Das Buch "Stell dir vor..." von Rob Hopkins hat schon vor zwei Jahren zu mir gefunden und stand unbeachtet in meinem Bücherschrank. Ich bin so froh, dass ich es doch noch aufgemacht habe und es keins geworden ist, welches ich nie gelesen habe. Das Buch begegnet dem Thema Träumen, Fantasie, Kreativität und deren auswirken unter verschiedenen Teilaspekten in den Kapiteln des Buches. Rob Hopkins hat für mich ein Werk geschaffen, welches bleibt. Und vor allem bleibt die Frage für mich: Wann habe ich meine eigene Kreativität und Fantasie verloren? Und noch viel wichtiger, was kann ich tun um mir wieder Sachen vorzustellen und so ans Ziel zu kommen.
Das Buch lädt ein sich daran zu erinnern, dass in uns allen Visionäre. Träumer, Forscher und Kreative stecken. Wir geben ihnen nur viel zu wenig Raum. Das Buch macht auch an vielen Stellen auf, wie eine mögliche Zukunft aussehen könnte, wenn wir diesen Teilen von uns mehr Raum geben würden. Ich mochte die Einladung und das von Rob Hopkins kreierte Bild einer möglichen Zukunft sehr gern.
Für mich eine der spannendsten Ideen war die Idee der Transition Town. Workshops in denen Erwachsene Menschen in einer leeren Lagerhalle ihre eigene Stadt kreieren. Sie fantasieren, entwickeln, spielen, diskutieren, probieren... Ich bin absolut begeistert davon. Ich bin auch großer Fan davon Dinge einfach auszuprobieren und modelhaft zu erforschen...
Ich finde die grafische Aufbereitung des Buches sehr ansprechend und mochte die Zitate auf den Kapiteldeckblättern wirklich sehr.
Was für ein Buch!!! Inspirierend, fantasievoll, ermutigend und unendlich wertvoll.
Bewertung aus Krölpa am 17.06.2022
Bewertungsnummer: 1731400
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Es ist schwer, das Buch „Stell dir vor…“ von Rob Hopkins in Worte zu fassen. Es ist schwer, das Buch überhaupt zu lesen! Kapitel für Kapitel versuchte ich erneut, mich auf den Text zu konzentrieren. Inspiriert von zum Teil wirklich simplen Ideen und Konzepten, trifteten meine Gedanken ständig ab um eigene Antworten auf die vielen „Was, wenn…“-Fragen zu finden.
Von klein auf dazu erzogen, das Kreativität zwar etwas wundervolles ist, aber Träumereinen doch lieber dem Realismus weichen sollten und „Fantasie“ nur ein Substantiv unter vielen ist, viel mir nun dieser Bücherschatz in die Hände. Rob Hopkins stellt für sämtliche Bereiche des alltäglichen Lebens die ganz einfache Frage: Was, wenn…? Sein Buch verurteilt nicht den Ist-Zustand. Sein Buch jammert nicht über die aktuelle Politik, das Bildungssystem oder ähnliches. Sein Buch gibt sich nicht ab mit negativen „Hätte…“-Gedanken in die Vergangenheit. Hopkins Buch richtet den Blick positiv in die Zukunft. Er stellt Projekte und Ideen weltweit vor, in denen Menschen selbstbestimmt und fantasievoll ihr Leben verbessert haben. Zahlreiche neue und andere Ideen sprudeln nur so aus dem Buch heraus, um alte Wege zu verlassen und die Zukunft aktiv zu gestalten.
Auch das Buch selbst ist etwas ganz besonderes. Witzig und originell stellt der Löwenzahn-Verlag sich und sein Umweltkonzept vor. Die Kombination aus wertvollem Inhalt, ansprechenden Grafiken und nachhaltiger Produktion schaffen eine rundum gelungene Einheit und ein Buch von bleibendem Wert.
Meinung aus der Buchhandlung
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Obwohl sich alles ständig verändert und in Bewegung ist, fällt es uns schwer Zukünftiges und Utopisches zu entwerfen. Zwar gibt es die Genres der Science-Fiction und der Dystopie, dennoch sind kollektive bzw. politische Utopien schwer umkämpft. Zumeist gehen die Entwürfe eines Kommenden, das möglich sein soll, mit Mahnungen, Appelle, Warnungen, zuweilen auch mit Drohungen und angewandter Gewalt einher. Der zukünftige Ort - soll er nicht dem Würfelwurf überlassen werden - ist immer der Schauplatz kollektiver Auseinandersetzungen. Ein gemeinsames Projekt liegt selbst fast immer in unerreichbarer Ferne.
Der Sozialwissenschaftler und Umweltaktivist Rob Hopkins möchte es angesichts des Klimawandels und der industriellen Ressourcenverschwendung weder bei den sozialpolitischen Auseinandersetzungen belassen noch in einen Alarmismus verfallen, dafür ist er viel zu sehr Pragmatiker.
Im Jahr 2005 entwickelte er für die Stadt Kinsale ein Konzept, um den Energieverbrauch und die Abhängigkeit von der industriellen Produktion zu verringern. Das Experiment gelang vor allem auch, weil die Stadtbevölkerung in die Planung und in Umsetzung miteingebunden war. Dem ersten "Transition Town" Kinsale folgten weitere Städte und ähnliche diesem Konzept angelehnte Projekte. Und genau darum geht es Rob Hopkins in dem Buch. Er berichtet und erzählt nicht nur von seinen Projekten, vielmehr stellt er "visionäre", "einfallsreiche", "fantastische" Projekte und Konzepte anderer Aktivistinnen und Aktivisten vor, die an einen ökologisch-nachhaltigen Lebensstil arbeiten.
Das Buch mag der Motivation dienen, aber in erster Linie ist es der pragmatische Aufruf die Einbildungskraft und die Fantasie zu benutzen, um kollektive Antworten auf kollektivgemachte Probleme zu finden.
Er schreibt: "Ich träume davon, dass die Fantasie, einmal beschworen, benannt, gefeiert und losgelassen, ansteckend wird. Ich träume davon, dass wir eine Zeit erleben, in der, wie es 1968 ein Plakat aus Paris forderte, 'die Schönheit auf der Straße liegt'."
Oder wie es wörtlich hieß: "Unter dem Pflaster liegt der Strand / Sous les pavés, la plage".
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