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Band 4600

Sortiermaschinen Die Neuerfindung der Grenze im 21. Jahrhundert

Aus der Reihe Beck Paperback
4

15,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2021

Abbildungen

mit 5 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

189

Maße (L/B/H)

20,5/12,3/1,8 cm

Gewicht

239 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-77570-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2021

Abbildungen

mit 5 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

189

Maße (L/B/H)

20,5/12,3/1,8 cm

Gewicht

239 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-77570-3

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    4/5

    30.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Hoch. Langsame Lektüre. Ausführlich....

    Hoch. Langsame Lektüre. Ausführlich. Stark wissend. Jedes Aspekt anschneidend. Tolle Eye-Catcher aus der Praxis, dann mit viel Theorie begleitet.

  • Juti

    aus HD

    2/5

    21.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Im Westen nichts Neues…

    Im Westen nichts Neues Eigentlich bin ich reingefallen auf ein Synonym. Sortiermaschinen ist nämlich nur ein anderes Wort für Grenze, also die Funktion einer Grenze. Während nämlich innerhalb eines gewissen Raumes wie Schengen die Grenzen abgebaut wurden, wird außerhalb wie bei Trump mit Mexico von neuen Mauern geträumt. Da man im Mittelmeer keine Mauern errichten kann, fängt die europäische Grenzkontrolle schon im Niger in der Oasenstadt Agadir an. Das war wir vom Buch „Türsteher Europas“ aber bereits bekannt. Das Beste an diesem Aufsatz ist die Abbildung 2 auf S.56. Dort werden Grenzen in die fünf Kategorien „Niemandsland“, „Grenzstein“, „Kontrolliert“, „Barriere“ und „fortifizierte Grenze“ eingeteilt. Während es das Niemandsland in Europa gar nicht gibt, sondern der Grenzstein und die kontrollierte Grenze überwiegt, kennt man in Afrika und Amerika den Grenzstein nicht. Auch hier überwiegt wie in Asien „kontrolliert“. In Asien gibt es aber eine relativ große Anzahl der letzten beiden Kategorien. Der Rest bot nur hin und wieder Neues, so dass ich nicht mehr als 2 Sterne rausrücken will. Das Büchlein war in der Shortlist irgendeines Preises. Ich verstehe, dass es zum Gewinn nicht gereicht hat.

  • Wedma

    4/5

    29.09.2021

    eBook (PDF)

    Ein sehr lesenswertes, aufschlussreiches Werk.

    Ein sehr gutes, informatives, aufschlussreiches Werk, das die Bedeutung von Grenzen heute unter die Lupe nimmt und viele Dinge offenbart, die einem Otto-Normalverbraucher nicht so deutlich vor Augen stehen. Über diese Dinge, diese Tendenzen sollte man doch lieber im Klaren sein. Klappentexte beschreibt die Eckpunkte sehr treffend: „Der kosmopolitische Traum von einer grenzenlosen Welt hat in den letzten Jahren tiefe Risse bekommen. Aber war er überhaupt jemals realistisch? Steffen Mau zeigt, dass Grenzen im Zeitalter der Globalisierung von Anbeginn nicht offener gestaltet, sondern zu machtvollen Sortiermaschinen umgebaut wurden. Während ein kleiner Kreis Privilegierter heute nahezu überallhin reisen darf, bleibt die große Mehrheit der Weltbevölkerung weiterhin systematisch außen vor. Während die Mobilität von Menschen über Grenzen hinweg in den letzten Jahrzehnten stetig zunahm und Grenzen immer offener schienen, fand gleichzeitig eine in Wissenschaft und Öffentlichkeit unterschätzte Gegenentwicklung statt. Vielerorts ist es zu einer neuen Fortifizierung gekommen, zum Bau neuer abschreckender Mauern und militarisierter Grenzübergänge. Grenzen wurden zudem immer selektiver und – unterstützt durch die Digitalisierung – zu Smart Borders aufgerüstet. Und die Grenzkontrolle hat sich räumlich massiv ausgedehnt, ja ist zu einer globalen Unternehmung geworden, die sich vom Territorium ablöst. Der Soziologe Steffen Mau analysiert, auf welche Weise und mit welchen Mitteln die neuen Sortiermaschinen Mobilität und Immobilität zugleich schaffen: Für erwünschte Reisende sollen sich Grenzen wie Kaufhaustüren öffnen, für andere sollen sie fester denn je verschlossen bleiben. Nirgends tritt das Janusgesicht der Globalisierung deutlicher zutage als an den Grenzen des 21. Jahrhunderts.“ Es gibt viele spannende und aufschlussreiche Momente, die nicht nur informieren, Hintergründe und Zusammenhänge offenbaren, sondern auch viel Stoff zum Nachdenken geben. An mehreren Stellen wurde der Leser auf die wachsende Ungleichheit aufmerksam gemacht. Es gibt wenige, mit genug „Kleingeld“ in der Tasche, die ihre Mobilität nach eigenem Gusto gestalten können, von der „globalen Mobilitätselite“ ist hier die Rede, von einer „Form der Kommerzialisierung von Mobilitätsproblemen- und Freizügigkeitsrechten“, was kaum von der Hand zu weisen ist. Und es gibt die Mehrheit, für die Grenzen, insb. in den Zeiten der Pandemie, aufwendigere Hürden darstellen. Die Menschen werden im zunehmenderen Maße zu gläsernen Grenzgängern, in Europa wie auch in anderen Teilen der Welt. Wohl gemerkt, unabhängig davon, ob die dort herrschende Gesellschaftsordnung offiziell als Demokratie oder Diktatur bezeichnet wird. „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“, kommt dabei u.a. in den Sinn. Die Bezahlung mit eigenen Daten, z.B. für schnellere und komfortablere Abwicklung an der Grenze, ist heute zur Normalität geworden. Die Grenze fängt heute auch viel früher an, und ist zunächst vom eigentlichen „Schlagbaum“ weit entfernt. Aufmerksam gemacht wurde man auf manche Dinge, die heute als normal erscheinen mögen, z.B. Fingerabdruck, der bei der Ausstellung des Ausweises seit einigen Jahren unerlässlich ist. Ursprünglich war er der Erfassung von Kriminellen vorbehalten. Viele interessante Daten/Fakten zum Thema Mobilität sind auch dabei, begleitet von klaren Worten zum Thema Risiko, seine Einschätzung und wofür dies heute gern benutzt wird. Viele wahre Dinge kommen dabei zur Sprache. Ich gehe hier nicht ins Detail. Besser, man liest selbst. Gut war auch, dass die Anglizismen von den entsprechenden deutschen Begriffen begleitet wurden. Ein Stern Abzug für das Messen mit zweierlei Maß. So manches wurde so politisch korrekt, so weichgespült und mit seidenen Handschuhen angefasst. Und es gibt das Gegenteil: Da wurde mainstreammedialer Erzählrahmen bemüht und herzhaft eingedroschen. Bei dieser Vorgehensweise leidet die Glaubwürdigkeit im Allgemeinen, und wirft Schatten auf gesamtes ansonsten sehr gutes und lesenswertes Werk. Beim Lesen kamen mir öfters folgende Bücher in den Sinn. Wenn noch nicht gelesen, empfiehlt es sich nachholen: „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ von Shoshana Zuboff, „Kapital und Ideologie“ von Thomas Piketty, „Mythos 9/11“ von Mathias Bröckers, “Chronik der angekündigten Krise“ von Paul Schreyer, „Die Herrschaft der extremen Mitte“ von Alain Deneault. Fazit: Ein sehr lesenswertes Werk. Hier wurden viele Aspekte im Zusammenhang mit Grenzen zutage gefördert, über die man als Laie nicht in diesem Umfang nachgedacht, die man so nicht gesehen hat. Und deshalb ist diese Sicht der Dinge so bereichernd und kennenlernenswert.

  • Wedma

    4/5

    29.09.2021

    eBook (ePUB)

    Ein sehr gutes, informatives,…

    Ein sehr gutes, informatives, aufschlussreiches Werk, das die Bedeutung von Grenzen heute unter die Lupe nimmt und viele Dinge offenbart, die einem Otto-Normalverbraucher nicht so deutlich vor Augen stehen. Über diese Dinge, diese Tendenzen sollte man doch lieber im Klaren sein. Klappentexte beschreibt die Eckpunkte sehr treffend. Es gibt viele spannende und aufschlussreiche Momente, die nicht nur informieren, Hintergründe und Zusammenhänge offenbaren, sondern auch viel Stoff zum Nachdenken geben. An mehreren Stellen wurde der Leser auf die wachsende Ungleichheit aufmerksam gemacht. Es gibt wenige, mit genug „Kleingeld“ in der Tasche, die ihre Mobilität nach eigenem Gusto gestalten können, von der „globalen Mobilitätselite“ ist hier die Rede, von einer „Form der Kommerzialisierung von Mobilitätsproblemen- und Freizügigkeitsrechten“, was kaum von der Hand zu weisen ist. Und es gibt die Mehrheit, für die Grenzen, insb. in den Zeiten der Pandemie, aufwendigere Hürden darstellen. Die Menschen werden im zunehmenderen Maße zu gläsernen Grenzgängern, in Europa wie auch in anderen Teilen der Welt. Wohl gemerkt, unabhängig davon, ob die dort herrschende Gesellschaftsordnung offiziell als Demokratie oder Diktatur bezeichnet wird. „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“, kommt dabei u.a. in den Sinn. Die Bezahlung mit eigenen Daten, z.B. für schnellere und komfortablere Abwicklung an der Grenze, ist heute zur Normalität geworden. Die Grenze fängt heute auch viel früher an, und ist zunächst vom eigentlichen „Schlagbaum“ weit entfernt. Aufmerksam gemacht wurde man auf manche Dinge, die heute als normal erscheinen mögen, z.B. Fingerabdruck, der bei der Ausstellung des Ausweises seit einigen Jahren unerlässlich ist. Ursprünglich war er der Erfassung von Kriminellen vorbehalten. Viele interessante Daten/Fakten zum Thema Mobilität sind auch dabei, begleitet von klaren Worten zum Thema Risiko, seine Einschätzung und wofür dies heute gern benutzt wird. Viele wahre Dinge kommen dabei zur Sprache. Ich gehe hier nicht ins Detail. Besser, man liest selbst. Gut war auch, dass die Anglizismen von den entsprechenden deutschen Begriffen begleitet wurden. Ein Stern Abzug für das Messen mit zweierlei Maß. So manches wurde so politisch korrekt, so weichgespült und mit seidenen Handschuhen angefasst. Und es gibt das Gegenteil: Da wurde mainstreammedialer Erzählrahmen bemüht und herzhaft eingedroschen. Bei dieser Vorgehensweise leidet die Glaubwürdigkeit im Allgemeinen, und wirft Schatten auf gesamtes ansonsten sehr gutes und lesenswertes Werk. Beim Lesen kamen mir öfters folgende Bücher in den Sinn. Wenn noch nicht gelesen, empfiehlt es sich nachholen: „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ von Shoshana Zuboff, „Kapital und Ideologie“ von Thomas Piketty, „Mythos 9/11“ von Mathias Bröckers, “Chronik der angekündigten Krise“ von Paul Schreyer, „Die Herrschaft der extremen Mitte“ von Alain Deneault. Fazit: Ein sehr lesenswertes Werk. Hier wurden viele Aspekte im Zusammenhang mit Grenzen zutage gefördert, über die man als Laie nicht in diesem Umfang nachgedacht, die man so nicht gesehen hat. Und deshalb ist diese Sicht der Dinge so bereichernd und kennenlernenswert.

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    Ralf Rother

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    5/5

    04.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Grenzregime in globalisierten Zeiten

    Das Buch "Sortiermaschinen" scheint für jene Menschen geschrieben zu sein, die ständig beruflich in der globalisierten Welt hin und her reisen oder dreimal im Jahr irgendwo auf diesem Planeten ihren Urlaub verbringen. Diese Jetsetter sind es gewöhnt, fast überall schrankenlos hinzureisen. Auch wenn sie sich an den (Flug-)Häfen durch die Kontrollverfahren zwängen und ihre Pässe vorzeigen, so sind sie nicht unmittelbar von den repressiven Maßnahmen des Grenzmanagements betroffen. Für andere, nicht privilegierte Menschen der globalisierten Welt stellen sich die Grenzen oftmals als gewaltige bisweilen brutale Hindernisse dar. Natürlich gab es schon immer Grenzen, die nicht nur als Barrieren der Abschottung dienten, sondern auch als Filter die Waren und Menschen beim Grenzübertritt sortierten und einer ökonomischen bzw. politischen Ordnung unterwarfen. Diese Grenzen gab es nicht nur zu den Zeiten des Nationalstaates, sondern auch vor den Nationalstaaten und jetzt in Zeiten globalisierter Entwicklungen. In diesem Punkt möchte ich Herfried Münkler beipflichten, wenn er schreibt, dass Grenzen schon seit dem Mittelalter bis heute als Filter dienten und dienen, um erwünschte Personen und Waren hereinzulassen und unerwünschte draußen zu lassen. In dieser Hinsicht eröffnet das Buch des Soziologen Steffen Mau keinesfalls neue Perspektiven auf das Phänomen der Grenze, obwohl er sich gerade in diesem Punkt von anderen Publikationen abgrenzen möchte. Wie Grenzen (und deren dazugehörige Lager- und Abschiebeeinrichtungen) funktionieren, weiß man z.B. durch die Tätigkeiten von NGOs in den Bereichen von Migration und Flüchtlingsarbeit. Allerdings zeigt Steffen Mau sehr wohl wie das heutige Grenzregime aussieht und arbeitet, was allemal wichtig und aufschlussreich ist.

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