirklich traurig, dass Hella so enden will, wie es gerade ist, dafür nimmt sie sogar den Weg in die Schweiz in Kauf. Sie kann einem nur leid tun, mit knapp 70 ist das Leben doch noch nicht vorbei! Juli mit ihren 15 Jahren hat gerade erst angefangen zu leben - warum nun selbst ein Ende wählen? Natürlich nimmt es sie mit, dass die Mutter die Familie früh verlassen hat, aber warum kann sie darüber nicht mit ihrem Vater reden, wenn sie keine Freundinnen hat (was für eine Teenagerin an sich problematisch sein könnte)? Juli trickst sich selbst aus, auch das finde ich einfach schade. Man kann sagen, zum Glück ist Juli Hella aufs Auto gefallen, beide müssen sich mit der anderen auseinandersetzen, damit auch mit sich selbst. Zunächst lügt jede munter vor sich hin, sich selbst und die andere an, man glaubt sich und der anderen oder gibt das vor zu tun. Doch ein paar gemeinsame Erlebnisse, die nun wirklich nicht spektakulär, aber doch aussergewöhnlich sind, bringen beide Fassaden zum Bröckeln. Zum Ende kann ich nur sagen: War doch gar nicht so schwer! Von mir bekommt "Ende in Sicht", dessen Songtext ein paarmal gelesen werden sollte, um die Details zu erkennen, 4 Sterne. --- Was mich gestört hat, sind die folgenden Fehler im Text, hier als Anmerkung für den Verlag notiert. Das finde ich beim Lesen als störend und anstrengend, das Buch wurde doch sicherlich mehr als einmal korrekturgelesen? - Im Kapitel "Flucht nach vorne" wird aus der Bratwurst plötzlich eine Bockwurst... "Ein Mann rempelte sie an, entschuldigte sich und balancierte seine Bratwurst weiter in Richtung eines Lastwagens." ...ein paar Sätze weiter: "Ein wenig überrumpelt drehte der Fahrer den Kopf zu ihr, die Bockwurst schwebte unschlüssig vor seinem Mund, ohne dass er davon abbiss." - Im Kapitel "Fehlalarm" wechselt plötzlich die Uniform die Farbe... "Sie wollte gerade fortfahren, als sie einen fröhlich winkenden Mann sah, in grüner Uniform und gelber Warnweste, der vor dem Passat stand und einen Papppfeil in der Hand hielt. »Stopp«, sagte er und wedelte mit seinem Pfeil nach links, »macht eins fünfzig für Premium.« Dann hob der Platzanweiser in blauer Uniform entschuldigend die Schultern."

Ende klingt so endgültig…

Bewertung aus Krefeld am 24.01.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Juli, fast sechzehn, ist ihr Leben leid und steht an einer Autobahnbrücke, um ebendieses zu beenden. Die neunundsechzigjährige Hella fährt dort gerade drunter, auf dem Weg in die Schweiz, um auf einem humanen Wege zu sterben. Juli fällt ihr im wahrsten Sinne des Wortes vor das Auto, sodass Hella keine andere Wahl bleibt, als das Mädchen mitzunehmen. Diese ungleichen Frauen gehen zusammen auf die Reise, aber das heißt noch lange nicht, dass sich daraus eine Freundschaft ergibt. Jede ist nämlich gleichzeitig mit ihren eigenen Dämonen beschäftigt. Ich sitze hier und weine. So ein wunderbares, wunderbares Buch, das viel zu früh zu Ende ist. Darf ein Buch, das von suizidalen Gedanken und Depressionen handelt, komisch sein? Ja, unbedingt! Ronja von Rönne erzählt hier eine gleichermaßen traurige wie lustige Geschichte und das gelingt ihr unglaublich gut, obwohl der Grat hier sehr schmal ist. Zu schnell könnte man ins lächerliche oder geschmacklose abrutschen, aber das ist hier nicht einmal passiert. Die beiden Figuren sind so schön ausgearbeitet und beide habe ich ins Herz geschlossen; sei es die verantwortungslose Hella, die plötzlich lernt, was es heißt, eine schutzbedürftige Person an der Seite zu haben; sei es die pubertäre Juli, die ihren Platz in der Welt noch sucht und einfach nicht findet. Was die zwei auf ihrem Abenteuer erleben, ist eines meiner persönlichen Highlights dieses Jahr. Natürlich gibt es dafür fünf Sterne mit Sternchen und eine Leseempfehlung. Natürlich! Triggerwarnung: Einsamkeit, Mobbing, Depression, Suizidgedanken

Ende klingt so endgültig…

Bewertung aus Krefeld am 24.01.2022
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Juli, fast sechzehn, ist ihr Leben leid und steht an einer Autobahnbrücke, um ebendieses zu beenden. Die neunundsechzigjährige Hella fährt dort gerade drunter, auf dem Weg in die Schweiz, um auf einem humanen Wege zu sterben. Juli fällt ihr im wahrsten Sinne des Wortes vor das Auto, sodass Hella keine andere Wahl bleibt, als das Mädchen mitzunehmen. Diese ungleichen Frauen gehen zusammen auf die Reise, aber das heißt noch lange nicht, dass sich daraus eine Freundschaft ergibt. Jede ist nämlich gleichzeitig mit ihren eigenen Dämonen beschäftigt. Ich sitze hier und weine. So ein wunderbares, wunderbares Buch, das viel zu früh zu Ende ist. Darf ein Buch, das von suizidalen Gedanken und Depressionen handelt, komisch sein? Ja, unbedingt! Ronja von Rönne erzählt hier eine gleichermaßen traurige wie lustige Geschichte und das gelingt ihr unglaublich gut, obwohl der Grat hier sehr schmal ist. Zu schnell könnte man ins lächerliche oder geschmacklose abrutschen, aber das ist hier nicht einmal passiert. Die beiden Figuren sind so schön ausgearbeitet und beide habe ich ins Herz geschlossen; sei es die verantwortungslose Hella, die plötzlich lernt, was es heißt, eine schutzbedürftige Person an der Seite zu haben; sei es die pubertäre Juli, die ihren Platz in der Welt noch sucht und einfach nicht findet. Was die zwei auf ihrem Abenteuer erleben, ist eines meiner persönlichen Highlights dieses Jahr. Natürlich gibt es dafür fünf Sterne mit Sternchen und eine Leseempfehlung. Natürlich! Triggerwarnung: Einsamkeit, Mobbing, Depression, Suizidgedanken

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Das Leben ist nicht immer einfach - besonders für Hella und Juli scheint es schwer zu sein Zwei Frauen die in unterschiedlichen Phasen des Lebens stecken & ein gemeinsames Ziel verfolgen.Eine humorvolle Roadtripstory über Depressionen. Es hätte noch mehr in die Tiefe gehen können
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