In einem weitläufigen Herrenhaus voller sonderbarer Schätze ist January selbst eine Kuriosität. Als Mündel des reichen Mr. Locke fühlt sie sich kaum anders als die Artefakte, die die Hallen schmücken: sorgfältig gepflegt, weitgehend ignoriert und völlig fehl am Platz.
Dann findet sie ein seltsames Buch. Ein Buch, das den Duft anderer Welten verströmt und von Geheimtüren, von Liebe, Abenteuern und Gefahr erzählt. Jedes Umblättern enthüllt weitere unglaubliche Wahrheiten.
Und langsam wird January bewusst, dass sie selbst mehr und mehr mit der Geschichte verkettet wird.
Tamora Pierce: »Dies ist einer der einzigartigsten Romane, die ich je gelesen habe!«
Erika Swyler: »Harrow hat eine wunderschöne Welt der Magie erschaffen, die gleichzeitig vertraut und überraschend neu ist.«
Booklist: »Liest sich wie ein Liebesbrief an die Kunst des Geschichtenerzählens selbst.«
Amal El-Mohtar: »Eine unerträglich schöne Geschichte über das Erwachsenwerden.«
LOS ANGELES TIMES BESTSELLER! Finalist des Hugo, Nebula, Locus und des World Fantasy Awards 2020.
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Books have a soul
aus Kelheim
5/5
24.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine wundervolle Reise!
Schon bevor diese deutsche Ausgabe herauskam, haben mich die positiven Rückmeldungen zur englischen Ausgabe neugierig gemacht. Immer wieder wurde von einer besonderen, magischen Geschichte gesprochen und auch der Klappentext hat mir dies bestätigt. Als dann diese wunderschöne deutsche Ausgabe angepriesen wurde, war mir sofort klar, dass ich sie unbedingt lesen muss.
In der Tat hat man schon nach wenigen Seiten gemerkt, dass dies ein Buch ist, das anders ist. Speziell. Besonders. Mit ganz eigenem Schreibstil. Vermutlich wird es auch die Meinungen einiger Leser spalten. Anfangs wusste ich auch noch nicht so richtig, in welche Kategorie ich mich selbst am Ende einreihen würde.
Was ich allerdings schon früh wusste, war, dass diesem Buch und seiner Geschichte das gewisse Etwas anhaftet, das mich in seinen Bann zieht. Es war eigentlich nicht sofort Spannung gegeben, auch ein eindeutiger Handlungsverlauf war nicht erkennbar, ich hatte also keine Ahnung, wo die Autorin überhaupt mit mir hin möchte. Und doch: Ich konnte mich dem Sog der Geschichte nicht entziehen.
January ist ebenfalls eine ganz besondere Prota. Sie ist immer auf der Suche nach einem Abenteuer, ein regelrechter Wildfang. Sie fühlt sich nicht wohl in ihrem Zuhause, allein schon, weil von ihr immer Zurückhaltung und perfektes Benehmen erwartet wird. Obwohl die Erzählweise (zunächst) sehr eigen ist, konnte ich January sofort leiden. Gerade ihre Aufmüpfigkeit und ihr freiheitsliebendes Wesen waren mir sehr sympathisch. Im Laufe der Handlung macht sie eine extreme Entwicklung durch, die aber zu jeder Zeit sehr gut nachvollziehbar war. Die Storyline an sich fand ich zunehmend immer vielseitiger. Hatte ich anfangs noch das Gefühl, die Geschichte ist sehr verspielt, allein schon durch den besondere Erzählstil, so kam nach und nach immer mehr Tiefe, die auch sehr dramatische Wendungen beinhaltet hat. Nach dem anfänglichen besonderen Sog, war ich plötzlich komplett in dieser Welt gefangen. Man erwartet eigentlich einen magischen Fantasy-Roman, doch man bekommt hier viel mehr. Ich empfand alles sehr intensiv, obwohl es vergleichsweise sehr ruhig zugeht, aber ich war gefangen und berührt von diesem Buch. Die Mischung aus Magie, Nostalgie und Drama hatte mich komplett für sich eingenommen. Am Ende empfand ich dieses Werk einfach nur episch und verzaubernd.
Die anfangs etwas undurchsichtige Haupthandlung ist schnell zu einem Faden geworden, der genial durchdacht wurde. Ich habe mit January mit gefiebert, gelitten und gehofft. Dabei kamen immer wieder auch neue Figuren hinzu, die mich fasziniert haben. Die Story selbst empfand ich als absolut unvorhersehbar, manchmal haben mich Wendungen auch sehr überrascht und bewegt.
Fazit
Die zehntausend Türen haben mich auf eine sehr einzigartige Reise entführt, die ich anfangs noch ganz anders erwartet hatte. Dieses Buch ist besonders, magisch, berührend und in meinen Augen auch kein reines Fantasyabenteuer. Der Fokus liegt hier vor allem auf January und ihrer persönlichen Geschichte, weniger auf den unterschiedlichen Türen zu verschiedenen Welten. Manche könnten hier etwas enttäuscht sein, doch ich persönlich war einfach nur begeistert. Die Autorin hat es geschafft, mich komplett ins Geschehen eintauchen zu lassen und ich fand ihre Art und Weise geradezu episch und mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung empfand ich als tiefgründige Mischung aus Magie, Fantasie, Drama und Nostalgie mit leichten Thrill-Elementen. Das Ende war für mich absolut perfekt gewählt und ich hatte nach dem Lesen ein Lächeln im Gesicht. 5 Sterne!
Nico aus dem Buchwinkel
5/5
15.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Originalfassung „The Ten…
Die Originalfassung „The Ten Thousand Doors of January“ habe ich bereits vor einem halben Jahr gelesen und sie ist direkt in mein Highlight-Regal gewandert. Dort steht mittlerweile auch „The Once and Future Witches“ von Harrow und es wird auch Platz für alle zukünftigen Bücher von ihr geben, ihr Schreibstil und die behandelten Themen begeistern mich nämlich auf besondere Art und Weise. Worum gehts? Es ist der Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA und die junge January ist ein besonderes Kuriosum in dem weitläufigen Herrenhaus des Kunstsammlers/Kulturdiebes Mr. Locke. Mit ihrer kupferroten Haut und den hellen Augen wird sie von ihm als „eine Art Zwischenwesen“ bezeichnet. Sie selbst weiß nicht, wozu sie gehört. Als nicht weißes Mädchen in einer extrem weißen und patriarchalen Umgebung hat sie es unheimlich schwer. Im Verlauf der Geschichte wird sie immer wieder mit Rassismus und Frauenhass konfrontiert. January lebt auf dem Anwesen, weil ihr Vater im Auftrag Mr. Lockes durch die Welt reisen und diesem Kunstschätze beschaffen muss. January beschreibt ihren Gemütszustand selbst so: „Manchmal war ich so einsam, dass ich glaubte, ich müsste zu Asche zerfallen, die sodann vom nächsten Windstoß davongetragen werden würde.“ Januarys Lage ändert sich aber grundlegend an ihrem 17. Geburtstag, als sie ein seltsames Buch findet und lernt, dass es Türen und TÜREN gibt. Die einen führen in Gebäude, die anderen in fremde Welten. Die magischen Erzählungen in dem Buch offenbaren mehr und mehr Verbindungen zu Januarys eigenem Leben und so muss sie alles zurücklassen, was sie kennt, um die Wahrheit über sich selbst herauszufinden. Januarys Geschichte an sich ist schon sehr lesenswert und auch außer ihr steckt „Die zehntausend Türen“ voller interessanter, diverser und sympathischer Figuren, etwas der Krämerjunge Samuel, Januarys geheimnisvolle Beschützerin Jane oder der Mischlingshund „Bad“. Die Handlung lebt in guten Teilen von den Figuren und der Interaktion zwischen ihnen. Actionszenen gibt es zwar, aber der generelle Ton des Buches ist ruhiger, wenngleich nicht weniger spannend. Obwohl es zwischendurch düster wird und die Themen nicht immer leicht sind (siehe Content Notifications oben), ist der generelle Ton optimistisch und die Geschichte liest sich wie ein Liebesbrief an Vorstellungskraft, Kreativität und das geschriebene Wort, das die Macht hat, Dinge zu verändern. Diese Liebe zu Schrift und Sprache ist dem Buch in vielen Passagen deutlich anzumerken, die blumige Ausdrucksweise entfaltet ihre ganz eigene Magie (neben der Magie der TÜREN und der fremden Welten). In dieser Hinsicht hat mich das Buch auch immer wieder an „Das sternenlose Meer“ von Erin Morgenstern erinnert. Stellenweise wird es für die deutsche Übersetzung aber ganz schön tricky. Nach der Lektüre kann ich feststellen: Die Übersetzung ist stellenweise zwar nicht so elegant wie das Original, aber dennoch deutlich besser als befürchtet. Es rettet sich einiges von der sprachlichen Magie auch in die deutsche Übersetzung – keine einfache Leistung und deshalb ein besonderes Lob an die Übersetzerin Aimée de Bruyn Ouboter. Falls ihr könnt, empfehle ich euch die englische Ausgabe, aber auch die Übersetzung kann ich mit 5 von 5 Sternen und einer fetten Leseempfehlung prämieren!
Bewertung
4/5
21.03.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geschmäcker sind verschieden
Ich finde es unheimlich spannend, wie sehr die Geschmäcker auseinandergehen können. Erst vor kurzem habe ich zwei hochgelobte Bücher gelesen, bei denen ich die Euphorie nicht so recht verstehen konnte. Dieses Buch, das bei anderen scheinbar nicht so gut ankommt, hat mir hingehen sehr viel besser gefallen. Löst es Begeisterungsstürme aus? Nein. Ist es es von der etwas langatmigen Variante? Ja.
Aber Alix E. Harrow hat trotzdem eine wunderbare Art und Weise Worte einzusetzen. Sie kleidet Gefühle und Eindrücke in genau die passenden, malerischen Worte, dass ich sie in mir selbst wiedererkenne. Das macht ihre Figuren für mich wirklich lebendig und echt. Wer ein bisschen Muße mitbringt sich auf die Stimmung einzulassen, die sich mit Lesen dieses Buches entwickeln kann, auf das Abenteuer, das mit den TÜREN und ihren Welten einhergeht, sollte es ruhig zur Hand nehmen. Vielleicht wird derjenige nicht enttäuscht.
booksurfer
aus Ludwigshafen
4/5
16.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Finde deine Welt
"The Ten Thousand Doors of January" stand schon seit Ewigkeiten auf meiner Want to Read Liste. Nachdem der Festa Verlag das Buch nun nach Deutschland geholt hat gab es kein entkommen mehr, denn die Geschichte hört sich fantastisch gut an:
In einem weitläufigen Herrenhaus voller sonderbarer Schätze ist January selbst eine Kuriosität. Als Mündel des reichen Mr. Locke fühlt sie sich kaum anders als die Artefakte, die die Hallen schmücken: sorgfältig gepflegt, weitgehend ignoriert und völlig fehl am Platz. Dann findet sie ein seltsames Buch. Ein Buch, das den Duft anderer Welten verströmt und von Geheimtüren, von Liebe, Abenteuern und Gefahr erzählt. Jedes Umblättern enthüllt weitere unglaubliche Wahrheiten. Und langsam wird January bewusst, dass sie selbst mehr und mehr mit der Geschichte verkettet wird.
Alix E. Harrow hat hier eine wunderbare Ausgangssituation erschaffen: magische Türen die in andere Welten führen und eine Geheimgesellschaft die diese Türen geschlossen halten möchte. Das hört sich alles verdammt gut an, leider ist es nicht die Geschichte, die ich mir erhofft hatte. Das heißt nicht das die Geschichte schlecht ist, es wird nur nicht das volle Potenzial genutzt. Gerade der Aspekt mit den Türen und den unterschiedlichen Welten findet eigentlich nur am Rande statt was sehr schade ist. Es ist viel eher eine Coming of Age Geschichte von January mit einigen Fantasy Elementen.
January war mir als Protagonistin zwar sympathisch allerdings viel zu naiv und bringt sich und andere damit ständig in Gefahr. Dennoch kam ich gut mit January klar und konnte eine gute Bindung zu ihr und natürlich ihrem Hund aufbauen (den fand ich richtig klasse). Ebenfalls richtig gut hat mir Adelaide gefallen, eine anderen Weltengängerin, die mutig und waghalsig ist und mich sofort fesseln konnte. Ich hätte gerne noch viel mehr von ihrem Leben und ihren Abenteuern gelesen. Auch den mysteriösen Mr Locke fand ich als Charakter sehr interessant und seine Geschichte und seine Beweggründe konnten mich überzeugen und haben mich sehr überrascht.
Der Schreibstil ist wirklich großartig, sehr bildhaft und poetisch so das man Anfangs auch richtig in die Geschichte gezogen wird. Leider hat die Geschichte auch öfter ein paar Längen, bei denen sich die Autorin einfach zu viel Zeit lässt und sich in den Details verliert. Dennoch werden hier auch wichtige Themen wie Ausgrenzung, Rassendiskriminierung aber auch düster Themen wie Zwangseinweisung angesprochen. Diese Themen wurden aber wirklich gut ausgearbeitet und sensibel von der Autorin behandelt.
Die Zehntausend Türen ist eine mystische Geschichte mit geheimen Türen und parallel Welten, aber vor allem eine Erzählung über eine junge Frau die ihren Platz in der Welt sucht. Es ist nicht die Geschichte, die ich erwartet hatte und dennoch konnte mich die Autorin damit in ihren Bann ziehen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und knappe 4 von 5 Sternen.
maskedbookblogger
4/5
23.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Welt voller Magie und Überraschungen
Der Roman "Die zehntausend Türen" begeistert mit einer harmonischen Geschichte, in welcher der Fokus auf eine einzigartige Figur namens January gelegt wird. Aber worum geht es eigentlich in diesem Roman?
January lebt in einem Herrenhaus, in welchem zahlreiche Schätze sowie Artefakte verborgen sind. Aber January ist nicht anders. Sie ist auch eine Kuriosität. An einem Tag findet die Protagonistin ein ungewönliches Buch, welches ihr sofort ins Auge fällt. Ein Buch, das den Duft anderer Welten verströmt. Dieses Buch erzählt alles, was man nur sich vorstellen kann - Liebe, Schrecken, Abenteuer und Gefahr. Je mehr January in diesem Buch voranschreitet, desto mehr erfährt sie über verschiedene Welten und ihren persönlichen Bezug zu diesem Buch.
Vorab kann ich sagen, dass dieses Buch mich nicht hinsichtlich der Spannung überzeugt hat. Natürlich bringt jedes Buch eine gewisse Spannung mit sich, da man ja als Leser unbedingt herausfinden wollte, wie das Buch endet und was mit den Figuren passiert. In diesem Buch findet man meines Erachtens wenig Spannung und wenige Plottwists, die einen staunen lassen. Zudem gibt es ab und zu längere zähe Momente. Dieses Buch ist hinsichtlich des Spannungsaufbaus einfach "anders", da hier eher das Magische näher betrachtet wird.
Mich hat dieses Buch bezüglich der erschaffenen Magie und der Schreibstils positiv überzeugen können. Der Autorin ist es grandios gelungen die Geschichte zu erzählen. Dabei entwirft sie eine tolle Welt bzw. Welten, in welche man entfliehen kann. Dieses Worldbuilding wird zudem durch einen extrem bildhaften Schreibstil unterstützt, da die Autorin sehr viel mit Vergleichen arbeitet und sehr gerne poetisch schreibt.
Vor paar Tagen habe ich den Thriller "The Nothing Man" gelesen und war komplett überrascht, wie man ein Buch in einem Buch schreiben kann. Auf diese Erzähmethode greift die Autorin auch zurück, da man als Leser einerseits die Geschichte von January verfolgt, aber anderseits in diesem besonderen Buch, welches January findet, weiterliest. Dadurch entstehen eigentlich zwei unabhängige Handlungsstränge, die dann nach und nach flüssig ineinenader überlaufen. Toll, das hat mir gut gefallen!
January sowie die anderen Figuren wie z.B. Mr. Locke (ein grandioser Name) etc. sind tolle Figuren, die man auch gut unterscheiden kann. Außerdem weist jede Figur auch etwas magisches in ihren Charakterzügen auf!
Fazit: Mit diesem Roman lässt uns die Autorin in eine Traumreise entfliehen. Durch einen sehr bildhaften Schreibstil kann man sich auf die Reise durch dieses Buch begeben und in eine Welt voller Magie und Überraschungen eintauchen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.