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Maschinenbewusstsein Die neue Stufe der KI – wie weit wollen wir gehen?

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.09.2021

Verlag

Campus

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/2,5 cm

Gewicht

429 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51470-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.09.2021

Verlag

Campus

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/2,5 cm

Gewicht

429 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51470-3

Herstelleradresse

Campus Verlag GmbH
Werderstraße 10
69469 Weinheim
DE

Email: vertrieb@campus.de

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Maschinenbewusstsein und vor allem seine Grenzen

Bewertung aus Düren am 27.10.2021

Bewertungsnummer: 1595202

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein aufschlussreiches Buch, das vor allem zunächst Klarheit darüber verschafft, was Maschinen/Computer/Programme eben nicht können. „Bewusstsein“ im Sinne von menschlichem Bewusstsein erwartet Otte von Maschinen nicht und begründet einleuchtend und detailliert, warum. Eine solche Beziehung zur Welt, oder - nach Heidegger - ein solches „in der Welt sein“ ist einer Maschine nie gegeben. Das „Maschinenbewusstsein“, zu dem Maschinen (und eben nicht allein stehende Computer) kommen können, versteht Otte dagegen als ihre Fähigkeit, mit ihrer Umwelt zu interagieren. Diese beruht auf einer „echten“ - also „bewussten“ - Wahrnehmung der Umwelt und nicht über den Umweg über ein Modell, also eine Wahrnehmung, die eine direkte physikalische Beziehung zwischen Subjekt und Objekt darstellt und die Fähigkeit zur Folge hat, unbekannte Umgebungen im Sinne der gestellten Aufgaben zu interpretieren, woran beispielsweise „autonom“ fahrende Fahrzeuge bisher scheitern. So sehr solche Maschinen die Welt auch verändern können, zu einem „Willen“ kommen sie nicht. Manche Visionen der Science-Fiction-Literatur hält der Verfasser allerdings tatsächlich für im Bereich des Möglichen, v.a. die Verknüpfung von biologischem Material mit technischem Gerät. Er warnt davor, da wir nicht genügend wissen, was in lebenden Zellen vorgeht, und vor allem warnt er vor einem „Transhumanismus“, also einer direkten Verbindung von Mensch und Maschine. Er hält offenbar das Weiterleben eines menschlichen Gehirns in einer Art Maschine für im Bereich des Möglichen. Mehr als die Erfahrung eines totalen Locked-in-Syndroms erwartet er aber nicht als Ergebnis. Um verständlich zu bleiben hält sich der Verfasser mit detaillierteren technischen Darstellungen der nächsten technologischen Schritte und der konkreten technischen Verfahren, die bereits existieren, zurück, was etwas schade ist, wenn man mit Hilfe des Buches die Größe der Chancen und Gefahren gerne einschätzen würde. Zu ergänzen ist vielleicht die Frage, inwieweit die Beziehung des Menschen zu Computern und Smartphones „Transhumanismus“ zu nennen, mittlerweile schon mehr als eine Metapher ist.

Maschinenbewusstsein und vor allem seine Grenzen

Bewertung aus Düren am 27.10.2021
Bewertungsnummer: 1595202
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein aufschlussreiches Buch, das vor allem zunächst Klarheit darüber verschafft, was Maschinen/Computer/Programme eben nicht können. „Bewusstsein“ im Sinne von menschlichem Bewusstsein erwartet Otte von Maschinen nicht und begründet einleuchtend und detailliert, warum. Eine solche Beziehung zur Welt, oder - nach Heidegger - ein solches „in der Welt sein“ ist einer Maschine nie gegeben. Das „Maschinenbewusstsein“, zu dem Maschinen (und eben nicht allein stehende Computer) kommen können, versteht Otte dagegen als ihre Fähigkeit, mit ihrer Umwelt zu interagieren. Diese beruht auf einer „echten“ - also „bewussten“ - Wahrnehmung der Umwelt und nicht über den Umweg über ein Modell, also eine Wahrnehmung, die eine direkte physikalische Beziehung zwischen Subjekt und Objekt darstellt und die Fähigkeit zur Folge hat, unbekannte Umgebungen im Sinne der gestellten Aufgaben zu interpretieren, woran beispielsweise „autonom“ fahrende Fahrzeuge bisher scheitern. So sehr solche Maschinen die Welt auch verändern können, zu einem „Willen“ kommen sie nicht. Manche Visionen der Science-Fiction-Literatur hält der Verfasser allerdings tatsächlich für im Bereich des Möglichen, v.a. die Verknüpfung von biologischem Material mit technischem Gerät. Er warnt davor, da wir nicht genügend wissen, was in lebenden Zellen vorgeht, und vor allem warnt er vor einem „Transhumanismus“, also einer direkten Verbindung von Mensch und Maschine. Er hält offenbar das Weiterleben eines menschlichen Gehirns in einer Art Maschine für im Bereich des Möglichen. Mehr als die Erfahrung eines totalen Locked-in-Syndroms erwartet er aber nicht als Ergebnis. Um verständlich zu bleiben hält sich der Verfasser mit detaillierteren technischen Darstellungen der nächsten technologischen Schritte und der konkreten technischen Verfahren, die bereits existieren, zurück, was etwas schade ist, wenn man mit Hilfe des Buches die Größe der Chancen und Gefahren gerne einschätzen würde. Zu ergänzen ist vielleicht die Frage, inwieweit die Beziehung des Menschen zu Computern und Smartphones „Transhumanismus“ zu nennen, mittlerweile schon mehr als eine Metapher ist.

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Maschinenbewusstsein

von Ralf Otte

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