Ein mysteriöser Mord im olympischen Dorf – Bestsellerautor Volker Kutscher lässt Gereon Rath erneut ermitteln
Berlin, Sommer 1936. Inmitten der Olympiabegeisterung muss Gereon Rath verdeckt einen Todesfall im olympischen Dorf aufklären. Die Machthaber befürchten, dass Kommunisten die Spiele sabotieren. Rath hat seine Zweifel und ermittelt eher lustlos, zumal er private Probleme hat: Er ist Gastgeber amerikanischer Olympiatouristen, und seine Ehefrau Charly hat die gemeinsame Wohnung unter Protest verlassen. Dann findet er im olympischen Dorf einen Mitarbeiter mit kommunistischer Vergangenheit, der auch am Tatort war. Während der Verdächtige brutalen Verhören der SS ausgesetzt ist, geschieht ein zweiter Mord. Rath ermittelt fieberhaft, um weitere Todesfälle zu verhindern, und ahnt nicht, dass sein eigenes Todesurteil längst gefällt ist.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
24 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Sterne
Es war schon ein paar Tage…
Isabel (engi) aus Bietigheim-Bissingen am 02.01.2025
Bewertungsnummer: 3012722
Bewertet: Hörbuch (Audio)
Es war schon ein paar Tage her, dass ich den Vorgängerband zu „Olympia“ von Volker Kutscher genießen durfte, doch schnell war ich wieder mittendrin im Geschehen und ließ mich zurückversetzen in den Sommer 1936, als Deutschland die Olympischen Spiele ausrichten durfte. Da wollte natürlich nicht nur der Führer gut dastehen und so leckte man Berlin sauber, entfernte alle judenfeindlichen Sprüche, Schilder und dergleichen und stellte sich als Vorzeigenation schlechthin dar. Doch Gereon und besonders seine Ehefrau Charly lassen sich so leicht nicht täuschen. Als man schließlich versucht Gereon für diesen Betrug zu materialisieren und ihm ausländische Gäste in die Wohnung setzt, hält sie es nicht länger aus und zieht vorübergehend zu ihrer Freundin. Während Gereon versucht einen Mord aufzuklären, setzt sie ihre Energie daran, Juden zur Flucht zu verhelfen. Noch ahnen die Beiden nicht, dass sie sich mit ihren Aktivitäten in höchste Gefahr bringen … Wie schon die Vorgängerbände, wird auch dieser achte Teil vortrefflich von dem talentierten Sprecher Daniel Nathan vorgetragen und zog mich sofort in den Bann. Wieder baut der Autor eine besondere Stimmung auf, die einen beim Hören glauben macht, man sei live dabei. Die Beklemmung, die durch die nationalsozialistische Regierung geschaffen wird, ist deutlich spürbar und man schaudert unweigerlich bei dem Gedanken daran. Kutscher hält den Spannungsbogen hoch und macht Lust auf den nächsten Band, denn „Olympia“ endet mit einem fiesen Cliffhanger. Von mir gibt es begeisterte fünf Sterne und ich freue mich, dass „Transatlantik“ bereits auf meinem SuB schlummert.
Spannend bis zur letzten Sekunde!
Emma Zecka am 05.01.2022
Bewertungsnummer: 1633960
Bewertet: Hörbuch (Audio)
Der Inhalt ist sehr düster, was daran liegt, dass sich die politische Lage in Berlin zuspitzt und mehrere Lebensbereiche von Familie Rath bestimmt.
Im Mittelpunkt stehen vor allem die Olympischen Spiele: Rath muss bei Ermittlungen im Olympischen Dorf helfen. Fritze, ehemaliger Pflegesohn von Familie Rath, mischt im Rahmen des Jugendehrendienstes im Olympischen Dorf mit und beweist hier einiges an Stärke, was mich unglaublich beeindruckt hat.
Was mich am Inhalt beeindruckte war, dass der Mordfall an sich nicht den Kern des Romans ausmachte aber die Handlung bis zur letzten Sekunde spannend blieb. Wir merken, wie unseren Figuren langsam aber sicher Grenzen gesetzt werden und wie sie lernen müssen, mit diesen Grenzen umzugehen, was ihnen nicht immer gelingt.
Was mich inhaltlich etwas störte, war die Gewalt, die uns nicht erspart blieb. Natürlich spielt Gewalt in Diktaturen eine große Rolle. Ich hatte aber gehofft, dass Volker Kutscher bei Andeutungen bleibt und keine Szenen beschreibt, in denen gefoltert oder gemordet wird. Die Beschreibung von Folter oder Ermordung ist für mich eher eine Wiederholung der Wiederholung, die es aus meiner Sicht nicht braucht, weil es schon genug Bücher gibt, die diese Aspekte des Nationalsozialismus herausarbeiten.
Kutscher konzentriert sich auf die Figurent, die wir bereits in den vorherigen Bänden kennengelernt haben. Auch außerhalb der Polizei haben wir unseren festen Stamm an Haupt- und Nebencharakteren, die in Olympia zum Teil eine spannende Entwicklung hingelegt haben, die mich ziemlich bewegte. Durch die Figurenentwicklung hat dieser Krimi einen Mehrwert gegenüber anderen Romanen, die sich mit dem Thema Nationalsozialismus beschäftigen.
Die Hörbuchgestaltung hat mir gezeigt, dass die Printvorlage im Vergleich zu den anderen Bänden länger sein musste, oder bei den Kürzungen sensibler vorgegangen wurde. Im Gegensatz zu den anderen Bänden wurde der Inhalt von Olympia auf zwei CDs untergebracht.
Der Titel wurde wieder von HörbuchHamburg produziert und von David Nathan gelesen. Nathan schafft es, die immer bedrohlicher werdende Stimmung nicht nur in Worte zu fassen, sondern auch durch seine Betonung des Textes Ausdruck zu verleihen.
Durch seine Lesegeschwindigkeit hat er für eine Dynamik gesorgt, die mich das Hörbuch kaum pausieren ließ. Ein bisschen traurig bin ich schon, dass Olympia der letzte Band war, den David Nathan im Rahmen dieser Reihe interpretiert hat. Er ist wirklich eine tolle Besetzung für diese Reihe.
Volker Kutschers Schreibstil hat mich wieder gepackt. Das lag nicht nur an seiner Figurenentwicklung, sondern vor allem daran, dass er es schafft Spannung zu erzeugen und Emotionen bei mir hervorgerufen. Wie im Intro bereits angekündigt habe ich an einigen Stellen mit den Figuren gelitten und wurde am Ende mit einer großen Warum-Frage zurückgelassen. Ein Autor braucht schon ziemlich starke Nerven um die eigenen Figuren eine so abenteuerlich, gefährliche und manchmal auch tödliche Reise durchleben zu lassen.
Was mir besonders gut gefallen hat war, dass Kutscher Figuren wie Charly Rath oder auch Fritze dazu nutzt, den Nationalsozialismus kritisch zu hinterfragen und auch herauszuarbeiten, wie gefährlich es sein kann, nicht mit der Herde mitzugehen.
Trotz der düsteren Atmosphäre hat sich Kutscher die ein oder andere Situationskomik in diesem Roman nicht nehmen lassen, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.