Produktbild: Mama

Mama Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

35619

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.08.2021

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,8/13/2,2 cm

Gewicht

303 g

Farbe

Grau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01280-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

35619

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.08.2021

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,8/13/2,2 cm

Gewicht

303 g

Farbe

Grau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01280-5

Herstelleradresse

Kremayr und Scheriau
Rotenturmstraße 27/5
1010 Wien
AT

Email: office@kremayr-scheriau.at

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  • Majo C.

    aus Wien

    5/5

    26.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch um sich darin zu verlieren

    Linds Schreibstil ist zum Einatmen, zum Aufsaugen, zum sich in den Zeitschleifen verlieren. Die Autorin lässt uns permanent mitfiebern, uns fragen wie es denn wohl weitergeht. Wird Amira das Kind bekommen, das sie sich wünscht? Wird sie eine gute Mutter sein? Wird sie langsam verrückt oder ist etwas an den Märchen von Josefs Vater dran? Warum sieht ihm dieser Wanderer so ähnlich? Unmöglich aus der Hand zu legen. Man muss einfach wissen, was es damit auf sich hat, ob man der Protagonistin und ihrer Sicht auf die Dinge überhaupt vertrauen darf, ob es sich hier um einen Fall von postpartaler Depression oder Schizophrenie handelt oder doch etwas Übernatürliches im Spiel ist. Lind spielt mit vielen großen Gefühlen; Kindeswunsch und -verlust, (Fantasien über) Gewalt an Kindern, Entfremdung vom eigenen Umfeld, Realitätsverlust, Verantwortung. Das alles ohne ins Kitschige oder Groteske abzurutschen. Ihr Schreibstil holt mich in all ihren Werken komplett ab. Nach einem ihrer Bücher ist es schwer eines von jemand anderem in die Hand zu nehmen.

  • Lines Books

    aus Nentershausen

    5/5

    08.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beklemmend und verstörend

    Auf dieses Buch war ich unglaublich gespannt. Der Titel und auch der Klappentext klangen einfach zu gut und ich war gespannt was mich hier erwarten würde. Der Einstieg ins Buch dauerte etwas. Ich musste mich erst einmal an alles gewöhnen. Nach ca. 60 Seiten war ich vollends in der Story versunken. Die Geschichte an sich beginnt eher ruhig. Erst nach und nach steigerte sich die Spannung. Zunehmend wurde es gruseliger und diese Atmosphäre gefiel mir unglaublich gut! Das Ganze wurde zunehmend beklemmender und beängstigender. Ein Buch welches mir Gänsehaut bescherte. Hier ist nichts so wie es scheint. Zum Inhalt kann ich leider nichts weiter sagen da die Spoiler Gefahr zu groß ist. Aber so viel kann ich schonmal sagen: Zu sehen wie der Kinderwunsch das Leben von Amira beeinflusst war beängstigend. Sie scheint jeglichen Bezug zur Realität verloren zu haben und das machte mir wirklich Angst. Das Ganze hat die Autorin eindringlich wiedergegeben. Auch der Schreibstil der Autorin ist einfach nur grandios. Sie schreibt fesselnd, einnehmend und bildhaft. Klare Leseempfehlung. Fazit: Mit „Mama" gelingt Jessica Lind ein faszinierender Roman der mir mehr als einmal Gänsehaut bescherte.

  • Bewertung

    aus Peine

    5/5

    07.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abgründig und verstörend

    Schon immer war Mutterschaft in unserer Gesellschaft mit hohen Erwartungen verknüpft. Von Müttern wird nicht nur erwartet, dass sie es als Erfüllung empfinden, ein Kind zu bekommen, es wird im Grunde vorausgesetzt, dass Frauen ohne jedes Zögern bereit sind, dafür für eine Zeit ihr eigenes Leben in den Hintergrund zu stellen. Beruf, Hobbies, Zeit für Freunde. Und nicht nur das, sondern auch Befriedigung von Grundbedürfnissen, wie Schlaf, Ruhe, Intimität, Sex. All das bitte vor Glück strahlend, denn man hat ja ein Kind. Oft geht diese Rechnung sogar auf, aber eben nicht immer. Mütter, die Schwierigkeiten haben, diese Erwartungen zu erfüllen, fühlen sich ins Abseits gedrängt, sprechen nicht über ihre Schwierigkeiten und Befürchtungen, aus Angst man könne glauben sie seien einfach egoistisch, als Mütter eher ungeeignet. Ich habe selbst vier Kinder und kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich das Gefühl hatte, zu versagen und im Grunde alles falsch zu machen. Viele Bereiche von Mutterschaft sind ein Tabuthema und darum bin ich dankbar für Bücher wie "Mama", in denen auch das abgründige und beängstigende dieser Veränderung im Leben behandelt werden. Amira wünscht sich ein Kind, ist sich sicher, dass sie es anders machen wird als andere Eltern. Doch dann beginnen schon vor der Schwangerschaft seltsame Bilder sie zu verfolgen. In der Waldhütte, in der ihr Mann aufgewachsen ist, und in der sie Urlaub machen, wird sie von einem Wanderer beobachtet. Eine Hündin taucht immer wieder auf und ängstigt Amira. Und dann ist da auf einmal ihr Kind, Luise, drei Jahre alt. Als habe Amira einen Zeitverlust erlitten. Sie kämpft um Luise, droht immer wieder sie zu verlieren, wenn Luise im Wald verstecken spielt, giftige Blätter isst, der Hündin begegnet. Und Amira scheint den Wald mit Luise nicht mehr verlassen zu können. Realität und Wahnvorstellungen vermischen sich, Zeit und Raum verlieren an Bedeutung. Josef, der Vater, der erst seine Zweifel hatte, sich dann aber sehr auf das Kind gefreut hat, wird ihr fast fremd, erscheint sogar als Feind. Von Anfang an ist der Wald gleichzeitig Bedrohung und Schutz. Zwar bleibt "Mama" auf einer metaphorischen Ebene, die Gefühle von Verzweiflung, Einsamkeit und Bedrohung, die Mutterschaft mit sich bringen kann, wenn auch nicht muss, werden deutlich. Ein Kapitel trägt den Titel " Du bist Schuld, wenn ihr etwas passiert". Ein Satz, der mich bei meinem ersten Kind verfolgt hat und starke Ängste ausgelöst hat. Für mich hat sich alles zum Guten gewandt, aber ich wünschte über diese Themen: Ängste, Überforderung, postnatale Depression, würde offener gesprochen und es gäbe mehr Hilfsangebote. Rosarote Schwangerschaftsratgeber, die Hyperemesis, und den "Baby Blues" belächeln, helfen jedenfalls ebensowenig weiter, wie die zahlreichen vermeintlichen Hochglanzfamilien, die man auf Social Media verfolgen kann. Darum finde ich es äußerst gelungen, wie sich dieser Roman dem Thema nähert. Sprachlich und inhaltlich packend, zieht er Lesende in einen bedrückenden Alptraum von Mutterschaft. Hat mich bisher eine schlaflose Nacht gekostet. Große Empfehlung. Ein wenig hat er mich an Charlotte Perkins Gilmans "The Yellow Wallpaper" und Ian Reids " The Ending" erinnert, die mich auf ähnliche Art verstört haben.

  • J. Kaiser

    5/5

    17.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gedanken zum Mutter werden

    Klapptext: Amira wünscht sich ein Kind. Als sie schwanger wird, gesellen sich Ängste und Sorgen zu ihrer Vorfreude. Wie wird sie die Mutterschaft verändern? Ein Ausflug zur abgelegenen Waldhütte ihres Partners Josef bringt nicht die ersehnte Entspannung: Fazit: Das Cover kommt sehr schlicht daher. Doch weckt es die Neugierte. Im Buch dreht sich alles um das Mutter sein. Dass Mutter sein wird, hier ohne Wenn und Aber dargestellt. Amira wünscht sich so sehr ein Kind. Doch mit dieser kommen die Ängste, Unsicherheiten und auch Alpträume. Als sie erneut die Waldhütte aufsuchen, scheint etwas merkwürdig zu sein. Amira und ihr ungeborenes Kind scheinen mit dem Ort tief verbunden zu sein. Bald kann sie Traum und Realität nicht mehr unterscheiden. Man liest eine Mischung aus Familiendrama und Horror. Der Leser wird auf eine fesselnde Reise mitgenommen. Es ist manchmal schwer das Buch wegzulegen. Empfehlenswert.

  • Bewertung

    5/5

    18.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Abenteuer, ein Familiendrama, ein geschriebener Horrorfilm!

    Jessica Lind hat mit Mama ein Buch in österreichischer Tradition geschrieben: Idylle gepaart mit dunklen Wäldern, die Idee einer traditionellen Kleinfamilie mit einem gewaltigen Riss versehen. Es ist eine österreichische Geschichte, die beginnt, wie alle guten Geschichten beginnen: Amira und Josef wollen ein Kind, genauer gesagt, Amira will ein Baby, Josef verneint nicht. Seine Angst, dass er wie sein Vater wird, lähmt ihn. Sie beschließen, einmal noch ohne Kind dort hinzufahren, wo Josef seinen Vater das letzte Mal gesehen hat: Ein Haus mitten im Wald, ohne Handyempfang, ein natürlicher Irrgarten zwischen hohen Bäumen. Amira hasst diese Umgebung, begegnet sie doch immer wieder einem Wanderer, der ihr nicht geheuer ist und eine gewaltbereite, rachsüchtige Hündin. Als Amira endlich schwanger ist und schließlich auch ein Mädchen namens Luise bekommt, nähern sie sich erneut dem gruseligen Zuhause, das eigentlich keines ist. Die Angst der Familie um das Mädchen frisst sie innerlich auf, und Amira verliert sich in Traum und Wahn. Man weiß nicht, ob das, was Amira erlebt, noch passieren wird, in der Vergangenheit liegt oder ein Hirngespinst ist. Die Protagonist*innen im Buch erscheinen zunächst klischeehaft, erweisen sich aber im Laufe des Buches alles andere das: Amira wird zur Kämpferin, Josef wird weich und nahbar. Zunächst als undurchdringliche Wand der Konvention zeigt das Buch schnell seine dunkle, bedrohliche Seite. Lind bestimmt die Nähe und Distanz zu den Dingen und Pflanzen, einen vermeintlichen Neuanfang, Todesangst genauso wie Verzweiflung. Der Wald und der Hund als Begleitthema erinnert an Marlen Haushofers “Wand”. Ein Blick genügt, man erkennt die starke namenlose Frauenfigur unter der Glasglocke, die von Luise verlassen wird. Die Zusammenarbeit mit Jessica Hausner lässt sich nicht leugnen, man erkennt in dem Buch Hausners Film “Hotel” und kann auch diesbezüglich Parallelen erkennen. Optisch und haptisch präsentieren sich die Bücher in bester kremayrscher Manier, Ekke Wolf hat ein großartiges Design vorgelegt, das einen immer gerne zu Büchern von Kremayr & Scheriau greifen lässt. Sprachlich überzeugt das Buch auf allen Ebenen. Gelungene Dialoge, die den Text als Grundlage für ein Drehbuch erkennen lassen und bedrohliche Bilder entstehen lässt. Es ist definitiv ein Buch, das als Film funktionieren würde. Das Buch lässt böse Vorahnungen zu, kippt zwischen den Szenen so schnell, dass man sich als Leser*in verfolgt und verängstigt fühlt. Schnell lesende Personen werden in Versuchung geführt, ebenjene Szenen nochmals aufgrund der fehlenden optischen Begrenzung zu lesen. Es wäre auch als optisches Stilmittel zur Verdichtung des Romanes zu verstehen. Jessica Lind legt jedenfalls mit ihrem Debüt ein Buch vor, dass als mit Horror und Panik nicht geizt.

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